Einführung
Die Alzheimer-Krankheit ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die durch Gedächtnisverlust, kognitive Beeinträchtigungen und Verhaltensänderungen gekennzeichnet ist. Die Suche nach wirksamen Therapien und präventiven Maßnahmen ist daher von großer Bedeutung. In den letzten Jahren hat die Forschung das Potenzial verschiedener natürlicher Substanzen untersucht, darunter auch Honig, insbesondere Manuka-Honig, in Bezug auf seine möglichen Auswirkungen auf Alzheimer und andere neurologische Erkrankungen.
Manuka-Honig: Ein besonderer Honig mit einzigartigen Eigenschaften
Manuka-Honig zählt zu den teuersten Honigsorten weltweit und gilt als echtes Luxusprodukt. Mit einem Kilopreis von rund 70 Euro übersteigt er den Preis herkömmlicher Honigsorten bei Weitem. Die besondere Herkunft macht den Honig so kostspielig: Bienen gewinnen ihn aus den Blüten der wild wachsenden Manuka-Bäume, die nur in Neuseeland vorkommen. Forscher der Technischen Universität Dresden haben den wesentlichen Wirkstoff des Manuka Honigs entdeckt: Methylglyoxal (MGO). Verbraucher sollten darauf achten, dass der Honig mindestens 100+ MGO enthält, um von seiner antibakteriellen Wirkung zu profitieren. Manuka Honig behält seine Qualität, wenn man ihn dunkel und bei Raumtemperatur lagert. Auch wenn er mit der Zeit kristallisiert oder fester wird, bleibt seine Wirkung erhalten.
Anwendung und Vorteile von Manuka-Honig
Wer täglich ein bis drei Teelöffel einnimmt, kann Erkältungssymptome lindern und sein Immunsystem stärken. Auch als Brotaufstrich oder in Tee entfaltet der Honig seine antibakterielle Wirkung. Äußerlich lässt er sich bei Wunden, Akne oder Neurodermitis einsetzen. Manuka Honig ist besonders teuer und zeichnet sich durch seinen hohen MGO-Gehalt aus, der ihm starke antibakterielle Eigenschaften verleiht. Dieser Honig kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden und hilft bei Erkältungen, Wundheilung und Zahngesundheit.
Vorsichtsmaßnahmen beim Verzehr von Manuka-Honig
Für Erwachsene und Kinder ab einem Jahr stellt der Verzehr von Manuka-Honig kein Problem dar. Bei Säuglingen unter 12 Monaten raten Experten jedoch ab, da deren Darmflora noch nicht ausgereift ist. Der Verzehr von Honig könnte bei Säuglingen Botulismus auslösen, eine gefährliche Vergiftung durch Bakterien.
Honig als Bestandteil der Ernährung bei Demenz
Einerseits kann Honig eine wichtige Rolle bei der Ernährung von dementen Menschen spielen. Im Rahmen einer Demenzerkrankung verändert sich nämlich auch der Geruchssinn und damit die Geschmackswahrnehmung des Essens. Das schlägt natürlich auf den Appetit. Die Ernährungsgewohnheiten verändern sich auf Grundlage der zunehmenden Vergesslichkeit und Desorientiertheit sowieso. Es wird insgesamt weniger gegessen, der Hunger nimmt ab und die regelmäßigen Mahlzeiten werden oft einfach vergessen. Viele demenzkranke Menschen möchten nur noch süß abgeschmeckte Speisen essen. Hier kommt der Honig ins Spiel. Wenn man beispielsweise ein Gulasch oder eine Hackfleischsoße mit etwas Honig süßt, wird der Geschmack oft besser akzeptiert. Den Honig muss man nicht mit in den Topf geben. Er kann am Tisch über das Essen gegeben werden, sodass mitessende Angehörige sich normal weiter ernähren können. Auch das berühmte Ritual, abends einen Becher heiße Milch mit Honig zu trinken, wird von vielen dementen Patienten geliebt. Außerdem kann Honig dabei helfen, dass sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Es gibt zum Beispiel einige Hinweise darauf, dass Curcuma einen gewissen Hirnschutz bewirkt. Ein dementer Patient, der keine Kapseln schlucken will, wird das gelbe Pulver mit einem Löffel Honig vermischt lieber einnehmen.
Lesen Sie auch: Demenz verstehen: Eine Analyse anhand von „Honig im Kopf“
Stille Entzündungen und ihre Verbindung zu Alzheimer
Stille Entzündungen entstehen durch Dauerstress, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Konservierungsstoffe, Medikamente oder Umweltgifte. Die Symptome äußern sich bei den Betroffenen eher leise - durch Bauchweh, Migräne, ein schwaches Immunsystem, erhöhte Blutzuckerwerte oder auch hartnäckige Fettpölsterchen. Diese vermeintlichen Wehwehchen sind gefährlich: Die Entzündungen begünstigen auch die Entstehung vieler chronischer Krankheiten, wie Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Alzheimer und sogar Krebs. Dabei lassen sich stille Entzündungen aktiv bekämpfen: durch gesunde Ernährung, mehr Bewegung, täglich sechs bis acht Stunden Schlaf und Stressreduktion. Auch Sonnenbäder für die Produktion von Vitamin D und mehr Omega-3-Fettsäuren sind gute erste Schritte.
Ernährung als Schlüssel zur Bekämpfung stiller Entzündungen
Der wichtigste Hebel sei aber laut Sven-David Müller die Ernährung: Sie ist eine der größten Stellschrauben, wenn es um stille Entzündungen geht. Es gibt jede Menge Lebensmittel, mit denen wir uns fitfuttern können: Viele wirken wie ein Feuerlöscher, darunter Nüsse und Samen, Beeren, grünes Blattgemüse.
Manuka-Honig als Entzündungskiller
Manuka-Honig hat sich zu einem wahren Trendprodukt entwickelt - und das aus gutem Grund. Er ist sortenrein, also kein Mischhonig. Und im Gegensatz zu normalem Honig kann Manuka-Honig durch seine hohe MGO-Konzentration wie eine Art Antibiotikum wirken, weiß der Ernährungswissenschaftler. Der goldene Nektar unterstützt die Wundheilung und kann Entzündungen im Körper lindern, etwa bei Halsschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden oder Hautirritationen. Müller: Besonders in der Naturheilkunde wird er wegen seiner immunstärkenden und heilenden Effekte geschätzt. Aber nur bei regelmäßiger Anwendung kann das Superfood seine volle Wirkung entfalten. Entweder jeden Tag oder gar nicht. Denn Vorbeugen ist grundsätzlich besser als Heilen, so der Experte. Ein bis zwei Teelöffel mit mindestens 500 MGO täglich sind aus ernährungswissenschaftlicher und ernährungsmedizinischer Sicht ausgesprochen sinnvoll und daher anzuraten.
Weitere Bienenprodukte und ihre potenzielle Wirkung
Gelee Royal
Das Gelee royale dagegen könnte im Rahmen der Demenzforschung eine wichtige Rolle übernehmen. In den letzten Jahren sind schon Laboruntersuchungen dazu durchgeführt worden. Noch ist nicht wirklich erklärbar, was genau im Hirn abläuft, wenn Menschen Gelee royal zu sich nehmen. Aber eine Gruppe japanischer Wissenschaftler ist der Sache auf der Spur. Sie fanden in Laboruntersuchungen heraus, dass Substanzen, die im Gelee royal enthalten sind, eine stimulierende Wirkung auf das Nervensystem haben.
Bienenstockluft
Die Bienen bringen neben dem Nektar auch andere Wirkstoffe wie ätherische Öle, Flavonide, Pollen, Wachs und Propolis in den Stock ein, erklärt er. Durch Wärme und die Ventilation mit ihren Flügeln geben sie vermutlich Bruchteile der heilsamen Wirkstoffe an die Luft im Stock ab. Wissenschaftler der TU Dresden erforschen, welche Stoffe sich in der Bienenstockluft befinden und welche Auswirkungen zum Beispiel Tageszeit, Außentemperatur und Nahrungsangebot auf die Qualität und Zusammensetzung der Luft haben. Was wir jetzt schon sagen können, ist, dass flüchtige Bestandteile von Honig und Propolis enthalten sind, sagt Speer.
Lesen Sie auch: Details zu Heinz Hoenigs Herz-OP
Propolis
Um Propolis zu produzieren, sammeln die Bienen harzige Substanzen an Knospen oder Wunden von Bäumen und vermengen sie mit Wachs, Pollen, ätherischen Ölen und ihrem Speichel. Daraus entsteht ein klebriges Baumaterial, mit dem sie Wabenzellen und Fluglöcher abdichten. Doch Propolis schützt den Bienenstock nicht nur vor Zugluft, Nässe und Schädlingen. Das Kittharz ist schon seit der Antike für seine antimikrobielle Wirkung bekannt, Naturheilkundige schätzen es als Bioantibiotikum. Außerdem soll es oxidativem Stress entgegenwirken und die Wundheilung fördern.
Neonicotinoide und ihre Auswirkungen auf Insekten und möglicherweise auf den Menschen
Ähnlich wie bei Alzheimer verlieren Insekten, die damit in Kontakt kommen, ihre Erinnerung und ihre Fähigkeit zu kommunizieren. Neonicotinoide stören die Gehirnprozesse. Wahrnehmen, Lernen, Erinnern, Orientieren, Navigieren, Kommunizieren - all dies funktioniert nicht mehr richtig. Daneben stören Neonics das Immunsystem der Insekten, die Entwicklung von Larven, den Energiestoffwechsel und wirken sogar auf das Erscheinungsbild der Gene.
Nächtliche Unruhe bei Demenz
Nächtliche Unruhe bei Demenz ist eine häufige Herausforderung. Das Umherirren in der Wohnung beeinträchtigt nicht nur den Schlaf des Betroffenen, sondern auch den der Angehörigen. Studien zeigen, dass etwa 60 % der Menschen mit Demenz unter verschiedenen Arten von Schlafstörungen leiden, wobei nächtliche Unruhe besonders häufig auftritt. Diese Unruhe kann sich in unterschiedlichen Formen manifestieren, wie etwa nächtliches Umherwandern, lautes Rufen oder ständiges Aufstehen und Hinlegen. Die Ursachen für nächtliche Unruhe bei Demenz sind vielfältig und komplex. Eine der Hauptursachen ist die Veränderung des Gehirns durch den Abbau von Nervenzellen, der mit der Krankheit einhergeht. Diese Veränderungen stören die sogenannte innere Uhr und beeinträchtigen das Schlaf-Wach-Zentrum im Gehirn. Der natürliche Rhythmus gerät aus dem Gleichgewicht. Der Verlust der zeitlichen Orientierung verstärkt dieses Problem zusätzlich. Menschen mit Demenz verlieren oft das Gefühl für die Tageszeit und können Tag und Nacht nicht mehr richtig unterscheiden.
Maßnahmen zur Milderung nächtlicher Unruhe
Eine der effektivsten Methoden ist die Schaffung von Routinen. Eine feste Abendroutine kann helfen, den Körper auf die Nacht vorzubereiten und die innere Uhr zu stabilisieren. Hierzu gehören regelmäßige Schlafenszeiten und beruhigende Aktivitäten wie das Vorlesen oder das Hören von entspannender Musik. Eine optimierte Schlafumgebung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Eine ruhige und dunkle Umgebung ohne Lärmquellen fördert den Schlaf. Regelmäßige körperliche Aktivität während des Tages kann ebenfalls dazu beitragen, die nächtliche Müdigkeit zu steigern und den Schlaf zu verbessern. Dabei sollten die Aktivitäten jedoch an die körperlichen Möglichkeiten des Betroffenen angepasst sein, um Überanstrengung zu vermeiden. Neben der physischen Aktivität ist auch kognitive Stimulation wichtig. Es gibt verschiedene Medikamente und Haushaltsmittel, die helfen können, diese Unruhe zu lindern. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Arzt kann bei Bedarf beruhigende Medikamente verschreiben, um die nächtliche Unruhe zu mindern.
Sanfte Hausmittel
Sanfte Hausmittel können helfen, die nächtliche Unruhe bei Demenz zu lindern und eine ruhige, erholsame Nacht zu fördern. Kräutertees wie Kamillentee oder Baldriantee haben beruhigende Eigenschaften und können helfen, den Schlaf zu fördern. Man kann ätherische Öle wie Lavendel, Melisse oder Kamille in einem Diffusor verwenden oder auf ein Kissen tropfen, um eine beruhigende Umgebung zu schaffen. Ein altes Hausmittel gegen Schlafstörungen ist warme Milch mit Honig. Das Hören von sanfter, beruhigender Musik oder Naturklängen kann eine entspannende Atmosphäre schaffen und dabei helfen, die nächtliche Unruhe zu lindern. Einfache Entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung oder sanftes Dehnen können helfen, den Körper zu beruhigen und die Schlafbereitschaft zu erhöhen. Schwere Bettdecken, die einen sanften, gleichmäßigen Druck auf den Körper ausüben, können ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Ein warmes Kissen oder eine Wärmflasche im Bett kann helfen, den Körper zu entspannen und die Schlafbereitschaft zu fördern.
Lesen Sie auch: Umfassender Überblick: Dr. Honig
24-Stunden-Betreuung
Eine besonders effektive Lösung zur Entlastung der Familie ist die 24-Stunden-Betreuung zu Hause. Diese Betreuung bietet zahlreiche Vorteile: Sie ermöglicht eine kontinuierliche Anwesenheit einer geschulten Betreuungsperson, die sofort auf nächtliche Unruhe reagieren kann. Ein großer Vorteil der 24-Stunden-Betreuung ist die individuelle Anpassung der Pflege an die Bedürfnisse des Demenzpatienten, was eine stabile und beruhigende Umgebung fördert. Für pflegende Angehörige bedeutet diese Art der Betreuung eine erhebliche Entlastung, da sie sich nicht mehr rund um die Uhr um die Pflege kümmern müssen und sich so ausreichend ausruhen können.