Ursachen, Symptome und Behandlung von Husten, Migräne und Nasenbluten

Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und Behandlungen von drei häufigen Beschwerden: Husten, Migräne und Nasenbluten. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis dieser Leiden zu vermitteln und Betroffenen Hilfestellungen zur Linderung und Vorbeugung zu geben.

Migräne: Ursachen, Symptome und Therapie

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch wiederkehrende, starke Kopfschmerzen auszeichnet. Die Kopfschmerzen treten meist nur einseitig auf und werden oft als stechend, bohrend, pochend, krampfartig oder pulsierend beschrieben.

Triggerfaktoren und Symptome

Die Auslöser für einen Migräneanfall werden als Triggerfaktoren bezeichnet. Zu den häufigsten Triggern gehören:

  • Stress
  • Hormonelle Schwankungen
  • Unregelmäßiger Schlaf
  • Bestimmte Nahrungsmittel

Neben den Kopfschmerzen können weitere Symptome auftreten, wie z.B.:

  • Lichtempfindlichkeit (Photophobie): Circa 80 Prozent der Migräne-Betroffenen leiden während oder schon vor einer Attacke an Lichtempfindlichkeit.
  • Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie): Geräusche werden oft als störend wahrgenommen.
  • Aura: Einige Menschen erleben vor den Kopfschmerzen eine Aura mit neurologischen Symptomen wie Schwindel, Sehen von gezackten Linien und Lichtblitzen, Schwarzwerden vor den Augen oder falschen Geschmacks-, Geruchs- oder Gehörempfindungen.
  • Müdigkeit und Erschöpfung: Diese können Stunden oder Tage vor dem Anfall auftreten.
  • Sprachstörungen: Selten können Sprachstörungen auftreten, die in der Regel nach der Attacke wieder verschwinden. Bei Sprachstörungen ist Vorsicht geboten, falls man nicht sicher von Migräne ausgehen kann.

Therapie

Die Therapie von Migräne zielt darauf ab, die Häufigkeit und Intensität der Anfälle zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Dazu gehören medikamentöse und nicht-medikamentöse Ansätze. Die neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dipl.Psych. Hartmut Göbel bietet spezielle Therapien für Migräne mit und ohne Aura, Migräne-Komplikationen und andere Kopfschmerzformen an.

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Zur Planung eines Aufnahmetermins in der Schmerzklinik Kiel sind folgende Schritte erforderlich:

  1. Ein Verordnung von Krankenhausbehandlung vom behandelnden Arzt.
  2. Ausfüllen der Aufnahme-Checkliste durch den Arzt.
  3. Ausfüllen des Schmerzkalenders und des Schmerzfragebogens.
  4. Senden aller Unterlagen und Kopien relevanter Arztbriefe, Röntgenbilder etc. an die angegebene Anschrift.

Zahlreiche Krankenkassen haben eine integrierte Versorgung ihrer Versicherten mit dem Behandlungsnetz der Schmerzklinik Kiel vertraglich geregelt.

Nasenbluten: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Nasenbluten (Epistaxis) ist ein häufiges Phänomen, bei dem Blut aus der Nase austritt. Da die Nase sehr gut durchblutet ist, können schon kleinste Verletzungen bzw. Beschädigungen starke Blutungen auslösen.

Ursachen von Nasenbluten

Die Ursachen für Nasenbluten sind vielfältig und können in lokale und systemische Ursachen unterteilt werden:

  • Lokale Ursachen:
    • Verletzungen der Gefäße
    • Chemische Schädigungen durch Nasentropfen oder Nasenspray
    • Frakturen des Kopfes oder der Nase
    • Allergien wie Heuschnupfen (führt zu trockenen Schleimhäuten)
    • Fremdkörper in der Nase (besonders bei Kindern)
  • Systemische Ursachen:
    • Erkältungskrankheiten wie Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung oder Grippe
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck)
    • Virus- und Blutungserkrankungen mit gestörter Blutgerinnung
    • Diabetes
    • Vitaminmangel (meist Vitamin K)
    • Hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Wechseljahre)
    • Einnahme bestimmter Medikamente

Bei Kindern und jungen Erwachsenen befindet sich die Blutungsursache oft vorne in der Nasenscheidewand. Bei älteren Menschen blutet manchmal ein Blutgefäß am Nasenrücken, so dass das Blut hauptsächlich in den hinteren Rachen läuft.

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Erste Hilfe bei Nasenbluten

  1. Aufrechte Position: Setzen Sie sich aufrecht hin oder lagern Sie den Oberkörper hoch. Vermeiden Sie eine liegende Position, um zu verhindern, dass Blut in die Atemwege gelangt.
  2. Kopf nach vorne beugen: Beugen Sie den Kopf nach vorne, damit das Blut aus der Nase herausfließen kann.
  3. Nase zudrücken: Drücken Sie die Nasenflügel für 10-15 Minuten fest zusammen.
  4. Kühlen: Kälte kann helfen, die Blutung zu stoppen. Legen Sie einen kalten Umschlag in den Nacken.

Vermeiden Sie es, den Kopf in den Nacken zu legen, da dies dazu führen kann, dass Blut verschluckt wird, was Übelkeit und Erbrechen auslösen kann. Verzichten Sie auch auf das Verstopfen der Nase mit Kompressen oder Taschentüchern. Nach dem Stillen der Blutung sollte man nicht die Nase putzen, da dies erneute Verletzungen verursachen kann.

Wann zum Arzt?

In den meisten Fällen ist Nasenbluten harmlos und bedarf keiner ärztlichen Behandlung. Ein Arzt sollte jedoch aufgesucht werden, wenn:

  • Die Blutung sich nicht innerhalb von 20-30 Minuten (bei Kindern 10-20 Minuten) stoppen lässt.
  • Das Nasenbluten in Folge eines Stoßes oder Schlags auf Kopf bzw. Nase eingesetzt hat.
  • Weitere Symptome wie Schwindel, Schwäche oder Bewusstseinsverlust auftreten.
  • Das Nasenbluten sehr häufig auftritt.

Bei einem Arztbesuch wird die Blutung zunächst gestillt, der Blutdruck und der Puls überprüft. Der Arzt wird Fragen zu weiteren Symptomen, bekannten Blutgerinnungsstörungen oder der Einnahme blutverdünnender Medikamente stellen. Anschließend erfolgt eine Untersuchung der Nase, Nasenhöhle, Nasenscheidewand und des Nasen-Rachen-Raums.

Vorbeugung

  • Vermeiden Sie heftiges Schnäuzen und Nasebohren.
  • Achten Sie auf eine gute Belüftung und Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Arbeitsbereichen.
  • Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft und treiben Sie Sport.
  • Behandeln Sie die Nase bei trockener Schleimhaut mit geeigneten Salben oder Ölen.
  • Trinken Sie ausreichend über den Tag verteilt.

Husten: Ursachen, Arten und Behandlung

Husten ist ein wichtiger Schutzreflex des Körpers, um die Atemwege von Fremdkörpern, Schleim oder Reizstoffen zu befreien. Grundsätzlich wird zwischen produktivem Husten (mit Auswurf) und trockenem Reizhusten unterschieden.

Ursachen von Husten

Husten kann verschiedene Ursachen haben:

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  • Akute Atemwegsinfektionen: Erkältungen, Grippe, Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung
  • Chronische Erkrankungen: Asthma bronchiale, chronische Bronchitis, Lungenentzündung, gastroösophagealer Reflux
  • Allergien: Allergisches Asthma
  • Fremdkörper in den Atemwegen: Besonders bei Kindern
  • Reizstoffe: Rauchen, Staub, Chemikalien

Ein langwieriger Schnupfen kann zu einer Entzündung der Nasennebenhöhlen führen, die wiederum Husten auslösen kann. In beheizten Räumen trocknet die Nasenschleimhaut schnell aus, was den natürlichen Abwehrmechanismus stört und Krankheitserregern das Eindringen erleichtert.

Symptome

Begleitende Symptome können sein:

  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • Druckgefühl im Gesichtsbereich
  • Schmerzen beim Bücken (bei Nasennebenhöhlenentzündung)

Behandlung von Husten

Die Behandlung von Husten richtet sich nach der Ursache.

  • Bei bakteriellen Infektionen: Antibiotika
  • Bei produktivem Husten: Hustenlöser zur Unterstützung des Schleim Abtransports
  • Bei trockenem Reizhusten: Hustenblocker (nur nach Absprache mit dem Arzt)

Zusätzlich können Hausmittel die Beschwerden lindern:

  • Warme Getränke: Kamillentee, um festsitzenden Schleim zu lockern
  • Einreibungen mit Salben: Zur Förderung der Durchblutung
  • Dampfbäder und Inhalationen: Bei Reizhusten (z.B. mit Kamille)

Chronischer Husten

Von chronischem Husten spricht man ab einer Dauer von acht Wochen. In diesem Fall ist eine ärztliche Untersuchung dringend zu empfehlen, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Therapie einzuleiten. Unbehandelter, langwieriger Husten kann im schlimmsten Fall zu irreversiblen Schäden führen.

Vorbeugung von Atemwegsinfektionen

  • Häufiges Händewaschen
  • Vermeidung von Reizstoffen (Rauch)
  • Ausreichende Luftbefeuchtung
  • Stärkung des Immunsystems durch gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf

Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen kann ebenfalls Husten und Kopfschmerzen verursachen. Typische Symptome sind anhaltender Schnupfen, Kopfschmerzen (besonders beim Bücken), Druckempfindlichkeit der Nebenhöhlen und allgemeine Abgeschlagenheit.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine Untersuchung beim HNO-Arzt, gegebenenfalls mit Ultraschall oder Endoskopie.

Die Behandlung umfasst:

  • Abschwellende Nasensprays
  • Schleimlöser
  • Inhalationen mit Salzen oder ätherischen Ölen
  • Viel trinken (1,5 bis 2 Liter am Tag)
  • Bei bakterieller Infektion: Antibiotika

Leukämie: Symptome und Warnzeichen

Leukämie, oft auch als Blutkrebs bezeichnet, ist eine Krebserkrankung des blutbildenden Systems. Die Symptome sind oft unspezifisch und können auch bei anderen, harmloseren Krankheiten auftreten.

Symptome von Leukämie

  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Blässe
  • Fieber unklarer Ursache
  • Schmerzen (Knochen- und Gelenkschmerzen)
  • Blutungen (Einblutungen in die Haut, Zahnfleischbluten, Nasenbluten)
  • Häufige Infektionen
  • Schwindel und Kopfschmerzen
  • Lymphknotenschwellungen
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme

Die Symptome können je nach Art der Leukämie (akut oder chronisch) unterschiedlich sein. Bei akuten Leukämien treten die Symptome plötzlich auf, während sich chronische Leukämien langsam entwickeln und oft über Jahre unentdeckt bleiben.

Warnzeichen

Die folgenden Anzeichen können auf eine Leukämie hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden:

  • Blaue Flecken oder kleine rot-bläuliche Flecken auf der Haut
  • Häufiges Nasen- oder Zahnfleischbluten
  • Unerklärliche Müdigkeit und Erschöpfung
  • Häufige Infekte und Fieber
  • Schwindel und Kopfschmerzen
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust

Hirnvenenthrombosen (Sinusvenenthrombosen)

Hirnvenenthrombosen sind Blutgerinnsel in den Blutgefäßen, die das Blut aus dem Gehirn abtransportieren. Sie sind eine eher seltene Hirngefäßerkrankung.

Ursachen und Symptome

Frauen sind häufiger betroffen, was vermutlich hormonelle Gründe hat. Die Einnahme der Pille in Kombination mit Rauchen erhöht das Risiko.

Die Thrombose führt zu einer Abflussstörung des Blutes aus dem Schädelinneren. Dies kann zu folgenden Symptomen führen:

  • Kopfschmerzen (häufigstes Erstsymptom)
  • Epileptische Anfälle
  • Blutungen im Gehirn (können zu neurologischen Ausfällen wie Lähmungen, Gefühlsstörungen oder Sehstörungen führen)

Diagnose und Behandlung

Eine Vorsorgeuntersuchung gibt es nicht. Ein Warnsymptom sind starke, anhaltende Kopfschmerzen bei Menschen, die sonst keine Kopfschmerzen haben.

Die Behandlung erfolgt mit Blutverdünnern (Antikoagulation), um die Auflösung des Blutgerinnsel zu fördern. In den meisten Fällen lassen sich Sinusvenenthrombosen erfolgreich behandeln.

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