Die Neurochirurgie und die Neurologie sind zwei medizinische Fachgebiete, die sich mit Erkrankungen des Nervensystems befassen. Obwohl sie eng miteinander verbunden sind, gibt es wesentliche Unterschiede in ihren Schwerpunkten und Behandlungsmethoden. Dieser Artikel beleuchtet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Neurochirurgie und Neurologie, um ein umfassendes Verständnis dieser wichtigen medizinischen Disziplinen zu ermöglichen.
Einführung in die Neurochirurgie
Die Neurochirurgie ist ein hochspezialisiertes Fachgebiet der Medizin, das sich mit der operativen Behandlung von Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen des zentralen und peripheren Nervensystems befasst. Dazu gehören das Gehirn, das Rückenmark, die Wirbelsäule und die peripheren Nerven. Neurochirurgen sind spezialisiert auf chirurgische Eingriffe, um neurologische Erkrankungen zu diagnostizieren und zu behandeln.
Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen und -verletzungen in der Neurochirurgie
Neben Erkrankungen des Gehirns widmet sich die Neurochirurgie in besonderem Maße der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen und -verletzungen. Die Wirbelsäule ist eine komplexe Struktur aus Knochen, Knorpel und Nerven, die die Grundlage unseres Rückens bildet. Verletzungen, Degeneration und Erkrankungen der Wirbelsäule können erhebliche Schmerzen und neurologische Probleme verursachen. Dazu gehören Bandscheibenvorfälle, Wirbelkörperfrakturen, Wirbelkanalstenosen und Wirbelsäulentumore. Neurochirurgen verwenden verschiedene Techniken, von minimal-invasiven Eingriffen bis hin zu komplexen Wirbelsäulenrekonstruktionen, um Schmerzen zu lindern, neurologische Funktionen zu verbessern und die Stabilität der Wirbelsäule wiederherzustellen.
Die operative Behandlung von Verletzungen und Erkrankungen des Gehirns, der Wirbelsäule, des Rückenmarks und der peripheren Nerven ist Aufgabe der Klinik für Neurochirurgie, die von den Spezialisten ein Höchstmaß an Präzision erfordert. Jeweils fast die Hälfte der Eingriffe der Klinik für Neurochirurgie betreffen sensible Bereiche wie den Kopf und die Wirbelsäule. Ihr Vertrauen für komplexe Eingriffe bei Hirntumoren, Gefäßfehlbildungen (Aneurysmen, Angiome) oder Erkrankungen der Hirnanhangdrüse (Hypophyse), aber auch Wirbelsäulenerkrankungen aller Ausprägungsgrade zu gewinnen, ist für uns ein wesentlicher Faktor des menschlichen Miteinanders.
Die Versorgung von Notfällen macht bis zu 40 Prozent unserer Arbeit aus. In der Akutphase bei Traumen, Blutungen und Querschnittsyndromen sind wir ein Haus der kurzen Wege und schnellen Entscheidungen. Wir stehen Ihnen rund um die Uhr helfend zur Seite. Eine moderne technische Ausstattung unterstützt uns effektiv bei unserer Arbeit. Als Klinik der Maximalversorgung arbeiten wir mit einem umfangreichen Angebot an Diagnose- und Therapieverfahren auf dem neuesten Stand der Technik. Moderne bildgebende Diagnosegeräte in Radiologie und Neuroradiologie wie Nuklearmedizin erlauben den Einsatz hochspezialisierter Operationstechniken wie Endoskopie und Mikrochirurgie, Fluoreszenzmikroskopie, intraoperative Videoangiographie, intraoperativer Ultraschall, Neuronavigation und Stereotaxie. Diese erlaubt millimetergenaue Gewebeentnahmen. Doch erst die effiziente Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen des Johannes Wesling Klinikums, vor allem mit den am Kopf tätigen Fächern Neurologie, Neuroradiologie, HNO, MKG sowie den Onkologen, Strahlentherapeuten, Endokrinologen und Kinderärzten, macht eine umfassende medizinische Versorgung beispielsweise in der komplexen Tumorbehandlung möglich. Die Kooperation mit der Kinderklinik und dem neonatalen Zentrum einschließlich des sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) hat zudem den großen Erfahrungsschatz in kinderneurochirurgischen Fragestellungen gemehrt. Auch hier arbeiten wir in guter Symbiose interdisziplinär zusammen. Für Sie und Ihre Kinder.
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Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der operativen und konservativen Behandlung des Gesichtsschmerzes (Trigeminusneuralgie).
Seit Jahren verfügt die Klinik über besondere Erfahrungen zur Therapie bestimmter Schmerzsyndrome im Einsatz von Rückenmarkstimulationsgeräten (SCS) und der Implantation von Medikamentenpumpen sowohl zur Schmerztherapie als auch zur Behandlung des erhöhten Muskeltonus (Spastik). Ihre Wirbelsäule stützt Sie. Aber eben nicht immer. Zu Beschwerden führen sowohl angeborene als auch erworbene Wirbelsäulenerkrankungen. Im Laufe eines Lebens treten bei vielen Menschen degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule auf. Der Knochen, die Bandscheiben, die Bandstrukturen und die Gelenke können gleichermaßen betroffen sein. Sind die konservativen Verfahren ausgeschöpft, stehen wir Ihnen mit allen gängigen Verfahren von mikrochirurgischen Dekompressionen bei Bandscheibenleiden oder engem Spinalkanal bis hin zur Prothetik von Bandscheiben und kleinen Wirbelgelenken (Facettgelenkersatz) sowie Verblockungsoperationen bei Instabilitäten in allen Wirbelsäulenabschnitten zur Verfügung. Eine ausgefeilte Stufendiagnostik vor der geplanten Operation trägt dazu bei, die für Sie beste Lösung zu realisieren.
Seit 2021 ist das Neuroonkologische Zentrum des JWK (MiNOZ) als erstes in OWL von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. Herzstück der interdisziplinären Arbeit des MiNOZ zur Behandlung von Patient*innen mit Tumoren des Nervensystems ist die seit Jahren etablierte wöchentliche Tumorkonferenz. Es besteht eine überregional anerkannte Expertise in der Behandlung von Tumoren im Bereich der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Hier ist die Zusammenarbeit mit den auf Hormonerkrankungen spezialisierten Internisten (Endokrinologen) segensreich. Die hohe Qualität unserer Dienstleistungen ergibt sich jedoch nicht von selbst. Um den Anforderungen von optimaler Patientenversorgung, Wirtschaftlichkeit sowie Forschung und Lehre gerecht werden zu können, betreiben wir ein intensives Qualitätsmanagement. Dieses garantiert eine ständige Weiterentwicklung in allen Arbeitsbereichen, um die bestmögliche Versorgung unserer Patienten und hervorragende Leistungen in Forschung und Lehre zu erreichen.
Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen einen Überblick geben, über Erkrankungen und deren Behandlungsmethoden, wie wir sie in der Klinik für Neurochirurgie anwenden. Die etwa kirschkerngroße Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) liegt eingebettet in einer kleinen Knochengrube der vorderen Schädelbasis (Sella turcica) unter dem Zwischenhirn. Ihre Aufgabe besteht in der Steuerung verschiedener Botenstoffe (Hormone), die in das Blut abgegeben werden und an verschiedenen Stellen des Körpers unterschiedliche Funktionen regulieren (Verweis: Hormone der Hypophyse). Ein Teil des Zwischenhirnes, der sogenannte Hypothalamus beeinflusst wiederum die Aktionen der Hypophyse durch die Ausschüttung sogenannter Freisetzungs- oder Hemmungshormone und ist mit ihr durch den Hypophysenstiel verbunden. Die Enge des lumbalen Spinalkanals kann einerseits zu Schmerzen und neurologischen Ausfällen wie Taubheitsgefühlen und Lähmungen (muskuläre Schwächen) im Bereich der Beine führen, insbesondere beim Gehen (sog. Claudicatio spinalis). Typischerweise wird dabei im Verlauf von Monaten die beschwerdefreie Gehstrecke der Betroffenen immer kürzer. Die operative Behandlung besteht in diesen Fällen in einer mikrochirurgisch durchgeführten Erweiterung (Dekompression) des Spinalkanals. Weil bei dieser die Strukturen, die die seitliche Verschiebung der Wirbel zueinander einschränken (Bänder, kleine Wirbelgelenke), geschwächt werden, besteht die Möglichkeit, daß es zu einem Wirbelgleiten (sog. Instabilität) kommt.
In der Klinik für Neurochirurgie des Johannes Wesling Klinikums Minden wird der Ersatz von kleinen Wirbelgelenken (Facettgelenken) in der Behandlung der Enge des Wirbelkanals im Lendenbereich (lumbale Spinalkanalstenose) erfolgreich durchgeführt. Die Enge des lumbalen Spinalkanals kann einerseits zu Schmerzen und neurologischen Ausfällen wie Taubheitsgefühlen und Lähmungen im Bereich der Beine führen, insbesondere beim Gehen (Claudicatio spinalis). Dabei wird im Verlauf von Jahren oder sogar nur Monaten die beschwerdefreie Gehstrecke der Betroffenen immer kürzer, ohne dass konservative Maßnahmen ausreichende Erfolge erzielen. Die operative Behandlung besteht in diesen Fällen in einer mikrochirurgisch durchgeführten Erweiterung (Dekompression) des verengten Spinalkanals. Dabei können Strukturen, die die Verschiebung der Wirbel zueinander einschränken (Bänder, kleine Wirbelgelenke), geschwächt werden, und es kann zu einem Wirbelgleiten (sogenannte Instabilität) kommen. Das Wirbelgleiten (Spondylolisthese) kann aber auch spontan durch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule auftreten und dann seinerseits durch den Versatz der den Spinalkanal umgebenden Strukturen zu dessen Enge beitragen, typischerweise wiederum bei Belastung. Hierbei sind die Kapseln der kleinen Wirbelgelenke (Facettgelenke) verantwortlich für den Rückenschmerz, beispielsweise beim Aufstehen aus dem Sitzen oder beim Aufrichten aus vornüber gebeugter Haltung. Es besteht also ein ursächlich und symptomatisch wechselseitiger Zusammenhang zwischen Einengung des Spinalkanals (mit daraus resultierenden Beinschmerzen) und Überbelastung, bzw. Instabilität der Lendenwirbelsäule (mit daraus resultierenden Rückenschmerzen). Eine genauere Beschreibung des Themas können Sie hier herunterladen.
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Neurochirurgische Eingriffe: Diagnostik und Therapie
Neurochirurgische Eingriffe können sowohl zur Diagnose neurologischer Erkrankungen beitragen als auch selbige therapieren. Der Neurochirurg ist jedoch nicht ausschließlich für die Durchführung des neurochirurgischen Eingriffs zuständig. Er ist auch verantwortlich dafür, den Patienten über das Ziel der Maßnahmen, die Vorgehensweise und auch mögliche Risiken aufzuklären.
Die Behandlungsstrategien des Neurochirurgen richten sich selbstverständlich nach der jeweiligen Grunderkrankung. Zumeist handelt es sich bei den, von Neurochirurgen durchgeführten Therapien um operative Verfahren. Diese werden zumeist dann eingesetzt, wenn durch die Behandlung eines Neurologen mit konservativen Maßnahmen (wie etwa durch medizinische Behandlung) keine Verbesserung des Krankheitszustandes erzielt werden konnte. Auch Notfälle können Neurochirurgisch behandelt werden, in diesem Fall liegt (zumeist) keine vorherige Behandlung durch einen anderen Facharzt vor.
Einige der Krankheiten, die ein Neurochirurg behandelt, äußern sich in starken Schmerzen. Der Arzt praktiziert damit also auch neurochirurgische Schmerzbehandlung. Eine andere Form der neurochirurgischen Schmerzbehandlung besteht in der Behandlung von chronischen Schmerzen. Dazu zählt beispielsweise das Einsetzen eines „Schmerzschrittmachers“ (eine Elektrode, die an die chirurgisch an die Wirbelsäule angesetzt wird und Impulse abgibt).
Spezialisierungen in der Neurochirurgie
Innerhalb der Neurochirurgie gibt es verschiedene Spezialisierungen, die sich auf bestimmte Bereiche des Nervensystems oder spezifische Behandlungstechniken konzentrieren. Dazu gehören:
- Neuroonkologie: Behandlung von Tumoren des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven.
- Vaskuläre Neurochirurgie: Behandlung von Gefäßerkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks, wie Aneurysmen und arteriovenöse Malformationen.
- Wirbelsäulenchirurgie: Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule.
- Funktionelle Neurochirurgie: Behandlung von Bewegungsstörungen, Schmerzen und Epilepsie durch chirurgische Eingriffe.
- Kinderneurochirurgie: Behandlung von neurologischen Erkrankungen bei Kindern.
Einführung in die Neurologie
Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und nicht-operativen Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Neurologen konzentrieren sich auf die Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven und der Muskeln.
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Aufgaben und Schwerpunkte der Neurologie
Zu den Hauptaufgaben der Neurologie gehören die Diagnose und Behandlung von neurologischen Erkrankungen wie:
- Schlaganfall
- Epilepsie
- Multiple Sklerose
- Parkinson-Krankheit
- Alzheimer-Krankheit
- Migräne und andere Kopfschmerzen
- Nervenverletzungen
- Hirntumoren
- Rückenmarkstumoren
Neurologen verwenden eine Vielzahl von diagnostischen Verfahren, um neurologische Erkrankungen zu erkennen. Dazu gehören:
- Neurologische Untersuchung
- Elektroenzephalographie (EEG)
- Elektromyographie (EMG)
- Magnetresonanztomographie (MRT)
- Computertomographie (CT)
- Lumbalpunktion
Konservative Behandlungsmethoden in der Neurologie
Im Gegensatz zur Neurochirurgie, die sich auf operative Eingriffe konzentriert, liegt der Schwerpunkt der Neurologie auf konservativen Behandlungsmethoden. Dazu gehören:
- Medikamentöse Therapie
- Physiotherapie
- Ergotherapie
- Logopädie
- Psychotherapie
Durch konservative Behandlungsmethoden können in 90 Prozent der Fälle die Schmerzen eines Bandscheibenvorfalles gelindert werden. Diese umfassen sowohl Physio- und Ergotherapie als auch medikamentöse Schmerztherapie und physikalische Maßnahmen (beispielsweise Massagen oder Thermotherapie).
Spezialisierungen in der Neurologie
Auch in der Neurologie gibt es verschiedene Spezialisierungen, die sich auf bestimmte Bereiche des Nervensystems oder spezifische Erkrankungen konzentrieren. Dazu gehören:
- Neuroimmunologie: Behandlung vonAutoimmunerkrankungen des Nervensystems, wie Multiple Sklerose.
- Epileptologie: Diagnose und Behandlung von Epilepsie.
- Bewegungsstörungen: Behandlung von Parkinson-Krankheit, Tremor und anderen Bewegungsstörungen.
- Neuroonkologie: Behandlung von neurologischen Komplikationen von Krebserkrankungen.
- Geriatrische Neurologie: Behandlung von neurologischen Erkrankungen bei älteren Menschen.
Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Obwohl Neurochirurgie und Neurologie unterschiedliche Schwerpunkte haben, gibt es auch viele Gemeinsamkeiten und Überschneidungen. Beide Fachgebiete befassen sich mit Erkrankungen des Nervensystems und arbeiten oft eng zusammen, um Patienten eine umfassende Versorgung zu bieten.
Hauptunterschiede
Der Hauptunterschied zwischen Neurochirurgie und Neurologie liegt in den Behandlungsmethoden. Neurochirurgen sind auf operative Eingriffe spezialisiert, während Neurologen konservative Behandlungsmethoden bevorzugen. Neurochirurgen führen Operationen durch, um Tumore zu entfernen, Blutungen zu stoppen, Nerven zu entlasten oder Wirbelsäulen zu stabilisieren. Neurologen setzen Medikamente, Physiotherapie und andere nicht-operative Verfahren ein, um neurologische Erkrankungen zu behandeln.
Gemeinsamkeiten
Trotz ihrer unterschiedlichen Schwerpunkte haben Neurochirurgie und Neurologie viele Gemeinsamkeiten. Beide Fachgebiete erfordern ein tiefes Verständnis des Nervensystems und seiner Funktionen. Beide Fachärzte arbeiten eng mit anderen Spezialisten zusammen, wie Radiologen, Onkologen und Schmerztherapeuten, um Patienten eine umfassende Versorgung zu bieten. In vielen Fällen ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich, um die bestmögliche Behandlungsstrategie für den Patienten zu entwickeln.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Die enge Zusammenarbeit zwischen Neurochirurgie und Neurologie ist entscheidend für eine optimale Patientenversorgung. Neurologen überweisen Patienten oft an Neurochirurgen, wenn eine Operation erforderlich ist. Nach einer Operation arbeiten Neurologen und Neurochirurgen zusammen, um die Rehabilitation des Patienten zu überwachen und die langfristige Behandlung zu planen.
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zeigt sich auch in spezialisierten Zentren, wie dem Neuroonkologischen Zentrum des Johannes Wesling Klinikums Minden (MiNOZ), das von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert ist. Hier arbeiten Neurochirurgen, Neurologen, Neuroradiologen, HNO-Ärzte, MKG-Chirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Endokrinologen und Kinderärzte zusammen, um Patienten mit Tumoren des Nervensystems umfassend zu versorgen.
Wann sollte man welchen Arzt aufsuchen?
Die Wahl des richtigen Arztes hängt von der Art der neurologischen Erkrankung und den individuellen Bedürfnissen des Patienten ab. In der Regel ist es ratsam, zunächst einen Neurologen aufzusuchen, um eine Diagnose zu erhalten und eine konservative Behandlung zu beginnen. Wenn die konservative Behandlung nicht ausreicht oder eine Operation erforderlich ist, kann der Neurologe den Patienten an einen Neurochirurgen überweisen.
Ausbildung und Weiterbildung
Sowohl für Neurochirurgen als auch für Neurologen ist eine umfassende Ausbildung und Weiterbildung erforderlich.
Neurochirurgie
Für den Beruf des Neurochirurgen muss wie für jede ärztliche Disziplin zunächst das 6-jährige Medizinstudium absolviert werden. Im Anschluss folgt eine Facharztweiterbildung, die noch einmal sechs Jahre dauert. Die Weiterbildung Neurochirurgie wird strukturiert (siehe PDF-Datei Ausbildungsplan). Es finden jährliche Ausbildungsgespräche mit den Weiterbildungsassistenten statt. Journal Club Neurochirurgie Der Journal-Club der neurochirurgischen Klinik findet jährlich mehrmals statt, offen auch für Interessenten aus den Nachbardisziplinen, zum Beispiel Neurologie, Neuroradiologie, Anästhesie/Intensivmedizin. An drei bis vier ausgewählten aktuellen Arbeiten werden deren Inhalte beleuchtet und diskutiert und gleichzeitig in Vorbereitung auf die Facharztprüfung die Kritikfähigkeit der Weiterbildungsassistent*innen gegenüber der Fachliteratur geschult. Programmverantwortlich: LOA Dr. A. Alomari. Mikroskopische Übungen und Neuroanatomie Der Direktor der Klinik (Professor Dr. Knappe) bietet im Zusammenhang mit der Lehre der Ruhr-Universität Bochum am Medizin Campus OWL mikrochirurgische Übungen mit Gefäßnähten am Coronararterien-Modell an. Darüber hinaus werden anatomische Übungen und OP-Planungen mittels Virtual-Reality-Device implementiert.Weiterbildung NeurochirurgieWeiterbildungsplan für die neurochirurgische Facharztweiterbildung in der Klinik für Neurochirurgie am Johannes Wesling Klinikum Minden Weiterbildungsermächtigter (72 Monate): Prof. Dr. med. Ulrich J.
Neurologie
Die Ausbildung zum Neurologen umfasst ebenfalls ein 6-jähriges Medizinstudium, gefolgt von einer 5-jährigen Facharztausbildung in Neurologie. Während der Facharztausbildung erlernen die angehenden Neurologen die verschiedenen Untersuchungsverfahren, um Befunde eigenständig deuten zu können. Grundlegendes Wissen zu Gehirn, Rückenmark und dem peripheren Nervensystem wird ebenso vermittelt wie die benötigten konservativen Behandlungstechniken.
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