Impfungen sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge und tragen dazu bei, das Risiko von Infektionskrankheiten zu verringern. Nach einer Impfung stellt sich jedoch oft die Frage, wie man seinen Alltag, insbesondere sportliche Aktivitäten und Saunabesuche, gestalten sollte. Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Aspekte, die Sie im Zusammenhang mit Impfungen, Sport, Saunabesuchen und der Japanischen Enzephalitis beachten sollten.
Impfungen: Ein Überblick
Impfungen sind eine Routineaufgabe für das Immunsystem. Sie helfen dem Körper, Antikörper gegen bestimmte Krankheitserreger zu bilden und sich so vor einer Infektion zu schützen. Es gibt verschiedene Arten von Impfungen, darunter Lebendimpfungen und Totimpfungen.
- Lebendimpfungen: Bei Lebendimpfungen wird eine geringe Menge abgeschwächter Krankheitserreger verabreicht, um eine leichte "Impfinfektion" auszulösen. Dies führt zu einer Reaktion des Immunsystems und dem Aufbau eines Schutzes vor der jeweiligen Erkrankung.
- Totimpfungen: Bei Totimpfungen werden inaktivierte Krankheitserreger oder Teile davon verabreicht. Um eine Immunantwort auszulösen, werden häufig sogenannte Adjuvantien hinzugefügt.
Sport nach der Impfung
Nach einer Impfung ist es wichtig, den Körper nicht übermäßig zu belasten. Mögliche Impfreaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle, leichtes Fieber, Mattigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen können das Wohlbefinden beeinträchtigen. Es ist ratsam, auf den Körper zu hören und ihm die nötige Ruhe zu gönnen.
- Allgemeine Empfehlungen: Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut sieht generell kein Problem in Sport nach Impfungen, solange man sich fit fühlt. Von starker körperlicher Betätigung und Leistungssport in den ersten Tagen danach wird jedoch abgeraten.
- Spezielle Impfungen: Nach manchen Reiseschutzimpfungen, etwa gegen Denguefieber oder Gelbfieber, werden bei Leistungssport längere Pausen empfohlen. Richten Sie sich jeweils nach den Empfehlungen der Arztpraxis, in der Sie die Impfung erhalten.
- Moderate Bewegung: Bewegung, maßvolles Training oder Sport beeinträchtigt den Erfolg einer Impfung nicht. Studien weisen sogar darauf hin, dass moderater Sport nach einer Impfung die Produktion von Abwehrzellen fördert.
Es ist wichtig, genügend Karenzzeit zwischen einer Impfung und einem Wettkampf oder einer sonstigen erheblichen körperlichen Betätigung einzuplanen. Nach einer Impfung sollte man beim Training Schwerpunkte setzen, die nicht auf Maximalkraft oder Maximalausdauer ausgelegt sind. Es kann sinnvoll sein, sich bewusst in Regenerationsphasen impfen zu lassen.
Sportmedizinische Untersuchungen haben gezeigt, dass sowohl für trainierte Sportler als auch untrainierte Personen eine mäßige sportliche Belastung keinen Einfluss auf die Antikörperbildung hat. Extreme sportliche Anstrengung kann demgegenüber zu einer verminderten Immunantwort führen.
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Sauna nach der Impfung
Die Impfung selbst verträgt sich mit Hitze. Einer Impfung bei hochsommerlichen Temperaturen steht also nichts entgegen. Ein Saunabesuch ist jedoch etwas anderes: Wer nach einer Impfung Fieber bekommt oder sich nicht fit fühlt, sollte wie bei einer fiebrigen Erkältung auch auf die Hitze eines Saunagangs verzichten. Untersuchungen lassen vermuten, dass heiße Bäder oder Saunagänge nach einer Impfung die Produktion entzündlicher Botenstoffe erhöhen können. Das könnte dazu führen, dass eine stärkere Impfreaktion auftritt. So wie beim Sport gilt auch bei Saunabesuchen: Belasten Sie Ihren Körper und damit Ihr Immunsystem nach einer Impfung nur maßvoll - und nur, wenn Sie sich gut fühlen.
Japanische Enzephalitis: Eine gefährliche Krankheit
Die Japanische Enzephalitis (JE) ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, die hauptsächlich in ländlichen Regionen Asiens vorkommt. Besonders betroffen sind das nördliche Thailand, Vietnam, Indonesien und die Philippinen.
- Übertragung: Die JE wird durch den Stich von Mücken übertragen, die das Virus in sich tragen.
- Symptome: Plötzliches Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen können erste Anzeichen einer JE sein. In schweren Fällen kann es zu Bewusstseinstrübung, Krampfanfällen und Lähmungen kommen.
- Behandlung: Die JE kann nur symptomatisch behandelt werden. Es gibt jedoch einen Impfstoff, der vor der Erkrankung schützen kann.
- Impfung: Die Impfung gegen Japanische Enzephalitis wird insbesondere für Personen empfohlen, die in Risikogebiete reisen oder sich dort längere Zeit aufhalten.
Weitere wichtige Informationen
- Alkohol: Nach einer Impfung sollte man den Konsum von Alkohol einschränken, da Alkohol den Körper belastet und die Immunantwort beeinträchtigen kann. Ein bis zwei Glas Bier oder Wein sind sicher unproblematisch, solange jemand nicht alkoholkrank ist.
- Duschen, Baden und Schwimmen: Duschen, Baden und Schwimmen sind nach einer Impfung nicht verboten. Diese Empfehlung stammt aus der Zeit der Pockenimpfung und ist überholt.
- Impfplaner: Mit dem Impfplaner in der Barmer-App verpassen Sie keine Impf- und Vorsorgetermine mehr. Organisieren Sie diese für sich und Ihre Familie und lassen Sie sich automatisch an die Termine erinnern.
- Reiseimpfungen: Bei Reisen in tropische und subtropische Regionen sind bestimmte Impfungen empfehlenswert oder sogar vorgeschrieben. Lassen Sie sich rechtzeitig vor Reiseantritt von einem Tropenmediziner beraten.
- Kosten: Die Kosten für Impfungen werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Informieren Sie sich vorab bei Ihrer Krankenkasse über die Kostenübernahme.
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