Der Auricularia polytricha, im Deutschen besser bekannt als Judasohr oder Holunderschwamm, ist ein vielseitiger Vitalpilz, der seit Jahrhunderten in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und auch in Europa für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt wird. Besonders hervorgehoben wird seine blutverdünnende Wirkung, die ihn zu einem wertvollen Naturheilmittel bei verschiedenen Beschwerden macht. Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Wirkungen des Judasohrs, insbesondere im Zusammenhang mit Migräne, und gibt einen umfassenden Überblick über seine Anwendungsmöglichkeiten und wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Was ist Auricularia?
Wenn von Auricularia die Rede ist, ist meist der Vitalpilz Auricularia polytricha gemeint. Dieser Heilpilz wird bereits seit über 2600 Jahren von Heilkundigen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zur Linderung verschiedener Leiden eingesetzt. Der in Asien beheimatete Pilz hat weltweit enge Verwandte wie den Auricularia auricula. In Europa trifft man in der Regel auf den Auricularia auricula-judae.
Der Name Judasohr leitet sich von seiner ohrenförmigen Erscheinung und einer Legende ab: Judas soll sich nach seinem Verrat an Jesus an einem Holunderbaum erhängt haben, an dem später dieser ohrenförmige Pilz wuchs. Daher auch die Namen Holunderpilz oder Holunderschwamm. Weitere Bezeichnungen sind Ohrlappenpilz, Wolkenohr, Fliederöhrchen oder Baumohr. Im Englischen wird er black woody ear, tree ear oder black fungus genannt. In China, wo der Auricularia seit 600 v. Chr. kultiviert wird, trägt er den Namen Mu-Err. Europäer kennen ihn oft als Chinesische Morchel aus chinesischen Restaurants. Es ist jedoch anzumerken, dass getrockneter Auricularia aus China, der stundenlang in einer Suppe mitgekocht wurde, nicht mehr viele gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe enthält, da die Konzentration der Inhaltsstoffe stark von der Zuchtmethode, dem Trocknungsverfahren und der Verarbeitung abhängt. Bei Temperaturen über 40 °C gehen viele wichtige Substanzen verloren.
Im europäischen Raum gibt es erste Hinweise auf die Verwendung von Auricularia aus dem 18. Jahrhundert. Der Naturforscher Carl von Linné erwähnt ihn beispielsweise in einem Buch von 1753.
Verbreitung und Merkmale
Das Judasohr ist grundsätzlich weltweit zu finden, am häufigsten jedoch in gemäßigten, subtropischen Regionen wie Europa oder Nordamerika. Der Pilz ist äußerst robust gegenüber verschiedenen klimatischen Bedingungen und verträgt Hitze ebenso gut wie Frost. Daher kann man den Auricularia das ganze Jahr über finden, sogar im Winter unter einer Schneedecke. Er gedeiht besonders gut an Holunderbäumen, aber auch auf Birken, Rotbuchen, Walnussbäumen und Ulmen. Er bevorzugt alte oder bereits abgestorbene Exemplare. Wenn er sich vom Holz eines lebenden Baumes ernährt, wird er als Schwächeparasit bezeichnet, bei Totholz als Nahrungsgrundlage als Saprophyt.
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Die Farbe des Auricularia variiert von Olivgrau über Rotbraun bis Rot. Da der Vitalpilz direkt am Baum wächst, ist sein Stiel nicht weiter ausgeprägt. Stattdessen ragt ein muschel- bzw. ohrenförmiger Fruchtkörper am Baumstamm hervor. Sein Durchmesser kann von drei bis 15 Zentimetern variieren, seine Dicke beträgt nur einen halben bis zwei Zentimeter. Der Fruchtkörper ist zäh, gallertartig und leicht transparent. Die Oberfläche wird als feinfilzig beschrieben. Bei Regen saugt das Judasohr reichlich Wasser auf und schwillt zu einer enormen Größe an.
Inhaltsstoffe und ihre Bedeutung
Hervorzuheben ist der geringe Fettgehalt bei gleichzeitig hohem Anteil an Ballaststoffen und Proteinen. Zu den Ballaststoffen zählen auch die Polysaccharide, auf die viele verschiedene gesundheitsförderliche Wirkungen von Heilpilzen zurückzuführen sind. Insbesondere die Beta-Glukane spielen in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle. Sie beeinflussen im Organismus unter anderem den Stoffwechsel positiv und stärken das Immunsystem. Beim Eiweißgehalt ist zu betonen, dass Vitalpilze stets über alle essenziellen Aminosäuren verfügen, die der Körper nicht selbst herstellen kann, die aber für diverse Körperfunktionen unverzichtbar sind.
Der Auricularia bildet außerdem bestimmte Lektine, die für den Menschen einen hohen gesundheitlichen Nutzen haben und unter anderem an der blutverdünnenden Wirkung beteiligt sein sollen. Mediziner interessieren sich außerdem für spezielle Biopolymere, die im Judasohr vorkommen und auf die sie seine senkenden Effekte auf Blutzucker, Cholesterin und Triglyzeride zurückführen. Neben den bereits erwähnten Stoffen kommen in dem Pilz natürlich noch Vitamine und Mineralstoffe vor. Hervorzuheben sind hier die B-Vitamine, die in einer solch hohen Konzentration sonst fast nur in tierischen Produkten vorzufinden sind. Der Auricularia ist insbesondere reich an B-Vitaminen. Darüber hinaus weist er auch kleinere Mengen Vitamin C und Ergosterol, eine Vorstufe von Vitamin D auf.
Verwendung in Küche und traditioneller Medizin
Während sich das Judasohr in der asiatischen Küche großer Beliebtheit erfreut, ist seine Verwendung in westlichen Küchen nicht sonderlich verbreitet. Zubereitet ist er glibberig, leicht knorpelig und hat so gut wie keinen Eigengeschmack. Die Asiaten mögen diese Textur in Suppen und Soßen dennoch sehr gerne. Außerdem hat der Auricularia die Eigenschaft, das ihn umgebende Aroma aufzunehmen. In Europa findet man ihn nur selten frisch zu kaufen.
Wenngleich das Judasohr in Asien schon sehr viel länger zur Behandlung diverser gesundheitlicher Probleme eingesetzt wird, ist es im europäischen Raum immerhin seit über zwei Jahrhunderten als Heilmittel bekannt. Dabei ist sein Wert für uns heute höher als je zuvor: Seine Inhaltsstoffe können gerade bei Leiden, die wir unter „Zivilisationskrankheiten“ zusammenfassen, Linderung verschaffen. Hierzu gehören vor allem solche Beschwerden, die mit Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung zusammenhängen.
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Vermutlich zeigt auch aus diesem Grund die Wissenschaft ein auffällig wachsendes Interesse am Auricularia. So finden sich in der medizinischen Fachdatenbank Pubmed aus den Jahren 1929 bis 2006 nur knapp 200 wissenschaftliche Artikel über diesen besonderen Heilpilz. In den letzten 15 Jahren kamen dann allerdings noch einmal gut 400 Artikel hinzu. In Google-Scholar, der wissenschaftlichen Suchplattform von Google, erscheinen für den Suchbegriff „Auricularia“ sogar 42.000 Treffer. Es ist also nicht zu leugnen, dass sich die moderne Wissenschaft zunehmend auch auf altbewährte Naturheilmittel besinnt. Mögliche Anwendungsgebiete erstrecken sich dabei von Herz-, Bauch- und Zahnschmerzen über Augenentzündungen bis hin zur Wundheilung.
Auricularia und seine Wirkung auf den Blutfluss
Aufgrund seiner Eigenschaft, den Blutfluss zu verbessern, ist der Auricularia einer der wichtigsten Vitalpilze bei der Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen, allen voran Herzinfarkte, Schlaganfälle und Thrombosen. Als natürlicher Blutverdünner verbessert er effektiv die Fließeigenschaften des Blutes. An dieser Wirkung ist unter anderem das im Pilz enthaltene Adenosin beteiligt. Es sorgt für eine Erweiterung der Gefäße und steigert so die Durchblutung des gesamten Körpers. Zusätzlich unterstützen die Lektine und Beta-Glucane aus dem Auricularia den Fluss des Blutes. Wegen dieses Effekts kann die Einnahme von Auricularia-Kapseln über einen längeren Zeitraum sogar Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose reduzieren. Hinzu kommt eine präventive Wirkung gegen zerebrale Ischämie, die landläufig auch Hirninfarkt oder Hirnschlag genannt wird.
Durchblutungsstörungen können sämtliche Organe und die Zellgesundheit belasten. Bei Menschen mit diesen Problemen profitieren die Zellen im Gehirn, den Augen und natürlich auch im sonstigen Körper bei der Einnahme von Auricularia von einer besseren Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Für das Gehirn bedeutet dies vor allem eine geringere Gefahr einer vaskulären Demenz. Diese Form der Demenz geht u.a. auf einen Sauerstoffmangel und reduzierten Abfallstoffabtransport im Gehirn zurück, der meistens auf eine akut schlechte Durchblutung zurückgeht. Ursache hierfür kann zum Beispiel ein Schlaganfall sein. Dem wirkt das Judasohr ebenfalls entgegen, weil es die Aggregation von Thrombozyten und die Bildung von Fibringerinnseln reduzieren kann. Ein Schlaganfall entsteht ja durch ein verstopftes Blutgefäß im Gehirn. Diese Verstopfung kann von einer Thrombose herrühren, sprich einer Verklumpung der Thrombozyten.
Auricularia bei Migräne
Die durchblutungssteigernde und entzündungsreduzierenden Wirkung des Auricularia ist auch bei äußerst unangenehmen Leiden wie Migräne hilfreich. Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch starke, oft pulsierende Kopfschmerzen äußert, die von Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit begleitet sein können. Es wird angenommen, dass Durchblutungsstörungen im Gehirn und Entzündungsprozesse eine Rolle bei der Entstehung von Migräne spielen.
Der Auricularia kann aufgrund seiner durchblutungsfördernden und entzündungshemmenden Eigenschaften dazu beitragen, Migräneattacken zu reduzieren und vorzubeugen. Indem er die Durchblutung des Gehirns verbessert, kann er Sauerstoffmangel reduzieren und den Abtransport von Stoffwechselprodukten fördern, was zur Linderung von Kopfschmerzen beitragen kann. Seine entzündungshemmenden Eigenschaften können dazu beitragen, Entzündungsprozesse im Gehirn zu reduzieren, die ebenfalls zu Migräne beitragen können.
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Weitere Anwendungsgebiete des Auricularia
Neben seiner Wirkung bei Migräne wird der Auricularia auch bei anderen Erkrankungen eingesetzt:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Aufgrund seiner blutverdünnenden Wirkung kann der Auricularia bei der Vorbeugung und Behandlung von Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombose, Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose eingesetzt werden.
- Störungen des Fettstoffwechsels: Der Auricularia kann den Cholesterinspiegel und die Triglyzeride im Blut senken und so das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.
- Diabetes: Studien haben gezeigt, dass der Auricularia den Blutzuckerspiegel senken kann und somit bei der Behandlung von Diabetes hilfreich sein kann.
- Entzündungen: Der Auricularia hat eine entzündungshemmende Wirkung und kann bei Entzündungen im Bereich der Augen, der Haut und der Schleimhäute eingesetzt werden.
- Darmgesundheit: Der Auricularia stärkt die guten Darmbakterien und kann vor chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa schützen.
- Immunsystem: Der Auricularia hat eine immunmodulierende Wirkung, d.h. er stärkt die Abwehrkräfte, kann aber auch überschießende Reaktionen abfangen.
- Krebs: In wissenschaftlichen Studien hat der Auricularia eine antimikrobielle Wirkung bewiesen und das Wachstum von verschiedenen Tumor-Zelllinien gehemmt.
Anwendung und Dosierung
Auricularia ist in verschiedenen Formen erhältlich, z.B. als getrockneter Pilz, Pulver oder Kapseln. Die Dosierung hängt von der Form des Produkts und dem individuellen Bedarf ab. Es ist ratsam, sich vor der Einnahme von Auricularia von einem Arzt oder Therapeuten beraten zu lassen.
In der Regel wird eine tägliche Dosis von 1-3 Gramm getrocknetem Auricularia empfohlen. Bei Kapseln sollte man sich an die Dosierungsanleitung des Herstellers halten.
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Grundsätzlich sind bei der Einnahme von Auricularia keine Nebenwirkungen bekannt. Da er jedoch eine blutverdünnende Wirkung hat, sollten Menschen mit Blutgerinnungsstörungen oder vor Operationen vorsichtig sein und die Einnahme mit ihrem Arzt besprechen.
Fazit
Der Auricularia polytricha, oder Judasohr, ist ein vielseitiger Vitalpilz mit einer langen Tradition in der TCM und auch in Europa. Seine Inhaltsstoffe, insbesondere seine blutverdünnenden, entzündungshemmenden und immunmodulierenden Eigenschaften, machen ihn zu einem wertvollen Naturheilmittel bei verschiedenen Beschwerden, darunter Migräne, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Störungen des Fettstoffwechsels, Diabetes, Entzündungen, Darmprobleme und Immunschwäche.
Die durchblutungssteigernde und entzündungsreduzierende Wirkung des Auricularia kann bei Migräne hilfreich sein, indem sie die Durchblutung des Gehirns verbessert und Entzündungsprozesse reduziert.
Obwohl der Auricularia in der Regel gut verträglich ist, sollte man vor der Einnahme einen Arzt oder Therapeuten konsultieren, insbesondere wenn man an Blutgerinnungsstörungen leidet oder Medikamente einnimmt.
Die wachsende wissenschaftliche Forschung zum Auricularia bestätigt seine vielfältigen gesundheitlichen Vorteile und macht ihn zu einem vielversprechenden Naturheilmittel für die Zukunft. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass der Auricularia keinen gesunden Lebensstil ersetzt, sondern ihn lediglich ergänzen kann. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und Stressmanagement sind weiterhin die wichtigsten Säulen für eine gute Gesundheit.
Die Rolle von Vitalpilzen in der modernen Medizin
Die medizinische Forschung zur Wirkung von Vitalpilzen steht in Mitteleuropa noch am Anfang. Anders als etwa im asiatischen Raum sind Vitalpilze daher vielen Menschen in Europa relativ unbekannt. Dabei kann eine Mykotherapie - so nennt man die medizinische Behandlung mittels Vitalpilzen - oftmals eine effektive Alternative oder auch Ergänzung zur konventionellen Therapie darstellen. Dieser Vitalpilzratgeber gibt eine erste Orientierung und einen Überblick über die wichtigsten Vitalpilze.
Pilze - und darunter auch die kleinere Gruppe der Vitalpilze - gehören zu den spannendsten Geschöpfen dieser Welt. Im Laufe der gesamten Menschheitsgeschichte waren Pilze immer schon gleichermaßen gefürchtet wie begehrt. Zum einen können sie uns Menschen als Giftproduzenten gefährlich werden. Zum anderen sind sie essentiell und Vorbild bei der Herstellung lebensnotwendiger Medikamente wie dem Antibiotikum Penicillin oder werden als nährstoffreiches Lebensmittel konsumiert. Außerdem könnten 80 bis 90 % der für uns so lebensnotwendigen Pflanzen ohne Pilze gar nicht erst wachsen, wenn es keine Pilze gäbe!
Auswahl des geeigneten Pilzpräparats
Wie wählt man das geeignete Pilzpräparat aus? Ist der Anbieter seriös, lässt die Produkte regelmäßig prüfen und stellt auf Nachfrage die nötigen Zertifikate zur Verfügung? Wie hoch ist der Polysaccharidanteil? Ist der Preis seriös? Der Anbau von Vitalpilzen ist aufwendig und daher teuer. Aber auch ein teurer Preis ist keine Garantie! Ist das Produkt selbst bio-zertifiziert? Der letzte Punkt ist besonders wichtig, da Pilze Schwermetalle, Radioaktivität etc aufnehmen und anreichern, und diese so in unseren Körper gelangen können.
Weitere wichtige Vitalpilze
Neben dem Auricularia gibt es noch viele weitere Vitalpilze mit unterschiedlichen Wirkungen:
- Reishi: Wird auch der König der Pilze genannt und bei Schlafstörungen, Stress und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt.
- Cordyceps: Bekannt für seine leistungssteigernde und aphrodisierende Wirkung.
- Hericium: Fördert die Nervenregeneration und wird bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.
- Shiitake: Wirkt immunmodulierend, antioxidativ und entzündungshemmend und wird bei erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck und bakteriellen Infekten eingesetzt.
- Maitake: Senkt Cholesterin, Blutfette und Blutzucker und unterstützt die Gewichtreduktion.
- Chaga: Wirkt antioxidativ und wird in der Krebs- und AIDS-Therapie eingesetzt.
- Agaricus: Bekannt für seine Antikrebswirkung.
Die Mykotherapie in der Praxis
Die Mykotherapie ist eine uralte Heilkunst, die sich mit der Anwendung der verschiedenen Vitalpilze bei bestimmten Beschwerden befasst. Besonders wichtig ist dabei die Abstimmung auf die persönliche Situation und die Beschwerden, um eine wirkungsvolle Zusammenstellung verschiedener Pilzarten zu finden.
Es gibt zahlreiche Publikationen, die die medizinisch relevanten Eigenschaften beschreiben, die meisten davon beziehen sich auf Ergebnisse aus Laborversuchen. Bei Patienten mit fortgeschrittenem Tumor wurden spezielle Inhaltsstoffe (genannt AHCC, Active Hexose correlated) als Pilzextrakte angewendet, um die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zu verringern.
Vitalpilze für Kinder
Ja, Vitalpilze sind sogar ab dem Säuglingsalter geeignet! Besonders oft werden Vitalpilze bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis eingesetzt.
Die Bedeutung der Forschung
Die mangelhafte Studienlage ist bislang der Hauptkritikpunkt an der Mykotherapie. Doch es wird viel geforscht. Inzwischen gibt es auch viele klinische Studien, z.B. zur Wirkung von Vitalpilzen bei Krebs. Leider sind heimische Pilze, die im Handel nicht erhältlich sind, kaum im Fokus der Forschung.
Darreichungsformen
Vitalpilze sind in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich:
- Pulver: Kann in Smoothies, Suppen oder andere Speisen eingerührt werden.
- Kapseln: Praktisch für unterwegs und einfach zu dosieren.
- Extrakte: Konzentrierte Form der Wirkstoffe.
Üblich sind Kapseln, die Pulver vom ganzen Pilz enthalten, oder Trockenextrakt aus Heißextraktion. In der Volksheilkunde ist hauptsächlich Heißextraktion überliefert.
Wo kann man Vitalpilze kaufen?
Vitalpilze sind in Apotheken, Reformhäusern und im Onlinehandel erhältlich.
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