Junge Neurologen Summer Schools: Intensivkurse für den neurologischen Nachwuchs

Die neurologische Ausbildung steht vor der Herausforderung, Studierenden und jungen Ärzten eine umfassende und praxisnahe Wissensvermittlung zu bieten. Hier setzen die Summer Schools der "Jungen Neurologie" an, einer Initiative der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), die deutschlandweit Projekte für neurologisch interessierte Studierende, Doktoranden und Weiterzubildende organisiert und unterstützt. Diese Veranstaltungen erfreuen sich bei Medizinstudierenden immer größerer Beliebtheit und bieten eine ideale Möglichkeit, das Lieblingsfach besonders intensiv kennenzulernen. Das Konzept stammt aus dem angloamerikanischen Raum und erweitert enge Stundenpläne.

Zielsetzung und Inhalte der Summer Schools

Das Ziel der Summer Schools ist es, relevantes Wissen für die klinische Arbeit auszubauen und Aspekte neuer Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dabei wird der Fokus auf eine kompakte, praxisnahe und evidenzbasierte Wissensvermittlung gelegt. Die Veranstaltungen dauern meist mehrere Tage und werden oft in Zusammenarbeit mit Universitätskliniken ausgerichtet. Mittlerweile haben viele medizinische Fachgesellschaften Summer Schools etabliert.

Themenvielfalt und Expertenwissen

Die Summer Schools decken ein breites Spektrum neurologischer Themen ab. In Kiel erwarten die Teilnehmer beispielsweise interessante Vorträge von Kieler Expertinnen und Experten zu den großen neurologischen Themen. Die Dozenten sind fachlich hoch qualifizierte Kliniker und Wissenschaftler aus ganz Deutschland.

Praxisnahe Übungen und klinischer Alltag

Ein wichtiger Bestandteil der Summer Schools sind Hands-on-Kurse, in denen die Teilnehmer die Möglichkeit haben, praktische Übungen durchzuführen. Diese Kurse sind eine wertvolle Hilfe für den künftigen klinischen Alltag. So wird beispielsweise im Rahmen der Summer School Ost die Vertiefung praktischer Fertigkeiten insbesondere im Bereich der neurologischen Funktionsdiagnostik ermöglicht.

Zielgruppe und Teilnehmerzahl

Die Veranstaltungen sind gewöhnlich für Studierende konzipiert, jedoch richtet sich das Angebot in vielen Fällen auch an Assistenzärzte, die frisch in der Ausbildung sind. Um für alle eine intensive Betreuung zu gewährleisten, ist die Größe meist auf 20 bis 30 Teilnehmer begrenzt.

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Die "Junge Neurologie" der DGN

Die "Junge Neurologie" ist eine sogenannte "Junior Society" unter dem Dach der DGN als Muttergesellschaft. Sie besteht aus einer dynamischen Kerngruppe, die Interessen von Assistenzärztinnen und -ärzten aber auch von Studierenden voranbringt.

Engagement und Vernetzung

Engagieren kann man sich zum Beispiel auch im Weiterbildungsnetzwerk, initiiert durch die Junge Neurologie, in dem sich neurologisch tätige Assistenzärztinnen und -ärzte deutschlandweit engagieren und vernetzen und einmal jährlich an einem „Weiterbildungstag“ zusammenkommen. Es lohnt sich, im Web-Forum hereinzuschauen, um von verschiedenen zahlreichen Angeboten zu erfahren, wie z.B. die Summer-Schools, von denen eine in Köln ausgerichtet wird. Auf dem Jahreskongress der DGN wird immer ein Programm der Jungen Neurologie angeboten, das sich speziell an Studierende und Assistenzärztinnen und -ärzte richtet.

Beispiele für Summer Schools und ihre Schwerpunkte

Stroke Summer School

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Summer School ist die Stroke Summer School, die von der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG) ausgerichtet wird. Im Fokus dieser Veranstaltung steht die Schlaganfallmedizin, bei der schnelles und kompetentes Handeln der Ärzte unabdingbar ist. Die Teilnehmer erwartet ein interessantes Programm, das von der Rettungskette über die Akutbehandlung bis hin zur Rehabilitation und Prävention reicht.

Bedeutung für den Nachwuchs

Die Stroke Summer School ist besonders wichtig für den Nachwuchs in der Neurologie, da sie umfassendes und weitreichendes Wissen vermittelt. Patienten profitieren auf jeden Fall von dieser Weiterbildung.

Summer School Neurorehabilitation

Die Summer School Neurorehabilitation vermittelt einen aktuellen Überblick über zentrale Themen und neue Entwicklungen der klinischen Neurorehabilitation. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von wissenschaftlicher Evidenz und therapeutischem Alltag, vorgestellt von einem multiprofessionellen Team von Fachleuten.

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Die neurologische Lehre an der Technischen Universität Dresden

Die neurologische Lehre im Modellstudiengang Humanmedizin der Medizinischen Fakultät der TU Dresden wird durch die ärztlichen Kolleginnen am Medizincampus Chemnitz gestaltet, wobei eine enge Abstimmung mit derdem Leistungsnachweisverantwortlichen und der*dem Lehrbeauftragten in Dresden stattfindet. Sie ist im Kompetenzfeld „KF26 Erkrankungen des Nervensystems und der Psyche“ im 10. Semester verortet und umfasst eine Vorlesung und Unterricht am Krankenbett in einem zum Regelstudiengang vergleichbarem Umfang. Das Kompetenzfeld wird durch eine interdisziplinäre Multiple Choice Klausur abgeschlossen.

Integration von Theorie und Praxis

Die vorklinische und klinische Lehre wird dabei verzahnt und erfolgt organzentriert in semesterbezogenen Kompetenzfeldern, die von longitudinalen Kompetenzfeldern flankiert und ebenfalls mit ihnen verzahnt werden. In dem studienbegleitenden longitudinalen Mentoringprogramm und dem angeschlossenen Lehrpraxennetzwerk erleben die Studierenden die Versorgung in der ländlichen Region und tragen zu einer flächenhaften Akademisierung bei.

Neurologische Basisuntersuchung

Im klinischen Semester wird die neurologische Basisuntersuchung in Kleingruppenunterricht durch praktische Übungen vermittelt. Dies umfasst u.a. die Prüfung der folgenden Systeme:

  • Kognition
  • Gehen, Stehen
  • Hirnnerven
  • Muskeleigenreflexe, pathologische Reflexe
  • Trophik, Kraft und Tonus, Koordination
  • Sensibilität

Der neurologische Untersuchungskurs ist integraler Bestandteil des interdisziplinären klinischen Untersuchungskurses und wird mit einem Mini-OSCE abgeschlossen. Diese wiederum ist Bestandteil einer fächerübergreifenden OSCE Prüfung.

Hauptvorlesung Neurologie

Die Hauptvorlesung Neurologie ist im 9. Fachsemester vorgesehen. Sie deckt das gesamte Spektrum der neurologischen Erkrankungen ab.

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Blockpraktikum

Das Blockpraktikum findet jeweils im Sommersemester statt und umfasst 14 Wochen, in denen jeweils 3 sich aus 6-7 Studierenden zusammensetzenden Gruppen über je eine Woche unterrichtet werden. Das Lehrdeputat des Blockpraktikums Neurologie umfasst insgesamt 14 x 22 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Am ersten Tag einer jeden Woche erfolgt die Einführungsveranstaltung (6 Unterrichtseinheiten), im Rahmen derer die Anamneseerhebung und die körperliche Untersuchung in einem theoretischen und einem praktischen Teil gelehrt wird. An den drei darauffolgenden Tagen rotieren die Studierenden täglich durch die drei teilnehmenden Stationen: Normalstation, Stroke Unit, Intensivstation (je 3 Unterrichtseinheiten). Nach dem Unterricht am Krankenbett versammeln sich die Studierenden an jedem der 3 Tage zur gemeinsamen seminaristisch abgehaltenen Nachbesprechung der auf den Stationen anamnestizierten und untersuchten Patient*innen (je 2 Unterrichtseinheiten). Am letzten Tag der Praktikumswoche erfolgt eine fakultative mündlich-praktische Prüfung.

PJ-Tertial und Famulatur

Im neurologischen PJ-Tertial und in der neurologischen Famulatur stehen die folgenden klinischen Rotationen zur Verfügung:

  • Neurologische Normalstation NEU-S1
  • Neurologische Intensivstation (NEU-ITS)
  • Stroke Unit und Comprehensive Stroke Unit (NEU-SU & ESU)
  • Zentrale Notaufnahme (ZNA)
  • Interdisziplinäre Akutgeriatrie (MK3-S1) und Schlaflabor
  • Universitäts DemenzCentrum (UDC)
  • MS-Zentrum (MSZ)

Neurologische Normalstation NEU-S1

Die Neu-S1 besteht inhaltlich aus zwei Teilen:(1) im allgemeinneurologischen Teil werden Patientinnen mit unklarer neurologischer Diagnose untersucht und behandelt, d.h. hier sind insbesondere differentialdiagnostische Kompetenzen gefragt bzw. werden vermittelt. Zum anderen werden hier auch nicht-überwachungspflichtige Patientinnen aus der neurologischen Notfallambulanz betreut sowie Patientinnen für wiederkehrende Therapien, welche ambulant nicht möglich sind.(2) der zweite Teil der Station ist auf die Diagnostik und Therapie von Patientinnen mit Bewegungsstörungen aller Art (Parkinson, Ataxien, etc.) spezialisiert. Hier werden entsprechende differentialdiagnostische und differentialtherapeutische Kompetenzen vermittelt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Betreuung von Patient*innen mit Tiefenhirnstimulation.

Neurologische Intensivstation (NEU-ITS)

Die hochmoderne Intensivstation der Klinik und Poliklinik für Neurologie bietet eine umfassende neurointensivmedizinische Versorgung von Patient*innen mit schweren neurologischen Erkrankungen. Insgesamt stehen 12 Beatmungs-Intensivbetten zur Verfügung. Durch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Kliniken des Universitätsklinikums, insbesondere mit den Abteilungen für Innere Medizin, Neurochirurgie und Neuroradiologie, ist eine fächerübergreifende Diagnostik und Therapie gewährleistet. Das Behandlungskonzept umfasst neben bewährten neurointensivmedizinischen Verfahren auch eine intensive und frühzeitige physiotherapeutische, logopädische und sozialmedizinische Betreuung.

Stroke Unit und Comprehensive Stroke Unit (NEU-SU & ESU)

Diese insgesamt 26 Betten umfassende Station verfügt über eine zertifizierte überregionale Stroke Unit (SU) und eine angegliederte erweiterte Stroke-Unit (ESU). Die Hauptaufgabe dieser Spezialstation ist die Betreuung von Patientinnen mit einem akuten Schlaganfall. Hierfür stehen 12 zertifizierte SU-Betten und 14 ESU-Betten zur Verfügung. Als koordinierendes Zentrum des Schlaganfall Ostsachsen-Südbrandenburg Netzwerks (SOS-NET) werden an unserer Klinik insbesondere Patientinnen mit schweren und komplexen neurologischen Erkrankungen behandelt. Sie erlernen hier die Akutbehandlung von Patientinnen mit einem akuten ischämischen oder hämorrhagischen Schlaganfall, Techniken zum klinischen Monitoring dieser Patientinnen und zur ätiologischen Abklärung der Schlaganfallursache. Durch die Einbindung in ein klinikinternes Notrufsystem (Lyse-Call und EVT-Call) besteht die Möglichkeit, die Patientinnen vom Eintreffen in der Notaufnahme bis zur Entlassung in die Rehabilitation zu begleiten. Die SU ist auch Überwachungsstation der Klinik für Neurologie. Daher werden auch Patientinnen mit epileptischem Anfall und seltenen Erkrankungen wie z.B. der Myasthenia gravis oder dem Guillain-Barré-Syndrom dort behandelt.

Zentrale Notaufnahme (ZNA)

In der neurologischen Notaufnahme als integraler Bestandteil der zentralen Notaufnahme im Haus 32 des UKD werden Patient*innen mit akut einsetzenden schwerwiegenden neurologischen Symptomen/Erkrankungen versorgt. Dies umfasst bspw. die Notfalldiagnostik und Akuttherapie des (ischämischen) Schlaganfalls und des epileptischen Anfalls. Weitere neurologische Notfälle sind u.a. der Status epilepticus, die Meningitis/Enzephalitis und das Guillain-Barré-Syndrom. Zu den häufigen neurologischen Leitsymptomen zählen u.a. der Kopfschmerz, Schwindel und die akute Hemiparese. Die bildgebende Notfalldiagnostik z.B. mit CT, CT-Angiographie und digitaler Subtraktionsangiographie ist räumlich unmittelbar verfügbar.

Interdisziplinäre Akutgeriatrie (MK3-S1) und Schlaflabor

Die akutgeriatrische Station des UKD wird von einem interdisziplinären Ärztinnen- und Therapeutinnenteam der Kliniken für Neurologie, Innere Medizin und Psychiatrie betreut. Die Notwendigkeit der interdisziplinären Versorgung ergibt sich aus der häufigen Multimorbidität der älteren Patientinnen mit sowohl somatischen als auch psychiatrischen Erkrankungen. Hier kann man einen umfassenden Einblick in die differentialdiagnostische Einordnung und Therapie typischer neurogeriatrischer Syndrome wie z.b. Gangstörung oder Demenz gewinnen und zudem über neurologischen Tellerrand hinaus gerontopsychiatrische und internistische Erfahrungen sammeln. Angegliedert an diese Rotation ist das Neurologisches Schlaflabor. Obwohl Schlafstörungen zu einem der häufigsten Leitsymptome in der Medizin gehören, findet die spezialisierte schlafmedizinische Diagnostik und Therapie noch eine eher geringe Beachtung in der Ausbildung und medizinischen Versorgung. Im Schlaflabor werden Patientinnen mit Erkrankungen aus dem gesamten schlafmedizinischen Spektrum betreut. Neben der Diagnostik und Therapie von schlafbezogenen Atmungsstörung gehören hierzu vor allem neurologische Erkrankungen wie Narkolepsie, REM-Schlafverhaltensstörung, NREM-Parasomnie, Restless-legs-Syndrom und insomnische Störungen. Es besteht die Möglichkeit einen Einblick in die polysomnographiebasierte Differentialdiagnostik, Therapie und Verlauf von Schlafstörungen zu erlangen.

Universitäts DemenzCentrum (UDC)

Das UDC ist eine interdisziplinäre ambulante Struktureinheit zur Diagnostik und Therapie von Erkrankungen mit dem Leitsymptom kognitiver Defizite. Das Team aus Neurologinnen, Psychiaterinnen, Neuropsycholog*innen, Sozialdienst und Pflege befasst sich im Speziellen mit der Früherkennung kognitiver Defizite und ätiologischen Zuordnung von Demenzerkrankungen sowie der Therapie kognitiver und nicht-kognitiver Begleitsymptome. Im Rahmen regelmäßiger Fallkonferenzen werden das klinische Syndrom und die Befunde der Diagnostik (neuropsychologische Diagnostik, cMRT, Liquor, PET) diskutiert und dabei das Wissen über klassische Befundkonstellationen vermittelt.

MS-Zentrum (MSZ)

Das Multiple Sklerose Zentrum am Zentrum für klinische Neurowissenschaften besteht seit Februar 2007 an der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden. Es ist mit ca. 2000 betreuten Patientinnen und Patienten eine der größten MS-Spezialambulanzen in Deutschland.

PJ- und Famulant*innen-Unterricht

An der Neurologischen Universitätsklinik wird ein wöchentlich stattfindender PJ- und Famulant*innen-Unterricht in Seminarform angeboten. Inhaltlich wird ein breites Spektrum neurologischer Erkrankungen mit Praxisbezug unterrichtet.

Themen des PJ- und Famulant*innen-Unterrichts:

  • Einführung in die Akutneurologie
  • Neurologische Untersuchung
  • Klinische Forschung in der Neurologie
  • Vorstellung Junge Neurologie (DGN)
  • Der akute Schlaganfall - Intrazerebrale Blutungen
  • Der akute Schlaganfall - Ischämischer Hirninfarkt
  • Einführung in die Neurointensivmedizin
  • Erkrankungen des autonomen Nervensystems
  • Einführung klinische Neurophysiologie
  • Bewegungsstörungen
  • Myasthenie
  • Motoneuronerkrankungen
  • Polyneuropathien
  • Demenz
  • Schlafmedizin
  • Immuntherapien der Multiplen Sklerose
  • Seltene neurologische Erkrankungen

Praxistag

Im Praxistag können die Studierenden der klinischen Fachsemester einen Einblick in die verschiedenen Bereiche der Neurologie erlangen. Derzeit wird an unserer Klinik in folgenden Bereichen der Praxistag angeboten: Neurologische Normalstation NEU-S1, Stroke Unit und Comprehensive Stroke Unit NEU-SU & ESU, MS-Zentrum MSZ.

Wahlpflichtfach Clinical Neurosciences

Das Wahlpflichtfach „Clinical Neurosciences“ bietet einen Überblick über Forschungsthemen der klinischen und interdisziplinären Neurowissenschaften. Dies umfasst die Bereiche der Neurowissenschaften, die sich mit Ätiologie, Pathogenese oder Therapie neurologischer und psychiatrischer Krankheiten beschäftigen. Der Kurs wird von Dozent*innen aus den unterschiedlichen Institutionen (Neurologie, Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, Center for Regenerative Therapies) gemeinsam unterrichtet. Das Wahlpflichtfach wird immer zum Wintersemester angeboten.

Spring School

Die Spring School ermöglicht bereits zu Anfang der klinischen Fachsemester das Erlernen und Vertiefen neurologischer Kenntnisse. Im Zentrum steht das Erlernen der neurologischen Untersuchung und die Vermittlung differentialdiagnostischer Fähigkeiten. Außerdem werden die häufigsten neurologischen Krankheitsbilder durch Vorträge und praktische Anwendungen vorgestellt.

Konferenzen und Symposien

Fallkonferenzen

In der neurologisch-neuroradiologischen Fallbesprechung werden die kraniellen Bildgebungen tagesaktuell besprochen. Es erfolgt zunächst eine kurze klinische Fallzusammenfassung durch die Ärztinnen der Neurologie. Anhand der geschilderten klinischen Informationen erfolgt eine Präsentation der Schnittbilder durch die/den Neuroradiologinen gefolgt von einer interdisziplinären Diskussion der Befunde. Im Rahmen der Stroke Rotation im PJ besteht die Möglichkeit, an der wöchentlichen neurovaskulären Fallkonferenz teilzunehmen. In der neurovaskulären Fallkonferenz wird das diagnostische und therapeutische Vorgehen bei neurovaskulären Pathologien diskutiert. An der Konferenz nehmen Kolleg*innen der Neurologie, der Neuroradiologie und der Neurochirurgie teil. Im Rahmen der Stroke Rotation im PJ besteht die Möglichkeit, an zweimal wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Carotisboard teilzunehmen. Im interdisziplinären Carotisboard wird das therapeutische Procedere bei Erkrankungen der extrakraniellen Karotiden besprochen.

Fazit

Die Summer Schools der "Jungen Neurologie" sind eine wertvolle Ergänzung zur klassischen neurologischen Ausbildung. Sie bieten Studierenden und jungen Ärzten die Möglichkeit, ihr Wissen zu vertiefen, praktische Fähigkeiten zu erlernen und sich mit Experten auszutauschen. Durch die praxisnahe und evidenzbasierte Wissensvermittlung tragen die Summer Schools dazu bei, den neurologischen Nachwuchs optimal auf die Herausforderungen des klinischen Alltags vorzubereiten. Die Initiative der "Jungen Neurologie" und die vielfältigen Angebote, wie Summer Schools, Weiterbildungsnetzwerke und Programme auf den Jahreskongressen der DGN, fördern das Engagement und die Vernetzung junger Neurologen und tragen somit zur Weiterentwicklung der Neurologie bei.

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