Kaliumcitrat und Parkinson-Studien: Ein umfassender Überblick

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist eine chronische neurologische Erkrankung, die zu Schmerzen, Kribbeln, Pochen und anderen unangenehmen Empfindungen in den Beinen führt. Oft besteht ein kaum beherrschbarer Zwang, die Beine zu bewegen. Der gestörte Schlaf und die fehlende Erholung führen zu einer stark eingeschränkten Lebensqualität der Betroffenen. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung (im höheren Alter sogar bis zu 29 Prozent) sollen vom Restless-Legs-Syndrom betroffen sein, wobei Frauen doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Auch Kinder können am RLS leiden - in den USA sind es 1 Million Schulkinder.

Ursachen und Diagnose des Restless-Legs-Syndroms

Oft sind die Ursachen für das Restless-Legs-Syndrom nicht bekannt. Es wird vermutet, dass beim Restless-Legs-Syndrom eine Störung im Gehirn vorliegt, nämlich im Bereich des Dopaminstoffwechsels. Dopamin ist ein Neurotransmitter (Botenstoff der Nervenzellen), der u. a. für eine gute und richtige Muskelaktivität und eine koordinierte Bewegung verantwortlich ist. Die Parkinson-Krankheit - bei der oft ebenfalls ein Restless-Legs-Syndrom vorliegt - ist ein weiteres Beispiel für eine Störung im Dopaminstoffwechsel. Chronische Krankheiten wie Arthritis, Niereninsuffizienz, Bluthochdruck, Bandscheibenleiden, Diabetes, Polyneuropathien, Zöliakie oder auch die Parkinson-Krankheit führen häufig zu einem Restless-Legs-Syndrom bzw. treten gemeinsam mit dem RLS auf.

Es gibt keinen medizinischen Test, den man machen könnte, um ein RLS eindeutig zu diagnostizieren. Die Anamnese ist entscheidend. Doch geht man von den vier folgenden Kriterien aus:

  1. Der Zwang, sich bzw.
  2. Wenn man sich bewegt, werden die Symptome der ruhelosen Beine besser.

Mit Hilfe von Labortests werden der Eisenstatus (Ferritin), sowie Vitamin B12, Folsäure und die Nieren- und Schilddrüsenwerte überprüft. Ausserdem werden mögliche Vitalstoffmängel erkannt bzw. Eine neurologische Untersuchung (Nervenuntersuchung) kann ferner eine Polyneuropathie ausschliessen. Und bei einer Untersuchung des Schlafs (Polysomnographie) werden auch andere Ursachen ausgeschlossen, die zu Schlafstörungen führen können, wie z. B. Bei einer derartigen Untersuchung werden die Gehirnwellen des jeweiligen Menschen, sein Herzschlag, seine Atmung und seine Beinbewegungen im Schlaf aufgezeichnet.

Konventionelle Behandlungsmethoden und ihre Nachteile

Sobald die oben angegebenen Ursachen überprüft sind, kann man entsprechend der gefundenen Ursache eine Therapie starten, z. B. L-DOPA (Levodopa) ist eine Vorstufe von Dopamin, die leicht die Blut-Hirn-Schranke passiert, so dass sie im Gehirn den Dopaminspiegel erhöhen kann.

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Manche Patienten können die Medikamente nun aber gar nicht so lange nehmen, bis sie wirken, weil sie umgehend an Schwindel, niedrigem Blutdruck, Übelkeit und Erbrechen leiden. Hauptproblem aber ist, dass die Medikamente nicht dauerhaft wirken. Bekannt ist das Phänomen der sog. "Augmentation", was bedeutet, dass die RLS-Symptome unter langfristiger Medikation wieder zunehmen und schliesslich immer stärker werden, weil die Medikamente nicht mehr wirken. Auch kann es sein, dass sich infolge der Medikamente die Symptome von der Nacht auf den Tag verlagern. Eine andere wichtige Nebenwirkung von Dopaminagonisten bzw. Medikamenten, die den Dopaminspiegel erhöhen, ist, dass manche Menschen plötzlich psychische Verhaltensstörungen entwickeln, wie z. B. impulsive oder obsessive Verhaltensweisen (Spielsucht oder Kaufsucht). In manchen Fällen werden auch Benzodiazepine eingesetzt, Medikamente, die normalerweise bei Angstzuständen oder schwerer Schlaflosigkeit verordnet werden. Opioide sollen ebenfalls den Schmerz mindern können, was für diese starken Medikamente meist kein Problem darstellt.

Ganzheitliche Therapieansätze beim Restless-Legs-Syndrom

Aus ganzheitlicher Sicht handelt es sich bei den folgenden vier Faktoren um die wichtigsten Mit-Ursachen des Restless-Legs-Syndroms. Daher sollten diese vier Punkte im Mittelpunkt einer naturheilkundlichen Restless-Legs-Syndrom-Therapie stehen (sie führt nicht einfach nur Dopamin zu, sondern behebt die Ursachen der Störungen im Dopaminhaushalt):

  1. Vitamin-D-Mangel: Beim Restless-Legs-Syndrom wird überdurchschnittlich häufig ein Vitamin-D-Mangel festgestellt. Optimiert man den eigenen Vitamin-D-Wert, erhöht dies den Dopaminspiegel im Gehirn.
  2. Chronische Entzündungen: Das Restless-Legs-Syndrom wird inzwischen mit einer Vielzahl von Krankheiten in Zusammenhang gebracht, die auf eine chronische Entzündung schliessen lassen. In einem Review aus 2012 fand man beispielsweise heraus, dass in 95 Prozent der 38 Krankheiten, von denen man glaubt, dass sie Restless-Legs-Syndrom auslösen oder verschlimmern, chronische Entzündungen oder Immunreaktionen eine Rolle spielen. Cortison wirkt u. a. Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen jedweder Art ist in jedem Fall eine entzündungshemmende Lebensweise erforderlich. Dazu gehören eine entzündungshemmende Ernährung (basenüberschüssig, nährstoffreich, giftarm, vollwertig, antioxidantienreich, reichliche Omega-3-Fettsäuren und weniger Omega-6-Fettsäuren), ein wirksames Stressmanagement, regelmässige Bewegung sowie die Einnahme von Antioxidantien als Nahrungsergänzung, wie z. B. Curcumin, Astaxanthin, OPC o. ä.
  3. Darmflorastörungen: Gerade bei Autoimmunprozessen und chronischen Entzündungen ist ausserdem der Darm in der Entstehungsgeschichte der Krankheit sicher nicht unbeteiligt gewesen. Eine Studie fand heraus, dass 69 Prozent der Restless-Legs-Syndrom-Patienten auch an einer Darmflorastörung (Dysbiose) litten, hingegen nur 28 Prozent der gesunden Kontrollpersonen. In einer kleinen Studie mit 7 Teilnehmern, die am Restless-Legs-Syndrom (RLS) litten, zeigte sich, dass bei RLS-Betroffenen auch eine Dünndarmfehlbesiedlung (DDFB) häufiger beobachtet (46) werden kann (46) als bei Menschen ohne dieses Syndrom (46). In o. g. Studie hatten sogar alle RLS-Patienten eine Dünndarmfehlbesiedlung. In einer Studie der University of Athens vom Juni 2019 zeigte sich, dass bestimmte Probiotika bei einer DDFB hilfreich sein können. Alle Teilnehmer erhielten 30 Tage lang alle 12 Stunden je eine Kapsel mit einem Probiotikum aus Saccharomyces boulardii, Bifidobacterium lactis, Lactobacillus acidophilus und Lactobacillus plantarum.
  4. Eisenmangel: Dopamin Eisen benötigt, damit es wie vorgesehen funktionieren kann. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum das Restless-Legs-Syndrom so häufig bei Schwangeren entsteht, nach der Geburt aber langsam wieder verschwindet. Beim Restless-Legs-Syndrom führt daher eine Nahrungsergänzung mit Eisen sehr oft zu einer Besserung. Ein Eisenmangel kann nun aber auch die Folge einer Dysbiose (Darmflorastörung), einer Darminfektion oder anderer chronisch entzündlicher Prozesse sein. Denn Entzündungen oder Dysbiosen lassen den Hepcidin-Spiegel steigen. Daher müsste man sich in diesem Fall erst dem Aufbau der Darmflora widmen und anschliessend mit der Eisensupplementierung starten.

Weitere hilfreiche Massnahmen

Neben dem oben beschriebenen Eisen muss insbesondere an Magnesium gedacht werden. Beinmassagen mit verdünntem ätherischen Kamillenöl oder Lavendelöl sind nützlich und lindern die Beschwerden. Akupunktur hilft vielen Menschen, genauso eine chiropraktische Untersuchung des unteren Rückens. In der Homöopathie werden beim Restless-Legs-Syndrom gewöhnlich die folgenden Mittel empfohlen, die jedoch idealerweise mit einem Homöopathen abgesprochen bzw. Hat man sich für ein Mittel entschieden, kann man davon 3 x täglich 5 Globuli in der D12 nehmen. Lässt die Wirkung nach, kann man in eine höhere Potenz wechseln, z. B. zur C30 (3 x 3 Globuli). Bis die höhere Potenz wirkt, soll man die niedere noch weiter nehmen. Der B-Vitamin-Komplex ist bekannt dafür, die Nerven zu schützen.

Relaxis Pad und Vibrationstraining

Das Relaxis Pad ist eine batteriebetriebene Matte, die man im Bett unter die Beine legen kann. Sobald die RLS-Symptome beginnen, kann die Matte über einen Schalter aktiviert werden. Ebenfalls hilfreiche Effekte soll jedoch das Vibrationstraining mit den Galileo-Geräten haben.

Kratom und KPU

Der Kratombaum oder Roter Santolbaum wird an manchen Stellen ebenfalls als hilfreich beim RLS genannt. Studien liegen jedoch keine vor. Verwendet werden die pulverisierten Blätter. Da es sich jedoch um eine Pflanze mit sehr starker opioider, also schmerzstillender und euphorisierender Wirkung handelt, sollte man den Einsatz mit einem Phytotherapeuten besprechen. Eine KPU sollte wie bei jeder chronischen Erkrankung auch beim Restless-Legs-Syndrom ausgeschlossen werden. Falls bei Ihnen ein KPU vorliegt, müssen die entsprechenden Vitalstoffe hochdosiert eingenommen werden.

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Kardiotoxizität von Psychopharmaka

Kardiotoxische Nebenwirkungen, vor allem Herzrhythmusstörungen, Reizüberleitungsstörungen, Myokarditis und Myokardiopathien, treten im Vergleich zu kardiovaskulären Wirkungen, insbesondere zur orthostatischen Hypotension, unter Therapie mit Psychopharmaka selten auf, können aber zu plötzlichen Todesfällen führen. Die meisten dieser Effekte lassen sich über den Wirkungsmechanismus der Arzneimittel erklären. Orthostatische Hypotension und kompensatorische Reflextachykardie sind vor allem auf einen peripheren alpha1-adrenergen Rezeptorantagonismus zurückzuführen. Supraventrikulären Tachykardien liegen zudem zahlreiche weitere Mechanismen zugrunde: eine antagonistische Wirkung an muskarinergen Acetylcholinrezeptoren, die Hemmung der Wiederaufnahme von Noradrenalin und Dopamin aus dem synaptischen Spalt und die Hemmung der Monoaminoxidase (MAO) - speziell in Kombination mit anderen noradrenergen und dopaminergen Substanzen. Letztere können zudem moderate und transiente Blutdruckanstiege, aber auch schwere hypertensive Reaktionen bewirken. Bradyarrhythmien werden durch Blockade von spannungsabhängigen Na+-/Ca2+-Kanälen bzw. im Falle von Lithium von HCN(Hyperpolarization-activated cyclic nucleotide-gated)-Kanälen hervorgerufen. Durch Arzneistoffe induzierte Repolarisationsstörungen mit Verlängerung des frequenzkorrigierten QT-Intervalls (QTc) sind Folge der Blockade von K+-Auswärtsströmen, die als „rapid delayed rectifier K+ currents“ bezeichnet und durch sogenannte HERG(Human ether-à-go-go-related gene)-Ionenkanäle ermöglicht werden.

Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren haben jedoch ein deutlich höheres Risiko. Neben einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung und der Abklärung kardiovaskulärer Begleiterkrankungen sollten zur Risikominimierung vor und unter Therapie Blutdruck-, Herzfrequenz- bzw. EKG-Kontrollen sowie Elektrolytkontrollen erfolgen. Es ist empfehlenswert, die Kalium- und Magnesiumkonzentrationen im Blut im hochnormalen Bereich zu halten und gegebenenfalls vor allem Magnesium zu substituieren.

Orthostatische Hypotonie und Hypertonie

Eine orthostatische Hypotonie tritt unter Therapie mit Psychopharmaka bei 75% der Patienten auf und ist damit die häufigste auftretende kardiovaskuläre Nebenwirkung [52]. Sie ist definiert als ein beim Aufstehen aus der liegenden Position auftretender Abfall des systolischen Blutdrucks um ≥20 mmHg oder unter 90 mmHg und geht meist mit Schwindel einher. In seltenen Fällen kann es zu einer neuro-kardiogenen Synkope kommen, bei der das vegetative Nervensystem nicht zur vasokonstriktiven Gegenregulation in der Lage ist [52]. Pathophysiologisch sind Orthostase und Synkope auf die Inhibition alpha1-adrenerger Rezeptoren zurückzuführen, über die die periphere Kontraktion arterieller Widerstandsgefäße erfolgt. Daher lässt sich das Risiko für das Auftreten einer orthostatischen Hypotonie an der Affinität des Psychopharmakons zum alpha1-adrenergen Rezeptor ablesen. Am häufigsten treten orthostatische Hypotension und Synkopen unter Therapie mit niedrig potenten klassischen Antipsychotika, den sogenannten atypischen Antipsychotika Clozapin (Hypotension 25%, Synkopen 6%), Quetiapin (7%, 1%), Risperidon (5%, 0,2%) und Olanzapin (3%, 0,2%) und mit trizyklischen Antidepressiva auf [29, 47].

Im Vergleich zu hypotensiven Reaktionen treten Blutdruckanstiege wesentlich seltener auf. Pathophysiologisch liegt dieser UAW eine Aktivierung des Sympathikus mit einer noradrenergen Reaktion zugrunde, sodass alle Arzneistoffe, die eine Hemmung der Noradrenalin- oder Dopaminwiederaufnahme aus dem synaptischen Spalt bewirken, potenziell dazu führen können.

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln

Eine Gegenanzeige (Kontraindikation) ist ein Umstand, bei dem man ein bestimmtes Medikament nicht anwenden darf, da es sonst zu gefährlichen gesundheitlichen Schäden kommen kann. Ein solcher Umstand könnte eine akute Erkältung oder eine chronische Krankheit wie Rheuma sein. Aber auch Schwangerschaft und Stillzeit, ein bestimmtes Alter (Kinder, über 65-Jährige) oder die regelmäßige Einnahme anderer Medikamente können eine Gegenanzeige darstellen.

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Bei der zeitnahen/gleichzeitigen Einnahme von zwei oder mehreren Medikamenten können Arzneimittelwechselwirkungen (sog. "Interaktionen") auftreten. Die Wirkstoffe können sich hinsichtlich ihrer Aufnahme oder ihrer Verteilung im Körper gegenseitig beeinflussen. Interaktionen sind meistens unerwünscht und können zu einem Wirkungsverlust oder einer Überdosierung und damit zu gefährlichen Nebenwirkungen führen. Wechselwirkungen treten nicht nur mit verschreibungspflichtigen und freiverkäuflichen Medikamenten, sondern auch mit Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln, Getränken (Kaffee, Tee, Alkohol) und pflanzlichen Heilmitteln auf.

Um das Risiko von Wechselwirkungen abschätzen zu können, ist es wichtig, dass Sie das behandelnde ärztliche Personal informieren, wenn Sie neben Arzneimitteln auch Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchten. Das ist ganz besonders wichtig in der Behandlung von Krebserkrankungen (Chemotherapie, Bestrahlung), wie eine Studie der Hochschule Fulda zeigt.

Aloe Vera

Schwangere Frauen sollten keine Aloe Vera nehmen, da ihre Sicherheit nicht bekannt ist. Aloe Vera ist keine wirksame Krebsbehandlung, und es sollte nicht als Nahrungsergänzung oder Injektion genommen werden, da es schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen kann. Aloe Vera kann bei Operationen zu übermäßigen Blutungen führen. Informieren Sie das medizinische Personal bereits bei der Planung über die Verwendung. Stoppen Sie die Einnahme rechtzeitig vor einer OP.

Nebenwirkungen:

  • Magenschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • unkontrollierbares Schütteln oder Versteifen des Körpers
  • Niedrige Kaliumspiegel
  • Abnorme Leberfunktion

Wechselwirkungen:

  • Cytochrom-P450-Substrate: Aloe-Saft hemmte CYP3A4 und CYP2D6 und kann die intrazelluläre Konzentration von Medikamenten beeinflussen, die durch diese Enzyme verstoffwechselt werden. Die klinische Relevanz ist nicht bekannt.
  • Sevofluran (Narkosemittel): Es wurden übermäßige Blutungen während einer Operation bei einem Patienten nach oralem Konsum von Aloe-Vera-Tabletten gemeldet.

Alpha-Liponsäure

Nicht in der Schwangerschaft und beim Stillen nehmen. Nicht für Kinder und Jugendliche, dort wird von Vergiftungen bereits bei niedrigen Dosierungen berichtet. Während der Einnahme Alkohol weitestgehend vermeiden.

Nebenwirkungen:

  • Alpha-Liponsäure kann zu einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel führen und dadurch die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
  • Bei einem Absinken des Blutzuckerspiegels (< 0,1 %) wurden hypoglykämieartige Beschwerden mit Schwindel, Schwitzen, Kopfschmerzen und Sehstörungen beschrieben.
  • Das Geschmacksempfinden kann sich verändern bzw. gestört sein.
  • Bei 1-10 % der Verwender:innen kommt es zu Magen-Darm-Beschwerden.
  • Der Urin kann aufgrund der schwefelhaltigen alpha-Liponsäure einen besonderen Geruch entwickeln.
  • Allergische Reaktionen sind möglich: Hauterscheinungen mit Rötung und Quaddeln, Urtikaria, Juckreiz
  • In Einzelfällen wurde bei einer Tagesdosis von 200-225 mg Alpha-Liponsäure / Tag ein Insulinautoimmunsyndrom (IAS) festgestellt.

Wechselwirkungen:

  • Diabetes-Patienten müssen besonders vorsichtig sein, da Alpha-Liponsäure zu Unterzuckerungen führen kann. Blutzuckersenkende Medikamente (Insulin, orale Antidiabetika) können in ihrer Wirkung verstärkt werden.
  • Calcium-, Eisen- oder magnesiumhaltige Produkte können Alpha-Liponsäure binden, es ist ein deutlicher zeitlicher Abstand von mehreren Stunden nötig.
  • Eine hohe Liponsäurezufuhr kann die Aufnahme des Vitamins Biotin in den Körper hemmen
  • Alpha-Liponsäure macht das Krebsmittel Cisplatin und andere oxidantiv wirkende Medikamente unwirksam.

Beta-Carotin

Raucher:innen sollten keine Beta-Carotin-haltigen NEM einnehmen. Bei Menschen, die rauchen, wurde unter Einnahme von Beta-Carotin ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko und eine erhöhte Sterblichkeit aufgrund kardiovaskulärer Erkrankungen beobachtet.

Wechselwirkungen:

  • Während der Einnahme sehr hoher Dosen Betacarotin sollten keine Vitamin-A-Präparate zusätzlich angewendet werden.
  • Arzneimittel, die mehr als 20 mg Carotin/Tag enthalten, dürfen von Raucher:innen nicht verwendet werden, bei 2-20 mg/Tag ist ein Warnhinweis vorgeschrieben.
  • Antioxidantien wie Vitamin C, E oder Beta-Carotin machen genau den Effekt zunichte, den man mit Chemo- oder Strahlentherapie erreichen möchte.

Biotin

Wechselwirkungen:

  • Die Einnahme von Biotin kann zu falsch positiven oder falsch negativen Labortests führen.
  • Rohes Eiweiß enthält eine Substanz, die Biotin im Darm bindet und damit die Aufnahme von Biotin in den Körper verhindert.
  • Es gibt Hinweise, dass Arzneimittel gegen Krampfanfälle (Anticonvulsiva) den Biotinspiegel im Blutplasma senken.

Trigonella foenum-graecum (Bockshornklee)

Schwangerschaft, Stillen (Risiko für Geburtsfehler steigt). (Familiärer) Hormonempfindlicher Krebs (Brustkrebs).

Nebenwirkungen:

  • Durchfall und Blähungen
  • Schwindel, Benommenheit
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie, bedeutsam bei Diabetes)
  • Allergische bzw. Überempfindlichkeitsreaktionen wie Laufende Nase, Keuchen, Kurzatmigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Gesichtsschwellungen, Nesselsucht und Ohnmacht

Wechselwirkungen:

  • Es besteht eine nicht unerhebliche Möglichkeit von Wechselwirkungen mit relevanten Medikamenten wie Warfarin (möglicherweise erhöhtes Blutungsrisiko), SSRI-Antidepressiva (möglicherweise erhöhtes Risiko für Serotonin-Syndrom), Cyclophosphamid (Wirkungsbeeinträchtigung möglich).
  • Außerdem können Insulin und orale Antidiabetika in ihrer Wirkung verstärkt werden.
  • Für Fachkreise: Auswirkungen auf Labor-Werte: Blutgerinnung: International Normalized Ratio (INR) erhöht
  • Falsch-Diagnose einer Ahornsirup-Krankheit bei Säuglingen aufgrund von Sotolon im Urin durch die Einnahme von Bockshornklee durch das Kind oder die Mutter

Calcium

Bestimmte Krebsleiden (Lunge, Brust, Niere, Plasmozytom, Knochenmetastasen). Erhöhter Calciumblutspiegel. Bestimmte Lungenerkrankungen (Sarkoidose, Morbus Boeck). Erkrankungen, die eine Hypercalcämie begünstigen (z.B. primärer Hyperparathreoidismus, Immobilisation). Bei calciumhaltigen Nierensteinen und Kalkablagerungen in den Nieren. Bei eingeschränkter Nierenfunktion. Bei zu hohen Calciumkonzentrationen im Urin. U. U. bei Diabetes (bei Diabeteskranken, die regelmäßig Calcium supplementierten, war die kardiovaskuläre Ereignisrate und die Mortalität erhöht). (Familiäre) Veranlagung zur Bildung von calciumhaltigen Nierensteinen (vorher ärztlichen Rat suchen). Bei Darmerkrankungen vorher den Arzt konsultieren

Nebenwirkungen:

  • Magen-Darm-Beschwerden wie Verstopfung, Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall (selten)
  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Juckreiz, Nesselsucht oder Hautausschlag
  • Erhöhter Calciumspiegel im Blut (Hypercalcämie) mit Nierenfunktionsstörungen
  • Vermehrte Calciumausscheidung im Urin, u. U. mit Bildung von Nieren- und Harnsteinen (reichlich trinken!)
  • Untersäuerung des Blutes (gelegentlich)

Wechselwirkungen:

  • Calcium vermindert die Aufnahme vieler Arzneistoffe in den Körper, z.B. Levothyroxin, Tetracycline, Chinolone, einige Cefalosporine, Ketoconazol, Eisen-, Zink- und Natriumfluorid-Präparate, Antipilzmittel Estramustin. Einnahmeabstand: mindestens zwei Stunden
  • Calcium vermindert die Wirkung von Bisphosphonaten (gegen Osteoporose). Einnahmeabstand: mindestens zwei Stunden (gilt auch für calciumreiche Mineralwässer

Die Rolle von Kalium und Magnesium

Calcium, Kalium und Magnesium sind beteiligt, die elektrische Stabilität erregbarer Zellen zu erhalten. Daneben ist Calcium für die Erregbarkeit der Gewebe von Bedeutung. Kalium und Magnesium sind entscheidend. Kaliumionen zu elektrischer Instabilität führen. Konzentrationen aufrecht zu erhalten. Magnesiummangel kombiniert. zurückhaltend mit Antiarrhythmika behandeln. Antiarrhythmika verschlechtert werden kann. zu mildern. Täglich werden mit der Nahrung etwa 100 mmol Kalium aufgenommen. zurück in den Magen-Darmtrakt sezerniert. die Niere ausgeschieden. So wird eine Hyperkaliämie vermieden. steigert die renale Ausscheidung. Die normalen Plasmaspiegel liegen zwischen 3,5 und 5,0 mmol/l. Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen auftreten. Der Organismus benötigt täglich etwa 12 mmol Magnesium. sättigbare Anteil eine dominierende Rolle. nicht sättigbare Diffusion durch die Darmwand. Prozent resorbiert (15). steigender Zufuhr zu. wird nahezu vollständig über die Nieren ausgeschieden. überschritten. bioverfügbar ist. gut bioverfügbar (15 a). Kaliumsalze sein. Kalium und Magnesium liegen vorwiegend intrazellulär vor. 0,3 Prozent im Plasma niedrig. und für Kalium von innen nach außen. Diffusion von Kalium aus dem Intra- in den Extrazellulärraum. Magnesium liegt intrazellulär vorwiegend in gebundener Form vor. mmol/l als freie Ionen. und extrazellulär etwa gleich. außen in die Zellen einzuströmen. Gleichgewichtsverteilung (13). müssen aus der Zelle heraustransportiert werden. Kalium und Magnesium ähnlich. häufig gemeinsam auf (32). Ernährung, zum Beispiel bei Alkoholismus, beruhen. Erhöhter Bedarf besteht in der Schwangerschaft. Magnesium kann ein intrazelluläres Defizit vorliegen. Extrazellulärraum zusammenhängen. Magnesiumdefizit die intrazelluläre Kaliumkonzentration vermindern. in die Zelle notwendig ist.

Auswirkungen von Kalium und Magnesium auf die Herzfunktion

zwischen Ruhe- und Schwellenpotenzial abnimmt. destabilisiert die elektrischen Eigenschaften der Herzmuskelzellen. depolarisiert werden. nimmt ab. Herzmuskelzelle (10). Potenzialen. - 54 mV (18). um 8 mV stärker ausfallen. reduzieren. Minderung des Membran-Oberflächenpotenzials der Zelle (30). Magnesiumkonzentration ausgleichen. untersucht (4). Membrandepolarisation konnten EAD ausgelöst werden. mmol/l Sotalol. auslösbaren frühen Depolarisationen. Magnesium über andere Mechanismen wirkt. Amplitude und Frequenz der LAD. ersten Nachoszillation verzögerte sich deutlich. Verträglichkeit von herzwirksamen Digitalis-Glykosiden verbessern. signifikant (p < 0,05). Konzentrationen fördern dagegen Arrhythmien (29). durch Hypokaliämie und Hypomagnesiämie begünstigt (21, 25). Infusion von Kalium wieder verkürzt (7). allein die Arrhythmie nur geringfügig (12). Anwendung von Kalium plus Magnesium die Extrasystolen um 70 Prozent. Frequenz von VES stark (22). Digitalis-Glykoside auftreten. dessen Wirkung ab. kombinierten peroralen Anwendung von Kalium und Magnesium. einen Herzinfarkt erlebt hatten (2). bestätigt (3). durch orale Kalium- und Magnesiumgaben signifikant verbessert. unter Prajmalin zu Nebenwirkungen (16). randomisierte MAGICA-Studie (34). aufwiesen. Placebo-Vorlaufphase immer noch mehr als 720 VES/24h. Wochen lang peroral Kalium- und Magnesiumaspartat oder Placebo ein. Verumtherapie nahmen die VES signifikant ab (um 17,4 Prozent). Studie (14). Elektrokardioversion aufrecht zu erhalten. mmol Magnesium-Hydrogenaspartat) oder Placebo. größer 430 ms wurden ausgeschlossen. und Magnesium minderte die QT-Verlängerung deutlich (14). Verträglichkeit des Antiarrhythmikums verbessern. Herzrhythmusstörungen geprüft. und Magnesium bei ventrikulären Extrasystolen am besten belegt ist. die meistgenannte Diagnose.

Aktuelle Entwicklungen in der Behandlung neurologischer Erkrankungen

Die Informationen zu Kaliumcitrat und Parkinson-Studien sind begrenzt. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Studien und Entwicklungen in der Behandlung neurologischer Erkrankungen, die hier zusammengefasst werden:

  • Hereditäre Transthyretin-Amyloidose: Das RNAi-Therapeutikum Vutrisiran hat das Potenzial, bei Patient:innen mit gleichzeitig neurologischen und kardialen Symptomen die Progression zu verhindern.
  • Morbus Parkinson: Die kontinuierliche subkutane Infusion von ABBV-951 (Foslevodopa/Foscarbidopa) über 24 Stunden/Tag zeigte in einer randomisierten, doppelblinden, wirkstoffkontrollierten Double-Dummy Studie der Phase III eine statistisch signifikante Überlegenheit gegenüber oralem Levodopa/Carbidopa in Bezug auf die Verringerung motorischer Fluktuationen bei Patient:innen mit fortgeschrittenem Morbus Parkinson.

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