Kalte Hände bei Multipler Sklerose: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Viele Menschen kennen das Gefühl kalter Hände, besonders in der kalten Jahreszeit. Doch wenn die Beschwerden über das normale Maß hinausgehen, die Finger sich verfärben und sogar taub werden, kann ein Raynaud-Syndrom die Ursache sein. Dieses kann in Verbindung mit verschiedenen Grunderkrankungen auftreten, darunter auch Multiple Sklerose (MS). Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen kalter Hände im Zusammenhang mit MS, die Symptome des Raynaud-Syndroms und die verschiedenen Therapieansätze.

Das Raynaud-Syndrom: Eine Durchblutungsstörung

Das Raynaud-Syndrom ist eine Gefäßerkrankung, die durch Gefäßkrämpfe (Vasospasmen) hervorgerufen wird. Diese Krämpfe treten anfallsartig meist an den Fingern, seltener an den Zehen und anderen Körperpartien auf. Dadurch verringert sich die Blutzufuhr zu der betroffenen Körperregion - sie werden blass und kalt, weshalb man auch von der Leichenfinger- oder Weißfingerkrankheit spricht. Ausgelöst werden die Krämpfe meist durch Kälte und psychische Belastung.

Ein typisches Symptom des Raynaud-Syndroms ist daher, dass sich die Finger (meist mit Ausnahme des Daumens) oder die Zehen während einer Attacke zunächst blass und später blau färben. Aufgrund der eintretenden Blässe ist die Erkrankung auch als Weißfingerkrankheit oder Leichenfingerkrankheit bekannt. Viele Betroffene leiden unter Missempfindungen und Taubheitsgefühlen, auch Schmerzen sind häufig.

Mediziner bezeichnen den typischen dreiphasigen Farbverlauf von blass nach blau und später rot auch als "Trikolore-Phänomen".

Die Attacken dauern meist nicht länger als eine halbe Stunde. Anschließend ist die Haut oft gerötet.

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Man unterscheidet zwischen einem primären und einem sekundären Raynaud-Syndrom. Am primären Raynaud-Syndrom erkranken vor allem Frauen zwischen 20 und 40 Jahren. Insgesamt sind Frauen etwa fünfmal häufiger betroffen als Männer. Schätzungsweise drei Prozent der Bevölkerung weisen die typischen Symptome des primären Raynaud-Syndroms auf.

Primäres Raynaud-Syndrom

Das primäre Raynaud-Syndrom tritt familiär gehäuft und vor allem bei Frauen auf. Die Ursachen sind unbekannt. Die Beschwerden beginnen häufig schon während der Pubertät. Die Weißfärbung ist an beiden Händen oft symmetrisch, der Daumen ist meist nicht betroffen. Die Beschwerden in der primären Form sind unangenehm, aber nicht gefährlich. Sie treten meist in der Zeit der Pubertät auf und schwächen sich mit zunehmendem Alter wieder ab. Ein primäres Raynaud-Syndrom ist zwar störend und unangenehm, verläuft aber harmlos und schränkt die Lebensqualität meist nur wenig ein. In der Regel bessern sich die Beschwerden im Laufe der Zeit.

Die Kriterien für die Diagnose eines primären Raynaud-Syndroms sind:

  • Beide Hände sind betroffen.
  • Die Attacken erfolgen vor allem bei Kälte oder Stress.
  • Es liegen keine Gewebeschäden vor.
  • Die Symptome treten bereits über zwei Jahre auf, ohne dass eine zugrunde liegende Krankheit festgestellt wurde.
  • Weitere Untersuchungen sind unauffällig.

Für eine primäre Form des Raynaud-Syndroms spricht außerdem, wenn die Betroffenen jung (unter 30) und weiblich sind oder zusätzlich unter Migräne oder einer speziellen Form der Herzenge (Prinzmetal-Angina) leiden. Beiden Krankheiten liegen Verkrampfungen bestimmter Blutgefäße zugrunde.

Sekundäres Raynaud-Syndrom

Treten die Anfälle erst nach dem 35. Lebensjahr auf, weist dies auf ein sekundäres Raynaud-Syndrom hin. Die häufigste Ursache hierfür sind entzündlich-rheumatische Erkrankungen. Sie können auch die Blutgefäße angreifen. Wer an der sekundären Form leidet, ist meist älter als 40 Jahre und kann zudem noch eine andere Erkrankung oder Schädigung aufweisen, die behandlungswürdig ist. Beispiele sind entzündliches Rheuma, Multiple Sklerose oder Diabetes mellitus. Die Therapie des Raynaud-Syndroms orientiert sich dann vor allem an der Grunderkrankung.

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Bestimmte Grunderkrankungen können zu einem sekundären Raynaud-Syndrom führen. Dazu gehören vor allem Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, zum Beispiel Kollagenosen, also Erkrankungen des Bindegewebes wie die systemische Sklerose (Sklerodermie), aber auch eine rheumatoide Arthritis, Vaskulitiden (Entzündungen der Blutgefäße) sowie Multiple Sklerose und andere neurologische Krankheiten.

Auch neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose, Nervenentzündungen, Nervenschäden im Bereich der Hand (Karpaltunnelsyndrom) können dahinterstecken. Hier kann es durch die wiederkehrenden Durchblutungsstörungen zu irreparablen Gefäßerkrankungen kommen. Zellen können absterben. Meist ist nur eine Hand betroffen.

Auch bestimmte Medikamente, zum Beispiel Betablocker, manche Antidepressiva oder auch Migräne-Mittel, Zytostatika und Interferon, können ein Raynaud-Syndrom auslösen. Ebenso Chemikalien wie Vinylchlorid und Arsen, wenn auch heute äußerst selten.

Äußere Einwirkungen, etwa chronische Vibrationen oder ständige Erschütterungen, die bei der Arbeit auf die Hände übertragen werden, sowie Hautschäden durch Erfrierungen können ebenfalls Ursache sein.

Die Kriterien, die für das Vorliegen eines sekundären Raynaud-Syndroms sprechen, sind:

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  • Es ist nur eine Hand betroffen.
  • Das Gewebe in den betroffenen Regionen ist geschädigt.

Treten die Beschwerden bei Männern auf, die über 30 Jahre alt sind, spricht das ebenfalls eher für ein sekundäres Raynaud-Syndrom. Auch bestimmte Erkrankungen, beispielsweise eine Nierenentzündung oder Knochenschmerzen sowie die Einnahme bestimmter Medikamente oder der Konsum von Drogen, verstärken den Verdacht.

Bei einem sekundären Raynaud-Syndrom ist der Leidensdruck mitunter deutlich höher und verstärkt sich möglicherweise im Laufe der Zeit noch. Der Krankheitsverlauf ist aufgrund der vielen unterschiedlichen Ursachen von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Bei einigen Patienten treten Komplikationen wie schlecht heilende Wunden oder andere Gewebeschäden auf, deren Behandlung häufig kompliziert und langwierig ist.

In besonders schweren Fällen sterben etwa auch Gewebebereiche ab. Da sich bei Gefäßschäden jedoch relativ schnell neue Gefäße bilden, ist eine Amputation, beispielsweise der betroffenen Finger, bei einem Raynaud-Syndrom nur sehr selten notwendig.

Multiple Sklerose und kalte Hände

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der Entzündungs- und neurodegenerative Prozesse Hand in Hand gehen. Lange Zeit ging man bei Multipler Sklerose von zwei voneinander unabhängigen Ereignisketten aus: In frühen Phasen, in denen die MS in Schüben auftritt, würden Entzündungsprozesse das Krankheitsgeschehen bestimmen. In späteren Phasen, in denen die Erkrankung fortschreiten kann, herrsche die Degeneration von Nervenzellen vor. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand kann man aber die beiden Prozesse nicht streng voneinander trennen. Entzündungen und Neurodegeneration treten parallel auf. Offensichtlich dominieren in den frühen Phasen der MS die Entzündungsprozesse, die in späteren Phasen zwar zurückgehen, aber immer noch ihre schädliche Wirkung tun.

Es gibt Hinweise darauf, dass MS mit Durchblutungsstörungen in Verbindung stehen kann, die sich in Form von kalten Händen und Füßen äußern können. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass Entzündungen im Nervensystem die Blutgefäße beeinflussen und deren Funktion beeinträchtigen können. Zudem können Stoffwechselprozesse bei der fortschreitenden Degeneration von Nervenzellen eine Rolle spielen.

Ein Neurologe namens Jürg Kesselring erwähnte, dass sie bei ihren MS-Patienten Hinweise auf krampfartige Verengungen der Blutgefäße nachweisen konnten. Das könnte erklären, warum ein Teil der Patienten über kalte Hände und Füße klagt.

Es ist wichtig zu beachten, dass kalte Hände bei MS-Patienten nicht immer auf das Raynaud-Syndrom zurückzuführen sein müssen. Auch andere Faktoren wie Bewegungsmangel, niedriger Blutdruck oder die Einnahme bestimmter Medikamente können eine Rolle spielen.

Diagnose des Raynaud-Syndroms

Der erste Ansprechpartner bei einem Raynaud-Syndrom ist der Hausarzt, der gegebenenfalls an einen Rheumatologen überweist. In der Regel reicht eine ausführliche Beschreibung der Symptome schon aus, um die Diagnose "Raynaud-Syndrom" zu stellen.

Das ärztliche Gespräch liefert wichtige Hinweise auf Art und Ursache eines Raynaud-Syndroms. Im Gespräch wird der Arzt unter anderem folgende Fragen stellen:

  • Kommt es zu plötzlichen Verfärbungen der Hände, eventuell verbunden mit Schmerz?
  • Treten die Symptome symmetrisch an beiden Händen auf?
  • Treten die Symptome häufig unter Stress oder bei Kälte auf?
  • Sind Veränderungen an Haut oder Nägeln vorhanden?
  • Sind Vorerkrankungen bekannt?
  • Gibt es ähnliche Fälle in der Familie?

Eine Reihe von Tests erhärtet die Diagnose eines Raynaud-Syndroms. Mithilfe der Faustschlussprobe beispielsweise lässt sich der Bluteinstrom in die Finger im Seitenvergleich prüfen. Dazu umschließt der Arzt fest das Handgelenk des Patienten und lässt ihn die Faust circa 20 Mal schließen und wieder öffnen. Liegt ein Raynaud-Syndrom vor, werden die Finger bei diesem Experiment in der Regel blass.

Der Allen-Test dient der Untersuchung der Arterien, die Blut in die Hand leiten. Der Arzt drückt nacheinander eine der beiden Arterien ab und überprüft, ob die jeweils offene Arterie die Hand ausreichend mit Blut versorgt. Wird die Hand während der Kompression blass, so ist die nicht abgedrückte Arterie vermutlich verschlossen.

Durch einen Kälteprovokationstest stellt der Arzt fest, ob Kälte ein möglicher Auslöser einer Attacke ist. Dazu taucht der Betroffene die Hände für rund drei Minuten in Eiswasser. Diese Untersuchung ist jedoch umstritten, da sich die Attacken so nicht zuverlässig auslösen lassen.

Wichtig bei einem Verdacht auf ein Raynaud-Syndrom ist zudem die Inspektion der Hände. Dabei achtet der Arzt auf Wunden und Gewebeschäden wie abgestorbene Areale an den Fingerkuppen, sogenannte Rattenbiss- oder Fingerkuppennekrosen. Außerdem sucht der Arzt nach Veränderungen am Nagel.

Um das Raynaud-Syndrom sicher von anderen Erkrankungen mit zum Teil ähnlichen Symptomen abzugrenzen, ist eine Reihe weiterer Untersuchungen möglich.

Kapillarmikroskopie

Im Rahmen einer Kapillarmikroskopie untersucht der Arzt die kleinsten Gefäße (Kapillaren) der Hände. Damit lässt sich beispielsweise eine Sklerodermie als Ursache eines sekundären Raynaud-Syndroms feststellen. Diese Krankheit geht mit Riesenkapillaren, gefäßfreien Regionen und kleineren Blutungen einher.

Blutuntersuchungen

Bluttests decken weitere Erkrankungen auf, die mitunter ein sekundäres Raynaud-Syndrom zur Folge haben. Wichtig sind zum Beispiel ein Blutbild, die Entzündungswerte sowie der Nachweis bestimmter Antikörper. Dazu gehören sogenannte ANA und anti-DNS-Antikörper, die typisch für die seltene Immunerkrankung Lupus erythematodes sind.

Bildgebende Verfahren

Die Magnetresonanz-Angiografie und die Duplexsonografie ermöglichen den Nachweis von Gefäßkrämpfen (Spasmen), Verengungen (Stenosen) und anderen Gefäßveränderungen. Es empfiehlt sich in der Regel, zusätzlich auch Herz- und Halsgefäße zu untersuchen. Während der Untersuchung hat der Arzt die Möglichkeit, einen sogenannten α-Blocker zu verabreichen. Dieses Medikament bewirkt, dass sich die Verengung öffnet. Wenn dies nicht der Fall ist, so ist von einer Gefäßerkrankung auszugehen.

Wichtig ist es, andere Erkrankungen auszuschließen, die mit ähnlichen Symptomen wie denen des Raynaud-Syndroms einhergehen. Dazu gehören Blutgerinnsel (Embolien) und die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), bei denen sich Blutgefäße verschließen. Zudem geht die sogenannte isolierte Akrozyanose mit einer schmerzlosen Blaufärbung der Hände einher. Eine auf den ersten Blick beunruhigende, aber harmlose Erkrankung sind spontane Blutergüsse am Finger (das sogenannte spontane Fingerhämatom).

Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie des Raynaud-Syndroms orientiert sich an der Form der Erkrankung und dem Schweregrad der Beschwerden.

Die primäre Form des Raynaud-Syndroms ist in der Regel gutartig. Offene Stellen oder Verschlüsse in den Fingern treten nicht auf. Die meisten Betroffenen benötigen daher auch keine besondere Behandlung. Um im Alltag zurecht zu kommen, genügt es, Kälte und plötzliche Temperaturwechsel zu meiden oder sich entsprechend zu schützen.

Beim sekundären Raynaud-Syndrom steht die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund. Sind Medikamente der Auslöser, helfe es in der Regel schon, diese abzusetzen, sagt Schäfer.

Medikamentöse Therapie

Bei starken Beschwerden können Medikamente, so genannte Kalziumantagonisten eingesetzt werden. Sie erweitern die Gefäße und werden normalerweise bei Bluthochdruck angewendet. Bei Raynaud-Betroffenen mit normalem Blutdruck können sie Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Schwindel hervorrufen. Allerdings: Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, wenn man dieses Medikament sehr einschleichend dosiert und über einen Zeitraum von vier Wochen aufdosiert.

In sehr schweren Fällen wird versucht, die Durchblutung der Finger mit speziellen Medikamenten zu verbessern. Ziel ist es, Nekrosen, also offene Stellen an den Fingerkuppen, schlimmstenfalls Gefäßverschlüsse zu verhindern.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, benötigen Betroffene Infusionen mit Medikamenten, die die Gefäße weit stellen. Ihre Wirkung hält in der Regel fünf bis sechs Wochen an.

Weitere Maßnahmen

  • Schutz vor Kälte: Sind Temperaturen einstellig, sollten Betroffene Handschuhe anziehen. Fäustlinge eignen sich besser, da sich die Finger gegenseitig wärmen. Viele Betroffene haben gute Erfahrungen mit beheizbaren Handschuhen und Taschenwärmern gemacht. Betroffene sollten schon ab einer Temperatur von zehn Grad Celsius ihre Hände und Füße konsequent vor Kälte und Nässe schützen. Dicke Handschuhe, am besten Fäustlinge, und auch spezielle Taschenwärmer können hier sehr helfen. Sind die Füße betroffen, ist es sinnvoll, Schuhe ausreichend groß zu kaufen, damit genügend Platz für eine zusätzlich wärmende Sohle und dicke Socken bleibt. Laut Expertin sollten allerdings nicht nur Hände und Füße warmgehalten werden, sondern möglichst der ganze Körper. Mütze, Schal und eine dicke Jacke sind daher für die Patienten unverzichtbar. Beim primären Raynaud-Syndrom ist Wärme die wichtigste Sofortmaßnahme, zum Beispiel durch Handschuhe, Taschenofen oder beheizbare Gelkissen.
  • Vermeidung von Nikotin: Nikotin gilt als Auslöser von Durchblutungsstörungen. Da Nikotin die Gefäße verengt, ist Rauchen für Betroffene tabu. Außerdem rät Marschall dazu, auf das Rauchen zu verzichten, da dieses gefäßverengend wirkt und die Beschwerden verstärken kann.
  • Stressabbau: Stress, Hektik und innere Anspannung wirken sich negativ auf die Blutgefäße aus. Beim Stressabbau helfen Entspannungstechniken wie autogenes Training oder Yoga. Als auslösender Faktor für eine Attacke gilt zudem Stress. Raynaud-Patienten sollten daher möglichst versuchen, diesen abzubauen und ihre Lebensgewohnheiten entsprechend anzupassen. Hier können beispielsweise Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder auch Yoga das Stresslevel nachhaltig reduzieren.
  • Handmassagen und Fingertraining: Handmassagen und Fingertraining mit einem Grip-Trainer oder Therapieball verbessern die Durchblutung der Fingermuskulatur. Um die Durchblutung der Finger zu verbessern, können Betroffene ihre Finger mit einem entsprechenden Fingertraining stärken. Zum Beispiel die Finger ein paar Mal abwechselnd zu Fäusten ballen und wieder ausstrecken.
  • Vermeidung von Feuchtigkeit: Bei der Hausarbeit verhindern Gummihandschuhe, dass die Haut Wasser aufnimmt. Verdunstet Wasser auf der ungeschützten Haut entzieht dies dem Körper Wärme, was eine Raynaud-Attacke auslösen kann. Wer viel mit Wasser arbeitet sollte die Hände immer gut abtrocknen oder Handschuhe tragen.
  • Ausgewogene Ernährung: Bei kalten Händen fehlen dem Körper oft die B-Vitamine sowie Eisen, Kalzium, Kalium und Magnesium.
  • Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige Bewegung und Sport im Alltag regen den Stoffwechsel und Kreislauf an. So haben kalte Hände keine Chance. Tipp: Im Homeoffice oder Büro öfter aufstehen und ein paar Schritte gehen.
  • Wechselbäder nach Kneipp: Abwechselnd kaltes und warmes Wasser über die Arme laufen lassen, sodass die Körperteile besser durchblutet werden.
  • Ausreichend trinken: Wer seinem Körper über den Tag verteilt genügend Flüssigkeit (1,5-2 Liter) zuführt, sorgt für eine gute Durchblutung

Vorbeugung

Es ist prinzipiell nicht möglich, dem Raynaud-Syndrom vorzubeugen. Für die Betroffenen ist es jedoch ratsam, Auslöser der Attacken, also vor allem Stress und Kälte, zu vermeiden. Menschen mit Raynaud-Syndrom sollten zudem auf das Rauchen verzichten. Gegebenenfalls hilft auch eine Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren ist, dies ist jedoch wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen. Für Betroffene mit sekundärem Raynaud-Syndrom ist es wichtig, die Grunderkrankung vom Arzt behandeln zu lassen.

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