Katholisches Krankenhaus Dinslaken Neurologie: Umfassende Versorgung und Expertise

Das Katholische Krankenhaus Dinslaken, ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung in Dinslaken und am Niederrhein, blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Gegründet im Jahr 1912, wurde das Krankenhaus kontinuierlich weiterentwickelt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den chirurgischen Fachbereichen und der Behandlung des Bewegungsapparates liegt. Als Teil eines großen Klinikverbundes, zu dem auch das Evangelische Krankenhaus Duisburg-Nord, das Herzzentrum Duisburg und das Johanniter Krankenhaus Oberhausen gehören, bietet das Katholische Krankenhaus Dinslaken eine umfassende medizinische und pflegerische Versorgung.

Das BETHESDA Krankenhaus: Ein Überblick

Das BETHESDA Krankenhaus (Evangelisches BETHESDA Krankenhaus zu Duisburg) wurde bereits 1904 gegründet. Ursprünglich für 50 Patientinnen und Patienten geplant, wurde es in den folgenden Jahrzehnten immer wieder erweitert, bis die heutige Zahl von 413 Betten erreicht war. Heute betreut das BETHESDA mit seinen Fachabteilungen weit mehr als 15.000 stationäre Patientinnen und Patienten pro Jahr, hinzu kommt eine etwa gleich hohe Zahl an ambulanten Fällen. Am BETHESDA befindet sich mit dem Onkologischen Zentrum BETHESDA Duisburg Klinikum Niederrhein das erste und einzige zertifizierte Onkologische Zentrum in Duisburg. Für viele Duisburgerinnen und Duisburger ist das BETHESDA traditionell „ihr“ Krankenhaus. Das mag auch an der Geburtsabteilung liegen, in der jedes Jahr bis zu 1.000 Säuglinge das Licht der Welt erblicken. Ab dem 01.09.2025 wird das BETHESDA Krankenhaus Duisburg Teil der SANA-Gruppe sein. Für Patientinnen und Patienten ändert sich dadurch nichts.

Schwerpunkte und Fachbereiche

Das Evangelische Krankenhaus Dinslaken hat sich auf verschiedene medizinische Schwerpunkte spezialisiert:

  • Chirurgische Fachbereiche: Hierzu zählen die Allgemein- und Viszeralchirurgie, die sowohl häufige Eingriffe als auch komplexe Operationen durchführt. Die Abteilung ist als Kompetenzzentrum für chirurgische Koloproktologie und für Hernenchirurgie anerkannt. Zudem ist das Darmkrebszentrum Dinslaken-Niederrhein zertifiziert.
  • Behandlung des Bewegungsapparates: Die Orthopädie und Unfallchirurgie sowie die Neurochirurgie mit dem Schwerpunkt Wirbelsäulenchirurgie bilden gemeinsam den muskuloskelettalen Schwerpunkt des Hauses. Behandelt werden akute Verletzungen, Verschleißerkrankungen und chronische Beschwerden.
  • Geriatrie: Neben der operativen Medizin ist das Evangelische Krankenhaus Dinslaken auf die Versorgung älterer Menschen ausgerichtet.
  • Schmerztherapie: Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Schmerzen.
  • Innere Medizin: Schwerpunkte der Inneren Medizin sind Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie Herz- und Kreislauferkrankungen.

Neurologische Diagnostik und Therapie

Die Neurologie im Katholischen Krankenhaus Dinslaken bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen zur Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur. Die Diagnostik beginnt stets mit einer persönlichen Untersuchung, um die Funktionen des Nerven- und Muskelsystems gezielt zu prüfen. Dabei werden auch Bewusstsein, Gedächtnis, Denken, Sprache und Handeln untersucht, um mögliche geistige Auswirkungen einer Hirnerkrankheit feststellen zu können. Die genaue Diagnose ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.

Untersuchungsmethoden in der Neurologie

Für die Diagnostik neurologischer Erkrankungen stehen verschiedene apparative Hilfsuntersuchungen zur Verfügung:

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  • EEG (Elektroenzephalogramm): Das EEG registriert die elektrische Aktivität der Nervenzellen des Gehirns ohne direkte Berührung. Mit Hilfe des EEG können Erkrankungen des Gehirns, aber auch des gesamten Körpers untersucht werden, soweit sie sich auf die elektrische Aktivität des Gehirns auswirken. Für die Epilepsiediagnostik ist das EEG nach wie vor unersetzlich. Während der schmerzlosen Untersuchung werden 20 Elektroden mit einer Haube aus Gummibändern auf die Kopfhaut geklebt, um die Hirnstromkurve abzuleiten.
  • Doppler- und Duplex-Sonographie: Erkrankungen wie die Arteriosklerose können beispielsweise zu Verengungen der Arterien innerhalb und außerhalb des Kopfes führen. Dadurch ist die Blutversorgung des Gehirns gefährdet. Mit Hilfe von Ultraschall-Doppler-Methoden ist es möglich, diese Geschwindigkeitsänderung festzustellen. Mit der transkraniellen Doppler-Sonographie können auch die Hirnarterien im Inneren des Kopfes untersucht werden. Bei der Duplex-Methode werden das Gewebe und die Innenwand der Arterie abgebildet und gleichzeitig der Blutfluss im Bild dargestellt. Durch die farbige Darstellung lässt sich die Fließgeschwindigkeit im untersuchten Gefäßabschnitt noch besser beurteilen. Die Untersuchung ist schmerzlos und kann wiederholt werden, ohne den Patienten zu beeinträchtigen.
  • Evozierte Potentiale (EP): Die Untersuchung der EP erlaubt, die Sinnesorgane, vor allem für Sehen, Hören und Tasten, mit ihren dazugehörigen Leitungsbahnen zu untersuchen. Evozierte Potentiale sind „sinnesspezifische Hirn-Antwortpotentiale“. Durch optische, akustische oder elektrische Reize wird am Kopf mit EEG-Elektroden über den entsprechenden Hirnregionen (Sehrinde, Hörrinde etc.) abgeleitet. Nach entsprechender Reizung wird die Leitfähigkeit verschiedener Sinnesbahnen gemessen.
  • Elektromyographie (EMG): Die Elektromyographie (EMG) ist zur Untersuchung bei Erkrankungen der Nerven und Muskeln von wesentlicher Bedeutung. Zur Untersuchung werden sehr dünne, sterile Nadelelektroden durch die Haut in den Muskel gestochen. Untersucht wird die elektrische Muskelaktivität bei völliger Entspannung, bei leichter und bei starker Anspannung.
  • Elektroneurographie (NLG): Bei der Elektroneurographie wird die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) gemessen. Untersucht werden die Leitgeschwindigkeit von Muskel- und Sinnesnerven und die Funktion der „Schnittstelle“ zwischen Nerv und Muskel. Bei der Untersuchung wird ein elektrischer Impuls auf den Nerv gegeben und die Zeit gemessen, in der der Impuls einen bestimmten Teil des Nervs durchläuft.
  • Elektronystagmographie: Die Elektronystagmographie ist die Untersuchung der elektrischen Signale des Gleichgewichtssystems, insbesondere durch Aufzeichnung des Augenzitterns. Dabei werden die einzelnen Teile des Gleichgewichtssystems im Innenohr, im Gehirn und deren Verbindungen untersucht. Das Augenzittern (Nystagmus) wird unter verschiedenen Bedingungen ausgelöst.
  • Lumbalpunktion: Die Lumbalpunktion wird in der Regel durchgeführt, um Nervenwasser für chemische und mikroskopische Untersuchungen zu gewinnen, z. B. bei Verdacht auf einen entzündlichen Prozess (Hirnhautentzündung, Entzündung des Gehirns oder Rückenmarks, Gefäßentzündung u. ä.). Die Untersuchung erfolgt im unteren Bereich der Wirbelsäule. Dabei wird eine speziell geformte, dünne Nadel in den Nervenwasserraum eingeführt.
  • Schlaflabor: Im neurologischen Schlaflabor werden Patientinnen und Patienten untersucht, bei denen eine neurologische Ursache der Schlafstörung vermutet wird. Während des Nachtschlafes werden verschiedene Parameter wie EEG (Hirnstromaktivität), EKG (Herzaktivität), Muskelaktivität, Atmung und Sauerstoffsättigung erfasst und aufgezeichnet. Diese Untersuchung wird als Ganznacht-Schlafuntersuchung oder Polysomnographie bezeichnet.

Schlaganfallversorgung

Das Katholische Krankenhaus Dinslaken ist spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie sämtlicher Formen des Schlaganfalls (Hirninfarkt, Hirnblutung, Subarachnoidalblutung, Sinus- und Hirnvenenthrombose, Gefäßverengungen). Je nach Ursache gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten, wie z.B. die Lysetherapie. Patientinnen und Patienten werden in einer speziellen Stroke-Unit behandelt.

Ambulante Spezialversorgung (ASV) für Multiple Sklerose (MS)

Das Katholische Krankenhaus Dinslaken bietet eine ambulante Spezialversorgung (ASV) für Multiple Sklerose (MS) und weitere chronisch-entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) an. Im Fokus stehen umfassende Diagnostik und individuelle Therapie, wie z.B. mehrstündige Infusionstherapien.

Weitere Angebote und Services

Neben der medizinischen Versorgung bietet das Katholische Krankenhaus Dinslaken eine Reihe weiterer Angebote und Services:

  • Online-Terminvergabe: Über das digitale Patientenportal "Mein EVKLN" können Termine schnell und einfach online gebucht und wichtige Dokumente hochgeladen werden.
  • Seelsorge: Die Krankenhausseelsorge begleitet Menschen in der Lebens- und Arbeitswelt Krankenhaus.
  • Sozialdienst: Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus stehen Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige oft vor vielen Fragen rund um das Thema Weiterversorgung. Der Sozialdienst bietet hier Unterstützung und Beratung.
  • Veranstaltungen: Das Krankenhaus bietet regelmäßig Veranstaltungen und Aktionen an, wie z.B. den Tag der Orthopädie oder Instagram-Live-Formate.

Das Evangelische Klinikum Niederrhein: Ein starker Verbund

Das Katholische Krankenhaus Dinslaken ist Teil des Evangelischen Klinikums Niederrhein, einem großen Verbund mit Standorten in Duisburg, Oberhausen und Dinslaken. Dieser Verbund bietet zahlreiche Vorteile für Patientinnen und Patienten:

  • Breites medizinisches Spektrum: Durch die verschiedenen Fachkliniken und medizinischen Zentren an den Standorten wird ein breites Spektrum an medizinischen Leistungen abgedeckt.
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Die medizinischen Zentren ermöglichen eine fachübergreifende Behandlung verschiedener Krankheitsbilder.
  • Hohe Expertise: Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf profitieren Patientinnen und Patienten von einer Behandlung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft.
  • Zentrale Notaufnahme: Patientinnen und Patienten mit akuten Beschwerden können jederzeit in der zentralen Notaufnahme vorgestellt werden.

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