Viele Menschen kennen das Gefühl, dass die Nerven blank liegen und sie überreagieren. Alltagssituationen werden zu unüberwindbaren Herausforderungen, und an Schlaf ist nicht mehr zu denken. Die Gedanken sind ständig von Ängsten und Sorgen bestimmt, wodurch sich der Organismus dauerhaft in einem Alarmzustand befindet. Es ist wichtig, schnellstmöglich Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um schwerwiegendere Probleme wie Bluthochdruck oder Depressionen zu vermeiden.
Ursachen für Nervenüberreaktionen
Die Ursachen für kreisende Gedanken und Nervenüberreaktionen sind vielfältig. Reizüberflutung, ständige Erreichbarkeit, Versagensängste und hohe Ansprüche an sich selbst können zu nervösen Zuständen führen. Viele Menschen fühlen sich jedoch gestresst, ohne genau zu wissen, warum.
Reizüberflutung: Die moderne Welt ist voll von Reizen, die unser Nervensystem ständig fordern. Informationen prasseln auf uns ein, und wir sind ständig erreichbar. Dies kann zu einer Überlastung des Nervensystems führen.
Ständige Erreichbarkeit: Smartphones und das Internet haben dazu geführt, dass wir ständig erreichbar sind. Dies kann zu einem Gefühl der ständigen Anspannung führen, da wir immer befürchten, eine wichtige Nachricht oder einen Anruf zu verpassen.
Versagensängste: Viele Menschen haben Angst, zu versagen. Dies kann zu Stress und Anspannung führen, insbesondere wenn wir uns hohe Ziele setzen.
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Hohe Ansprüche an sich selbst: Perfektionismus und der Wunsch, alles richtig zu machen, können zu einem hohen Maß an Stress führen. Wenn wir uns ständig unter Druck setzen, können wir überreagieren.
Nicht vollständig integrierte frühkindliche Reflexe: Nicht vollständig integrierte frühkindliche Reflexe können das Nervensystem in ständiger Aktivität halten. Diese Reflexe führen dazu, dass der Körper auf kleinste Impulse mit Bewegungen reagiert - ähnlich wie ein „inneres Zucken“.
Auswirkungen von Nervenüberreaktionen
Wenn die Gedanken ständig von Ängsten und Sorgen bestimmt sind, befindet sich der Organismus dauerhaft „im Alarmzustand“. Andernfalls können sich im Laufe der Zeit auch schwerwiegendere Probleme (Bluthochdruck, Depressionen) entwickeln.
Strategien zur Beruhigung überreagierender Nerven
Es gibt verschiedene Strategien, um überreagierende Nerven zu beruhigen und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.
Bewegung als Segen
Bewegung bringt Segen - das gilt auch bei nervösen Unruhezuständen. Studien zeigen beispielsweise, dass beim Sport ein Hormon (ANP) gebildet wird, das Panik lindert. Ein flotter Spaziergang in der Mittagspause oder eine lockere Runde Laufen nach Feierabend helfen dabei Ängste zu „verstoffwechseln“. Zudem verschafft die körperliche Aktivität den Gedanken eine Verschnaufpause, die Sorgen rücken in den Hintergrund. Wichtig dabei ist, dass die Bewegung Freude bereitet und ohne Zwang erfolgt. Besonders gut tut Bewegung an der frischen Luft.
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Ernährung für Körper und Geist
Lebensmittel sind Nahrung für Körper und Geist. Was Menschen essen, bestimmt, wie sie sich fühlen. Der Blutzuckerwert hat beispielsweise Einfluss auf Gefühle wie Anspannung und Ärger. Wie stark dieser Zusammenhang ist, zeigt eine Studie mit Diabetes-Patienten: Bei sehr hohen und sehr niedrigen Blutzuckerwerten fühlten sich die Untersuchungsteilnehmer besonders angespannt und verärgert. Bei einem normalen Blutzucker fühlten sie sich hingegen glücklich und energiegeladen. Einige Nahrungsmittel enthalten neben Kohlenhydraten weitere stimmungsaufhellende Inhaltsstoffe. So liefern Bananen auch einen hohen Anteil des B-Vitamins Pyridoxin (B6). Dieses ist an vielen Prozessen im Nervensystem beteiligt. Außerdem enthalten sie Kalium und Tryptophan. Aus Tryptophan wird der Botenstoff Serotonin gebildet, der eine Vielzahl emotionaler Prozesse ( z.B. Angst) beeinflusst. Auch Omega3-reiche Lebensmittel wie Fisch haben Einfluss auf eine gesunde Nervenfunktion. Für einen ruhigen Geist sollte die Ernährung also vollwertig und möglichst vielseitig sein.
Ruhepausen für Körper und Geist
Ein ausgeglichener Geist und ein leistungsfähiger Körper brauchen ausreichend Ruhepausen. Dazu gehört ausreichend Schlaf. Möglichst 7,5 Stunden pro Nacht empfiehlt die moderne Schlafforschung. Viele Menschen sparen in stressigen Phasen jedoch zuerst am Schlaf. Durch Schlafmangel erhöht sich die Reizbarkeit, die Belastungsfähigkeit und die Stressresistenz werden gemindert. Ängsten und Stressempfinden wird Vorschub geleistet, die Gedanken kreisen permanent, man bekommt nachts kein Auge mehr zu. Um diesem Teufelskreis vorzubeugen, sind auch tagsüber ausreichend Ruhepausen notwendig. Die psychologische Forschung zeigt, dass sich viele kurze Entspannungsphasen beispielsweise günstiger auf die Erholung von körperlicher Arbeit auswirken als wenige lange Pausen. Menschen, die viel arbeiten, sollten jede Stunde für einige Minuten innehalten.
Tagebuch führen
Die Ursachen für kreisende Gedanken sind vielfältig: Reizüberflutung, ständige Erreichbarkeit, Versagensängste und hohe Ansprüche an sich selbst können zu nervösen Zuständen führen. Viele Menschen fühlen sich jedoch gestresst, ohne genau zu wissen warum. Dann hilft es Tagebuch zu führen, um den Auslösern auf den Grund zu gehen. Kennt man die Gründe für seine Sorgen, kann man gezielt Gegenstrategien entwickeln. Kommt der Geist z.B. aufgrund einer Überzahl an Reizen nicht zur Ruhe, kann man entscheiden welchen und wie vielen man sich täglich aussetzen möchte.
Atem beobachten
Gedanken und Bewertungen entstehen aus Sinneswahrnehmungen (Riechen, Sehen, Hören, etc.) und/oder Erinnerungen. Sie beeinflussen, wie sich etwas anfühlt (angenehm, unangenehm, neutral) und rufen dadurch unmittelbare Körper- und Verhaltensreaktionen (Herzklopfen, Weglaufen) hervor. Wer sich dieser Verbindung von Körper und Geist bewusst ist, fühlt sich weniger ausgeliefert und lernt zielgerichteter mit Grübelei und Sorgen umzugehen. Übung: Atem beobachten. Schließen Sie die Augen. Atmen Sie durch die Nase ein. Konzentrieren Sie sich darauf, wie der Atem durch ihre Nase in die Lungen strömt. Halten Sie kurz inne. Atmen Sie danach durch den Mund aus. Konzentrieren Sie sich auf den natürlichen Rhythmus des Atems, ohne ihn verändern zu wollen. Bleiben Sie mit den Gedanken beim Atem: Denken Sie an die Worte „Einat-men/Ausatmen“. Es ist völlig normal, wenn Sie abschweifen, das ist Teil der Übung. Beobachten sie wertfrei, dass es passiert. Wichtig ist: Üben Sie regelmäßig, am besten täglich. Am Anfang 1 Minute, nach ein paar Tagen 2 Minuten, danach 3 Minuten und so weiter. Steigern Sie sich langsam. Den Fortschritt bestimmen Sie!
Gedankenstopp
Jeder Mensch denkt am Tag zwischen 40.000 und 60.000 Gedanken. Der Großteil davon ist unbewusst. Fast 90 Prozent kreisen immer wieder um das Gleiche, insbesondere um Schwierigkeiten und Probleme. Gedanken sind Energie und haben die Kraft Gefühle zu erzeugen. Das Sprichwort „Mit der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an“ verdeutlicht diesen Zusammenhang. Menschen sind ihren Gedanken aber nicht hilflos ausgeliefert. Sie können lernen, diese bewusst auszuwählen und manipulative, ängstigende Gedanken loszulassen. Übung: Gedankenstopp. Wenn Sie sich beim sorgenvollen Grübeln ertappen, beobachten Sie, welcher Gedanke Sie konkret belastet. Stellen Sie sich dann ein rotes Stoppschild vor und sagen Sie sich laut oder in Gedanken „Stopp“. Wenden Sie sich dann sofort etwas anderem (z.B. dem Atem, einem beruhigenden Gedanken) zu.
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Gefühle fokussieren
Leidvolle Gefühle wie Angst oder Unsicherheit rauben Energie und trüben die Lebensfreude. Sie haben aber auch einen Nutzen: Angst beispielsweise setzt Adrenalin frei. Dadurch steigt das Energielevel, der Körper macht sich bereit zur Flucht oder Verteidigung. Gefühle setzen aber nicht nur Hormone frei, sondern werden auch von Hormonen beeinflusst. Stressempfinden, Überforderung und Ängstlichkeit stehen in enger Wechselbeziehung mit den Hormonen. Wie stark Gefühle den Körper beeinflussen, zeigt sich z.B. daran, dass bei Frauen durch starken Stress die Regelblutung ausbleiben kann. Gefühle sind aber kein Schicksal, dem Menschen hilflos ausgeliefert sind. Wie im Umgang mit den Gedanken lohnt es sich Gefühle, bewusst wahrzunehmen und nicht wegzuschieben. Übung: Gefühle fokussieren. Konzentrieren Sie sich auf ein momentan vorherrschendes Gefühl (z.B. Angst). Fühlen Sie, wie es sich im Körper anfühlt, wo es zu spüren ist. Nehmen Sie das Gefühl wahr, ohne es zu beurteilen. Richten Sie Ihren Fokus aber auf die Beobachtung (da ist Angst), um sich nicht im Gefühl zu verlieren. Durch das Bewusstmachen des Gefühls, verhindern sie, dass sie zu stark blockiert werden. Wenn Sie abschweifen, kehren Sie gedanklich zu dem Gefühl zurück.
Eigene Ressourcen kennen
Quälende Ängste und Sorgen, zehren auf Dauer an den Kräften. Um dennoch leistungsfähig zu bleiben, sollten die Batterien regelmäßig auflageladen werden. Dafür sollte man die eigenen Kraftquellen kennen. Bei der Beantwortung dieser Fragen gibt es kein „Falsch“ oder „Richtig“. Entscheidend ist, dass sie positive Gefühle auslösen und dadurch die Lebensqualität verbessern.
Reflexintegration
Die Reflexintegration setzt an der Basis an, nämlich beim Nervensystem. Wenn Tics auftreten, zeigt das, dass der Körper unter Spannung steht und bestimmte Reize oder Bewegungsimpulse nicht richtig verarbeitet werden können. Durch gezielte Übungen wird das Nervensystem trainiert, Reize differenzierter wahrzunehmen und Bewegungen besser zu koordinieren. Frühkindliche Reflexe, die den Körper unbewusst in Aktivität halten, können so Schritt für Schritt integriert werden.
Umgang mit Geräuschempfindlichkeit
Viele Menschen, die hochsensibel sind, kennen ein Phänomen besonders gut: Geräusche, die für andere völlig normal erscheinen, wirken auf sie wie ein innerer Alarm. Das Klappern von Geschirr, Schritte im Treppenhaus, Stimmen aus der Nachbarwohnung oder sogar Atemgeräusche können zu Anspannung führen. Nicht, weil man „übertreibt“, sondern weil das Nervensystem anders arbeitet als bei weniger sensiblen Menschen.
Hochsensibilität betrifft nicht nur Emotionen oder die Art, wie man Stimmungen wahrnimmt. Sie zeigt sich sehr häufig als intensivere Reizverarbeitung des Hörsinns. Das bedeutet: Geräusche werden nicht nur wahrgenommen, sondern verarbeitet - und zwar tiefer, schneller und häufiger mit einer Stressreaktion verbunden.
Warum Hochsensible geräuschempfindlicher sind: Der biologische Mechanismus dahinter
Der Hörsinn ist derjenige unserer Sinne, der niemals „schlafen“ kann. Selbst nachts scannt er unsere Umgebung, um uns vor Gefahr zu schützen. Bei hochsensiblen Menschen ist dieser Überwachungsmodus aktiver. Das führt dazu, dass selbst kleine, unregelmäßige oder unerwartete Geräusche das Nervensystem in Alarmbereitschaft versetzen.
Das hat nichts mit „Einbildung“ zu tun. Im Gegenteil:
Das Gehirn hochsensibler Menschen verarbeitet Reize detaillierter und intensiver - ein Phänomen, das in Studien gut beschrieben ist. Der Körper versucht also schlicht, Sicherheit herzustellen. Nur ist die Schwelle, ab der ein Geräusch als potenzielle Bedrohung eingestuft wird, niedriger.
Geräusche als Stressor: Wenn der Schutzmechanismus überreagiert
Wenn das Nervensystem ohnehin belastet ist - durch Stress, Schlafmangel, Überforderung oder emotionale Anspannung -, verstärkt sich die Geräuschempfindlichkeit oft. Man reagiert dann nicht nur sensibel, sondern gereizt, manchmal sogar mit Wut oder innerem Rückzug.
Das ist kein persönliches Versagen. Es ist eine körperliche Reaktion auf Reizüberflutung.
Warum sich Geräusche bei Hochsensibilität „lauter“ anfühlen
Das Gehirn filtert unwichtige Geräusche weniger stark heraus.
Der sogenannte „Startle-Reflex“ (Schreckreflex) ist ausgeprägter.
Der Körper schaltet schneller in einen Kampf-oder-Flucht-Modus.
Der Stapediusmuskel im Ohr, der laute Geräusche dämpft, spannt sich stärker oder ungleichmäßig an.
Das kann dazu führen, dass selbst alltägliche Geräusche unangenehm klingen, „in den Kopf fahren“ oder körperliche Symptome auslösen, wie Anspannung, Herzklopfen oder Kopfschmerzen.
Hochsensibilität bedeutet nicht Schwäche - sondern ein empfindsameres Wahrnehmungssystem
Viele Betroffene schämen sich für ihre Reaktionen oder versuchen, sich „zusammenzureißen“. Doch Hochsensibilität ist keine Störung. Sie ist eine besondere Form der Wahrnehmung, die unter Stress überlastet werden kann. Die Geräuschempfindlichkeit ist in diesem Zusammenhang ein Hinweis darauf, dass dein System Schutz braucht - nicht, dass du falsch funktionierst.
Wann professionelle Hilfe in Anspruch nehmen?
Betroffene sollten mit einem Arzt sprechen, wenn sie sich dauerhaft unruhig und gereizt fühlen. Denn hinter diesen Symptomen verbergen sich manchmal auch behandlungsbedürftige, körperliche Ursachen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion, starker Bluthochdruck, Unterzuckerung bei Typ-1-Diabetes). Aber auch bestimmte psychische Erkrankungen wie z.B. Angststörungen oder Depressionen gehen mit Nervosität und innerer Unruhe einher. Gewohnheiten zu ändern und Erkrankungen abzuklären, sind wichtige Schritte auf dem Weg der Besserung. Auch ein Coaching (z.B. im Stressmanagement) kann den Umgang mit den Herausforderungen des Lebens verbessern. Daneben kann es sinnvoll sein, das aus der Balance geratene Nervensystem mit einem homöopathischen Komplexmittel wie dystoLoges zu unterstützen. dystoLoges ist ein einzigartiger homöopathischer 5-fach-Komplex mit der Leitsubstanz Reserpinum aus der indischen Schlangenwurzel.
Tics bei Kindern
Manche Kinder blinzeln ständig, räuspern sich, zucken mit der Schulter oder verziehen das Gesicht - scheinbar ohne Grund. Diese Tics treten unwillkürlich auf und lassen sich oft nicht bewusst steuern. Für viele Eltern ist das beunruhigend, für die Kinder selbst meist belastend.
Tics sind keine „schlechten Angewohnheiten“, sondern Signale eines überaktiven Nervensystems, das auf Reize überreagiert. Tics sind unwillkürliche, sich wiederholende Bewegungen oder Geräusche, die das Kind nicht bewusst steuern kann. Sie können plötzlich auftreten, sich verändern oder auch zeitweise ganz verschwinden. Zu den häufigsten motorischen Tics gehören Blinzeln, Grimassieren, Kopf- oder Schulterzucken. Vokale Tics äußern sich etwa durch Räuspern, Schniefen oder kurze Laute. Für Eltern wirken diese Bewegungen oft irritierend, und auch Kinder selbst empfinden sie meist als störend. Trotzdem sind Tics kein Zeichen mangelnder Kontrolle oder „schlechter Gewohnheiten“ - sie entstehen unbewusst, als Ausdruck eines Nervensystems in Überaktivität. Der Körper versucht, innere Spannung über kleine Bewegungen abzuleiten.
Die Ursachen von Tics sind vielfältig, haben aber fast immer mit Stress, Reizüberflutung oder einem unausgeglichenen Nervensystem zu tun. Kinder, die sehr empfindlich auf Geräusche, Druck oder emotionale Reize reagieren, sind häufiger betroffen.
Tics verstärken sich meist in Phasen hoher Anspannung und verschwinden oft, wenn das Kind entspannt und sicher ist. Wenn dein Kind unwillkürliche Bewegungen oder Laute zeigt, bedeutet das nicht, dass es „nicht will“ oder „nicht aufpasst“. Tics passieren automatisch, gesteuert durch das Nervensystem - oft in Momenten, in denen das Kind besonders angespannt oder müde ist. Eltern können ihr Kind am besten unterstützen, indem sie Ruhe und Sicherheit vermitteln, statt Kontrolle oder Druck auszuüben. Denn je stärker das Kind versucht, die Bewegungen zu unterdrücken, desto größer wird meist die innere Spannung.
Statt die Symptome zu bekämpfen, lohnt es sich, nach den körperlichen Ursachen zu schauen. Bleiben frühkindliche Reflexe aktiv, arbeitet das Nervensystem ständig im „Alarmmodus“. Hier kann die Reflexintegration helfen, diesen Dauerstress zu lösen und die Reizverarbeitung zu verbessern.
Die Rolle des autonomen Nervensystems
Das autonome Nervensystem steuert automatische oder auch unwillkürliche Körperfunktionen wie Herzschlag, Verdauung und Schlaf. Es besteht aus zwei Teilen: dem Sympathikus, der für Aktivierung und Mobilisierung zuständig ist, und dem Parasympathikus, der für Ruhe und Entspannung sorgt. Ein gesundes Nervensystem pendelt permanent zwischen diesen beiden Zuständen.
Das autonome Nervensystem überprüft ständig die aktuelle Gefahrenlage und bewertet eine Situation als sicher, gefährlich oder lebensgefährlich. Diese Bewertung basiert auf äußeren Sinnesreizen, Informationen aus dem Körperinneren, Bewegungsimpulsen, Gefühlen, kognitivem Wissen sowie Erinnerungen und Erfahrungen.
Wenn das Nervensystem eine Gefahr erkennt, veranlasst es unterschiedliche Überlebensimpulse, wie die Suche nach Zuflucht, Kampf, Flucht, Erstarren oder Kollaps.
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