Kleine Helden: Noahs Kampf mit Epilepsie und der Wunsch nach Normalität

Die Dokumentationsreihe "Kleine Helden ganz groß" von RTLzwei begleitet Kinder und Jugendliche, die mit schweren Krankheiten oder Behinderungen leben müssen. Die Serie beleuchtet ihren Lebensweg, ihren Kampf und ihren Mut. Eine dieser Geschichten ist die von Noah, einem Jugendlichen, der mit Epilepsie lebt.

Noahs Leben mit Epilepsie

Noah ist ein 14-jähriger Jugendlicher, der seit seinem sechsten Lebensjahr an Epilepsie leidet. Die Krankheit beeinträchtigt sein Leben erheblich. Jederzeit kann er einen lebensgefährlichen Krampfanfall erleiden. "Jederzeit könnte er umkippen und einen Krampfanfall bekommen", heißt es im Beitrag. Trotzdem möchte Noah ein normales Leben führen, wie andere Jugendliche auch. Er hat Interessen wie Fußball spielen, mit Kumpels abhängen und über Mädchen quatschen.

Die ständige Angst vor Anfällen

Die Epilepsie schränkt Noahs Alltag stark ein. Er muss regelmäßig Medikamente nehmen und kann wegen seiner Krankheit nie allein unterwegs sein. Familie oder Freunde weichen ihm nicht von der Seite. Seine Eltern, Andreas und Yvonne Worsch, haben immer Angst, dass er einen Anfall bekommt. Sie erinnern sich an einen Tag, an dem sie ihn reglos im Badezimmer fanden und das Schlimmste befürchteten. Anfälle hat der 14-Jährige im Moment wöchentlich. Sie können immer und überall auftreten. Wie gehen seine Eltern und Freunde damit um? Was bedeutet die Epilepsie für Noah, der gern mal an seine Grenzen geht?

Kickboxen als Leidenschaft und Risiko

Noah hat eine große Leidenschaft: Kickboxen. Dieser Sport ist ihm jedes Risiko wert. Trotz der Gefahr, dass ein Anfall ausgelöst werden könnte, möchte er nicht darauf verzichten. Seine Mutter Yvonne hat Angst, dass diese Treffen bei ihrem Sohn einen epileptischen Anfall auslösen könnte. Ist das unverantwortlich? Warum macht Noahs Mutter überhaupt mit?

Ein Therapiehund als Hoffnung

Um Noah das Leben zu erleichtern, soll er einen speziell ausgebildeten Therapiehund bekommen. Der Hund soll Anfälle vorzeitig erkennen und ihn warnen können. Ein speziell ausgebildeter Hund könnte ihm das Leben leichter machen - doch die Ausbildung des Hundes kostet 30.000 Euro. Doch dafür müssen die beiden erstmal richtig hart trainieren.

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Begegnung mit einem Idol

Eine besondere Überraschung wartet auf Noah: Er darf seinem großen Idol begegnen, dem Kickbox-Weltmeister Michael Smolik. Kickbox-Weltmeister Smolik hält ihm bei Training die Pratzen hin. Wütend haut Noah dagegen.

Weitere "Kleine Helden" und ihre Kämpfe

Neben Noah werden in der Sendung auch andere Kinder und Jugendliche vorgestellt, die mit schweren Krankheiten oder Behinderungen leben.

  • Leonie: Die 13-Jährige hat ihren Geburtstag gefeiert und gute Nachrichten bekommen. Nach einer langen Zeit des Bangens ist sie endlich krebsfrei und kann wieder aktiv am Leben teilnehmen. Ein Ausflug zu ihrem geliebten Reiterhof steht an. Leonie leidet seit vier Monaten an Blutkrebs und erlebt einen Alltag zwischen Chemotherapie und Krankenhausaufenthalten. Endlich steht für die 11-Jährige wieder ein Moment der Freude bevor: Sie darf wieder auf ihren geliebten Reiterhof. Doch schafft ihr Körper den Ausflug?
  • Annalena: Annalena ist in tiefer Trauer, denn nach zwei langen Jahren des Leids ist ihre krebskranke Schwester verstorben. Jetzt bereitet sich die 15-Jährige auf die Beerdigung ihrer geliebten Schwester vor. Ihre Mutter versucht sie mit einer Überraschung aufzumuntern. Gemeinsam mit ihrer Mutter Ajete Rentschler hilft sie, dass ihre älteste Schwester rechtzeitig in die Behindertenwerkstatt kommt, pflegt daheim ihre krebskranke zweite Schwester und versorgt deren Säugling Luan.
  • Ben: Ben leidet an einer Handfehlbildung, ihm fehlt die linke Hand. Dennoch liebt der Junge nichts mehr als Klettern und Radfahren. Er hat eine Prothese, die ihm im Alltag jedoch kaum hilft, da sie mit den wenigen Funktionen keinen Mehrwert bietet. Bens Frust steigt, weil er für eine Hightech-Prothese noch zu jung und klein ist.
  • Juli: Juli hat das Ehlers-Danlos-Syndrom, eine seltene Erbkrankheit. Sie kann nicht alleine stehen oder gehen. Sie hätte nie gedacht, dass sie ihre Kommunion erleben darf, umso mehr freut sie sich auf den besonderen Tag. Jetzt muss nur noch das passende Kleid gefunden werden.
  • Annelie: Seit frühester Kindheit stottert Annelie. Deshalb stellt sie sich überall als Sophie vor, da es der 15-Jährigen schwerfällt, ihren eigenen Namen auszusprechen. Eine Therapie soll nun helfen. Zum ersten Mal fährt die Schülerin dafür zwei Wochen alleine von zu Hause weg. Wird die Therapie anschlagen und Annelie helfen, das Stottern abzulegen?

Kritik an der Sendung

Die Sendung "Kleine Helden ganz groß" ist nicht unumstritten. Kritiker bemängeln, dass die Kinder durch die ständige Kamerabegleitung jegliche Privatheit und Schutzzone verlieren. Es treibt einem die Tränen in die Augen, die Kinder um etwas Normalität ringen zu sehen. Ein paar Tränen fließen auch, weil ihnen die RTLZWEI-Kamera jegliche Privatheit und Schutzzone nimmt. Man fragt sich, ob er den Kindern oder nur RTLZWEI nützt.

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