Die Wechseljahre sind eine natürliche Phase im Leben einer Frau, die oft mit verschiedenen Beschwerden verbunden ist. Etwa ab dem 40. Lebensjahr produzieren die Eierstöcke im Laufe von 12 bis 15 Jahren immer weniger Östrogen und Gestagen. Die monatlichen Zyklen werden unregelmäßiger, da die Eierstöcke nicht mehr in der Lage sind, Hormone wie früher zu produzieren. Dieses hormonelle Ungleichgewicht und der sinkende Östrogenspiegel können zu den typischen, belastenden Wechseljahresbeschwerden führen. Diese Beschwerden sind jedoch kein Dauerzustand und verschwinden in der Regel, sobald sich der Körper an die neue hormonelle Situation gewöhnt hat.
Da die Art und Intensität der Wechseljahresbeschwerden sehr unterschiedlich sein können, gibt es auch vielfältige Therapiemöglichkeiten. Eine davon ist Klimaktoplant, ein hormonfreies, homöopathisches Mittel, das zur Linderung von Symptomen in den Wechseljahren eingesetzt wird.
Was ist Klimaktoplant?
Klimaktoplant (DHU) ist ein homöopathisches Kombinationspräparat, das in Deutschland zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden weit verbreitet ist. Es enthält verschiedene homöopathische Wirkstoffe, die sich in ihrer Wirkung positiv ergänzen. Die pflanzlichen und tierischen Bestandteile wirken günstig auf typische Anzeichen wie Hitzewallungen, Herzklopfen, Schweißausbrüche, innere Unruhe und Schlafstörungen.
Typische Anzeichen der Wechseljahre
Das Klimakterium beginnt bei Frauen meist im Alter zwischen 40 und Mitte 50. Dieser natürliche Abschnitt im Leben einer Frau verläuft individuell sehr unterschiedlich. Einige Frauen haben kaum oder nur leichte Beschwerden, während andere massiv betroffen sind. Neben den genannten Anzeichen können auch Frösteln, Gewichtszunahme, unregelmäßige Blutungen, Haarausfall, Konzentrationsstörungen, Gelenkschmerzen, Angstzustände, Schlafstörungen und Lustlosigkeit auftreten.
Wie wirkt Klimaktoplant?
Klimaktoplant enthält vier homöopathische Einzelmittel, die sich bei der Behandlung von Symptomen der beginnenden Menopause bewährt haben:
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- Cimicifuga (Traubensilberkerze): Beeinflusst körperliche und seelische Beschwerden, reduziert Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Kreislaufstörungen, Unruhe, Schlafstörungen, Herzklopfen sowie Feuchtigkeitsverluste der Haut und Schleimhäute.
- Sepia (Tinte des Tintenfischs): Wird hauptsächlich wegen seiner Wirkung bei seelischen Beschwerden in den Wechseljahren geschätzt, wie Erschöpfung, Reizbarkeit, Gleichgültigkeit sowie Schlafstörungen.
- Ignatia amara (Ignatiusbohne): Ein erprobtes Mittel zur Behandlung von Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und innerer Unruhe.
- Sanguinaria (Kanadische Blutwurzel): Beeinflusst positiv Symptome wie Herzrasen, Kopfschmerzen und unerwartete Gesichtsrötungen.
Diese Inhaltsstoffe haben einen positiven Effekt auf die hormonelle Regulation, aktivieren die körpereigenen Kräfte und helfen dem Hormonhaushalt, sich selbst zu regulieren.
Anwendungsgebiete von Klimaktoplant
Klimaktoplant Tabletten können angewendet werden:
- Bei charakteristischen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, nervöse Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Migräne.
- Bei typischen Symptomen in den Wechseljahren wie Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, Nervosität und Reizbarkeit.
- Bei den ersten Anzeichen von Wechseljahresbeschwerden.
Das Präparat kann so lange eingenommen werden, wie die typischen Beschwerden andauern. Aufgrund der guten Verträglichkeit ist es auch für eine Langzeitbehandlung geeignet. Es ist jedoch wichtig, vor der Einnahme mit einem Arzt abzuklären, ob die Beschwerden auf die Wechseljahre zurückzuführen sind und andere Ursachen ausgeschlossen werden können. Zudem sollte geprüft werden, ob eine homöopathische Therapie geeignet ist.
Dosierung und Einnahme
Die empfohlene Dosierung beträgt eine Tablette 3-mal täglich, die vor oder nach dem Essen im Mund zergehen gelassen wird. Bei Besserung der Beschwerden kann die Einnahme reduziert werden. Es wird empfohlen, das Mittel eine halbe Stunde vor oder nach einer Mahlzeit einzunehmen und es langsam im Mund zergehen zu lassen. Während der Einnahme sollten koffeinhaltige Getränke, Alkohol und starke Düfte vermieden werden.
Mögliche Nebenwirkungen
Laut Beipackzettel des Herstellers Deutsche Homöopathie-Union (DHU) können in Einzelfällen Regelblutungen oder Nasenbluten auftreten. In diesen Fällen sollte Klimaktoplant abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden. Die enthaltene Weizenstärke kann Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen. Bei Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels kann es zu einer vorübergehenden Erstverschlimmerung der Beschwerden kommen. In diesem Fall sollte das Arzneimittel abgesetzt und ein Arzt befragt werden. Zudem sollte bei anhaltenden, unklaren und neu auftretenden Beschwerden medizinischer Rat eingeholt werden.
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Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Bisher sind keine Beeinflussungen der Wirkung von Klimaktoplant durch andere Arzneimittel bekannt. Dennoch sollte der Arzt oder Apotheker informiert werden, wenn andere Arzneimittel eingenommen werden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Mittel handelt.
Gegenanzeigen
Klimaktoplant darf nicht angewendet werden, wenn eine Allergie gegen einen der Wirkstoffe, Weizenstärke oder einen weiteren Bestandteil (z.B. Milchzucker) besteht.
Bezugsquellen
Das homöopathische Mittel ist nicht verschreibungspflichtig und in Apotheken sowie Online-Apotheken erhältlich.
Erstattung durch die Krankenkasse
Seit Anfang 2012 können Krankenkassen die Kosten für apothekenpflichtige, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel im Rahmen ihrer Satzungsleistung erstatten, wenn sie vom Arzt verordnet wurden. Es empfiehlt sich, bei der Krankenkasse nach entsprechenden Angeboten zur Erstattung der Kosten von homöopathischen Arzneimitteln zu fragen.
Klinische Studien zu Klimaktoplant
Eine wissenschaftliche Studie hat die hormonarme und risikofreie Wirksamkeit von Klimaktoplant bestätigt. In dieser Studie wurden 118 Frauen im Alter von 40 bis 55 Jahren über zwölf Wochen mit Klimaktoplant behandelt. Die Ergebnisse zeigten, dass 95,8 Prozent der Patientinnen eine Reduktion von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen angaben. Bei 95,7 Prozent besserten sich Schlafstörungen, bei 94,0 Prozent depressive Verstimmungen und bei 93,2 Prozent Nervosität und Reizbarkeit.
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Erfahrungen von Anwenderinnen
Viele Frauen berichten von positiven Erfahrungen mit Klimaktoplant bei der Linderung ihrer Wechseljahresbeschwerden. Einige heben hervor, dass das Mittel ihnen geholfen hat, Schlafstörungen und Migräne zu reduzieren. Andere berichten von einer Verbesserung der Stimmungslage und einer Verringerung von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Einige Anwenderinnen betonen, dass es einige Zeit dauern kann, bis eine Wirkung spürbar ist, und dass es wichtig ist, die richtige Dosierung für sich selbst herauszufinden.
Es gibt auch Berichte von Frauen, bei denen Klimaktoplant keine oder nur geringe Wirkung gezeigt hat. Einige haben das Mittel aufgrund von Nebenwirkungen wie Ausschlag oder Magen-Darm-Problemen abgesetzt. Es ist wichtig zu beachten, dass jede Frau anders auf das Mittel reagieren kann und dass es keine Garantie für eine Wirksamkeit gibt.
Weitere Maßnahmen zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden
Neben der Einnahme von Klimaktoplant gibt es noch weitere Maßnahmen, die Frauen in den Wechseljahren zur Linderung ihrer Beschwerden ergreifen können:
- Entspannung: Regelmäßige Entspannung durch Spaziergänge an der frischen Luft oder Entspannungsmethoden wie autogenes Training kann helfen, innere Anspannung abzubauen und Schlafstörungen zu reduzieren.
- Ernährung: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann dazu beitragen, das Wohlbefinden zu steigern und Beschwerden wie Gewichtszunahme entgegenzuwirken. Es empfiehlt sich, auf Alkohol, Kaffee, schwarzen Tee und scharfe Gewürze zu verzichten, da diese Hitzewallungen begünstigen können.
- Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität kann helfen, das Gewicht zu halten, die Stimmung zu verbessern und Schlafstörungen zu reduzieren.
- Verhütung: Bis zur Menopause ist eine sichere Verhütung wichtig, da trotz unregelmäßiger Zyklen noch eine Schwangerschaft möglich ist. Hormonelle Verhütungsmethoden bergen jedoch gerade für Raucherinnen sowie Frauen mit Übergewicht und Bluthochdruck ein erhöhtes Thrombose-Risiko.
- Ärztliche Beratung: Bei besonders schweren Symptomen sollte ein Arzt konsultiert werden, um sich über mögliche Behandlungsmethoden zu informieren.
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