Klinikum Ingolstadt Neurologie: Erfahrungen, Bewertungen und Perspektiven

Das Klinikum Ingolstadt ist ein wichtiger medizinischer Anlaufpunkt in der Region. Die Neurologie des Klinikums ist dabei ein zentraler Bereich, der sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Im Folgenden werden unterschiedliche Erfahrungen und Bewertungen von Patienten und Angehörigen bezüglich der neurologischen Abteilung des Klinikums Ingolstadt zusammengetragen und analysiert. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der Stärken und Schwächen dieser Abteilung zu zeichnen.

Positive Erfahrungen und Lob

Einige Patienten und Angehörige berichten von sehr positiven Erfahrungen mit der Neurologie des Klinikums Ingolstadt. Besonders hervorgehoben werden:

  • Kompetenz und liebevolle Pflege auf der Stroke Unit: Im Falle eines Schlaganfalls wird die Stroke Unit als kompetent und mit sehr liebevoller Pflege beschrieben. Angehörige fühlen sich ernst genommen mit ihren Ängsten und Sorgen. Die Organisation der anschließenden Reha wird als reibungslos gelobt.
  • Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals: Mehrfach wird die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Schwestern betont, insbesondere auch während der Coronazeit. Sie sind telefonisch erreichbar und geben bereitwillig Auskunft. Ärzte werden als greifbar beschrieben, die ebenfalls Auskunft geben.
  • Effektive medizinische Betreuung und Anleitung: Patienten berichten von einer effektiven medizinischen Betreuung und Anleitung.
  • Gute Betreuung durch Schwestern: Eine Familie berichtet, dass ihr Angehöriger sehr gut betreut wurde, wobei die Schwestern immer ein offenes Ohr hatten und alles gegeben haben.
  • Zufriedenstellende Beantwortung von Fragen: Patienten fühlen sich ernst genommen und alle Fragen werden zufriedenstellend beantwortet.
  • Komfortstation: Die Komfortstation wird als sehr gut bewertet.
  • Gutes Speisenangebot und ruhige Lage: Die Unterbringung wird als gut beschrieben, das Speisenangebot als abwechslungsreich und lecker. Die ruhige Lage des Klinikums wird ebenfalls positiv hervorgehoben.

Negative Erfahrungen und Kritik

Neben den positiven Rückmeldungen gibt es auch eine Reihe von negativen Erfahrungen und Kritikpunkten, die in den Berichten der Patienten und Angehörigen geäußert werden:

  • Mangelnde Berücksichtigung von Patientenbedürfnissen: Eine Patientin mit stärksten Kopfschmerzen bemängelt, dass die Ärzte ihr nicht richtig zuhören und ihre Schmerzen nicht ausreichend lindern.
  • Verzögerungen und Kommunikationsprobleme bei der Reha-Planung: Es wird über Probleme bei der Organisation der Anschluss-Reha berichtet, insbesondere über Verzögerungen und widersprüchliche Informationen seitens des Sozialdienstes und der Krankenkasse. Der verspätete Eingang des Schreibens beim Versicherungsträger wird bemängelt.
  • Fehlende Untersuchung und unzureichende Diagnose: Ein Fall beschreibt, dass ein klassischer Schlaganfall nicht erkannt wurde und der Patient nach CT und Lumbalpunktion mit den Worten "Sie sind gesund" nach Hause geschickt wurde, anstatt ein MRT zu veranlassen. Die korrekte Diagnose wurde erst in einem anderen Krankenhaus gestellt.
  • Unzureichende Sprachkenntnisse des Personals: Es wird kritisiert, dass Angehörige Informationen in bruchstückhaftem Deutsch erhalten, obwohl die Mutter auf der Schlaganfallstation liegt. Dies erschwert die Kommunikation und das Verständnis komplexer medizinischer Zusammenhänge.
  • Unverständliche Erklärungen der Ärzte: Obwohl sich die Ärzte Zeit für Gespräche nehmen, werden die medizinischen Zusammenhänge oft nicht gut erklärt, was zu Verwirrung bei den Angehörigen führt.
  • Resistenz gegen Cannabis-Medikation: Ein Cannabis-Patient bemängelt, dass seine Bedürfnisse und Erfahrungen mit Antiepileptika nicht berücksichtigt werden. Es wird von einem respektlosen Umgang eines Arztes berichtet.
  • Mangelnde fachärztliche Versorgung von Nicht-Notfallpatienten: Nach einem Sturz mit neurologischen Ausfällen wird bemängelt, dass "Nicht-Notfallpatienten" nicht mehr ausreichend fachärztlich versorgt werden.
  • Schlechte Behandlung nach Myelographie: Nach einer Myelographie und dem Auftreten von Komplikationen (Hörverlust, Schwindel) wird dem Patienten vorgeworfen, das Zimmer zu belegen, obwohl es viele Patienten im Gang gäbe. Es wird ein unsensibler Umgangston des Arztes geschildert.
  • Mangelnde Schmerzbehandlung und Schlafprobleme: Nach einem Unfall mit Schleudertrauma werden massive Schlafprobleme aufgrund von Schmerzen, Schwindel und Tinnitus beklagt. Es werden lediglich Beruhigungsmittel statt Schlaftabletten verabreicht.
  • Unfreundliches Personal und fehlende Empathie: Das Personal wird als unfreundlich beschrieben, das keine Notwendigkeit darin sieht, beruhigend auf Patienten einzugehen.
  • Unzumutbare Zustände in der Notaufnahme: Lange Wartezeiten in der Notaufnahme und die Unterbringung auf dem Flur ohne Klingel werden kritisiert. Die Visite findet ebenfalls auf dem Flur statt. Es wird der Vorwurf erhoben, wie ein Stück Vieh behandelt zu werden.
  • Fixierung ohne Einwilligung: Ein Patient mit Schlaganfall und Aphasie wurde ohne Nachfrage und Einwilligung im Bett fixiert. Das Personal wird als unfreundlich und wenig auskunftsbereit beschrieben.
  • Entzugserscheinungen nach Absetzen von Tavor: Nach der Verlegung in die Neurologie werden Tavor abrupt abgesetzt, was zu furchtbaren Entzugserscheinungen führt. Es wird über mangelnde Hilfe und Respektlosigkeit des Personals berichtet.
  • Altmodische Zimmereinrichtung und kleine Therapieräume: Die altmodische Zimmereinrichtung und die zu kleinen Therapieräume werden als negativ empfunden.
  • Möblierung für längeren Aufenthalt ungeeignet: Die Möblierung der Zimmer wird für einen längeren Aufenthalt als nur bedingt geeignet beschrieben. Es fehlen gemütliche Sitzgelegenheiten.
  • Ungenügende Beobachtung im Flur: Nach einem unauffälligen CT wird eine Patientin im Flur "zur Beobachtung" abgestellt, ohne weitere Informationen zu erhalten.

Fallbeispiel: Impfnebenwirkungen und Fehldiagnosen

Ein besonders ausführlicher Bericht schildert den Fall einer Patientin, die nach einer Impfung unter Schwindel, Rückenschmerzen und Problemen mit dem Hinterkopf litt. Trotz mehrerer Besuche in der Notaufnahme und einer Lumbalpunktion wurde keine Ursache gefunden. Die Patientin wurde entlassen, obwohl sie bereits Anzeichen eines Herpes im Gesicht hatte. Erst in einem anderen Krankenhaus wurde Gürtelrose diagnostiziert und behandelt. Der Schwindel wurde als Nebenwirkung der Impfung erkannt. In diesem Fall wird die mangelnde Aufmerksamkeit und das Fehlen einer umfassenden Diagnostik im Klinikum Ingolstadt kritisiert.

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