Das Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer bietet eine neurologische Abteilung, die sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Die Meinungen der Patienten über die Qualität der Versorgung in dieser Abteilung sind jedoch unterschiedlich. Dieser Artikel fasst die Erfahrungen von Patienten und Angehörigen zusammen, um ein umfassendes Bild der Stärken und Schwächen der Neurologie im Knappschaftskrankenhaus zu vermitteln.
Umfassende neurologische Versorgung
Die Klinik für Neurologie der Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum bietet eine umfassende Versorgung für Patientinnen und Patienten mit sämtlichen neurologischen Krankheitsbildern. Die Kombination der Schwerpunkte und die Einbeziehung der Nachbardisziplinen der Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum in Diagnose und Therapie (Klinik für Neurochirurgie, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin, Schwerpunkt Hämatologie-Onkologie der Medizinischen Klinik) gewährleisten eine optimale Betreuung. Die Ärztinnen und Ärzte sind klinisch und wissenschaftlich exzellent ausgewiesen, veröffentlichen regelmäßig in renommierten Fachzeitschriften und nehmen regelmäßig an nationalen und internationalen Fachkongressen teil, um Patientinnen und Patienten auf diese Weise eine qualitativ herausragende Therapie nach den höchsten Standards anbieten zu können.
Positive Aspekte
Freundliches und kompetentes Pflegepersonal
Viele Patienten loben das Pflegepersonal der neurologischen Stationen (insbesondere 13 und 18) für ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Kompetenz. Sie beschreiben die Schwestern und Pfleger als liebevoll, geduldig und stets bemüht, auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Einige Patienten heben hervor, dass sie sich in guten Händen gefühlt haben und dass das Personal auch bei hohem Arbeitsaufkommen freundlich und verständnisvoll geblieben ist.
- "Auf der Station arbeiten sehr kompetete , freundliche und hilfbereite Schwestern und Pfleger. Ich fühlte mich in guten Händen."
- "Ich war sehr erstaunt, wie geduldig liebevoll und auch lustig das Pflegepersonal war. Wie sie jede Frage geduldig beantwortet haben. Da war nicht einer dabei der irgendwie unfreundlich gewesen wäre."
- "Als erstes möchte ich gerne die überaus freundlichen und auch kompetenten Pflegeräfte auf beiden Stationen äußerst lobend erwähnen. Angefangen von der Reinigungskraft bis hin zu den Ärzten."
Kompetente Ärzte
Einige Patienten berichten von sehr kompetenten Ärzten, die sich Zeit für ihre Patienten nehmen und ihre Situation verständlich erklären. Sie fühlen sich gut informiert und in die Behandlungsentscheidungen einbezogen. Insbesondere Frau Dr. Bango und Dr. Beenen werden für ihre Fachkenntnisse und ihre zielführende Behandlung gelobt.
- "Die behandelten Ärzte waren sehr darauf bedacht, mir meine Situation so gut wie möglich zu erklären."
- "Die Ärzte und das gesamtes Team haben sich sehr professionel und intensiv meiner Probleme angenommen."
- "Die Ärzte sind sehr kompetent und nach langem Leidensweg haben die Fachleute vor Ort mir schnell und zielführen geholfen. Insbesondere sind hierbei Frau Kajahn und Dr. me. Beenen zu erwähnen."
Engagierter Sozialdienst
Der Sozialdienst des Knappschaftskrankenhauses wird von einigen Patienten für seine schnelle und unkomplizierte Hilfe gelobt. Insbesondere Frau Schlitter wird für ihre Unterstützung bei der Erledigung von Formalitäten und der Organisation der Weiterversorgung hervorgehoben.
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- "Der Sozialdienst ist unglaublich, schneller kann man nichts erledigen. Danke Frau Schlitter dafür."
Verbesserungen nach Beschwerden
Einige Patienten berichten, dass ihre Beschwerden ernst genommen wurden und dass das Krankenhauspersonal sich bemüht hat, die Situation zu verbessern. Sie loben insbesondere Herrn Erdal Öztürk vom Beschwerdemanagement und Herrn Schüssler, den Chefarzt der Notaufnahme, für ihre Menschlichkeit und ihr Engagement.
- "Jedoch wurde uns mit allem Mitteln geholfen und man hat uns ernst genommen. Hierbei möchte ich vom Ganzen Herzen an Herr Erdal Öztürk vom Beschwerdemangement und den Chefarzt von der Notaufnahme Herr Schüssler vom Ganzen Herzen bedanken."
Positive Erfahrungen auf der Stroke Unit
Mehrere Angehörige loben die Stroke Unit Überwachungsstation für die professionelle und menschliche Betreuung ihrer Familienmitglieder nach einem Schlaganfall. Sie heben die fantastische Arbeit des Chefarztes, der Oberärzte und der Pflegekräfte hervor.
- "Für mich, als Tochter der Patientin, war es wunderbar zu sehen und auch durch den Gesprächsaustausch mit meiner Mutter, wie gut sie sich aufgehoben fühlte und von allen so liebevoll, persönlich und zugewandt betreut wurde. Der Chefarzt, die Oberärzte und Pflegekräfte sowohl auf der Stroke Unit Überwachungsstation, als auch danach auf der Pflegestation machten eine fantastische Arbeit, sehr professionell und menschlich zugleich."
Engagierte Ausbildung
Medizinstudierende, die ihr Praktisches Jahr in der Neurologie des Knappschaftskrankenhauses absolvieren, berichten von einer sehr guten Betreuung und Einbindung in das Team. Sie loben die Möglichkeit, selbständig zu arbeiten und viel zu lernen, sowie die Unterstützung durch den Chefarzt und die Oberärzte.
- "In der Neurologie wurde man sehr gut betreut, ich hatte einen festen Stationsarzt der mir in der ersten Zeit den Ablauf erklärt hat und mit mir die Untersuchung von Patienten geübt hat, sodass ich nach einer Woche dann auch alleine Aufnahmen machen konnte und Patienten betreuen durfte."
Schnelle und präzise Diagnose
Einige Patienten berichten von einer sehr schnellen und präzisen Diagnose ihrer Erkrankung, was zu einer raschen Einleitung der erforderlichen Maßnahmen und einer erfolgreichen Genesung geführt hat.
- "Sehr schnelle und präzise Diagnose, sowie Einleitung aller erforderlichen Massnahmen zur Genesung!"
- "Trotz seltener Krankheit sehr schnelle und treffsichere Diagnose. Sofortige Medikation brachte schnelle Besserung und bewährte vor langwierigen Lähmungen."
Negative Aspekte
Mangelnde Kommunikation und Information
Ein häufiger Kritikpunkt ist die mangelnde Kommunikation zwischen Ärzten, Pflegepersonal und Patienten bzw. Angehörigen. Patienten berichten, dass sie nicht über geplante Untersuchungen informiert werden, dass sie lange auf Ergebnisse warten müssen und dass sie nur schwer Auskünfte erhalten. Angehörige fühlen sich oft nicht ausreichend in die Behandlung einbezogen und müssen aktiv nach Informationen fragen.
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- "Als Angehoeriger nicht informiert ueber die Untersuchungen, ich musste immer wieder anrufen und fragen und die Antwort war, wir rufen zurueck. Nach Tagen noch keinen Kontakt gehabt, rufen einfach nicht an."
- "Die Ärzte kommunizieren leider weder mit den Patienten noch mit der Pflege. Es waren Untersuchungen angesetzt, die dann nicht durchgeführt wurden. Natürlich ohne dass irgendjemand darüber Bescheid wusste."
- "Die Informationsweitergabe ließ mehr als zu Wünschen übrig."
Unfreundliches und unqualifiziertes Personal
Einige Patienten berichten von unfreundlichem und unverschämtem Personal, insbesondere in der Nachtschicht. Sie fühlen sich nicht ernst genommen und schlecht behandelt. Einige berichten von diskriminierenden Äußerungen und mangelnder Hilfsbereitschaft.
- "Bis auf die Auszubildende, die sehr zuvorkommend war, war das Betreuungsteam total unverschämt und unfreundlich."
- "Als ich nach einem Lappen zur Kühlung fragte, würde ich darauf hingewiesen, dass ich zwei Beine hätte und mir gefälligst selbst helfen solle."
- "Unfreundliche Schwestern denen fehlt ein Kompetenztraining.Keine Ahnung, darf ich nicht?Wozu hat man Vollmachten wenn man keine Auskunft über den Gesundheitszustand bekommt?"
Hygienemängel
Mehrere Patienten bemängeln die hygienischen Zustände auf den Stationen. Sie berichten von verschmutzten Toiletten und Badezimmern, mangelnder Reinigung und unzumutbaren Zuständen in den Patientenzimmern.
- "Unzumutbare Hygienezustände. Gemeinschaftstoiletten tagelang nicht geputzt. Badezimmer war verdreckt."
- "Haare und Duschteste vom Vorpatienten, Toilettenschüssel hatte außen Reste, vermutlich von Erbrochenem."
- "Hygienestandards und Qualitätsmanagement gleich Null. Die Zimmer Überwachungsstation total überfüllt Männlein und Weiblein auf einem Zimmer,warum heisst das Überwachungsstation wenn beim klingeln 10 Minuten vergehen bis einer kommt? Anderes Zimmer naja Schranktür hängt runter, Zimmereinrichtung naja,Fußboden dreckig da tummeln sich die Wollmäuse.Badezimmer dreckig, vergilbte dreckige Heizung, Toilette putzen wird überbewertet, Spülstein wird mit Toilettenpapier geputzt,Essen naja…"
Lange Wartezeiten und organisatorische Probleme
Einige Patienten klagen über lange Wartezeiten bei der Aufnahme, bei Untersuchungen und bei der Entlassung. Sie berichten von organisatorischen Problemen, wie z.B. verloren gegangenen Akten und fehlenden Informationen.
- "Nach einer sehr langen Wartezeit von ca."
- "Vorgeschickte Akten verlorengegangene."
- "Aus organisatorischer Sicht war dies überhaupt nicht zufriedenstellend."
Fehlende Empathie und Menschlichkeit
Einige Patienten und Angehörige bemängeln die fehlende Empathie und Menschlichkeit im Umgang mit den Patienten. Sie fühlen sich nicht ernst genommen und schlecht behandelt. Einige berichten von Fällen, in denen Patienten vernachlässigt wurden und ihre Bedürfnisse ignoriert wurden.
- "Die Umgehensweise der Ärzte der Neurologie empfand ich als nahezu unmenschlich!"
- "Es heisst die Würde des Menschen sei unantastbar!"
- "Ich bin entsetzt wie mit Menschen umgegangen wird, die völlig hilflos sind."
- "Leider hatte ich oft den Eindruck, dass auf der Station mehr verwaltet als gepflegt wurde. Empathie, Zeit und Zuwendung fehlten spürbar."
Mängel in der Pflege von Demenzpatienten
Einige Angehörige von Demenzpatienten berichten von erheblichen Mängeln in der Pflege. Sie klagen über mangelnde Bewegung, fehlende Hilfe beim Essen und Vernachlässigung der Körperpflege.
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- "Mein Großvater wurde erst am darauf folgenden Dienstag (Spätnachmittag) mit wundem Po und Fersen sowie mit 5 kg weniger Gewicht entlassen. Offensichtlich wurde mein Großvater nicht bewegt (obwohl er nach meiner Meinung zwischendurch durchaus hätte laufen können) und es wurde ihm auch nicht beim Essen geholfen. Ich bin entsetzt darüber, wie ein Patient nur so vernachlässigt werden kann! Man kann einen Menschen doch nicht verhungern lassen! Dem Krankenhaus war bekannt, dass mein Opa nicht alleine essen kann."
- "Ärzte geben sich gerade bei einem Demenzpatienten gar keine Mühe. Wenn Angehörige nicht permanent nachfragen, erfährt man gar nichts. Untersuchungen wollte man nicht vornehmen, die Beschwerden schob man kurzerhand auf den Demenzverlauf."
Negative Erfahrungen mit Lumbalpunktionen
Einige Patienten berichten von negativen Erfahrungen mit Lumbalpunktionen. Sie klagen über Schmerzen, Komplikationen und mangelnde Aufklärung. Einige berichten, dass die Punktion von unerfahrenen Ärzten durchgeführt wurde und dass sie sich nicht ausreichend betreut gefühlt haben.
- "Am zweiten Tag kam eine Assistents Ärztin die eine Lumbalpunktion durchführen sollte, beim 3ten Versuch konnte meine Tochter die Schmerzen nicht aushalten und es wurde abgebrochen."
- "Ein Arzt hat mehrfach bei einer Nervenwasserentnahme bei mir gepatzt und während des Eingriffes mit STERILEN Handschuhen einen Telefonanruf angenommen. Ein absolutes NO-GO!!"
- "Dabei traf die Nadel im Rücken,das kann passieren, auf einen Nerv/Nervenwurzel. Das tat mir weh und ich verzichtete auf diese Art der Untersuchung."
Veraltete Ausstattung
Einige Patienten bemängeln die veraltete Ausstattung der Zimmer und die fehlende Nachtbeleuchtung. Sie beschreiben die Zimmer als wenig komfortabel und nicht mehr zeitgemäß.
- "Das Khs. ist veraltet. WC und kleine Dusche für jeweils zwei Zimmer, auf dem Flur. Nassecke befindet sich auf dem Zimmer."
- "Neurologische Station in die Jahre gekommen."
Unterschiede in der Behandlung von Kassen- und Privatpatienten
Einige Patienten haben den Eindruck, dass es Unterschiede in der Behandlung von Kassen- und Privatpatienten gibt. Sie berichten, dass Privatpatienten bevorzugt behandelt werden und dass sie eine bessere Versorgung erhalten.
- "Es wird von den Ärzten (außer Chefarzt, aber besonders die eine OÄ) ein deutlicher Unterschied zwischen gesetzlich versicherten und Privatpatienten gemacht."
- "Der Unterschied in der Behandlung von Privat und Kasse ist eklatant!"
- "Die Qualität beim Essen sah bei Privatpatienten ganz anders aus!"
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