Einleitung
Die deutsche Politik ist reich an Persönlichkeiten, die trotz persönlicher Herausforderungen ihren Weg gehen und einen bedeutenden Beitrag zur Gesellschaft leisten. Eine dieser bemerkenswerten Figuren ist Annegret Kramp-Karrenbauer, eine prominente CDU-Politikerin. Obwohl der Fokus dieses Artikels auf dem Thema Multiple Sklerose (MS) liegen soll, ist es wichtig zu betonen, dass es im vorliegenden Text keine Informationen über eine solche Erkrankung bei Annegret Kramp-Karrenbauer gibt. Stattdessen werden wir uns auf Beispiele anderer Politikerinnen wie Malu Dreyer konzentrieren, die offen mit ihrer MS-Erkrankung umgeht, um Einblicke in die Herausforderungen und den Umgang mit dieser Krankheit im politischen Leben zu geben.
Malu Dreyer: Eine Politikerin im Umgang mit Multipler Sklerose
Malu Dreyer, die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, ist ein inspirierendes Beispiel für eine Politikerin, die offen mit ihrer Multiplen Sklerose umgeht. Ihre Geschichte zeigt, wie Menschen mit MS trotz der Herausforderungen, die die Krankheit mit sich bringt, erfolgreich in hohen politischen Ämtern agieren können.
Die Diagnose und der Umgang damit
Im Oktober 2006 ging Malu Dreyer mit einem lange gehüteten Geheimnis an die Öffentlichkeit: Sie hat Multiple Sklerose. Die Nervenerkrankung war bei ihr vor 17 Jahren diagnostiziert worden. Zuerst dachte sie, die Schmerzen im Rücken kämen von einem Bandscheibenvorfall. Die Diagnose sei ein Schock gewesen, sagt sie. Die Krankheit verläuft bei ihr schleichend, ist seit Jahren stabil. Lange hatte man gar nichts gemerkt. Doch dann bekam sie zunehmend Probleme beim Gehen, im Mainzer Landtag wurde schon getuschelt. Malu Dreyer zog die Reißleine und lud zur Pressekonferenz.
Dreyer hat die Krankheit in ihr Leben integriert und geht offen damit um. Jeden Morgen um sieben Uhr geht sie mit eiserner Disziplin zur Physiotherapie, seit Jahren. Für kurze Strecken stützt sie sich bei Mitarbeitern auf. Für längere Wege nimmt sie den Rollstuhl. Nichts Besonderes. Wolfgang Schäuble, den sie ein Vorbild nennt, sitze ja auch im Rollstuhl. Dem stelle keiner die Frage, ob er leistungsfähig sei, sagt sie. „Behinderte Menschen gehören in die Mitte der Gesellschaft - nicht an deren Rand.“ Wie das praktisch geht, erlebt sie täglich daheim: Mit ihrem Ehemann, dem Trierer SPD-OB Klaus Jensen, und dessen drei Kindern aus erster Ehe wohnt sie in einem alternativen Wohnprojekt für Behinderte und Nicht-Behinderte, in Schammatdorf in Trier.
Dreyers politische Karriere trotz MS
Wer Malu Dreyer unterschätzt, macht einen Fehler. Seit mehr als zehn Jahren ist sie Gesundheitsministerin, ist damit die dienstälteste Landesministerin in diesem Ressort. Sie hat die Gesundheitsreform der Großen Koalition mitverhandelt, gilt als tough und durchsetzungsstark. Auf ihre Krankheit will sie nicht reduziert werden, aber sie geht offen mit ihr um.
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Auch für Kurt Beck war Dreyer stets die Wunschkandidatin für die Nachfolge. MS hin oder her. Mit ihrer Erkrankung geht sie offen um. „Ich lasse mich nicht behindern“, sagt die studierte Juristin. „Ich fühle mich kraftvoll und gesund.“
Dreyer integriert ihre Krankheit in ihr Arbeitsleben und sendet den Bürgerinnen und Bürgern damit das wichtige Signal der Normalität. „Die Öffentlichkeit muss ertragen, dass Politiker nicht immer perfekt sind. Öffentlichkeit kann aber erwarten, dass sie ihren Job gut machen“, hat sie einmal gesagt.
Dreyer als Vorbild
Dreyer ist ein Vorbild für viele Menschen mit Behinderungen. Sie zeigt, dass man trotz einer schweren Krankheit erfolgreich sein und einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann. Sie selbst sagt: „Behinderte Menschen gehören in die Mitte der Gesellschaft - nicht an deren Rand.“
Mit ihr wird Deutschland wieder ein Stück weiblicherWenn die einstige Staatsanwältin heute den Landesthron in Mainz erklimmt, wird die Bundesrepublik noch ein Stück weiblicher: Sie wird dann die insgesamt vierte Regierungschefin (neben Annegret Kramp-Karrenbauer im Saarland, Hannelore Kraft in NRW und Christine Lieberknecht in Thüringen). Die Kanzlerin natürlich noch nicht mitgerechnet. In der rheinland-pfälzischen Regierung sind die Männer auch in der Unterzahl: Malu Dreyer führt ein Kabinett aus fünf Frauen und vier Männern. Sie selbst kam über den Feminismus zur Politik.
Ihre Gegenspielerin in Rheinland-Pfalz ist ebenfalls eine Frau: Die Oppositionschefin und CDU-Vize Julia Klöckner, 39. Für sie ist die Wahl von Malu Dreyer ein strategischer Albtraum. Denn: Gegen den bräsig-bärtigen Kurt Beck konnte die forsche, blonde Julia Klöckner punkten. Jung gegen Alt, Frau gegen Mann, frischer Wind gegen abgestandenen Mief. Doch mit Malu Dreyer wird sich Klöckner schwer tun. Dreyer ist bei den Rheinland-Pfälzern extrem beliebt, sie erfüllt die Rolle der Landesmutter schon jetzt perfekt. Und mit Beck-Altlasten wie dem maroden Nürburgring hatte sie auch nichts zu tun. „Ich werde einen undramatischeren und kommunikativeren Regierungsstil pflegen“, kündigt Dreyer an. Kurt Beck ist glücklich mit seiner Nachfolgerin: „Die Zukunft des Landes ist bei ihr in guten Händen“, sagte er gestern.
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Multiple Sklerose: Eine kurze Übersicht
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der die Schutzschicht um die Nervenfasern (Myelin) angegriffen wird. Dies kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, darunter Muskelschwäche, Lähmungen, Seh- und Sprechstörungen. Der Verlauf der Krankheit ist von Person zu Person unterschiedlich.
Die Bedeutung von Inklusion und Normalität
Malu Dreyer hat einmal gesagt: „Die Öffentlichkeit muss ertragen, dass Politiker nicht immer perfekt sind. Öffentlichkeit kann aber erwarten, dass sie ihren Job gut machen.“ Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung von Inklusion und Normalität im Umgang mit Menschen mit Behinderungen. Es ist wichtig, dass Menschen mit MS und anderen chronischen Erkrankungen die gleichen Chancen haben wie alle anderen, sich in der Gesellschaft zu engagieren und ihren Beitrag zu leisten.
Weitere Beispiele für Politiker mit gesundheitlichen Herausforderungen
Neben Malu Dreyer gibt es auch andere Politiker, die offen mit ihren gesundheitlichen Herausforderungen umgehen. Ein Beispiel ist Wolfgang Schäuble, der seit einem Attentat im Rollstuhl sitzt, aber dennoch eine erfolgreiche politische Karriere verfolgt hat. Diese Beispiele zeigen, dass körperliche Einschränkungen kein Hindernis für eine erfolgreiche politische Laufbahn sein müssen.
Die Rolle der Medien
Die Medien spielen eine wichtige Rolle bei der Darstellung von Politikern mit gesundheitlichen Herausforderungen. Es ist wichtig, dass die Medien sensibel und respektvoll mit diesem Thema umgehen und nicht zu einer Stigmatisierung beitragen. Stattdessen sollten sie die Leistungen und den Beitrag dieser Politiker zur Gesellschaft hervorheben.
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