Einführung
Das Caritas-Krankenhaus Lebach, gegründet im Jahr 1976, hat sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der regionalen Gesundheitsversorgung entwickelt. Besonders hervorzuheben ist dabei die neurologische Abteilung, die in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung erfahren hat und einen wichtigen Beitrag zur umfassenden Versorgung der Bevölkerung leistet.
Historische Entwicklung des Caritas-Krankenhauses Lebach
Die Idee zur Errichtung eines Krankenhauses in Lebach entstand bereits im Jahr 1952. Nach der Beschlussfassung durch den Kreistag des Landkreises Saarlouis im Jahr 1965 dauerte es noch bis 1976, bis das Krankenhaus seine Pforten für Patient*innen öffnen konnte. Das vom Landkreis Saarlouis erbaute und schlüsselfertig an den Caritasverband für die Diözese Trier e.V. übergebene Krankenhaus nahm am 8. November 1976 seinen Betrieb auf.
Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, wurde im Jahr 1996 ein Neubau für den chirurgischen Funktionsbereich mit finanzieller Unterstützung des Landes errichtet. Dies ermöglichte die Nutzung weiterer Untersuchungs- und Behandlungsräume sowohl für stationäre als auch ambulante Patient*innen. Im Oktober 2007 begannen die Bauarbeiten zur Schaffung einer modernen OP-Abteilung mit 3 OP-Sälen, die 2009 in Betrieb genommen werden konnten.
Heute ist das Caritas-Krankenhaus Lebach aus der Region nicht mehr wegzudenken. Dies liegt nicht nur daran, dass die Bevölkerung aufgrund des demografischen Wandels zunehmend auf eine wohnortnahe Versorgung angewiesen ist, sondern auch daran, dass das Krankenhaus einer der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt Lebach ist.
Die Geriatrie am Caritas-Krankenhaus Lebach
Die Geriatrie am Caritas-Krankenhaus Lebach hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. Das engagierte Team der drei Chefärzte - Prof. Dr. med. Klaus Faßbender, Dr. med. Robert Holz und Dr. med. Ratermann - leistet einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung älterer Patient*innen.
Lesen Sie auch: Umfassende neurologische Betreuung in Bitterfeld-Wolfen
Prof. Dr. Faßbender verfügt mit seinem neurogeriatrischen und gerontopsychiatrischen Schwerpunkt über umfassende Expertise in der Behandlung von neurologischen Erkrankungen wie Demenz, Schlaganfällen und Parkinson. Im Januar 2024 hat Dr. Holz seine Tätigkeit am Caritas-Krankenhaus aufgenommen. Mit seinem internistischen Schwerpunkt leistet er einen wichtigen Beitrag zur weiteren Optimierung der Versorgung insbesondere geriatrischer Patienten mit chronischer und akuter internistischer Erkrankungen.
Das Ziel einer geriatrischen Akutstation ist, die medizinischen Probleme von altersabhängigen Erkrankungen günstig zu beeinflussen und die Selbstständigkeit im Alltag bestmöglich wiederherzustellen. Dies kann auch bedeuten, mit gewissen Einschränkungen leben zu lernen. Ein fachübergreifendes Team aus Ärzten und Ärztinnen, Pflegekräften, Neuropsychologinnen, Physio-/Ergotherapeutinnen, Logopädinnen und Sozialarbeiterinnen behandelt die Patient*innen mit großem Engagement und unterstützt sie darin, möglichst wieder mobil und selbstständiger zu werden. Nach einer umfangreichen geriatrischen Aufnahmeuntersuchung wird gemeinsam mit den Betroffenen und den Angehörigen eine Zielsetzung definiert, die durch eine ganzheitliche Behandlung erreicht werden soll.
Das geriatrische Spektrum und die sektorenübergreifende Zusammenarbeit
Die hervorragende medizinische Vernetzung innerhalb der cusanus trägergesellschaft trier mbH (ctt) ermöglicht eine einzigartige sektorenübergreifende Zusammenarbeit aus einer Hand, von der die Patient*innen profitieren. Das geriatrische Spektrum umfasst die Akut- und frührehabilitative Versorgung in Lebach, die geriatrische Rehabilitation im Haus St. Hedwig der Hochwald-Kliniken Weiskirchen sowie die sechs Alten- und Pflegeheime der Trägergesellschaft im Saarland.
„Die Anschlussheilbehandlung spielt dabei eine entscheidende Rolle in der geriatrischen Versorgung. Sie hilft unseren Patientinnen und Patienten, ihre Mobilität und Lebensqualität nachhaltig zu verbessern“, erklärt Dr. Ratermann. „Dabei profitieren die Betroffenen von einem maßgeschneiderten Behandlungskonzept, das medizinische Betreuung, therapeutische Maßnahmen und psychosoziale Unterstützung nahtlos miteinander verbindet“, so Dr.
Ein essentieller Bestandteil der akutgeriatrischen Versorgung und Rehabilitation bildet auch die plastisch-chirurgische Dekubitusbehandlung der Patient*innen.
Lesen Sie auch: Neurologische Versorgung im Hedwig Krankenhaus
Innovative Versorgungskonzepte: DIKOM
„Besonders hervorzuheben ist das bundesweit einmalige Modellprojekt DIKOM. DIKOM steht für Diagnostik und Konsil im Pflegeheim mittels mobiler Geriatrie Unit. Durch eine mobile Diagnostikeinheit wird den Bewohnerinnen und Bewohnern eine neue, innovative Versorgung angeboten, die den Weg in eine Klinik überflüssig macht“, erläutert Prof. Faßbender.
Alterstraumatologie
Die umfassende ganzheitliche Behandlung schließt auch die Alterstraumatologie ein. In einem fachabteilungsübergreifenden Gesamtkonzept werden bereits heute Patienten in einem umfangreichen unfallchirurgisch-geriatrischen Gesamtkonzept versorgt.
Die Rolle der Pflegekräfte
Die engagierten Pflegekräfte sind die zentralen Ansprechpersonen für die Patient*innen und deren Angehörigen und arbeiten eng und freundschaftlich mit den anderen Berufsgruppen in einem multiprofessionellen Team zusammen.
Weiterbildungsmöglichkeiten
Das Caritas-Krankenhaus Lebach bietet verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Anästhesie, Intensivmedizin und Chirurgie an.
- Anästhesie und Intensivmedizin: Chefarzt Dr. med. Holger Schug bietet 24 Monate Anästhesie und 12 Monate Intensivmedizin an.
- Chirurgie: Chefarzt Dr. med. Heiko Bernhardt bietet 48 Monate Visceralchirurgie (48 Monate nach WBO 2005), 24 Monate Allgemeinchirurgie (48 Monate nach WBO 2005) und Spezielle Visceralchirurgie (12 Monate nach WBO 2005) an. Die WBO 2021 legt für diese Zusatz-Weiterbildungs-Befugnis keine Mindestweiterbildungszeiten, sondern nur noch Mindestweiterbildungsinhalte fest, welche im Rahmen der Weiterbildung erworben werden müssen. Die Befugnis wird zur Vermittlung dieser Inhalte erteilt, wobei die Mindestweiterbildungszeit 3 Monate beträgt.
Lesen Sie auch: Schmerztherapie in der Neurochirurgie Meppen
tags: #krankenhaus #lebach #neurologie