Das Christliche Krankenhaus Quakenbrück (CKQ) bietet ein breites Spektrum an neurochirurgischen Leistungen an. In Kooperation mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Hasetal Löningen und der Neurologischen Abteilung des Krankenhauses wird eine umfassende Versorgung von Patienten mit Erkrankungen des Nervensystems gewährleistet.
Das Team der Neurochirurgie
Das Team der Neurochirurgie im CKQ besteht aus erfahrenen Fachärzten, die sich auf verschiedene Bereiche der Neurochirurgie spezialisiert haben:
- Dr. med. Christian Heinen: Facharzt für Neurochirurgie, Sektionssprecher der „Peripheral Nerve Section“ der European Association of Neurosurgical Societies EANS, stellvertretender Sprecher der Sektion „Periphere Nerven“ der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie DGNC, Vorstandsmitglied der interdisziplinären Studiengruppe „Periphere Nerven“ NervClub sowie ehemaliger Continental Vice-Chairperson Europe "Peripheral Nerve Surgery Committee" World Federation of Neurosurgical Societies WFNS. Sein Schwerpunkt liegt neben der kranialen Neurochirurgie insbesondere in der peripheren Nervenchirurgie.
- Thomas Schmidt: Facharzt für Neurochirurgie, spezialisiert auf die kraniale Neurochirurgie mit den Schwerpunkten Tumorchirurgie, neurovaskuläre Erkrankungen und Schädelbasischirurgie. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der neurochirurgischen Intensivmedizin, der Neuronavigation, sowie der intraoperativen Bildgebung und des Neuromonitoring.
- Dr. Thomas Lübbers: Facharzt für Neurochirurgie im MVZ Hasetal Löningen.
- Eduardas Desiukevicius: Facharzt für Neurochirurgie und Oberarzt im CKQ.
Leistungsspektrum der Neurochirurgie
Der Fachbereich Neuro-, Wirbelsäulen- und Nervenchirurgie im CKQ deckt das gesamte Leistungsportfolio der Neurochirurgie ab. Dazu gehören:
Kopf
- Tumorchirurgie: Entfernung von Tumoren der hinteren, mittleren oder vorderen Schädelgrube.
- Behandlung von Hirnblutungen und Hirninfarkten.
- Behandlung von Angiomen und Aneurysmen.
- Behandlung von Schädel-Hirn-Traumen mit Verletzungen von Knochen und/oder Gehirn.
Wirbelsäule
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Neurochirurgie im CKQ liegt auf der Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule. Hierzu zählen:
- Degenerative Erkrankungen: Behandlung von Bandscheibenvorfällen, Wirbelkanaleinengungen (Spinalstenose) und Instabilitäten der Wirbelsäule.
- Tumoren der Wirbelsäule und des Rückenmarks.
- Verletzungen der Wirbelsäule: Umfassende Versorgung von Verletzungen der Wirbelsäule, von konservativen Behandlungspfaden bis hin zu komplexen rekonstruktiven Eingriffen.
- Entzündliche Erkrankungen: Chirurgische Behandlung von Entzündungen an der Wirbelsäule, einschließlich der primär chronischen Polyarthritis (Rheuma).
- Anlagebedingte Erkrankungen: Behandlung von angeborenen Wirbelgleiten und Beratung bei komplexen Fehlbildungen.
- Spezielle Therapieformen bei Arnold Chiari Malformation, Rückenmarksmißbildungen und Syringomyelie.
- Entlastung der Nervenwurzel oder des Rückenmarks mit zusätzlicher Versteifung bei Wirbelgleiten oder Fehlbildungen im Bereich der HWS / BWS oder LWS.
- Einfache Entlastung der Nervenwurzel oder des Rückenmarks bei Bandscheibenvorfällen oder Einengungen (Spinalkanalstenose) der HWS / BWS oder LWS.
- Komplexe Entlastung der Nervenwurzel oder des Rückenmarks mit zusätzlicher Versteifung bei Wirbelgleiten oder Fehlbildungen im Bereich der HWS / BWS oder LWS.
- Bewegungserhaltende Eingriffe: Einsatz von Bandscheibenprothesen und dynamischen Instrumentierungen.
- Versorgung von Wirbelsäulenverletzungen: Offene Rekonstruktionen bis hin zu Kypho-/Vertebroplastie.
Operative Verfahren an der Wirbelsäule:
- Spinale Endoskopie: Minimalinvasive Operationsmethode, bei der das Endoskop über einen einzigen Stich durch die Haut an die Wirbelsäule herangeführt wird. In erster Linie werden dabei Bandscheibenvorfälle an der Lendenwirbelsäule operativ angegangen.
- Mikrochirurgie: Routineeingriff unter Verwendung eines Operationsmikroskops. Die Mikrochirurgie gilt als Goldstandard in der Behandlung von Bandscheibenvorfällen an der gesamten Wirbelsäule oder auch bei der Beseitigung von Einengungen des Rückenmarkkanales.
- Rheumachirurgie: Speziell entwickelte OP-Technik zur Behandlung von entzündlichen Veränderungen an den ersten beiden Halswirbeln bei bestimmten Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis.
- Deformitätenchirurgie: Behandlung von angeborenen Gleitzuständen an der Lendenwirbelsäule.
Periphere Nervenchirurgie
Ein weiterer Schwerpunkt der Neurochirurgie im CKQ ist die Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen der peripheren Nerven. Hierzu zählen:
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- Sämtliche Engpasssyndrome peripherer Nerven: Karpaltunnelsyndrom, Kubitaltunnelsyndrom (Ulnarisrinnensyndrom), Thoracic outlet Syndrom (TOS), Meralgia paraesthetica, Tarsaltunnelsyndrom, Pronator-Syndrom, Interosseus-Anterior-Syndrom, Piriformis-Syndrom (Pelvic Outlet Syndrome), Pudendusneuralgie, Morton-Metatarsalgie, Peronaeuskompressionssyndrom.
- Nerventumoren in allen Lokalisationen inklusive Plexus brachialis und Plexus lumbosacralis: Schwanome, Neurofibrome, Maligne Nervenscheidentumoren MPNST, Perineuriome, Intraneurale Ganglienzysten, Choristome, Lipome, Metastasen mit Beteiligung der Nerven inkl. Plexus brachialis und Plexus lumbosacralis.
- Nervenrekonstruktionen und Funktionswiederherstellung bei Nervenverletzung nach Unfällen/ Vor-operationen/ etc. aller Nerven inklusive Plexus brachialis und Plexus lumbosacralis unter Verwendung sämtlicher mikrochirurgischer Techniken: Nervennaht, Nerventransplantation, Nerventransfers, Muskel-Sehnen-Transfers.
Spezielle Therapieformen
- Verfahren der Neurostimulation: SCS - spinal cord stimulation, DRG - dorsal root stimulation, PNS - peripheral nerve stimulation.Anwendung der Neuromodulation erfolgt in einem interdisziplinären Ansatz bei chronischen Schmerzen in Bein, Arm oder Rücken, speziellen Formen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), speziellen Formen der Koronare Herzerkrankung / Angina pectoris Beschwerden, sympathisch vermittelte Schmerzsyndrome (CRPS, M. Sudeck), therapieresistenter Polyneuropathie (z.B. diabetisch), Phantomschmerzen (z.B. nach Knie-OP).
- Medikamentenpumpe
- Thermokoagulation
Neuro- und Frührehabilitation
Das CKQ betreibt eine neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation der Phase B. Diese spezielle multidisziplinäre Intensivtherapie wird für schwer betroffene Patienten mit Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems angeboten. Die Behandlung in der Frührehabilitation erfolgt direkt im Anschluss an die Akutbehandlung, zum Beispiel nach einem Schlaganfall.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Die Neurochirurgie im CKQ arbeitet eng mit anderen Fachbereichen des Krankenhauses zusammen, insbesondere mit der Neurologie, der Unfallchirurgie/Orthopädie und der Anästhesiologie mit Schmerztherapie. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht eine optimale Versorgung der Patienten. Ein Beispiel hierfür ist die erfolgreiche interdisziplinäre Operation eines Patienten mit Armplexusläsion, bei der Unfallchirurgen/Orthopäden und Nervenchirurgen gemeinsam operierten.
Zertifiziertes Wirbelsäulenspezialzentrum
Das CKQ ist ein zertifiziertes Wirbelsäulenspezialzentrum der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG). Dies unterstreicht die hohe Qualität der Wirbelsäulenchirurgie im CKQ.
Videosprechstunde
Das CKQ bietet auch die Möglichkeit zur Videosprechstunde an.
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