Das Gehalt von neurologischen Pflegefachkräften: Ein umfassender Überblick

Die Arbeit von Pflegefachkräften in der Neurologie, insbesondere auf Stroke Units, ist anspruchsvoll und verantwortungsvoll. Sie erfordert spezifisches Fachwissen und Engagement. Ein wichtiger Aspekt bei der Berufswahl ist natürlich auch das Gehalt. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Überblick über das Gehalt von Pflegefachkräften in der Neurologie, wobei insbesondere die Stroke Unit berücksichtigt wird.

Gehaltsübersicht für Pflegefachkräfte in der Neurologie

Das Gehalt einer Krankenschwester bzw. eines Krankenpflegers beträgt durchschnittlich 4.056 € brutto pro Monat, was einem jährlichen Bruttogehalt von 48.672 € entspricht. Das Einstiegsgehalt liegt bei 3.415 € brutto pro Monat. Dabei gibt es jedoch verschiedene Faktoren, die das Gehalt beeinflussen können.

Gehalt auf der Stroke Unit

Einstiegsgehalt und Durchschnittsgehalt

Das Einstiegsgehalt im Bereich Stroke Unit liegt durchschnittlich bei 49.725 € brutto im Jahr, was einem monatlichen Bruttogehalt von 4.144 € entspricht. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Gehalt. Pflegefachkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung im Bereich Stroke Unit können mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 50.112 € brutto rechnen.

Teilzeitgehalt

Auch Teilzeitbeschäftigte im Bereich Stroke Unit profitieren von attraktiven Verdienstmöglichkeiten. Bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 20 Stunden liegt das durchschnittliche Monatsgehalt bei 2.077 €, bei 30 Wochenstunden bei 3.116 €.

Faktoren, die das Gehalt beeinflussen

Studium vs. Ausbildung

Ob eine Pflegefachkraft ein Studium oder eine Ausbildung absolviert hat, hat einen erheblichen Einfluss auf das Gehalt. Mit einem akademischen Abschluss ist das Einstiegsgehalt in der Regel höher als bei einer Berufsausbildung. Das durchschnittliche Gehalt von Personen mit einem akademischen Abschluss im Bereich Stroke Unit liegt bei 47.904 €. Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Bereich Stroke Unit beträgt das durchschnittliche Jahresgehalt 124.000 €.

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Auch die Art des Abschlusses kann das Gehalt beeinflussen. Masterabsolventen verdienen in der Regel mehr als Bachelorabsolventen und haben bessere Chancen, schneller in eine Position mit Personalverantwortung zu gelangen.

Berufserfahrung

Einer der wichtigsten Faktoren für das Gehalt ist die Berufserfahrung. Mit jedem Jahr im Beruf sammeln Pflegefachkräfte wichtiges Wissen und Erfahrungswerte, die sich positiv auf das Gehalt auswirken. Mit wachsender Berufserfahrung steigt auch die Möglichkeit, in Positionen mit Personalverantwortung zu kommen, was sich ebenfalls positiv auf das Gehalt auswirkt.

Unternehmensgröße

Das Gehalt steigt in der Regel, je größer das Unternehmen ist, in dem die Pflegefachkraft tätig ist. In großen Unternehmen und Konzernen ist das Gehalt oft höher als in Start-ups und kleinen Unternehmen. In kleineren Unternehmen haben Pflegefachkräfte jedoch oft die Chance, auf der Karriereleiter schneller nach oben zu kommen.

Standort

Auch der Standort, an dem die Pflegefachkraft arbeitet, hat einen Einfluss auf das Gehalt. Generell ist das Gehalt in Großstädten meist höher als in kleineren Städten. Aktuell verdient man im Bereich Stroke Unit in München mit einem Durchschnittsgehalt von 47.904 € pro Jahr am besten. Zudem gibt es Gehaltsunterschiede zwischen den Bundesländern. So verdienen Krankenschwestern im Westen Deutschlands tendenziell besser als im Osten. In Nordrhein-Westfalen verdienen Krankenschwestern im Mittel 4.069 Euro im Monat, in Bremen 4.139 Euro und in Bayern sind es 4.102 Euro.

Tarifbindung

Auch die Art der Einrichtung, in der die Pflegefachkraft arbeitet, hat einen Einfluss auf das Gehalt. Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes Bereich Pflege und Gesundheit (TVöD-P) ist der Maßstab für öffentliche Einrichtungen. Krankenschwestern werden der Gehaltsgruppe P7 zugeordnet. Abhängig von der Berufserfahrung erfolgt zudem die Einordnung in Stufen. Zum Berufseinstieg entspricht die Bezahlung der Stufe 2. Das Monatsgehalt beträgt demnach 3.414,69 € Euro brutto. Auch bei der Diakonie erfolgt eine Einstufung in die Entgeltgruppe EG7. Bei der Diakonie ist das Einstiegsgehalt mit 4.118,87 € etwas höher als beim TvöD-P. Private Einrichtungen wie Privatkliniken oder private Pflegeheime sind nicht tarifgebunden, das heißt also, dass der Anspruch auf eine Vergütung nach TVöD-P entsprechend entfällt. Aufgrund des höheren Wettbewerbsdrucks und dem wirtschaftlichen Hintergrund Gewinne erzielen zu müssen, sind die Gehälter in privaten Einrichtungen häufig geringer als in öffentlichen oder kirchlichen Einrichtungen. Je nach Bundesland schwankt dies zwischen 3.845 Euro und 4.276 Euro.

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Möglichkeiten zur Gehaltssteigerung

Fort- und Weiterbildungen

Regelmäßige Fortbildungen sind in einem sich ständig wandelnden Beruf unerlässlich. Weiterbildungen spielen im Bereich der Krankenpflege eine große Rolle, da sie nicht nur ein höheres Gehalt ermöglichen, sondern auch vielfältige anspruchsvolle Aufgaben und somit möglicherweise mehr Motivation im Berufsalltag bieten.

Spezialisierung

Gibt es einen Bereich, der besonders interessant war oder der einem besonders gut liegt, bietet es sich an, in diesem Bereich eine Weiterbildung zu machen und sich zu spezialisieren. In bestimmten Bereichen können Krankenschwestern ohne die spezifische Weiterbildung gar nicht eingesetzt werden.

Leitende Position

Sind Organisation und Teamleitung interessant, wäre eine Weiterbildung zu einer leitenden Position möglich. Nach einer Weiterbildung zur Stationsleitung verdient man laut dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit beispielsweise im Mittel ein monatliches Bruttogehalt von 5.192 Euro. Dieser Wert ist allerdings nur als Richtwert zu sehen, denn wie beim Gehalt der Krankenschwester werden auch Stationsleitungen von öffentlichen Einrichtungen nach dem TVöD bezahlt. Kirchliche Einrichtungen orientieren sich wiederum häufig daran und private Einrichtungen legen das Gehalt individuell fest. Auch zwischen den Bundesländern gibt es Unterschiede. So verdient eine Stationsleitung in Sachsen beispielsweise 4.599 Euro im Monat, in Baden-Württemberg bringt sie es dagegen auf bis zu 5.514 Euro monatlich, in Nordrhein-Westfahlen sind bis zu 5.264 Euro möglich.

Studium

Ist das Abitur vorhanden, besteht auch die Möglichkeit des Studiums. Hat man aber bereits ein paar Jahre Erfahrung im Beruf gesammelt und somit die nötige Qualifikation erreicht, ist oftmals kein Abitur von Nöten. Dies hängt von den Hochschulen ab. Ein Studium befördert das Gehalt in das obere Spektrum und kann teilweise berufsbegleitend durchgeführt werden. Manche Hochschulen bieten duale Studiengänge an, welche den Vorteil haben, dass man das Gelernte direkt in der Praxis umsetzen kann, weiterhin Berufserfahrung sammelt und die Arbeitszeit bezahlt wird. Mit einem abgeschlossenen Studium um Fach Gesundheitsmanagement verdient man im Mittel laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit beispielsweise etwa 5.003 Euro Brutto im Monat, als Pflegepädagoge oder Pflegepädagogin sind es etwa 5.466 Euro pro Monat.

Gehaltsvergleich: Stroke Nurse

Für den Beruf der Stroke Nurse gibt es ebenfalls interessante Gehaltsaussichten. In diesem Job kann man mit einem Jahresgehalt von mindestens 34.400 € und damit einem Monatsgehalt von ca. 2.866 € rechnen. Im Schnitt verdient man allerdings 41.400 € im Jahr und damit 3.450 € im Monat bzw. 14 € pro Stunde. Wer überdurchschnittlich verdient, kann mit einem Gehalt von um die 50.300 € pro Jahr und bei 4.191 € im Monat rechnen.

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Zusätzliche Informationen und Benefits

Neben dem Gehalt gibt es weitere Aspekte, die bei der Wahl des Arbeitsplatzes eine Rolle spielen können. Viele Einrichtungen bieten zusätzliche Benefits wie betriebliche Altersvorsorge, Fortbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten oder Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Auch der Tarifvertrag Entlastung kann durch finanziellen Ausgleich oder zusätzliche freie Tage bei Belastungsspitzen sowie bessere Personalschlüssel für deutlich angenehmere Arbeitsbedingungen in der Pflege sorgen. In einigen Einrichtungen gibt es Mitarbeitendenpools, in denen man seine Arbeitszeiten nach seinen Wünschen gestalten kann. Mit myShift können unbesetzte Dienste übernommen werden, wobei die Extrastunden wie reguläre Stunden vergütet werden plus 30 % Zuschlag.

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