Kräuter gegen Nerven- und Gelenkschmerzen: Ein umfassender Leitfaden

Viele Menschen leiden unter Nerven- und Gelenkschmerzen, die ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können. Glücklicherweise bietet die Natur eine Vielzahl von Kräutern und Heilpflanzen, die bei der Linderung dieser Beschwerden helfen können. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Kräuter und ihre Anwendungsmöglichkeiten bei Nerven- und Gelenkschmerzen, wobei sowohl traditionelle als auch moderne Erkenntnisse berücksichtigt werden.

Einführung in die pflanzliche Schmerzlinderung

Die Natur hält für jede Erkrankung ein Kraut bereit. So auch bei Entzündungen. Dabei gibt es eine Vielzahl an entzündungshemmenden Pflanzen, die die Beschwerden deutlich lindern können. Allerdings muss auch gesagt werden, dass Sie die Heilpflanzen über einen längeren Zeitraum anwenden müssen, damit die Entzündungen und die damit einhergehenden Schmerzen auch wirklich gelindert werden können. Gleichzeitig kann mit den entzündungshemmenden Kräutern auch der Heilungsprozess beschleunigt werden und einige der Heilpflanzen sind sogar ideal, um Entzündungen vorzubeugen.

Traditionelle pflanzliche Arzneimittel von Klosterfrau

Klosterfrau bietet eine Reihe von traditionellen pflanzlichen Arzneimitteln an, die bei verschiedenen Beschwerden im Zusammenhang mit Nerven- und Gelenkschmerzen eingesetzt werden können.

  • Klosterfrau Melissengeist: Dieses traditionelle pflanzliche Arzneimittel wird innerlich zur Besserung des Allgemeinbefindens bei Belastung von Nerven und Herz-Kreislauf mit innerer Unruhe und Nervosität, zur Förderung der Schlafbereitschaft, bei Wetterfühligkeit, zur Besserung des Befindens bei Unwohlsein, zur Förderung der Funktion von Magen und Darm, insbesondere bei Neigung zu Völlegefühl und Blähungen, zur Besserung des Befindens bei unkomplizierten Erkältungen und zur Stärkung angewendet. Äußerlich kann es zur Unterstützung der Hautdurchblutung z. B. bei Muskelkater und Muskelverspannungen eingesetzt werden. Es enthält 3,1 g Alkohol (Ethanol) pro 5 ml Flüssigkeit entsprechend 79 % (v/v) und Zimt (Zimtaldehyd).
  • Klosterfrau Schmerzfluid: Traditionell zur Förderung der Hautdurchblutung, z. B. zur unterstützenden Behandlung von Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen. Es enthält 49% (w/v) Ethanol, Levomenthol und racemischen Campher.
  • Klosterfrau Erkältungs-Balsam: Zur äußeren Anwendung bei Erkältungskrankheiten der Luftwege wie Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Verschleimung und Bronchialkatarrh.
  • Klosterfrau Hustensaft: Mit Spitzwegerichkraut-Fluidextrakt zur Linderung von Hustenreiz bei Erkältungskrankheiten der Atemwege. Es enthält 119 mg Alkohol (Ethanol) pro 5 ml Sirup entsprechend 2,0 % (w/w) und Invertzucker.
  • Klosterfrau Franzbranntwein Latschenkiefer: Traditionell zur Förderung der Hautdurchblutung, z. B. zur unterstützenden Behandlung von Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen. Enthält Rosmarinöl, Pfefferminzöl und Duftstoffe mit Citral, Linalool, Geraniol und D-Limonen. Enthält 52 g Alkohol (Ethanol) pro 100 g Lösung entsprechend 52 % (w/w).
  • Klosterfrau Japanisches Heilpflanzenöl: Mit Minzöl. Innerlich zur Einnahme bei Verdauungsbeschwerden, z. B. Völlegefühl und Blähungen; zur Einnahme oder Inhalation bei Erkältungskrankheiten der Atemwege mit zähflüssigem Schleim. Äußerlich bei Muskelschmerzen (Myalgien) und nervenschmerzähnlichen (neuralgiformen) Beschwerden.
  • Klosterfrau Bronchial-Tropfen: Mit Destillat einer Mischung aus Eukalyptusblätten und Thymiankraut zur Unterstützung der Schleimlösung im Bereich der Atemwege. Enthält 387 mg Alkohol (Ethanol) pro 20 Tropfen entsprechend 62,5 % (w/w) und Cineol.
  • Klosterfrau Seda-Plantina: Bei Unruhezuständen und nervös bedingten Einschlafstörungen.
  • Franzbranntwein Aktiv Gel Latschenkiefer: Mit D-Campher, Latschenkiefernöl. Zur Anwendung für Erwachsene und Heranwachsende über 12 Jahre. Traditionell angewendet zur Unterstützung der Hautdurchblutung. Enthält D-Campher.
  • Klosterfrau Allergin Globuli: Mit Adhatoda vasica Dil. D2 zur Besserung der Beschwerden bei Heuschnupfen. Enthält Sucrose (Saccharose/Zucker).
  • Klosterfrau Allergin Tabletten: Mit Adhatoda vasica Trit. D2 zur Besserung der Beschwerden bei Heuschnupfen. Enthält Lactose.
  • Klosterfrau Allergin Tropfen: Mit Adhatoda vasica Dil. D2 zur Besserung der Beschwerden bei Heuschnupfen. Enthält 70 Vol.-% Alkohol.

Entzündungshemmende Heilpflanzen

Viele der genannten Pflanzen lassen sich hervorragend bei akuten Beschwerden anwenden. Doch auch bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen sind die oben genannten Heilpflanzen sehr gut geeignet. Sie enthalten antientzündliche Inhaltsstoffe, die effektiv gegen die Entzündung vorgehen können. Hier sind 15 entzündungshemmende Heilpflanzen, die bei Nerven- und Gelenkschmerzen helfen können:

  1. Arnika: Ein hervorragendes Heilkraut bei Schwellungen, Prellungen, Blutergüssen sowie bei Verstauchungen und Insektenstichen. Arnika wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Pure Arnikapflanzen oder Tinkturen sollten nur in Kombination von Vaseline auf die Haut aufgetragen werden, da es zu Hautreizungen kommen kann.
  2. Basilikum: Vielseitig einsetzbar gegen Entzündungen der Gelenke, Akne, Menstruationsbeschwerden sowie Magen-Darm-Erkrankungen. Durch den hohen Gehalt an Beta-Carotin, Vitamin A und Flavonoiden wirkt Basilikum antioxidativ und kann so freie Radikale neutralisieren.
  3. Beinwell: Wird schon seit vielen Jahrtausenden eingesetzt und erzielt bei Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen eine sehr gute Wirkung. Durch die hervorragenden Inhaltsstoffe wirkt sie abschwellend und somit auch schmerzreduzierend. Der Extrakt aus Beinwellwurz wird vor allem bei leichten Entzündungen eingesetzt und kommt in Form von Umschlägen oder Salben zum Einsatz. Beinwell wird äußerlich etwa bei Zerrungen, Prellungen, Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzt.
  4. Brennnessel: Sehr vielfältig einsetzbar und ein wahres Allroundtalent. Die Blätter wirken besonders gut bei rheumatischen Erkrankungen und Arthrose, während die Wurzeln ein Hilfsmittel bei gutartiger Prostatavergrößerung sind. Die Brennnessel wird bei rheumatischen Beschwerden, Entzündungen der Harnwege und gutartiger Prostatavergrößerung eingesetzt.
  5. Holunder: Hat sich vor allem bei Entzündungen der Haut sehr gut bewährt. Dies liegt an den zahlreichen Mineralstoffen, Vitaminen, Ballaststoffen, Gerbstoffen und essenziellen Aminosäuren sowie an den ätherischen Ölen. Diese wirken nicht nur entzündungshemmend, sondern auch schleimlösend. Eine Salbe aus Holunderblüten kann bei Sonnenbrand oder anderen Hautentzündungen wahre Wunder wirken und kann außerdem auch bei Gliederschmerzen hilfreich eingesetzt werden.
  6. Ingwer: Bekannt für seine schmerzlindernde Wirkung. Er kann bei Schmerzen aller Art hilfreich zur Seite stehen, wie Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden sowie Schwellungen, Rheuma und Gelenkentzündungen. Auch Arthrose kann unterstützend damit behandelt werden. Die Knolle wirkt zum einen entzündungshemmend und zum anderen schmerzstillend und wird bereits seit Jahrtausenden gegen diese Beschwerden eingesetzt.
  7. Kamille: Eine sehr gute Heilpflanze bei Entzündungen der Haut und der Schleimhaut. Kamille wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und heilungsfördernd bei allen Erkrankungen der Haut und der Schleimhäute.
  8. Knoblauch: Voller Allicin und Ajoen und kann deshalb Viren, Bakterien wie auch Pilze bekämpfen. Daher wird es auch gerne als natürliches Antibiotikum bezeichnet. Die Wirkstoffe in der Knolle wirken zum einen leicht blutverdünnend und blutdrucksenkend und können so vor Schlaganfällen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Thrombosen schützen.
  9. Kurkuma: Lindert Entzündungen aller Art. Laut Studien soll es bei Schuppenflechte oder Arthrose ein wichtiger Helfer sein. Das enthaltene Curcumin ist ein natürliches Antioxidans und geht effektiv gegen Entzündungen im Körper vor. Zudem hat Kurkuma eine antivirale, antibakterielle und antioxidative Wirkung, hilft dem Organismus bei der Entgiftung und schützt das Lebergewebe.
  10. Meerrettich: Hat eine entzündungshemmende Wirkung und kann effektiv gegen Viren und Bakterien vorgehen. Durch die Senföle werden außerdem Erkältungen gelindert. Auch Husten oder Schmerzen sowie Blasenentzündungen können durch den Verzehr von Meerrettich reduziert werden. Die beste Wirkung hat das Heilkraut aber gegen Entzündungen im Hals-Rachen-Bereich.
  11. Ringelblume: Für Haut- und Schleimhautentzündungen eine der wichtigsten Heilpflanzen. Die Inhaltsstoffe weisen hervorragende entzündungshemmende Eigenschaften auf und wirken positiv auf die Wundheilung ein. Ebenso wirken sie auch bei Entzündungen der Haut, kleinen Wunden sowie Ekzemen, Hämorrhoiden und leichten Verbrennungen.
  12. Rosmarin: Ein wichtiger Helfer bei Hautbeschwerden und Entzündungen. Durch die Rosmarinsäure sowie die Ursolsäure haben einen entzündungshemmenden, antiviralen und antibakteriellen Effekt. Bei Entzündungen kann man einfach ein Rosmarinöl herstellen und es auf die betroffene Hautstelle auftragen. Zudem wirkt es entspannend, fördert die Durchblutung und hat eine stimmungsaufhellende Wirkung, wenn Sie es äußerlich nutzen. Innerlich angewendet, kann Rosmarin zum einen den Kreislauf anregen und zum anderen auch Verdauungsbeschwerden lindern. Doch auch bei rheumatischen Beschwerden ist Rosmarin ein toller Helfer. Rosmarin kann bei Kreislauf- und Rheumabeschwerden sowie Verdauungsproblemen heilsam wirken.
  13. Salbei: Ein weiteres hilfreiches Heilkraut bei Entzündungen der Schleimhäute. Doch auch bei Magen-Darm-Beschwerden kann Salbei eingesetzt werden. Eigentlich ist die Heilpflanze ja bekannt, dass sie bei Erkältungen und grippalen Infekten das Heilkraut Nummer eins ist. Doch auch bei Hitzewallungen in den Wechseljahren ist sie sehr gut geeignet. Gleichzeitig können Sie sie bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum wie Zahnfleischentzündungen oder Halsentzündungen einsetzen.
  14. Senf: Senfsamen werden äußerlich zur unterstützenden Behandlung von chronisch-degenerativen Gelenkserkrankungen wie Arthrose und Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie) verwendet.
  15. Thymian: In Kombination mit Kreuzkümmel, Muskat und Koriander hingegen hat Thymian eine hervorragende Wirkung auf Arthrose. Hierzu wird jeweils eine Messerspitze der vier Würz- und Heilpflanzen mit etwas Öl ins Essen gerührt und verzehrt.

Weitere Heilpflanzen bei Muskel- und Gelenkbeschwerden

Neben den bereits genannten Heilpflanzen gibt es eine Vielzahl weiterer Pflanzen, die bei Muskel- und Gelenkbeschwerden eingesetzt werden können:

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  • Esche: Die Blätter und Rinde der Esche werden traditionell bei Gelenks- und Harnwegsbeschwerden eingesetzt.
  • Fichte: Das ätherische Öl der Fichte wird bei Erkältungen, rheumatischen Beschwerden und Nervenschmerzen angewendet.
  • Latschenkiefer: Wirkt lindernd bei Entzündungen der Atemwege, rheumatischen Beschwerden und Nervenschmerzen.
  • Birke: Birkenblätter können die Behandlung von rheumatischen Beschwerden oder Gicht unterstützen. Sie werden außerdem bei Harnwegsentzündungen und Nierengrieß angewendet, die Rinde bei Hautverletzungen.
  • Weide: Weidenrinde wird etwa bei fieberhaften Erkrankungen, Rheuma, Arthrose und Kopfschmerzen angewendet.
  • Weihrauch: Wird in der Behandlung von Rheuma und chronischen Darmentzündungen eingesetzt.
  • Kohl: Der Kohlwickel zählt zu den klassischen Hausmitteln. Er wirkt gegen Gelenkschmerzen - zum Beispiel am Knie.
  • Teufelskralle: Wird bei Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden und Arthrose angewendet.
  • Steinklee: Soll äußerlich angewendet bei Prellungen, Stauchungen und oberflächliche Blutergüsse helfen. Darüber hinaus ist er ein probates Venenmittel und hilft etwa bei chronischer Venenschwäche sowie Lymphstau.

Heilpflanzen für Gehirn und Nerven

Neben der Linderung von Schmerzen ist es auch wichtig, die Gesundheit von Gehirn und Nerven zu unterstützen. Hier sind einige Heilpflanzen, die dazu beitragen können:

  • Ginkgo: Ist eine alte Heilpflanze, die zur Verbesserung der Durchblutung etwa bei Demenz verwendet wird.
  • Ginseng: Wird bei Schwäche, Müdigkeit und nachlassender Konzentration angewendet.
  • Cayennepfeffer: Wird zur Behandlung von Muskel-, Gelenk- und Nervenschmerzen sowie Juckreiz angewendet.
  • Mutterkraut: Wird seit langem zur Vorbeugung von Migräne angewendet. Zudem soll es auch bei Fieber und Rheuma helfen.
  • Kiefer: Das ätherische Öl der Kiefer setzt man gegen entzündete Atemwege, Muskel- und Nervenschmerzen ein.
  • Japanische Minze: Liefert das Minzöl, das etwa bei Blähungen, Atemwegsentzündungen, Muskel- und Nervenschmerzen hilft.
  • Pfefferminze: Hilft etwa gegen Magen-Darm-Krämpfe, Kopf-, Nerven- und Muskelschmerzen.
  • Mate: Mate-Tee wirkt anregend und harntreibend. Er wird daher gegen Ermüdungszustände und leichte Harnwegsbeschwerden eingesetzt.

Hausmittel gegen Nervenschmerzen

Neben den genannten Heilpflanzen gibt es auch verschiedene Hausmittel, die bei Nervenschmerzen Linderung verschaffen können:

  • Kräuter und Tee: Einige Kräuter können in Form von Kapseln eingenommen werden, die das wirksame Trocken-Extrakt enthalten, wie z.B. die Teufelskrallenwurzel. Ein eigenes Massageöl aus Kräutern kann durch die Mischung aus Brennnessel-Geist und Apfelessig geschaffen werden. Auch ein Kräuterwickel mit Kümmel-Samen kann helfen. Geeignete Tees sind Brennnessel-Tee, Ingwer-Tee oder Weidenrinde-Tee.
  • Wärme und Kälte: Wechselbäder können gegen verschiedene, gesundheitliche Beschwerden helfen und auch allgemein das Immunsystem stärken. Alternativ kann der Wechsel zwischen Eisbeutel und Wärmeauflage angewendet werden.
  • Chili: Der in Chili- und Cayenne-Pfeffer enthaltene Wirkstoff Capsaicin wirkt in Salbenform oder als Schmerzpflaster wärmend, schmerzlindernd, durchblutungsfördernd und anregend für die betroffenen Nerven.
  • Johanniskraut: Ein Öl aus Johanniskraut kann Linderung verschaffen, vor allem bei Nervenschmerzen im Rückenbereich. Auch für die innere Anwendung eignet sich Johanniskraut, etwa als Tee oder in Tablettenform.
  • Pfefferminzöl: Wirkt herrlich kühlend und kann als Bestandteil von Massageölen verwendet werden.
  • Olivenöl: Oleocanthal in Olivenöl wirkt entzündungshemmend und blutverdünnend.
  • Baldrian: Bei psychischen Symptomen, beispielsweise vermehrter Unruhe, Aggressivität oder Depressionen, kann Baldriantee helfen, die Nerven zu beruhigen.
  • Bewegung: Bewegung kann helfen, die Symptome zu lindern. Beispielsweise kann eine Übung bei Nervenschmerzen im Rückenbereich ausprobiert werden, bei der die Knie abwechselnd zur Brust gezogen werden.

Pflanzliche Antidepressiva bei chronischen Schmerzen

Ständige Schmerzen können depressiv machen, und Depressionen können die Schmerzempfindlichkeit erhöhen. Daher haben Antidepressiva einen festen Platz in der Schmerztherapie. Wenn die basalen Entzündungshemmer nicht ausreichend wirken, kann die zusätzliche Gabe eines pflanzlichen Antidepressivums sinnvoll sein.

  • Johanniskraut: Das enthaltene Hypericin besitzt neben seiner antidepressiven Wirkung eine starke antientzündliche und analgetische Wirkung. Es kann jedoch die Verstoffwechselung anderer Arzneimittel beeinflussen.
  • Lavendel: Wirkt hauptsächlich dämpfend über die erregenden Glutamatrezeptoren im Gehirn antidepressiv.
  • Safran: Wirkt wie Johanniskraut und Lavendel zusammen und stimuliert darüber hinaus auch die GABA-Rezeptoren. Es verkürzt die Einschlafzeit und verbessert die Schlafqualität. Wechselwirkungen mit zentral wirksamen Synthetika und dem Gerinnungshemmer Rivaroxaban müssen berücksichtigt werden.

Behandlung der akuten Exazerbation mit Weidenrindenextrakt

Bereits in der Antike wurden Blätter und Rinde von Weiden wegen ihrer antientzündlichen und schmerzlindernden Wirkung verwendet. Bei einer akuten Exazerbation chronischer unspezifischer Rückenschmerzen können Extraktdosen mit bis zu 900 mg Salicin erforderlich sein. Weidenrinde enthält sogenannte Prodrugs (z.B. Salicin, Salicortin), aus denen bei der Resorption im Magen-Darm-Trakt geringe Mengen von Salicylsäurederivaten metabolisiert werden. Die antientzündliche Wirkung basiert sehr wahrscheinlich auf dem Flavonoidgehalt der Weidenrinde.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und Studien

Die Wirksamkeit einiger pflanzlicher Mittel bei Nerven- und Gelenkschmerzen ist durch Studien belegt.

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  • Hagebuttenpulver: Studien mit einem dänischen Hagebuttenpulver aus Rosa canina lito haben eine klinische Wirksamkeit gezeigt.
  • Teufelskrallenwurzelpräparate: Studien weisen darauf hin, dass bei ⅔ der Patient*innen die chronischen unspezifischen Rückenschmerzen zufriedenstellend gelindert werden können, wenn Präparate mit mindestens 50 mg Harpagosid in der Tagesdosis eingenommen werden.
  • Brennnessel: Die Zufuhr von 50-100 g Kraut oder Blättern von Urtica dioica oder Urtica urens sollte dazu beitragen, den Gesamtverbrauch an Schmerzmedikamenten zu verringern.
  • Weidenrindenextrakt: In Studien war die Tagesdosis mit 240 mg Salicin besser wirksam als niedrigere Dosen.

Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bei der Anwendung von Kräutern und pflanzlichen Mitteln ist es wichtig, einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

  • Klosterfrau Melissengeist: Enthält Alkohol und Zimt. Packungsbeilage beachten.
  • Klosterfrau Schmerzfluid: Enthält Ethanol, Levomenthol und racemischen Campher. Packungsbeilage beachten.
  • Klosterfrau Hustensaft: Enthält Alkohol und Invertzucker. Packungsbeilage beachten.
  • Klosterfrau Franzbranntwein Latschenkiefer: Enthält Rosmarinöl, Pfefferminzöl und Duftstoffe. Enthält Alkohol. Packungsbeilage beachten.
  • Klosterfrau Bronchial-Tropfen: Enthält Alkohol und Cineol. Packungsbeilage beachten.
  • Franzbranntwein Aktiv Gel Latschenkiefer: Enthält D-Campher. Packungsbeilage beachten!
  • Klosterfrau Allergin Globuli: Enthält Sucrose (Saccharose/Zucker). Bitte Packungsbeilage beachten!
  • Klosterfrau Allergin Tabletten: Enthält Lactose. Bitte Packungsbeilage beachten!
  • Bei Patient*innen mit ulzerösen Magen-Darm-Krankheiten ist die Einnahme von Teufelskrallenwurzelextrakt kontraindiziert.
  • Aufgrund ungenügender Datenlage sollte der Teufelskrallenwurzelextrakt nicht während der Schwangerschaft und Stillperiode eingenommen werden.
  • Bei Einnahme höherer Extraktdosen von Weidenrindenextrakt (mit 360-900 mg Salicin pro Tag) muss eine mögliche Interaktion mit synthetischen Antikoagulantien in Betracht gezogen werden.
  • Johanniskraut kann die Wirkung gewisser Medikamente abschwächen oder sogar gänzlich aufheben und die Empfindlichkeit der Haut gegenüber dem Sonnenlicht verstärken.
  • Arnika sollte nicht bei Allergie gegen Kreuzblütler angewendet und nie auf offene Wunden aufgetragen werden.
  • Beinwell sollte nicht auf offene Hautstellen sowie während der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern aufgetragen werden.

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