Neurologie in Castrop-Rauxel: Umfassende Versorgung und Expertise

Die neurologische Versorgung in Castrop-Rauxel, insbesondere durch die Klinik für Neurologie am Evangelischen Krankenhaus (EvK), bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten für Erkrankungen des Nervensystems. Geleitet wird die Klinik von Dr. Dr. Ralf-Jochen Kuhlmann, einem regional anerkannten Top-Mediziner, ausgezeichnet durch die Stern-Ärzteliste.

Schwerpunkte der Neurologie in Castrop-Rauxel

Die Klinik für Neurologie in Castrop-Rauxel deckt ein weites Feld neurologischer Erkrankungen ab. Zu den Schwerpunkten gehören:

  • Schlaganfall: Die Stroke Unit des EvK Castrop-Rauxel ist eine zentrale Anlaufstelle für die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten.
  • Morbus Parkinson: Diagnostik und Therapie von Parkinson-Erkrankungen.
  • Multiple Sklerose: Umfassende Behandlung von Multipler Sklerose.
  • Epilepsie: Diagnostik und Therapie von Epilepsien.
  • Funktionsstörungen der Wirbelsäule: Behandlung von Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule.

Die Stroke Unit: Zeit ist Hirn

Ein Schlaganfall ist ein Notfall, bei dem jede Minute zählt. Ziel ist es, so schnell wie möglich Hirngewebe zu retten. Die Stroke Unit des EvK Castrop-Rauxel bietet mit 11 Behandlungsplätzen eine spezialisierte Versorgung für Schlaganfallpatienten. Jeder Überwachungsplatz ist mit Monitoren ausgestattet, die kontinuierlich wichtige Vitalfunktionen wie Herzstromkurve, Blutdruck, Sauerstoffversorgung, Atmung und Körpertemperatur überwachen.

Überwachung und Alarmierung

Die Patientendaten werden in einer zentralen Überwachungseinheit im Stationszimmer kontrolliert. Bei Abweichungen von Normbefunden erfolgt eine sofortige Alarmierung, um umgehend Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Diagnostik bei Verdacht auf Schlaganfall

In der Stroke Unit werden alle notwendigen Untersuchungen zur Diagnose eines Hirninfarkts oder einer Hirnblutung schnellstmöglich durchgeführt. Dazu gehören:

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  • Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (MRT): Bildgebung des Gehirns zur Feststellung der Art und des Ausmaßes der Schädigung.
  • Ultraschall der Halsgefäße und Hirngefäße: Darstellung der Blutgefäße, die das Gehirn versorgen, um Engstellen oder Verschlüsse zu erkennen.

Akutbehandlung des Schlaganfalls

Die Akutbehandlung des Schlaganfalls umfasst spezifische und allgemeine Maßnahmen. Entscheidend ist, dass die Behandlung innerhalb der ersten viereinhalb Stunden nach Symptombeginn erfolgt.

Lysebehandlung

Die wichtigste spezifische Behandlung bei akuten Durchblutungsstörungen (Ischämien) ist die Lysebehandlung. Dabei wird ein gerinnungsaktives Medikament über einen Venenzugang verabreicht, um das Blutgerinnsel in der Hirnarterie aufzulösen und die Hirndurchblutung wiederherzustellen.

Basisbehandlung

Neben der Lysebehandlung ist die Basisbehandlung von großer Bedeutung. Durch engmaschige Überwachung der Kreislaufverhältnisse und sofortige Gegenmaßnahmen bei Abweichungen werden optimale Kreislaufverhältnisse für das angrenzende Hirngewebe geschaffen. Dies kann die Ausdehnung der Infarktzone verhindern und die Auswirkungen des Schlaganfalls minimieren.

Weitere Maßnahmen

Je nach Schlaganfallform können weitere spezielle Maßnahmen erforderlich sein, wie z.B. die Behandlung von erhöhtem Hirndruck (operativ oder konservativ) oder die operative Entfernung von Blutungen. In den ersten Stunden nach dem Schlaganfall kann ein Thrombus auch direkt mittels Katheter aus dem Gehirn entfernt werden.

Interdisziplinäre Visiten

Mehrfach täglich finden Visiten statt, darunter zwei fachärztlich begleitete und eine interdisziplinär durchgeführte Visite. Im Rahmen dieser Visiten werden der Verlauf untersucht und die Behandlung angepasst. Die Dauer des Aufenthalts auf der Stroke Unit hängt vom Verlauf ab.

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Frührehabilitation

Ein wesentlicher Bestandteil des Therapiekonzepts der Stroke Unit ist die frühzeitige krankengymnastische, ergotherapeutische und sprachheiltherapeutische (logopädische) Behandlung von Folgeerscheinungen.

Spezialisiertes Pflegeteam

Das Pflegeteam der Stroke Unit ist speziell auf die Bedürfnisse von Schlaganfallpatienten eingestellt und in Mobilisierungsmaßnahmen, Schlucktraining, Lagerung sowie Behandlung von Lähmungserscheinungen geschult. Besonderes Augenmerk liegt auf der Vorbeugung von Folgeerscheinungen wie Beinvenenthrombosen, Lungenentzündungen oder Harnwegsinfekten.

Vorbereitung auf die Entlassung

Der Tag der Entlassung aus dem Krankenhaus wird gemeinsam mit dem Patienten vorbereitet. Die Sozialberatung unterstützt und vermittelt bei sozialen, sozialversicherungsrechtlichen und finanziellen Fragen.

Comprehensive Stroke Unit

Patienten, denen es besser geht, werden auf der Comprehensive Stroke Unit versorgt, einer der Stroke Unit angegliederten Spezialeinrichtung mit 9 Betten. Diese Einrichtung bietet eine spezialisierte Weiterversorgung von Schlaganfallpatienten.

Neurologische Gemeinschaftspraxis in Castrop-Rauxel-Ickern

Neben der Klinik am EvK gibt es in Castrop-Rauxel-Ickern eine neurologische Gemeinschaftspraxis, die von Frau Doctor-medic Oana Giehl und Frau Prof. Dr. Kerstin Hellwig geleitet wird. Die Praxis bietet Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen wie Migräne, Parkinson, Polyneuropathien, Tremor oder Epilepsie an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Multipler Sklerose und Epilepsie.

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Auszeichnungen und Anerkennung

Die hohe Qualität der neurologischen Versorgung in Castrop-Rauxel wird durch Auszeichnungen und Zertifizierungen bestätigt. Die Stroke Unit des EvK Castrop-Rauxel ist nicht nur durch die Deutsche Schlaganfallgesellschaft zertifiziert, sondern trägt auch die höchste Qualitätsauszeichnung der Europäischen Schlaganfallgesellschaft. Dr. Dr. Ralf-Jochen Kuhlmann wurde zudem in die Stern-Ärzteliste aufgenommen, was seine hohe Fachkompetenz und sein Engagement würdigt.

Kritik und Verbesserungspotenzial

Trotz der hohen Qualität der neurologischen Versorgung gibt es auch Kritikpunkte. Einige Patienten berichten von langen Wartezeiten auf Termine in der neurologischen Praxis. Zudem gibt es Berichte über mangelndes Einfühlungsvermögen im Umgang mit Demenzpatienten. Hier besteht Verbesserungspotenzial, um die Bedürfnisse aller Patienten besser zu berücksichtigen.

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