Schwindel ist ein weit verbreitetes Phänomen, das nicht zwangsläufig auf eine Erkrankung hinweist. Entscheidend ist, ob und durch welche Kopf- und Körperhaltungen oder Bewegungen er ausgelöst oder verstärkt wird. Wenn Schwindel fast ausschließlich bei bestimmten Bewegungen und Körperhaltungen auftritt, spricht man von Bewegungs- oder Lagerungsschwindel. Der gutartige Lagerungsschwindel ist eine häufige, aber harmlose Erkrankung.
Was ist Lagerungsschwindel?
Lagerungsschwindel, auch bekannt als benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPLS), ist die häufigste Form von Schwindel, die durch bestimmte Kopfbewegungen ausgelöst wird. Etwa 20 % der Schwindelpatienten in HNO-Praxen leiden unter dieser Schwindelart. Studien zeigen, dass etwa 2,4 % der Bevölkerung mindestens einmal im Leben vom Lagerungsschwindel betroffen sind, wobei die Häufigkeit im Alter steigt. Besonders Menschen über 40 Jahre sind häufig betroffen.
Ursachen
Der Lagerungsschwindel entsteht, wenn sich kleine Kalziumkristalle (Otolithen) im Gleichgewichtsorgan des Innenohrs verschieben. Bei Seitwärtslage des Kopfes verlagern sich diese Steinchen im Gleichgewichtsorgan des Innenohrs, was zu heftigen, sekundenlangen Drehschwindelattacken führt. Diese Kristalle gelangen in die Bogengänge des Innenohrs und reagieren dort auf bestimmte Bewegungen des Kopfes. Dadurch wird ein unangemessener Reiz an das Gleichgewichtssystem gesendet, der den Schwindel auslöst. Ursachen für die Verschiebung der Kristalle können unter anderem Kopfverletzungen, Entzündungen des Innenohrs oder altersbedingte Veränderungen sein. In vielen Fällen tritt der Lagerungsschwindel aber auch spontan ohne erkennbare Ursache auf.
Im hohen Lebensalter, also ab etwa 75 oder 80 Jahren, leiden sehr viele Menschen an Bewegungs- oder Lagerungsschwindel, ohne dass dafür ein fassbarer Grund gefunden werden kann.
Symptome
Die Symptome des Lagerungsschwindels sind charakteristisch und treten häufig plötzlich auf, vor allem nach Lageänderungen des Kopfes. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
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- Plötzlicher, heftiger Drehschwindel, oft ausgelöst durch Lageänderungen wie Hinlegen oder Aufstehen. Der Schwindel tritt häufig beim Hinlegen, Drehen des Kopfes, Hoch- oder Runterschauen auf. Häufig wird der Schwindel auch in der Nacht bemerkt, wenn Patienten sich im Bett umdrehen.
- Gefühl, dass sich die Umgebung dreht oder kippt.
- Übelkeit, manchmal begleitet von Erbrechen.
- Unsicherheit beim Gehen und Stehen. Patienten berichten oft von Unsicherheit beim Gehen und Stehen, besonders in Situationen, in denen visuelle Informationen eingeschränkt sind (z. B. im Dunkeln oder auf unebenem Boden).
- Bewegungsabhängiger Schwankschwindel: Ein Schwankschwindel, der vor allem bei Kopf- und Körperbewegungen auftritt, wird häufig beschrieben.
- Kurze Dauer der Schwindelattacken, meist nur einige Sekunden bis maximal eine Minute. Drehschwindelattacken: Plötzlich einsetzender, kurz andauernder Drehschwindel (meist nicht länger als 30 Sekunden bis 1 Minute).
- Oszillopsien (Scheinbewegungen der Umwelt): Einige Patienten berichten, dass die Umgebung sich scheinbar bewegt oder schwankt, was eine Folge des Schwindels sein kann. Bei Kopfbewegungen berichten viele Patienten von dem Gefühl, dass sich ihre Umgebung scheinbar bewegt. Dies tritt bei ca.
- Verstärkung des Schwindels bei Kopfbewegungen: Der Schwindel wird durch Kopfbewegungen, insbesondere durch das Drehen des Kopfes, verschlimmert.
- Standunsicherheit*: Die Fähigkeit, stabil zu stehen, ist oft beeinträchtigt, besonders wenn der visuelle Input fehlt, z. B. beim Schließen der Augen oder im Dunkeln.
- Störungen des Raumgedächtnisses: Einige Patienten berichten über Schwierigkeiten, sich in Räumen zu orientieren, was mit einer verminderten Wahrnehmung der Position des eigenen Körpers im Raum in Zusammenhang steht.
Die Schwindelattacken dauern mindestens 10 Sekunden bis zu einer Minute und können bis zu hundertmal pro Tag auftreten. Patienten erleben mindestens 10 dieser Attacken pro Tag.
Differentialdiagnose: Gutartiger vs. Bösartiger Lagerungsschwindel
Lagerungsschwindel kann in zwei Formen auftreten: gutartig (benigne) und bösartig (maligne). Der häufigste ist der gutartige Lagerungsschwindel (BPLS), der in der Regel durch die Verschiebung von Kalziumkristallen im Innenohr verursacht wird. Bei BPLS treten die Schwindelanfälle kurz und heftig auf, sind aber harmlos und verschwinden oft nach einigen Tagen.
Bösartiger Lagerungsschwindel, auch als zentraler Lagerungsschwindel bezeichnet, ist hingegen seltener und hat schwerwiegendere Ursachen. Er kann durch neurologische Erkrankungen wie Schlaganfälle, Multiple Sklerose oder Tumoren im Bereich des Hirnstamms verursacht werden. Hierbei treten die Schwindelattacken oft länger und intensiver auf, und sie gehen häufig mit weiteren Symptomen wie Doppelbildern, Taubheitsgefühlen oder Koordinationsstörungen einher.
Die Unterscheidung zwischen bösartigem und gutartigem Lagerungsschwindel ist wichtig, da eine ernsthafte neurologische Erkrankung sofortige ärztliche Hilfe erfordert.
Diagnose
Schwindel erfordert eine umfangreiche Untersuchung, denn die Ursachen sind vielfältig. Die erste Frage lautet dabei: Handelt es sich um Dreh- oder Schwankschwindel? Viele Betroffene finden es schwierig, zwischen Dreh- und Schwankschwindel zu unterscheiden. Zielführender für die Diagnose ist der zeitliche Verlauf der Schwindelsymptome.
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Ein konkretes Diagnoseverfahren zur Feststellung eines HWS-Schwindels, bei Ausschluss eines Unfalltraumas, gibt es nicht. Da jede Bewegung des Halses zwangsläufig mit dem Kopf einhergeht, kann ein durch Kopfbewegungen ausgelöster Schwindel daher ebenfalls auf eine Störung des Gleichgewichtsorgans, welches sich im Innenohr befindet, hinweisen.
Behandlung
Verschiedene Übungen können helfen, die Otolithen zurück in ihre ursprüngliche Position zu bewegen und den Schwindel zu lindern. Wirksame Lagerungsschwindel-Übungen sind:
- Epley-Manöver: Der Patient sitzt auf einer Liege und dreht den Kopf um 45 Grad zur betroffenen Seite. Anschließend legt er sich schnell auf den Rücken und bleibt etwa 30 Sekunden in dieser Position. Danach dreht er den Kopf um 90 Grad zur anderen Seite und bleibt erneut 30 Sekunden liegen, bevor er sich auf die Seite dreht. Schließlich setzt er sich auf.
- Brandt-Daroff-Übungen: Diese Übungen können bequem zu Hause durchgeführt werden. Der Patient setzt sich auf die Bettkante und legt sich dann seitlich hin, wobei der Kopf leicht nach oben gerichtet ist. Nach 30 Sekunden richtet er sich auf und wiederholt die Übung auf der anderen Seite.
- Semont-Manöver: Bei dieser Übung setzt sich der Patient auf eine Liege, dreht den Kopf um 45 Grad und legt sich schnell zur Seite, bleibt etwa 30 Sekunden in dieser Position und wechselt dann zügig zur anderen Seite.
- Befreiungsmanöver: Werden Ablagerungen kleiner Kalzitsteinchen im Bogengang des Ohrs als Ursache für den Schwindel vermutet, hilft das sogenannte Befreiungsmanöver. Dabei werden die Steinchen durch eine eingeübte Bewegungsabfolge in weniger schwindelauslösende Regionen des Innenohres verlagert.
Die Dauer einer Lagerungsschwindel-Episode variiert. Einzelne Schwindelattacken dauern meist nur wenige Sekunden bis maximal eine Minute. In der Regel verschwinden die Beschwerden innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen, insbesondere wenn die oben genannten Übungen regelmäßig durchgeführt werden.
Medikamentöse Behandlung
Antivertiginosa, also Arzneimittel gegen Schwindel, wie Betahistin oder Dimenhydrinat, sollten nur kurzfristig versucht werden, da sie oft deutliche Nebenwirkungen wie Übelkeit haben. Für diese Fälle gibt es in der Akutphase wirksame Medikamente.
Weitere Therapieansätze
- Gang- und Gleichgewichtstraining: Gang- und Gleichgewichtstraining mit gezielten Übungen und eingeübten Lagerungsmanövern verbessert die Gleichgewichtsreaktionen. Dazu werden beim Betroffenen kontrolliert Stand- und Gangunsicherheiten hervorgerufen und Korrekturbewegungen eingeübt, bis diese bei Bedarf jederzeit abrufbar sind. Dadurch werden Schonhaltungen und Vermeidungsverhalten vermieden. Gang- und Gleichgewichtstraining kann im Rahmen einer Physiotherapie erfolgen und ggf. Lagerungstraining.
- Sturzprophylaxe: Bei akutem Schwindel drohen Stürze. Maßnahmen der Sturzprophylaxe helfen Stürze und daraus resultierende Verletzungen zu verhindern. Gehhilfen verwenden wie Gehstöcke und Rollator. Wohnraum anpassen, z. B. Teppiche entfernen; Handgriffe und Handläufe an Treppen anbringen und steile Treppen absichern, etwa mit Schutzgittern oder Treppenkantenprotektoren; ggf.
Was tun bei Schwindel?
Die Behandlung von Schwindel hängt von seiner Ursache ab. Deshalb sollte im Zweifel immer ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden.
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Es gibt verschiedene Medikamente, die eine Schwindelsymptomatik lindern können. Auch gegen mögliche Begleiterscheinungen vom Schwindel, wie Übelkeit und Erbrechen, gibt es Medikamente. Spezielle Lagerungsmanöver können Patienten oder Patientinnen mit gutartigem Lagerungsschwindel helfen. In bestimmten Fällen ist auch die Physiotherapie ein wichtiges Element bei der Behandlung von Schwindelanfällen.
Zusammenhang zwischen HWS und Schwindel
Oft suchen Betroffene den Grund für ihren Schwindel in der Halswirbelsäule (HWS). Die meisten Schwindelerkrankungen haben ihre Ursache aber nicht hier. Richtig behandelt verbessern sich viele Schwindelerkrankungen deutlich oder werden komplett geheilt. Wichtig ist, dass zunächst eine korrekte Diagnose mittels einer fachgerechten klinischen Untersuchung gestellt wird. Die meisten Patienten empfinden den Schwindel als schwankend (siehe: Schwankschwindel) oder schildern Unsicherheiten beim Gehen.
Beispielsweise können Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen sowie Verspannungen der Muskulatur aufgrund von Fehlhaltungen, eines Bandscheibenvorfalls oder gar ein Unfalltrauma ursächlich sein. Die Wirbelsäule, im Speziellen die Halswirbelsäule (HWS), ist eine empfindliche Körperregion. Sie ist hochbeweglich und gleichzeitig starken mechanischen Belastungen ausgesetzt. Gemeinsam mit den am Hinterkopf befindlichen, kurzen Nackenmuskeln und den anliegenden Sehnen sorgt sie für die Stabilität des Kopfes und dessen Bewegungsfähigkeit. In der Nacken-Schulter-Armregion äußern sich die Beschwerden unter anderem durch akute oder chronische, ausstrahlende Schmerzen, Missempfindungen, Bewegungsstörungen und eben auch Schwindel.
Die Ursachen lassen sich wie folgt kategorisieren:
- durch eine Fehlhaltung ausgelöster Schwindel, z. B. Nackenverspannung (funktionelle Ursache)
- durch Abnutzungserscheinungen im Alter ausgelöste Nackenschmerzen mit Schwindel (degenerative Ursache)
- durch einen Unfall ausgelöste Schmerzen und Schwindelattacken, z. B. Verschiebung des Atlaswirbels (posttraumatische Ursache)
Auch Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule können Schwindel verursachen. Besonders Unfälle (z. B. bei einem Schleudertrauma) können eine Schädigung der Sinneszellen, die Informationen der Nackenmuskulatur und Sehnen von der Halswirbelsäule zum Gleichgewichtssinn im Innenohr übermitteln, mit sich ziehen. Nicht unfallbedingte Veränderungen der Halswirbelsäule aufgrund einer Fehlbildung oder -haltung bzw.
Ausgehend von einer posttraumatischen Ursache für die Schwindelproblematik, lässt sich dieser mit einer Kombination aus einer medikamentösen und physikalischen Therapie bereits gut in den Griff bekommen. Das gilt ebenfalls für Schmerzen und muskuläre Verspannungen in der Halswirbelsäule, sollten sie der Auslöser für die Schwindelgefühle sein.
Weitere Ursachen für Schwindel
Neben dem Lagerungsschwindel und Problemen mit der Halswirbelsäule gibt es noch weitere mögliche Ursachen für Schwindel:
- Vestibuläre Neuritis: Die vestibuläre Neuritis tritt häufig bei Erwachsenen auf und beschreibt eine Entzündung der Gleichgewichtsnerven im Innenohr. Betroffene leiden oft unter starker Übelkeit und haben Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten. Nach Abklingen der Entzündung verschwinden die Beschwerden in der Regel.
- Migräne: Einige Menschen mit Migräne erleben zusätzlich Gleichgewichtsstörungen, wie Schwindel. Dieser Zustand wird als vestibuläre Migräne bezeichnet. Reisekrankheit ist eine häufige Begleiterscheinung.
- Anhaltender postural-perzeptiver Schwindel: Dieser Schwindeltyp tritt häufig in Kombination mit anderen Schwindelerkrankungen auf. Zu den Symptomen gehören anhaltende Bewegungsgefühle im Kopf, die sich verstärken, wenn Betroffene bewegte Objekte, wie Autos oder Menschenmengen, beobachten.
- Morbus Menière: Diese seltene Erkrankung betrifft oft Personen zwischen 20 und 40 Jahren und verursacht plötzlich auftretende, starke Schwindelanfälle, Hörverlust und Tinnitus. Die Ursache ist bislang ungeklärt. Bei den Betroffenen besteht eine Störung des Austausches der Innenohrflüssigkeiten. Dabei spielt die so genannte Endolymphe des Innenohres eine besondere Rolle. Eine Vermehrung der Flüssigkeitsmenge führt zu einem Druckanstieg und kann schließlich in eine Ruptur der die Endolymphe umgebenden Membran münden. Das ist wahrscheinlich eine der Ursachen für die beschriebenen Störungen im Gleichgewichts- und Hörorgan. Viele Vorgänge sind aber bis heute nicht abschließend geklärt. Die Anfälle können Minuten oder auch Stunden anhalten. Der immer wiederkehrende Schwindel führt zu psychischen Beeinträchtigungen und schränkt die Lebensqualität der Betroffenen stark ein.
- Akustikusneurinom: Eine seltene Erkrankung, bei der sich ein gutartiger Tumor am Gleichgewichtsnerv bildet.
- Zentrale Schwindelformen: Von zentralen Schwindelformen sprechen Medizinerinnen und Mediziner, wenn eine Schädigung des Gehirns die Schwindelattacken auslöst. Sie können Hinweis auf sehr ernste Erkrankungen sein, wie zum Beispiel einen Hirnstamminfarkt, einen Schlaganfall, eine Multiple Sklerose oder einen Gehirntumor. Deshalb sollte schon beim geringsten Verdacht sofort ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Folgende Beschwerden treten oft in Verbindung mit zentralen Schwindelformen auf: Seh-, Schluck- oder Sprechstörungen, Missempfindungen des Tastsinns, Lähmungserscheinungen im Gesicht oder an den Armen.
- Ursachen ungerichteten Schwindels: Ursachen ungerichteten Schwindels sind z.B. Sauerstoffmangel im Gehirn bei Kreislaufstörungen (z.B. orthostatische Hypotension), Herzerkrankungen (z.B. kardiale Synkopen), Erkrankungen der hirnversorgenden Gefäße, aber auch Störungen des Stoffwechsels (z.B. Diabetes mellitus, Schilddrüsenfunktionsstörungen), Entzündungen (z.B. Encephalitis), Hirndruck, Vergiftungen, Anfallserkrankungen, psychische Störungen (z.B.
- Gangstörungen: Gangstörungen treten bei Erkrankungen des Kopfes (z.B. Mikroangiopathie, Normaldruckhydrocephalus, Basalganglienerkrankungen wie z.B. M. Parkinson, Kleinhirnerkrankungen), bei Erkrankungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks (z.B. Spinalkanalstenose, Myelitis) und bei Erkrankungen der peripheren Nerven (z.B.
- Funktioneller Schwindel: Am häufigsten leiden Betroffene unter einem sogenannten funktionellen Schwindel. Auslöser ist oft eine organische Erkrankung im Gleichgewichtssystem, die ursprünglich Schwindel auslöste. Das kann zum Beispiel ein Lagerungsschwindel oder eine Entzündung des Gleichgewichtsnerven sein. Mitunter bleiben Schwindelbeschwerden dann bestehen, auch wenn die Krankheit ausgeheilt ist. Der Grund für den funktionellen Schwindel ist im Gehirn zu suchen: Macht der Schwindel Betroffenen sehr zu schaffen, kann schon die Angst vor einer nächsten Attacke erneuten Schwindel auslösen.
Taubheitsgefühl als Begleiterscheinung
Obwohl Taubheitsgefühl nicht zu den typischen Symptomen des gutartigen Lagerungsschwindels gehört, kann es in Verbindung mit anderen Schwindelformen oder Begleiterkrankungen auftreten. Insbesondere bei zentralen Schwindelformen, die durch neurologische Erkrankungen verursacht werden, kann Taubheitsgefühl in einer Gesichthälfte oder anderen Körperteilen auftreten. Auch bei Erkrankungen der Halswirbelsäule können Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Armen auftreten.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Grundsätzlich sollte Schwindel hausärztlich abgeklärt werden, um eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen. Insbesondere bei folgenden Symptomen ist eine sofortige ärztliche Abklärung erforderlich:
- Akut auftretender, anhaltender Dreh- oder Schwankschwindel
- Schwindel in Verbindung mit Seh-, Schluck- oder Sprechstörungen
- Schwindel in Verbindung mit Missempfindungen des Tastsinns oder Lähmungserscheinungen
- Schwindel in Verbindung mit starken Kopfschmerzen
- Schwindel nach einem Unfall oder Sturz
Was kann man selbst tun?
- Wichtig ist zunächst, die Beschwerden genau zu beobachten. Wie äußern sich die Schwindelgefühle konkret? Wie lange dauert die Attacke? Treten leichtere Schwindelanfälle gehäuft auf, ist es „oftmals sinnvoll, ein Schwindeltagebuch zu führen,“ sagt der Celler Schwindel-Experte Heide.
- Möglichst viel Bewegung: Gut sind auch körperliche Aktivitäten und Sportarten mit schnellen Bewegungen, wie Turnen, Ballspiele oder Tanzen. Zwar führen die Bewegungsreize vorübergehend zu vermehrtem Schwindel.
- Kreislaufstimulierende Maßnahmen: Kreislaufstimulierende Maßnahmen wie Wechselduschen, Kneipp-Übungen
- Vorsicht und volle Konzentration bei Lagewechseln: Vorsicht und volle Konzentration bei Lagewechseln
- Ablenkung: Ablenkung, z. B. durch Musik oder Hörspiele
- Kopf unbewegt halten: Kopf unbewegt halten, Fahrzeugbewegungen mitverfolgen oder hinlegen Bonbons lutschen, Kaugummi kauenIngwer kauen oder als Tablette
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