Neurologische Fortbildungen: Ein umfassender Überblick für Therapeuten und Interessierte

Die stetige Weiterentwicklung in der Neurologie erfordert von Therapeuten, Trainern und anderen Fachkräften eine kontinuierliche Fortbildung, um auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Behandlungsmethoden zu bleiben. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten im Bereich der Neurologie, die darauf abzielen, das Fachwissen zu vertiefen, praktische Fähigkeiten zu erweitern und innovative Therapiekonzepte zu vermitteln.

Neuro-orthopädische Aktivitätsabhängige Plastizität (N.A.P.®)

Die Neuro-orthopädische Aktivitätsabhängige Plastizität (N.A.P.®), entwickelt von Renata Horst und ihrem Team, ist ein integratives Therapiekonzept, das in der neurologischen, orthopädischen und traumatologischen Rehabilitation sowie in der Sportrehabilitation und Prävention Anwendung findet. N.A.P. verbindet manualtherapeutisches Wissen mit neurophysiologischen Prinzipien und fördert so das motorische Lernen.

Im Kinderkurs nach dem N.A.P. Konzept erlangen Therapeuten ein tiefgehendes Verständnis darüber, welche körperlichen Strukturen bei Kindern für Aktivitäten wie Gehen, Greifen und Stützen essenziell funktionieren müssen. Der Kurs vermittelt mithilfe von N.A.P.-Techniken, wie unter aktiver Patientenbeteiligung gezielte Inputs für das motorische Lernen gesetzt werden können. Auf Basis der Biomechanik und neurophysiologischer Prinzipien analysieren die Teilnehmer Meilen- und Grenzsteine der Ontogenese. Die Frage, warum sich Stützaktivitäten bei Säuglingen oft verzögert entwickeln, wird systematisch beantwortet. Die Weiterbildung richtet sich an alle, die ihr Fachwissen in der Pädiatrie vertiefen möchten.

Neurologisch fundierte Trainingskonzepte

Eine weitere wichtige Fortbildung legt den Schwerpunkt auf die sichere Gestaltung von Bewegungsabläufen. Im Zentrum steht nicht allein die Kraftentfaltung oder Koordinationsfähigkeit, sondern die Frage, ob jede Bewegung für den Organismus unbedenklich und gesundheitsfördernd ist. Dafür ist das zentrale Nervensystem auf verlässliche Informationen aus dem Gleichgewichtssinn, dem visuellen System und der Propriozeption angewiesen. Im Gehirn werden diese Reize integriert und ermöglichen eine präzise Steuerung der motorischen Abläufe. Zielgruppe dieses Seminars sind Therapeuten, Trainer sowie sportlich Engagierte, die ihre körperliche Leistungsfähigkeit mithilfe eines neurologisch fundierten Ansatzes steigern möchten. Nach Abschluss der Weiterbildung verfügen die Teilnehmenden über vertiefte Kenntnisse zur strukturellen und funktionellen Organisation der nervalen Strukturen und Sinnesorgane. Sie verstehen die komplexen sensomotorischen Abläufe und sind in der Lage, eigenständig neurologisch fundierte Trainingskonzepte zu entwickeln und anzupassen. Vorab werden die theoretischen Inhalte über Video-Lektionen und ein umfassendes Workbook vermittelt. Während der Präsenzmodule steht die praktische Anwendung im Mittelpunkt: Unter professioneller Anleitung setzen die Teilnehmenden die erlernten Assessments und Trainingsformen um.

Cranio-Sacral-Therapie

Die Fortbildung in Cranio-Sacral-Therapie bietet eine tiefgreifende und praxisorientierte Weiterbildung, die sich speziell an Fachkräfte richtet, welche ihre manuellen Techniken erweitern und verfeinern möchten. Dieser Kurs vermittelt fundierte Einblicke in die Anatomie und Biomechanik des cranio-sacralen Systems, sodass ein integratives Verständnis der physiologischen Grundlagen geschaffen wird. Im Mittelpunkt steht die Anwendung sanfter, nichtinvasiver Verfahren, die zur Harmonisierung und Regulierung des Cranio-Sacral-Systems beitragen.

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Die Weiterbildung ist in vier aufeinander aufbauende Kurse unterteilt, die einen systematischen Ausbildungsprozess garantieren. Das klar strukturierte Programm, das als Osteopathie Seminar anerkannt ist, verknüpft praxisrelevante Inhalte aus unterschiedlichen Bereichen der manuellen Medizin. Themen aus den Bereichen Anatomie und Biomechanik werden ebenso integriert wie Inhalte, die im palpativen Untersuchung Seminar vermittelt werden. Außerdem wird im Rahmen des Osteopathischen Synthese Seminars die Bedeutung der Cranio-Sacral-Therapie innerhalb des ganzheitlichen osteopathischen Gesamtkonzepts umfassend erläutert und in einen logischen Zusammenhang gestellt. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt auf der intensiven Fortbildung im Modul der Querdiaphragmen. Hierbei wird die spezifische Behandlung der Querdiaphragmen detailliert dargestellt. Die Teilnehmenden erhalten nicht nur eine solide theoretische Basis, sondern lernen auch vielfältige praktische Techniken kennen, die dabei unterstützen, Funktionsstörungen im Bereich der Synchondrosis sphenobasilaris gezielt zu regulieren.

Kursmodule / Ausbildungsaufbau:

  • Kurs 1: Grundlagen - Vermittlung der Basiskenntnisse in der Cranio-Sacral-Therapie
  • Kurs 2: Vertiefung - Erweiterung der palpatorischen Untersuchungstechniken und des Verständnisses physiologischer Zusammenhänge
  • Kurs 3: Integration - Verbindung der theoretischen Ansätze in das ganzheitliche osteopathische Konzept (Osteopathische Synthese Seminar)
  • Kurs 4: Spezialisierung - Praktische Anwendung und vertiefte Behandlungstechniken, mit besonderem Fokus auf die Querdiaphragmen

Die Weiterbildung in Cranio-Sacral-Therapie ermöglicht es den Teilnehmern, theoretisches Wissen und praxisbezogene Techniken effektiv miteinander zu verbinden. Durch den modular strukturierten Aufbau können die vermittelten Inhalte schrittweise in den beruflichen Alltag integriert werden.

Vestibuläre Rehabilitationstherapie

Eine Störung des Vestibularorgans ist mit Abstand die häufigste Ursache für Schwindelsymptomatik. Auswertungen mehrerer Kliniken zeigen, dass vestibuläre Störungen in rund 50 % der Fälle das Leitsymptom „Schwindel“ verursachen. Trotzdem werden viele Fälle nicht korrekt diagnostiziert oder behandelt. Ein deutliches Beispiel ist der gutartige, paroxysmale Lagerungsschwindel: Lediglich 8 % der Betroffenen erhielten die richtige Therapie. Nach Abschluss von Modul 2 und einer Kenntnisprüfung erhalten die Teilnehmenden das Zertifikat zum Vestibular-Therapeuten des Instituts für vestibuläre Rehabilitationstherapie (IVRT) sowie die Aufnahme in die europäische Therapeutenliste. Die Prüfung des IVRT ist freiwillig, jedoch Voraussetzung für das Zertifikat. Sie findet am letzten Kurstag von Modul 2 statt und umfasst 20 Multiple-Choice-Fragen sowie eine praktische Demonstration an einem Demo-Patienten.

NELLA Neurophysiologische Entwicklungstherapie

Immer öfter sehen sich Kollegen aus dem therapeutischen Kreis Problemen gegenübergestellt, die ihre eigene therapeutische Zielsetzung übersteigen. Die Gründe sind vielschichtig. Nicht nur die motorische Entwicklung weist zunehmend gravierende Defizite auf, sondern es zeigen sich auch vermehrte Verhaltensauffälligkeiten mit deutlichen Unreifen in der sozial-emotionalen Entwicklung. Bereits sehr früh zeigen sich Abweichungen in der regelrechten Reife, die zunächst nicht so ernst genommen werden. Natürlich verändern sich im Laufe der Entwicklung die Erscheinungsbilder, aber sie „verwachsen“ nicht, sondern „wachsen“ in andere Bereiche hinein.

Mithilfe einer vorangestellten Anamnese werden die Eckdaten, sowie die Auffälligkeiten und Beeinträchtigungen der kindlichen Entwicklung zusammengetragen. Eine anschließende umfangreiche Befundung richtet den Blick auf mögliche vorhandene „Stolpersteine“ (die nicht in der medizinischen Diagnostik auffallen, aber dennoch in einem irritierenden Umfang vorhanden sind), und bietet Erklärungen für Unreifen in der Bewegung, dem Verhalten, der Koordination und Konzentration. Mit einem individuellen Bewegungsprogramm werden die Instabilitäten, unreife Bewegungsmuster und Imbalancen in reife differenzierte motorische Muster umgewandelt. Die Kenntnisse, die in der Fortbildung für Therapeuten in der NELLA neurophysiologischen Entwicklungstherapie vermittelt werden, kann die bisherigen Therapien wertvoll unterstützen, das Interesse wecken die neurophysiologische Entwicklungstherapie in der Praxis als eigenständige Therapie anzuwenden oder diese mit anderen Therapien zu kombinieren. Die Fortbildung setzt sich aus 4 Modulen zusammen. Neben den Präsenztagen sind auch Zeiten der selbstständigen Wiederholung und erste Anwendungen in dem Erlernten Voraussetzung. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Für die weitere Betreuung der Teilnehmer, für Fragen, Fallbesprechungen oder auch Wiederholungen usw., werden mehrmals im Jahr Supervisionen angeboten.

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Kursinhalte / Module:

  • Modul 1: Theorie der Hirnentwicklung, embryonale und fötale Entwicklung, Geburt, frühkindliche Entwicklung. Motorische Entwicklung im 1. Lebensjahr - Eckpunkte, Meilensteine, Besonderheiten, Problematiken, Komplikationen. Die Bausteine der Neurophysiologischen Entwicklungstherapie als Ablauf kennenlernen. Erstes Kennenlernen der Abläufe der neurophysiologischen Entwicklungstherapie in der Einzeltherapie. Einführung Anamnese. Übungen aus dem Therapieprogramm
  • Modul 2: Anhand der Kenntnisse über die motorische Entwicklung, wird im 2. Kurs die Verbindung zum Hören, Sehen, Sprechen und der Emotionalität hergestellt. Theoretische Grundlagen der prä- und postnatalen sensorischen Entwicklungsschritte. Sehentwicklung, Hörentwicklung, Sprachentwicklung, Verhalten/Emotionalität. Besonderheiten - Problematiken - Komplikationen - Abweichungen - Auswirkungen. Herausarbeiten der Zusammenhänge zwischen den motorischen und sensorischen Systemen. Die vollständige Anamnese üben und durchführen. Einführung in die Befundung mit dem Erkennen von Unreifen. Die Zusammenhänge in der Anamnese in Bezug zur neurophysiologischen Entwicklung und der Befundung erkennen und verstehen. Übungen aus dem Therapieprogramm
  • Modul 3: Anhand von Beispielen und Selbstversuchen werden die Entwicklungsschritte wiederholt und mit den Abweichungen in Bezug gesetzt. Die Bausteine der Neurophysiologischen Entwicklungstherapie als Ablauf kennenlernen. Wiederholung der Anamnese / Wiederholung und Abschluss Befundung. Welche Rückschlüsse ergeben sich für die Therapie? Alle Basisübungen aus dem Therapieprogramm werden vorgestellt und praktisch durchgeführt. Grundlagen für den Übungsaufbau in der Therapie. Hinweise für die praktische Umsetzung im Alltag. Prüfungsvorbereitung
  • Modul 4: Zusammenfassung des Gelernten und anhand von Fallbeispielen Fragen und Unsicherheiten in der neurophysiologischen Therapie lösen.

Bobath-Konzept

Das Bobath-Konzept bietet allen beteiligten Berufsgruppen eine gemeinsame Basis für ihre Arbeit mit Schlaganfall- und Schädel-Hirn-Trauma-Betroffenen. Im Seminar wird nach kurzer theoretischer Einführung der fördernde Umgang mit erwachsenen halbseitengelähmten Personen geübt. Hierfür werden Behandlungsprinzipien und Handgriffe vorgestellt, die sich an den benötigten Mobilitätsbausteinen im Tagesablauf eines Krankenhauses, der Privatwohnung oder in einem Pflegeheim orientieren. Der Basislehrgang „Bobath für Erwachsene“ richtet sich an Fachkräfte aus Physiotherapie, Ergotherapie und Medizin. Der Kurs ist von der International Bobath Instructors Training Association (IBITA) anerkannt und somit bei gesetzlichen und privaten Krankenkassen abrechnungsfähig. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander: Inhalte aus Neurophysiologie, Neuropathologie sowie motorischem Lernen werden mit praktischen Trainingssequenzen kombiniert. Ziel ist es, individuelle Therapiekonzepte zu entwickeln, Bewegungsressourcen gezielt zu aktivieren und atypische sowie kompensatorische Bewegungen zu minimieren. Teilnahmevoraussetzung ist eine staatliche Zulassung als Physiotherapeut/in oder Ergotherapeut/in sowie eine mindestens zwölfmonatige Berufserfahrung in Vollzeit (bei Teilzeit entsprechend länger).

Funktionelle Arm- und Handtherapie

Eine der jeweiligen Aufgabe angepasste Bewegungsvorstellung und ein dafür adäquater Muskeltonus in allen beteiligten Körperabschnitten unterstützt die Wiedererlangung alltagsrelevanter Arm- und Handfunktionen wesentlich.

Organgymnastik (OGYM)

Die Organgymnastik (OGYM) verbindet auf einzigartige Weise Bewegung, Atmung und Wahrnehmung und wird damit zu einem ganzheitlichen Training für Körper und Geist. Ursprünglich in den 1950er Jahren von Senta und Hinrich Medau an der Medau Schule entwickelt, wird OGYM heute durch viele therapeutische Aspekte aus der Physiotherapie und Gesundheitsprävention ergänzt und ist aktueller denn je. Bewusste, fließende Bewegungsabläufe, achtsames Atmen, sensorische Wahrnehmungsübungen stärken nicht nur die körperliche Funktionsfähigkeit, sondern auch die psychische Stabilität und Resilienz im Alltag. Diese praxisorientierte Kursleiter Ausbildung vermittelt die Kompetenz, Organgymnastik (OGYM) mit einem fundierten medizinischen Verständnis zu unterrichten und gezielt im therapeutischen Kontext einzusetzen. Behandelt werden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungskompetenzen. Der erste Aufbaukurs vertieft die Grundlagen der OGYM Praxis.

Muskeltraining zur Beeinflussung von Wirbelsäule, Gelenken und Organen

Das Ziel des Kurses ist es, ein Muskeltraining am Patienten zur Beeinflussung von Wirbelsäule, Gelenkaktivitäten und inneren Organen durchzuführen. Dadurch können Fehlstellungen und Haltungsasymmetrien korrigiert werden. Es geht dabei auch um die Anbahnung physiologischer Bewegungsmuster mit Regulierung des Muskeltonus. Die Anwendungsmöglichkeiten beziehen sich auf jede Altersstufe, vom Säuglings- bis ins Seniorenalter. Diagnosen und Symptome aus der Orthopädie, Pädiatrie und Neurologie stehen besonders im Fokus. Bereits nach dem 1. Teil wird die erlernte Technik mit Therapiekonzepten aus den Bereichen Bobath, MT u.v.m. kombiniert.

Schmerztherapie und Traumabewältigung

Die Weiterbildung verbindet fundierte Kenntnisse der Schmerzforschung mit praxisorientierten Techniken zur Traumabewältigung. Ausgehend von klinischer Erfahrung werden differenzierte Verfahren der multimodalen Schmerztherapie und aktuelle Ansätze zur körperorientierten Traumaverarbeitung vermittelt. Die Inhalte basieren auf dem Problemorientierten Lernen (PoL), wodurch Theorie und Fallbeispiele eng verknüpft werden. So erarbeiten Teilnehmende selbstständig Hypothesen, erproben Diagnostikverfahren und erlernen effektive Methoden, um Schmerzprozesse und psychische Folgestörungen gemeinsam im interdisziplinären Team zu behandeln. Diese strukturierte Fortbildung vermittelt systematisch Fähigkeiten zur Differenzialdiagnostik und Behandlung von Schmerz und psychischen Traumafolgen. Durch die konsequente Anwendung des Problemorientierten Lernens entfalten die vermittelten Konzepte sofortige Praxisrelevanz.

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PNF für Ergotherapeuten

Die Weiterbildung PNF für Ergotherapeuten vermittelt fundiertes Wissen zur propriozeptiven neuromuskulären Fazilitation. Die propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation (PNF) ist ein Konzept, welches durch gezielte Handgriffe innerhalb einer Aktivität, wie z.B. beim Anziehen, das motorische Lernen fördert. PNF steht für Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation. Das Üben von sinnvollen Aktivitäten steht im Vordergrund dieser Kurse. Da Patienten in der heutigen Zeit nicht mehr so lange bettlägerig sind und PNF auch Anwendung bei ambulanten Patienten, sowie im häuslichen und sportlichen Umfeld findet, ist die Behandlung in liegender Positionen nicht mehr zeitgemäß. Technischer Fortschritt ermöglicht frühe Belastungen auch mit modernen Hilfsmitteln, die physiologische Bewegungsabläufe fördern. Die Therapiemethoden sind darauf abgezielt diese zu unterstützen. Die Rolle der Propriozeptoren als Feedbackrezeptoren, die auf Druck und Zug reagieren, sowohl zum Schutz der Körperstrukturen als auch um die automatische und unbewusste Haltungskontrolle des Organismus zu gewährleisten, bestimmt die methodische Vorgehensweisen dieser Therapie. Die Hände des Therapeuten werden nur, wenn nötig, dort wo nötig eingesetzt, um das Gehirn Rückmeldung zu erteilen wie eine Bewegung erfolgen kann. Die PNF Fortbildung im Präsenzkurs bietet Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten praxisorientierte Methoden, um mit minimaler manueller Hilfe effektives motorisches Lernen zu unterstützen. Durch die Kombination aus theoretischen Grundlagen und praxisnahen Übungen ermöglicht diese Fortbildung PNF-Techniken Fortbildung inklusive ADL-Übungen eine zielgerichtete Anwendung im klinischen und ambulanten Umfeld.

Behandlung neurologischer Haupterkrankungen

Der Kursteilnehmer lernt die wichtigsten motorischen Probleme der verschiedenen Erkrankungen zu erkennen und zu behandeln. Der Kurs vermittelt ein einfaches aber gezieltes Handwerkszeug für die entsprechenden Erkrankungen. Es werden Probleme der neurologischen Haupterkrankungen erkannt (M. Parkinson, Multiple Sklerose, Schlaganfall u.a.) und bewährte „Übungen“ und gezieltes Training für die o.g. Erkrankungen vermittelt. Dieser Kurs findet hybrid statt, das heißt, er wird sowohl Online als auch in Präsenz angeboten.

AD(H)S im Überblick

In dieser Einheit erhalten Sie einen Überblick über die typischen Symptome sowie die alltäglichen Herausforderungen, die mit AD(H)S einhergehen. Es wird thematisiert, woran sich ein möglicher Verdacht auf ein AD(H)S erkennen lässt. Es wird auch thematisiert, was zu tun ist, wenn ein Anfangsverdacht besteht, an wen man sich in diesem Fall wenden kann und ob es möglicherweise bereits vor einer Testung Möglichkeiten gibt, bestimmte Beobachtungen anzustellen oder Materialien durchzusehen. Es wird auch thematisiert, ob erwachsene Betroffene die gleichen Symptome wie Kinder haben, wie sich ein AD(H)S im Erwachsenenalter zeigt und mit welchen Herausforderungen Betroffene im Alltag konfrontiert sind. Abschließend wird thematisiert, wie eine therapeutische Unterstützung aussehen kann - und warum es so entscheidend ist, auch die Angehörigen mit einzubeziehen.

Therapie bei Multipler Sklerose, Schlaganfall, M. Parkinson

In diesem Kurs mit 80% Praxisanteilen werden die wichtigsten Probleme des Einsatzes von Hand und Arm bei motorischen Störungen analysiert und im Anschluss eine geeignete Therapie entwickelt. Es werden typische Störungen beim Armeinsatzes erkannt ( z.B. bei Multiple Sklerose, Schlaganfall, M. Parkinson u.a.) und entsprechende Behandlungen vermittelt. In diesem Kurs wird ein praxisnahes und evidenzbasiertes Konzept zur Behandlung bei M. Parkinson vermittelt. Der Kurs richtet sich an Fachkräfte, die ihr Wissen im Rahmen einer interdisziplinären Parkinson-Weiterbildung vertiefen möchten. Dabei fließen medizinische, therapeutische und bewegungstherapeutische Ansätze gleichermaßen ein. Das strukturierte Curriculum deckt sowohl theoretische Grundlagen als auch praxisnahe Module ab. In Form von Parkinson- und interdisziplinären Seminaren werden zentrale Krankheitsmerkmale und therapeutische Konzepte vermittelt. Ergänzt wird das Angebot durch praxisorientierte Einheiten, wie sie auch in Fortbildungen zu Bewegung und Sport speziell für Parkinson thematisiert werden. Anhand konkreter Fallbeispiele wird der Transfer des theoretischen Wissens in den klinischen Alltag veranschaulicht. Besonders hervorzuheben ist der interdisziplinäre Austausch, der eine nachhaltige Integration der vermittelten Ansätze in den therapeutischen Alltag fördert. Die Kombination aus fundierter Theorie und anschaulichen Fallbeispielen bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, differenzierte Behandlungspläne zu erstellen, die an den spezifischen Befunden der Patienten orientiert sind. Die systematische Gliederung des Kurses ermöglicht es den Teilnehmern, ihr Wissen schrittweise aufzubauen und optimal in den beruflichen Alltag zu integrieren. Die Kombination aus interdisziplinären Ansätzen und evidenzbasierten Inhalten trägt dazu bei, die Komplexität der Parkinson-Erkrankung umfassend zu verstehen und zielführend zu therapieren. Fachkräfte profitieren dabei von einem praxisnahen Ausbildungsformat, das durch die klare Struktur und die Vielzahl an Fallbeispielen überzeugt. So wird gewährleistet, dass die erarbeiteten Konzepte nachhaltig in die tägliche Arbeit einfließen und die Versorgung von Patienten mit M. Parkinson optimieren.

Augenschule Sehtraining Kompaktkurs

Die Veranstaltung bildet eine fundierte Grundlage für die moderne Augenschule und ist integraler Bestandteil der Weiterbildung „Augenschule Sehtraining Kompaktkurs“. Im Zentrum des Seminars stehen die Prozesse der Wahrnehmungsverarbeitung und deren Einfluss auf das Lernen. Der Kurs legt großen Wert auf die frühkindliche Entwicklung sowie auf den Erwerb motorischer und sensorischer Fähigkeiten. Viele Sehstörungen haben ihre Ursache in einer mangelhaften Koordination der Augenmuskulatur. Deshalb konzentriert sich das Hybrid-Seminar darauf, durch gezielte Entspannungsübungen falsche Sehgewohnheiten zu korrigieren und die Augenmuskulatur zu lockern. Diese Maßnahmen schaffen die Voraussetzung für effektivere visuelle Prozesse und eine verbesserte Lernfähigkeit. Die hybride Teilnahmeform bietet den Vorteil, dass Theorie und Praxis aufeinander abgestimmt präsentiert werden. Teilnehmer erlernen verschiedene Techniken und Übungen, die der Verbesserung der Augenkoordination dienen. Durch praxisnahe Demonstrationen und fundierte theoretische Einblicke erhalten die Lernenden wertvolles Wissen, das sie unmittelbar in ihren Alltag integrieren können. Mit einer ausgewogenen Mischung aus theoretischen Grundlagen und praktischen Übungen unterstützt der Kurs die Teilnehmenden dabei, komplexe Zusammenhänge des Sehens zu verstehen. Die vermittelten Techniken lassen sich leicht in den beruflichen Alltag integrieren, wodurch eine kontinuierliche Weiterbildung im Bereich Sehtraining gewährleistet wird. Die Struktur des Seminars sorgt dafür, dass sowohl Online- als auch Präsenzoptionen gleichermaßen berücksichtigt werden, ohne dass ein Aspekt überbetont wird.

Spiegeltherapie in der Neurorehabilitation und Schmerzbehandlung

In den letzten Jahren hat die Neurowissenschaft zu einem tieferen Verständnis von Um- und Reorganisationsprozessen des Gehirns bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen (v.a. Schlaganfall) oder chronischen Schmerzen (z.B. komplexes regionales Schmerzsyndrom, Phantomschmerz) geführt. Auf dieser Grundlage wurde die Spiegeltherapie als gezieltes Therapieverfahren entwickelt, um Schmerzen zu lindern oder sensomotorische Funktionen zu verbessern. Im Kurs „Die Spiegeltherapie in der Neurorehabilitation und Schmerzbehandlung“ werden sowohl die theoretischen Hintergründe zur Spiegeltherapie als auch insbesondere die praktische Anwendung der Spiegeltherapie in der neurologischen Rehabilitation und der Behandlung von Patienten mit chronischen Extremitätenschmerzen vermittelt. Es wird die Entwicklung, die Wirkungsweise und die Effektivität der Spiegeltherapie dargestellt. Funktionsstörungen nach neurologischen Schädigungen und zur Verringerung von verschiedenen Schmerzsyndromen.

Hirnnerven

Tauche ein in die faszinierende Welt der Hirnnerven und entdecke, wie dieses komplexe, vernetzte System einen entscheidenden Einfluss auf die Behandlung verschiedener Beschwerden haben kann. Dieser Kurs vermittelt dir fundiertes Wissen über die Funktion und Bedeutung der Hirnnerven, ihre Rolle im Nervensystem sowie praktische Ansätze für die Behandlung und Eigenbehandlung.

Tai Chi bei M. Parkinson

Diese traditionelle Bewegungskunst hat ihren Ursprung im China des 17. Jahrhunderts. Ihre Besonderheit liegt in der Verknüpfung von Konzentration, Entschleunigung und Entspannung mit körperlicher Bewegung, Aufrichtung und Zentrierung. Gerade diese Kombination hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und damit auf die ganzheitliche Entwicklung von Körper und Geist. Basierend auf diesen Prinzipien wurde das therapeutische Trainingsprogramm Keep Moving entwickelt. Richtig Stehen - Gehen - Sitzen im TaiChi bei M. Parkinson kann helfen, Entspannung beim M. Parkinson zu fördern.

Dysphagietherapie

Dysphagien sind komplexe Störungsbilder und erfordern daher Behandlungsansätze, die verschiedene therapeutische Blickwinkel integrieren. In diesem Seminar werden sprachtherapeutische und physiotherapeutische Ansätze in der Behandlung dysphagischer PatientInnen aufgezeigt, die zu einer Verbesserung der Atem- und Schluckfunktion angewendet werden können. Dazu werden funktionelle Zusammenhänge erläutert, der Schwerpunkt liegt jedoch beim praktischen Üben.

Inhalte des Seminars:

  • Zusammenhang von Haltungshintergrund und Schluckfunktion: Lagewechsel, Positionierung und Haltungsaufbau
  • aktivierende und ressourcenorientierte Dysphagietherapie
  • facio-orale Mobilisation von Kiefer, Zunge und oberen Kopfgelenken in der erarbeiteten Behandlungsposition
  • Verbesserung des Sekretmanagements und der Atem-Schluck-Koordination durch Lagerungen und atemtherapeutische Techniken und Hilfsmittel
  • praktische Übungen unter Supervision in den genannten Therapiebereichen

Die TeilnehmerInnen erwerben durch das Seminar Sicherheit in der Auswahl und praktischen Durchführung von Techniken zur Lagerung und Positionierung von PatientInnen, die die Grundlage für eine effektive Dysphagietherapie sind. Sie erlernen Techniken zur Mobilisation schluckrelevanter facio-oraler Strukturen unter Berücksichtigung der Prinzipien von Stabilität und Mobilität.

Online-Fortbildungen

ErgoWebinar ist der perfekte Weg, um auf dem aktuellen Stand des Berufs zu bleiben. Sie können ErgoWebinar nutzen, um auf dem aktuellen Stand der Therapietechniken zu bleiben. Die Kurzzeit-Seminare bieten durch das kostenfreie Videoportal nach dem Kurs ein Maximum an freier Nutzungszeit. Die Fortbildungen werden von Expert:innen in ihrem Fachgebiet strukturiert und zusammengestellt. Sie führen Sie durch die praktischen Anleitungen und die kurzen Theorieblöcke. Alle einzelnen Web Seminare können mit individualisiertem Zuschnitt als Inhouse Fortbildung auch für das multidisziplinäre Team gekauft werden. Natürlich können Sie auch mehrere passende Kursthemen zu einem Bundle zusammenschnüren und erwerben.

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