Lamotrigin ist ein Medikament, das ursprünglich zur Behandlung von Epilepsie entwickelt wurde. Es gehört als Antiepileptikum der 2. Generation zu den wichtigsten Therapeutika bei Krampfanfällen, wird aber vorbeugend auch gegen depressive Episoden bei Bipolarer Störung eingesetzt. Inzwischen wird es auch zur Vorbeugung von Migräneattacken eingesetzt, obwohl dies nicht das Hauptanwendungsgebiet ist. Dieser Artikel bietet Ihnen umfassende Informationen über die Anwendung von Lamotrigin zur Migräneprophylaxe, einschließlich Dosierung, Wirkungsweise, Nebenwirkungen und wichtiger Hinweise.
Einführung in Lamotrigin
Lamotrigin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiepileptika mit antiepileptischen (krampfverhindernden) und stimmungsstabilisierenden Eigenschaften. Es wurde erstmals 1993 zugelassen und hat sich seitdem als wirksames Medikament zur Behandlung verschiedener neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen etabliert.
Wirkungsweise von Lamotrigin
Lamotrigin senkt die Übererregbarkeit durch Blockade von bestimmten Ionenkanälen (vor allem spannungsabhängigen Natrium- und Calciumkanälen) in den Nervenzellen, und vermindert so die Gefahr eines epileptischen Anfalls. Das menschliche Nervensystem wird durch bestimmte Botenstoffe aktiviert oder gehemmt. Normalerweise werden diese Botenstoffe entsprechend der äußeren Umstände ausgeschüttet und gewährleisten eine angemessene Reaktion des Körpers auf verschiedene Situationen wie Verletzungen, Stress oder Ruhe.
Bei Erkrankungen des Nervensystems ist dieses kontrollierte Gleichgewicht gestört. Durch eine genetische Vorbelastung oder auch durch Verletzungen des Gehirns kann die Erregung verstärkt oder die Hemmung vermindert sein. Das Nervensystem des Gehirns ist dann übererregbar, was zu epileptischen Krampfanfällen führen kann.
Aufgrund seiner stimmungsstabilisierenden Wirkung kann Lamotrigin auch zur Vorbeugung von Depressionen bei Menschen mit bipolarer Störung eingesetzt werden. Lamotrigin verhält sich wie ein schwaches Antiarrhythmikum der Klasse IB mit damit verbundenem potenziellen Risiko für schwerwiegende oder tödliche kardiale Ereignisse.
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Anwendungsgebiete von Lamotrigin
Zu den Hauptanwendungsgebieten von Lamotrigin gehören:
- Epilepsie: Monotherapie und Zusatztherapie bei verschiedenen Formen von Epilepsie, einschließlich fokaler und generalisierter Anfälle, sowie Anfälle im Zusammenhang mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom.
- Bipolare Störung: Prävention von depressiven Episoden bei Patienten mit Bipolar-I-Störung.
Obwohl Lamotrigin nicht speziell für die Migräneprophylaxe zugelassen ist, wird es in einigen Fällen "Off-Label" eingesetzt, wenn andere Behandlungen nicht wirksam sind oder nicht vertragen werden.
Lamotrigin bei Migräne
Lamotrigin wird mitunter zur Linderung der Schmerzen bei Migräne angewendet. Lamotrigin ist ein Wirkstoff, der auch die Symptome bei der Parkinson-Krankheit und dem Veitstanz (Chorea Huntington), Krampfanfälle beim Status Epilepticus lindern kann.
Dosierung von Lamotrigin
Die Dosierung von Lamotrigin muss individuell an den Patienten angepasst werden. Die Behandlung beginnt immer mit einer sehr niedrigen Dosis, die langsam gesteigert wird, um das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren. Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt. Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung. Das Arzneimittel ist vor allem für den Behandlungsbeginn geeignet. Für die Folgebehandlung stehen Arzneimittel mit höherem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren mit Epilepsie:
- Monotherapie:
- Woche 1+2: 25 mg/Tag (1-mal täglich)
- Woche 3+4: 50 mg/Tag (1-mal täglich)
- Erhaltungsdosis: 100-200 mg/Tag (1-mal täglich oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen morgens und abends)
- Kombinationstherapie:
- Mit nicht Valproinsäure-haltigen, enzyminduzierenden Arzneimitteln (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Rifampicin):
- Woche 1+2: 50 mg 1-mal täglich
- Woche 3+4: 100 mg/Tag (in 2 Einzeldosen)
- Erhaltungsdosis: 200-400 mg/Tag (aufgeteilt in 2 Einzeldosen morgens und abends)
- Mit nicht Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln, welche die Pharmakokinetik von Lamotrigin nicht beeinflussen:
- Woche 1+2: 25 mg/Tag (1-mal täglich)
- Woche 3+4: 50 mg/Tag (1-mal täglich)
- Erhaltungsdosis: 100-200 mg/Tag (1-mal täglich oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen morgens und abends)
- Mit Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln:
- Woche 1+2: 25 mg jeden zweiten Tag
- Woche 3+4: 25 mg 1-mal täglich
- Erhaltungsdosis: 100-200 mg/Tag (1-mal täglich oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen morgens und abends)
- Mit nicht Valproinsäure-haltigen, enzyminduzierenden Arzneimitteln (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Rifampicin):
Kinder von 2-12 Jahren mit Epilepsie:
- Monotherapie typischer Absencen:
- Woche 1+2: 0,3 mg/kg/Tag (1-mal täglich oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen morgens und abends)
- Woche 3+4: 0,6 mg/kg/Tag (1-mal täglich oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen morgens und abends)
- Erhaltungsdosis: 1-10 mg/kg/Tag (1-mal täglich oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen morgens und abends)
- Kombinationstherapie:
- Mit nicht Valproinsäure-haltigen, enzyminduzierenden Arzneimitteln (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Rifampicin):
- Woche 1+2: 0,6 mg/kg KG/Tag (aufgeteilt in 2 Einzeldosen morgens und abends)
- Woche 3+4: 1,2 mg/kg KG/Tag (in 2 Einzeldosen)
- Erhaltungsdosis: 5-15 mg/kg KG/Tag (aufgeteilt in 2 Einzeldosen morgens und abends)
- Mit nicht Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln, welche die Pharmakokinetik von Lamotrigin nicht beeinflussen:
- Woche 1+2: 0,3 mg/kg KG/Tag (1-mal täglich oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen morgens und abends)
- Woche 3+4: 0,6 mg/kg KG/Tag (1-mal täglich oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen)
- Erhaltungsdosis: 1-10 mg/kg KG/Tag (1-mal täglich oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen morgens und abends)
- Mit Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln:
- Woche 1+2: 0,15 mg/kg KG/Tag (1-mal täglich)
- Woche 3+4: 0,3 mg/kg KG/Tag (1-mal täglich)
- Erhaltungsdosis: 1-5 mg/kg KG/Tag (1-mal täglich oder in 2 Einzeldosen)
- Mit nicht Valproinsäure-haltigen, enzyminduzierenden Arzneimitteln (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Rifampicin):
Wichtige Hinweise zur Dosierung:
- Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
- Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung.
- Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
- Bei Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung muss die Dosis möglicherweise reduziert werden.
- Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel einnehmen, müssen dies dem behandelnden Arzt unbedingt mitteilen, da die Lamotrigin-Dosis in diesem Fall angepasst werden muss.
Art der Anwendung
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Tabletten dürfen nicht gekaut oder zerstoßen werden. Mörsern zur erleichterten Einnahme ist möglich (off-label). Suspendieren zur erleichterten Einnahme ist möglich (off-label).
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Dauer der Anwendung
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Gegenanzeigen
Lamotrigin darf nicht eingenommen werden bei:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren.
- Patienten, die in der Vorgeschichte bereits eine Allergie oder einen Hautausschlag auf andere Antiepileptika entwickelt haben.
- Das HLA-B*1502 Allel ist bei Personen asiatischer Herkunft (v.a. Han-Chinesen und Thailändern) bei der Behandlung mit Lamotrigin mit dem Risiko der Entwicklung von SJS/TEN verbunden.
- Patienten, die Lamotrigin aufgrund eines im Zusammenhang mit vorangegangener Behandlung aufgetretenen Hautausschlages abgesetzt haben.
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Hautausschläge: Alle Patienten, die Hautausschlag entwickeln: umgehende Untersuchung empfohlen. Lamotrigin sofort absetzen (außer Hautausschlag steht eindeutig nicht mit Lamotrigin-Therapie im Zusammenhang). Bei Kindern kann das erstmalige Auftreten eines Hautausschlages fälschlicherweise für einen Infekt gehalten werden.
- Suizidgedanken: Patienten mit bipolarer Störung: insbesondere zu Behandlungsbeginn oder bei Dosisanpassung engmaschig auf eine klinische Verschlechterung (einschließlich der Entwicklung neuer Symptome) und auf Suizidalität überwachen.
- Herzprobleme: Anwendung von Lamotrigin sorgfältig abwägen bei klinisch bedeutsamen strukturellen oder funktionellen Herzerkrankung wie Brugada-Syndrom oder anderen Herzkanalerkrankungen, Herzversagen, ischämischer Herzkrankheit, Herzblock oder ventrikulären Arrhythmien.
- Lichtempfindlichkeit: Bei Patienten, die Zeichen von Lamotrigin assoziierter Lichtempfindlichkeit (wie starken Sonnenbrand) aufweisen ein Absetzen in Erwägung ziehen, bei Fortsetzen Sonneneinstrahlung und künstliches UV-Licht meiden und Schutzmaßnahmen ergreifen.
- Reaktionsvermögen: Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein.
- Alkohol: Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
- Anti-Baby-Pille: Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden.
- Plötzliches Absetzen: Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden.
- Lactose: Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose.
- Wechselwirkungen: Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Lamotrigin Nebenwirkungen haben. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht bis mittelschwer und verschwinden im Laufe der Behandlung.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
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- Magen-Darm-Beschwerden, wie:Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Benommenheit
- Müdigkeit
- Schlafstörungen, wie:Schlaflosigkeit
- Koordinationsstörung
- Aggressives Verhalten
- Reizbarkeit
- Unruhe
- Zittern
- Selbstmordgedanken
- Sehstörungen, wie:Augenzittern, Doppeltsehen, Verschwommenes Sehen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:Hautausschlag, Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Rückenschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Schläfrigkeit
- Haarausfall
- Schmerzen
Einige häufige Nebenwirkungen sind:
- Sehr häufig: Kopfschmerzen, Hautausschlag.
- Häufig: Aggressivität, Reizbarkeit, Somnolenz, Schwindel, Tremor, Insomnie, Agitiertheit, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Mundtrockenheit, Arthralgie, Müdigkeit, Schmerzen, Rückenschmerzen.
- Gelegentlich: Diplopie, Verschwommensehen, Lichtempfindlichkeitsreaktion, Alopezie.
- Selten: Nystagmus, aseptische Meningitis, Konjunktivitis, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom.
- Sehr selten: Blutbildveränderungen, Überempfindlichkeitssyndrom, Verwirrtheit, Halluzinationen, Tics, Standunsicherheit, Bewegungsstörungen, Verschlimmerung der Parkinson-Krankheit, extrapyramidale Nebenwirkungen, Choreoathetose, Zunahme der Anfallsfrequenz, Leberversagen, Leberfunktionsstörungen, erhöhte Leberfunktionswerte, toxisch epidermale Nekrolyse, Lupus-ähnliche Reaktionen.
- Häufigkeit nicht bekannt: Lymphadenopathie, Pseudolymphom, Hypogammaglobulinämie, akute psychotische Reaktionen, Albträume, Zwangsstörung, Tubulointerstitielle Nephritis, Tubulointerstitielle-Nephritis-mit-Uveitis-Syndrom.
Überdosierung
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Koordinationsstörungen und Bewusstseinsstörungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Symptome: Nystagmus, Ataxie, Bewusstseinsstörungen, Verschlechterung des Anfallsleidens, Grand-Mal-Anfällen, EKG-Veränderungen, z. B. Verbreiterung des QRS-Komplexes (intraventrikuläre Reizleitungsverzögerung) und QT-Verlängerung, Tachykardie, und Koma.
Behandlung: Der Patient sollte in ein Krankenhaus eingewiesen werden und angemessene unterstützende Maßnahmen erhalten. Falls indiziert, sollte eine Behandlung zur Verringerung der Resorption (Aktivkohle) durchgeführt werden.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Lamotrigin kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten eingehen. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle Medikamente informieren, die Sie einnehmen, einschließlich rezeptfreier Medikamente, pflanzlicher Produkte und Nahrungsergänzungsmittel.
Einige wichtige Wechselwirkungen sind:
- Valproat: Verminderte Metabolisierung von Lamotrigin.
- Bestimmte Antiepileptika (z.B. Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon), die Cytochrom-P-450 induzieren: induzieren auch UGTs und verstärken damit Abbau von Lamotrigin.
- Oxcarbazepin und Carbamazepin: zentralnervöse Störungen wie Schwindel, Ataxie, Diplopie, Verschwommensehen und Übelkeit möglich.
- Ethinylestradiol/Levonorgestrel-Kombinationen (möglicherweise auch andere orale Kontrazeptiva und Hormonersatztherapien): erhöhte Clearance und Abnahme des Serumspiegels von Lamotrigin möglich, Verminderung der empfängnisverhütenden Wirksamkeit kann nicht ausgeschlossen werden.
- Rifampicin: Erhöhung der Clearance und Verringerung der Halbwertszeit von Lamotrigin durch Induktion der Glucuronidierung.
- Lopinavir/Ritonavir und Atazanavir/Ritonavir: senken die Plasmakonzentration von Lamotrigin.
- Paracetamol verkürzt bei gleichzeitiger Verabreichung die Wirkdauer von Lamotrigin.
Lamotrigin in Schwangerschaft und Stillzeit
Lamotrigin sollte während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt angewendet werden. Der Wirkstoff senkt den Folsäure-Blutspiegel und könnte so möglicherweise zu einem erhöhten Risiko für eine Schädigung des Ungeborenen führen. Besonders in der Frühschwangerschaft scheint bei gleichzeitiger Einnahe des Wirkstoffes ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen des Mundes und Gaumens zu bestehen. Lamotrigin tritt in die Muttermilch über und kann dadurch beim gestillten Säugling Wirkstoffmengen erreichen, die im Bereich therapieüblicher Wirkstoffkonzentrationen der Mutter liegen. Deshalb sollte nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung gestillt werden. Wenn gestillt wird, sollte der Säugling auf mögliche Effekte beziehungsweise Nebenwirkungen hin ärztlich beobachtet werden.
Zusätzliche Informationen
- Das Präparat ist nicht dosisgleich teilbar.
- Darf nicht zerkaut werden.
- Darf nicht zerbrochen/zerkleinert werden.
- Nicht über 25 °C lagern.
Fazit
Lamotrigin ist ein vielseitiges Medikament, das zur Behandlung von Epilepsie und bipolaren Störungen eingesetzt wird. Obwohl es nicht speziell für die Migräneprophylaxe zugelassen ist, kann es in einigen Fällen eine wirksame Option sein. Es ist wichtig, dass Sie die Anwendung von Lamotrigin mit Ihrem Arzt besprechen, um sicherzustellen, dass es für Sie geeignet ist und dass Sie die richtige Dosierung erhalten. Achten Sie auf mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
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