Neurologie hoch2: Ein umfassendes Lehrbuch für Medizinstudierende

Das Buch „Neurologie hoch2“, verfasst von Matthias Sitzer und Helmuth Steinmetz und erschienen im Elsevier-Verlag, präsentiert sich als ein umfassendes klinisches Fachbuch für das Gebiet der Neurologie. Es ist in der 2. Auflage mit 297 Farbabbildungen erhältlich, inklusive Online-Nutzung.

Zielgruppe und Konzeption des Buches

Das Buch richtet sich explizit an Medizinstudierende im klinischen Studienabschnitt und bietet einen optimalen Einstieg in das Fach. Es bündelt die Stoffmenge auf das richtige Maß und erklärt alle relevanten Erkrankungen und die zugrundeliegenden Störungen anschaulich. Es ist sowohl als Lehrbuch als auch als Exzerpt konzipiert und unterstützt somit das unterrichtsbegleitende Erarbeiten des neurologischen Wissens sowie das schnelle Wiederholen vor Prüfungen. Im „Neurologie hoch2“ kommt die Erfahrung von Lehrenden und Lernenden auf ideale Art zusammen. Das Autorenteam besteht aus Dozierenden und Studierenden bzw. jungen Assistenzärzten und -ärztinnen, was eine verständliche Darstellung der Neurologie gewährleistet.

Inhalt und Struktur

Das Buch behandelt neurologische Untersuchungstechniken, neurologische Erkrankungen und deren Behandlung sowie ergänzend ethische Fragen und Neuroradiologie. Es beginnt mit einem einleitenden Kapitel über Hirnnerven und die neurologische Untersuchung, zum Beispiel für die Motorik, sowie einige wichtige Syndrome. In den weiteren Kapiteln werden die verschiedenen neurologischen Erkrankungen, einschließlich neurologischer Geriatrie und neurologischer Entwicklungsstörungen, behandelt.

Der Buchaufbau zu den einzelnen Erkrankungen erscheint logisch und folgt einem roten Faden. Zunächst gehen die Autoren auf die Epidemiologie der Erkrankung, ihre Klinik und deren Verlauf, die Diagnostik und die Differentialdiagnosen ein. Anschließend folgen Pathologien, Pathophysiologie oder Pathogenese zu den einzelnen Erkrankungen, bevor es abschließend mit der Therapie weitergeht.

Didaktische Besonderheiten

Besonders hervorzuheben sind die didaktischen Elemente des Buches. Im Haupttext wird das neurologische Wissen verständlich dargestellt. In den Randspalten finden sich kurze Zusammenfassungen, die von Co-Autoren verfasst wurden und den wichtigsten Inhalt des Textes zusammenfassen. Diese Kurzzusammenfassungen eignen sich besonders gut für Studierende, um den wichtigsten Inhalt des Textes zu behalten. In der Randspalte werden auch Kästen hervorgehoben, die sich im Text befinden und Praxis- und Lerntipps, Merke oder Cave's enthalten. Am Ende der Kapitel gibt es Übungsfragen, die auf das zweite Staatsexamen oder die mündliche Prüfung vorbereiten sollen. Besonders hilfreich sind die Verweise auf wichtige Prüfungsinhalte beim IMPP oder der Hinweis, dass das behandelte Thema Bestandteil des „nationalen kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin (NKLM)“ ist.

Lesen Sie auch: Neurologie Lehrbuch – Unsere Empfehlung

Der Text wird durch Tabellen ergänzt, die den Inhalt besser gliedern. Die Autoren nutzen Abbildungen, um das Verständnis des Lesers zu unterstützen, zum Beispiel bei der Erklärung der arteriellen Versorgung des Gehirns. Das Buch lässt sich gut lesen, die Fachbegriffe werden erläutert, und es kommt ein Lesefluss zustande, da auch die Sätze kurzgehalten sind.

Zugang zum E-Book

Die PIN im Buch gibt Zugang zum dazugehörigen E-Book. Im E-Book kann man besonders leicht zwischen Haupt- und Randspalte navigieren und immer und überall auf die Inhalte zugreifen.

Die Autoren

Prof. Dr. Matthias Sitzer ist Chefarzt der Klinik für Neurologie des Klinikums Herford in Westfalen. Er habilitierte am Zentrum für Neurologie und Neurochirurgie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und erhielt die Venia legendi für das Fach Neurologie im Jahre 2001. 2006 folgte die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor der J.W. Goethe-Universität. Prof. Sitzers Hauptforschungsgebiete sind Schlaganfall, Ultraschalldiagnostik, Gefäßerkrankungen und Intensivmedizin. Klinische Schwerpunkte liegen zudem in der Neuroinfektologie und -otologie sowie bei den Kopfschmerzerkrankungen. Prof. Sitzer wurde unter anderem mit dem "Stiftung Hufeland Preis" und mit dem Zertifikat für exzellente Lehre im Fach Neurologie des Fachbereiches Medizin der J.W. Goethe-Universität ausgezeichnet.

Prof. Dr. Helmuth Steinmetz war von 1998 bis 2022 Lehrstuhlinhaber und Direktor der Klinik für Neurologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er habilitierte sich 1991 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Von 1994 bis 1998 hatte er in Düsseldorf eine Stiftungsprofessur der Hermann und Lilly Schilling-Stiftung inne und folgte 1998 dem Ruf auf das Neurologie-Ordinariat der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Prof. Steinmetz' Hauptforschungsgebiete sind Hirngefäßkrankheiten, kognitive Störungen und morphometrisch-bildgebende Verfahren des Gehirns. Von 2001 bis 2022 war er einer der Sachverständigen für das nervenheilkundliche Stoffgebiet beim Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) in Mainz. Seit 2020 leitet er die Leitlinien-Kommission der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).

Lesen Sie auch: Betreuungsassistenz für Demenzkranke

Lesen Sie auch: Wie das Gehirn arbeitet

tags: #lehrbuch #neurologie #sitzer