Liebscher & Bracht: Ernährung bei Migräne – Ein ganzheitlicher Ansatz

Kopfschmerzen und Migräne sind weit verbreitete Leiden, die viele Menschen in ihrem Alltag beeinträchtigen. Etwa 70 Prozent der Deutschen erleben mindestens einmal in ihrem Leben Kopfschmerzen. Die internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) unterscheidet insgesamt 367 Formen von Kopfschmerzen. Neben medikamentösen Behandlungen und anderen Therapieansätzen spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung und Linderung von Migräne. Liebscher & Bracht, bekannt für ihren ganzheitlichen Ansatz zur Schmerzbehandlung, legen großen Wert auf die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung. Dieser Artikel beleuchtet, wie eine gezielte Ernährung nach den Prinzipien von Liebscher & Bracht bei Migräne helfen kann.

Kopfschmerzen verstehen

Kopfschmerzen, medizinisch als Cephalgie bezeichnet, sind Schmerzempfindungen im Kopfbereich, die in verschiedenen Formen auftreten können. Sie haben einen unterschiedlichen Schmerzcharakter und können pulsierend, bohrend, brennend, ziehend oder dumpf sein oder an unterschiedlichen Stellen auftreten: zum Beispiel am Hinterkopf, ein- oder beidseitig, in der Stirn oder an den Schläfen.

Die internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) unterscheidet insgesamt 367 Formen von Kopfschmerzen, welche in die folgenden drei Hauptkategorien klassifiziert werden: primäre Kopfschmerzen, sekundäre Kopfschmerzen und kraniale Neuralgien. Primäre Kopfschmerzen, wie zum Beispiel Spannungskopfschmerzen, Migräne und Cluster-Kopfschmerzen, treten eigenständig auf und machen gemeinsam etwa 92 Prozent aller Kopfschmerzfälle aus. Sekundäre Kopfschmerzen sind das Ergebnis anderer gesundheitlicher Probleme oder Erkrankungen. Kraniale Neuralgien und Gesichtsschmerzen können entstehen, wenn der Schmerz entlang der Nervenausläufer im Kopf, Gesicht oder Hals verläuft.

Die Rolle der Ernährung bei Migräne

Die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf von Migräne. Bestimmte Nahrungsmittel und Ernährungsgewohnheiten können Migräneattacken auslösen oder verstärken, während andere eine schützende Wirkung haben können. Liebscher & Bracht betonen, dass eine antientzündliche Ernährung ein wirksames Instrument zur Linderung oder sogar zum Verschwinden von Schmerzen sein kann.

Entzündungsfördernde vs. Entzündungshemmende Lebensmittel

Während der Verzehr stark verarbeiteter Nahrungsmittel, Fast Food und tierischer Produkte unsere Säure-Basen-Balance stört und aktiv Entzündungsherde im Körper befeuert, bewirkt eine vollwertige pflanzliche Ernährung das Gegenteil. Sie enthält natürlicherweise reichlich Basenbildner, die Übersäuerungen vorbeugen und den Säure-Basen-Haushalt wieder ausgleichen. Dr. Petra Bracht: „Wie stark Entzündungen werden, hängt auch davon ab, wie viele entzündungsfördernde Substanzen dafür zur Verfügung stehen“.

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Eine Abnahme von Entzündungsreaktionen trägt dazu bei, körperliche Schmerzen deutlich reduzieren zu können. Und das Beste: Dass pflanzliche Lebensmittel nicht nur wahre Entzündungshemmer sind, sondern auch abwechslungsreich zubereitet werden können, beweisen die köstlichen Rezeptideen für ein ausgewogenes Frühstück, Mittag- und Abendessen aus dem neuen Kochbuch „Essen gegen Schmerzen“ aus dem Gräfe und Unzer Verlag. Freuen Sie sich auf geballtes Expert:innenwissen von Ernährungsmedizinerin Petra Bracht, Spitzenkoch Johann Lafer und Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht, um Schmerzen nachhaltig entgegenzuwirken.

Säure-Basen-Haushalt und Migräne

Dr. Petra Bracht: „Vor allem tierische Produkte werden im Körper sauer verstoffwechselt. Bei Pflanzen ist es genau andersherum: Je mehr wir davon essen, desto ausgeglichener ist die Säure-Basen-Balance.“ Bei der Auswahl der „richtigen“ basenbildenden Nahrung geht es nicht um deren pH-Wert oder den sauren Geschmack, sondern darum, auf Lebensmittel zu setzen, die basisch verstoffwechselt werden und damit den Basenanteil im Körper fördern. Ernährungsmedizinerin Petra Bracht plädiert für eine hochwertige Pflanzenkost, die richtig kombiniert alle wichtigen Nähr- und Vitalstoffe deckt und den Körper im Kampf gegen stille Entzündungen unterstützt.

Ernährungsempfehlungen von Liebscher & Bracht bei Migräne

Liebscher & Bracht empfehlen eine Ernährung, die reich an entzündungshemmenden und basenbildenden Lebensmitteln ist. Hier sind einige konkrete Empfehlungen:

Pflanzliche Ernährung

Eine vollwertige pflanzliche Ernährung bildet die Grundlage. Sie enthält natürlicherweise reichlich Basenbildner, die Übersäuerungen vorbeugen und den Säure-Basen-Haushalt wieder ausgleichen.

Antientzündliche Lebensmittel

Indem wir gezielt antientzündliche Lebensmittel in unseren Speiseplan einbauen, haben wir bereits ein wirksames Instrument in der eigenen Hand, Schmerzen zu lindern oder ganz verschwinden zu lassen. Omega-3-Fettsäuren können die Häufigkeit von Migräne reduzieren.

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Hochwertige Pflanzenkost

Ernährungsmedizinerin Petra Bracht plädiert für eine hochwertige Pflanzenkost, die richtig kombiniert alle wichtigen Nähr- und Vitalstoffe deckt und den Körper im Kampf gegen stille Entzündungen unterstützt.

Ernährungstipps für den Alltag

Um die Ernährungsempfehlungen von Liebscher & Bracht im Alltag umzusetzen, können folgende Tipps hilfreich sein:

Bewusste Lebensmittelauswahl

Achte auf eine ausgewogene Zusammenstellung deiner Mahlzeiten mit einem hohen Anteil an frischem Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten.

Vermeidung von Trigger-Nahrungsmitteln

Identifiziere und vermeide Nahrungsmittel, die bei dir Migräneattacken auslösen. Dies kann durch ein Ernährungstagebuch geschehen.

Regelmäßige Mahlzeiten

Unregelmäßige Essenszeiten können Kopfschmerzen begünstigen. Plane regelmäßige Mahlzeiten ein, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

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Weitere Faktoren, die Kopfschmerzen beeinflussen

Neben der Ernährung spielen auch andere Faktoren eine Rolle bei der Entstehung von Kopfschmerzen.

Stress

Stress aktiviert das zentrale Nervensystem und führt zur Freisetzung von Stresshormonen wie Cortisol. Diese Hormone können die Blutgefäße verengen und Entzündungen fördern, was durchaus zu Spannungskopfschmerzen führen kann. Chronischer Stress kann zudem Muskelverspannungen intensivieren und so deine Kopfschmerzen verschlimmern.

Schlafmangel

Schlafmangel verändert den Serotoninspiegel im Gehirn, ein Neurotransmitter, der oft mit Kopfschmerzanfällen in Verbindung gebracht wird. Der Mangel an Tiefschlafphasen kann auch die Schmerzschwelle senken, wodurch Kopfschmerzen leichter ausgelöst werden.

Flüssigkeitsmangel

Flüssigkeitsmangel kann die Verengung der Blutgefäße sowie darauf aufbauend eine verringerte Sauerstoffzufuhr zum Gehirn fördern, was wiederum Kopfschmerzen auslösen kann. Dehydration beeinflusst zudem den Elektrolythaushalt, was neurologische Symptome wie Kopfschmerzen verschärfen kann.

Muskelverspannungen

Muskelverspannungen resultieren oft aus Überlastung oder schlechter Haltung, was zu einer verminderten Durchblutung und Sauerstoffversorgung im Kopf- und Nackenbereich führt. Diese Einschränkungen erzeugen oft Schmerzen.

Liebscher & Bracht Übungen gegen Kopfschmerzen

Um Spannungskopfschmerzen vorzubeugen, Stress abzubauen und die Muskulatur zu lockern, probier doch mal Atemübungen und Dehnübungen. Unsere speziellen Liebscher & Bracht Übungen® können helfen, muskulär-fasziale Spannungen zu reduzieren, die oft Kopfschmerzen verursachen.

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