Das Landeskrankenhaus (LKH) Feldbach hat sein medizinisches Spektrum durch die Einrichtung einer Abteilung für Neurologie erweitert, wodurch die neurologische Versorgung der südoststeirischen Region deutlich verbessert wird. Die räumliche Unterbringung der neuen Abteilung erfolgte in mehreren Schritten, beginnend mit der Aufstockung des Südtraktes.
Aufstockung des Südtraktes als erster Schritt
Als erster Schritt der Adaptierung und Erweiterung des LKH Feldbach erfolgte die Aufstockung des Südtraktes, um die räumlichen Voraussetzungen für die neue neurologische Abteilung zu schaffen. Zunächst wurde in den neuen Räumlichkeiten eine Ambulanz für Neurologie eingerichtet.
Interdisziplinäre Sonderklassestation im Endausbau
Im Endausbau soll eine interdisziplinäre Sonderklassestation entstehen. In der ersten Stufe werden die Räumlichkeiten jedoch als Ambulanz für Neurologie mit diversen Untersuchungs- und Behandlungsräumen genutzt.
Konzept und Herausforderungen
Das Konzept reagiert auf die räumlichen und funktionellen Herausforderungen bei der medizinischen Betreuung und entwickelt sich um den zentralen Aspekt: Die Bedürfnisse der Menschen - Patienten, Ärzte und Pflegepersonal und Besucher. Dabei treffen Aktivität und die Anforderung nach Ruhe und Entspannung als vermeintliche Gegensätze aufeinander. Kurze Wege, eine klare Zonierung und ein für die jeweilige Nutzung idealer Kommunikationsmittelpunkt sind die Antwort.
Zentrale Erschließungszone und Verweilzone
Erreicht wird dies durch eine zentrale Erschließungszone, die von einem langgestreckten „Möbel“ durchspannt zur Verweilzone wird. Dieses beinhaltet Sitznischen, Garderoben, Zeitschriftenablagen, etc.
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Sonnenschutz und Fassadengestaltung
Die Leichtigkeit wird durch den geflochtenen Sonnenschutz aus Streckmetall erzeugt, der den neuen Bauteil sprichwörtlich mit dem Bestand verwebt. Die den Terrassen vorgelagerten Pflanztröge führen ebenso die Form des bestehenden Südtraktes weiter. Dadurch wird die klare Geometrie „weicher“ und die großmaßstäbliche Fassadengliederung lässt ein ausgewogenes Miteinander der unterschiedlichen Volumen, Fassaden und Proportionen entstehen. Der vorgesetzte Sonnenschutz ermöglicht zudem ganzjährige freie Aussicht in die umgebende Landschaft.
Pragmatische Gestaltung und Belichtung
Pragmatisch und gleichberechtigt gibt es überall gleiche Aussicht und gleiche Belichtung - im Zimmer, im Untersuchungsraum, im Sozialraum oder im Arbeitsraum. Auf den Terrassen bringen die Pflanztröge die Natur vor die Behandlungsräume bzw.
Funktionalität und Wirtschaftlichkeit
Die Aufstockung wurde mit erprobten Lösungen umgesetzt, die in Funktionalität und Wirtschaftlichkeit klar einschätzbar sind. Die statische Konstruktion ist ein Stahlskelettbau, die Decke wurde als KLH Massivholzdecke ausgeführt.
Lichtkonzept
Das Lichtkonzept hat die Erzeugung einer warmen, hellen Atmosphäre zum Ziel. Lineare Lichtelemente in Verbindung mit dem durchgehenden Glasoberlichtband der zentralen Erschließung erzeugen ein neutrales gleichmäßiges Raumlicht.
Erweiterung des medizinischen Spektrums durch Neurologie
Mit der zu errichtenden Abteilung für Neurologie erweitert sich das medizinische Spektrum des LKH Feldbach und verbessert die neurologische Versorgung der südoststeirischen Region deutlich. Als erster Umsetzungsschritt für die räumliche Unterbringung der Abteilung für Neurologie wird der Südtrakt um ein drittes Obergeschoss aufgestockt werden. In diesem wird vorerst die Ambulanz für Neurologie mit allen erforderlichen Nebenräumen untergebracht werden.
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Räumlichkeiten der Ambulanz für Neurologie
Neben den Administrationsräumen entstehen Untersuchungs-/Behandlungsräumlichkeiten für Sonografie, Elektroenzephalografie (EEG), Elektro-Myographie (EMG), Logopädie sowie für die behandelnden Psychologen. Die neue Ambulanz wird über den zentralen Mittelteil erschlossen.
Architektenwettbewerb für eine harmonische Lösung
Um eine flexible Raumaufteilung und eine ansprechende - zum Bestand des Hauses - harmonische architektonischen Lösung zu finden, wurde ein einstufiger, geladener Architektenwettbewerb mit fünf renommierten österreichischen Architekturbüros veranstaltet. Unter dem Vorsitz des Architekten Peter Zinganel wählte die Jury das Projekt des Grazer Architektenteams INNOCAD Planung und Projektmanagement GmbH zum Sieger. Arch.
Nettonutzfläche und Kosten
Die Nettonutzfläche (NF) des Siegerprojektes hat eine Größe von 497 m². Das Bauvorhaben soll bis Juni 2009 fertiggestellt sein und € 2,8 Mio. kosten.
Kompakter Baukörper und flexible Gestaltung
Das Projekt ist ein kompakter eigenständiger Baukörper, der konstruktiv auf den Strukturen des Bestandes aufgebaut ist. Die leicht aus der Achse verschwenkte Mittelgangverschließung ermöglicht beidseitig eine übersichtliche und flexible Gestaltung der Räume, die auch in Hinblick auf die spätere Nutzung als Sonderklassestation sehr gut genutzt werden kann.
Attraktiver Innenraum und Fassadengestaltung
Die Gestaltung der Gänge durch das durchgängige „Möbel“ als leichter multifunktionaler Einbau, schafft in Kombination mit dem durchlaufenden Oberlicht einen sehr attraktiven Innenraum. Die Fassadengestaltung mit perforierten Metallbändern scheint die Problematik des Sonnenschutzes gut zu lösen und „verwebt“ den Neubauteil in spannungsvoller Weise mit dem Bestand.
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Prim. Dr. Thomas Alber: Facharzt für Urologie und Leiter der Abteilung für Urologie am Landeskrankenhaus Hochsteiermark Leoben.
Mag.a Claudia Altmann-Pospischek: Brustkrebsaktivistin und PatientInnenvertreterin, die sich mit der Arzt/Ärztin-PatientInnenkommunikation beschäftigt.
OÄ Priv.-Doz.in DDr.in Sabine Altrichter: Fachärztin für Dermatologie und Allergologie, spezialisiert auf Mastzell-vermittelte Erkrankungen.
Prof. Dr. Chalid Assaf: Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Chefarzt der Klinik für Dermatologie und Venerologie am Helios Klinikum in Krefeld, mit Forschungsschwerpunkt auf kutanen Lymphomen.
OÄ Dr.in Eva Maria Autzinger: Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, die an zahlreichen Studien im onkologischen Bereich beteiligt ist.
Univ.-Prof. Dr. Cihan Ay: Facharzt für Innere Medizin mit Zusatzqualifikation in Hämatologie und internistischer Onkologie, Leiter der Hämophilie-Ambulanz am AKH Wien.
Priv.-Doz. Dr. Ilya Ayzenberg: Facharzt für Neurologie mit Schwerpunkt auf Akutneurologie und Neuroimmunologie.
Brigitte Zinner-Wanggo BSc, MSc: Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie erfahrene Advanced Practice Nurse mit dem Schwerpunkt chronische Niereninsuffizienz.
Prim. Prof. Priv. Doz. Dr. med. Michael Bach: Ärztlicher Leiter des Therapiezentrums Justuspark, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin.
Doz. Dr. Gerald Bachinger: Patientenanwalt in Niederösterreich und Sprecher der Österreichischen Patientenanwälte.
Assoc. Prof.in Priv.-Doz.in Dr.in Marija Balic: Fachärztin für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Onkologie, Spezialistin für Brustkrebs.
Oberärztin Dr.in Christine Bangert: Fachärztin für Dermatologie mit Schwerpunkten in Allergie-Diagnostik und -Behandlung.
Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Prof. Dr. med. Rupert Bartsch: Facharzt für Hämatologie und Onkologie, spezialisiert auf Brustkrebsforschung.
Univ.-Prof. Dr. Thomas Bauernhofer: Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und internistische Onkologie, spezialisiert auf Ionenkanäle und Krebs-Biologie.
Prof. Jennifer Baumgartner: Pflegefachfrau HF mit Expertise in Notfallpflege.
Priv.-Doz. Dr. Dominik Benz: Oberarzt an den Kliniken für Kardiologie und Nuklearmedizin am Universitätsspital Zürich, spezialisiert auf kardiale Amyloidose.
Univ.-Prof. Dr. Nicolas Bonadies: Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie, spezialisiert auf Myelodysplastic Syndromes (MDS).
Ingeborg Brandl, MSc: Diplomierte Krankenschwester und Head Study und Breast Care Nurse am Brustgesundheitszentrum der Medizinischen Universität Wien.
Priv.-Doz. Dr. med. Christoph Johannes Brenner: Stellvertretender Klinikdirektor der Univ.-Klinik für Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Universität Innsbruck.
Priv. -Doz. Dr. Gabriel Bsteh: Oberarzt für Neurologie an der Medizinischen Universität Wien, Spezialist auf dem Gebiet der Multiplen Sklerose.
Franz Buchberger: Gründer und Obmann der Selbsthilfegruppe „Lungenkrebsforum Austria“.
OÄin Dr.in med. Sonja Burgstaller: Spezialistin für innere Medizin, Hämatologie und Onkologie.
Martin Bürgi: Gründer des Vereins Amyloidose Schweiz.
OÄ Dr. Bernadette Calabek-Wohinz: Oberärztin an der Klinischen Abteilung für Neurologie am Universitätsklinikum St. Pölten.
Dr.in Sima Canaan-Kühl: Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin, spezialisiert auf Morbus Fabry.
Dr. Metin Cetiner: Facharzt für Kinder-und Jugendmedizin, spezialisiert im Bereich der Kindernephrologie und der Kindersonografie.
Barbara Chaloupek: Polyneuropathie-Betroffene und Vorstandsmitglied von CMT Austria.
Dr. med. Jörg Chromik: Oberarzt in der Klinik für Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Frankfurt, spezialisiert auf molekulare Therapien.
Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna, MBA, MMSc: Vorstand der Universitätsklinik für Physikalische Medizin, Rehabilitation und Arbeitsmedizin an der Medizinischen Universität Wien.
Dr. Donato D'Alonzo: Facharzt für Neurochirurgie mit Schwerpunkt im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie.
Mag.a Sonja Dalfen: Klinische und Gesundheitspsychologin sowie Psychoonkologin im Hanusch-Krankenhaus in Wien.
Priv.-Doz. DDr. Daniel Dalos: Facharzt an der Klinischen Abteilung für Kardiologie der Medizinischen Universität Wien, spezialisiert auf Herzschwäche und hypertrophe Kardiomyopathie.
OÄin Dr.in med. Ursula Denison: Oberärztin an der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Brustgesundheitszentrum im Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel.
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