Lösungen für Migräne: Ein umfassender Leitfaden zu Behandlungen, Vorbeugung und Hausmitteln

Kopfschmerzen und Migräne können den Alltag stark beeinträchtigen. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung leiden an Migräne, wobei nach Schätzungen der MigräneLiga e.V. etwa acht Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind, drei Viertel davon Frauen. Die Betroffenen erleben ein- oder mehrmals im Monat Migräneattacken, die sich meist als starke einseitige Kopfschmerzen bemerkbar machen und 4 bis 72 Stunden andauern können. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Behandlungsansätze, von medikamentösen Therapien über alternative Heilmethoden bis hin zu bewährten Hausmitteln, um Betroffenen zu helfen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Gut informiert zu sein, kann helfen, Kopfschmerzen und Migräne besser zu verstehen und damit umzugehen.

Migräne verstehen

Migräne ist mehr als nur ein starker Kopfschmerz. Es handelt sich um eine neurologische Erkrankung, die Betroffene stark in ihrer Lebensqualität einschränken kann. Neben den Kopfschmerzen können weitere Beschwerden und Symptome auftreten. Die Migräne ist die häufigste Kopfschmerzform, die zum Arztbesuch führt.

Spannungskopfschmerzen vs. Migräne

Spannungskopfschmerzen kommen in Deutschland am häufigsten vor, bis zu 18 Prozent der Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder sind betroffen. An zweiter Stelle kommt die Migräne mit etwa 10 Prozent. Im Erwachsenenalter sind Frauen davon etwa dreimal häufiger betroffen als Männer. Betroffene mit Spannungskopfschmerz können ihre alltäglichen Tätigkeiten meist fortsetzen. Typisch sind leichte bis mittelstarke dumpfe, drückende Schmerzen, die oft den gesamten Kopf betreffen und sich wie ein Ring um den Schädel legen. Sie nehmen durch körperliche Aktivität nicht zu und werden nicht von Übelkeit, Erbrechen, Geräusch- oder Lichtempfindlichkeit begleitet. Spannungskopfschmerz kann bis zu einer Woche anhalten.

Typisch für Migräne sind mittelstarke bis starke einseitige pulsierende Schmerzen, die durch körperliche Aktivität zunehmen und oft von einer starken Überempfindlichkeit für Licht, Geräusche und Gerüche begleitet werden. Häufig ist Übelkeit vorhanden, manchmal Erbrechen. Migräne hält zwischen vier Stunden und drei Tagen an. Betroffene möchten sich am liebsten zurückziehen und schlafen.

Medikamentöse Behandlung von Migräne

Es gibt eine Vielzahl an Medikamenten zur Behandlung von Migräneattacken und zur Vorbeugung von Migräne.

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Akutbehandlung

Bei einem akuten Migräneanfall gibt es Medikamente wie DOLORMIN® Migräne oder DOLORTRIPTAN® sowie zusätzliche Maßnahmen, die die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken verringern können. Je schneller Sie ein Akut-Medikament, das z.B. die Wirkstoffe Ibuprofen oder ein Triptan enthält, einnehmen, desto größer ist die Chance für einen milderen Verlauf.

Achten Sie darauf, Medikamente, die Triptane enthalten, beim ersten Auftreten eines Migränekopfschmerzes, jedoch nicht bereits in der Aura Phase Ihrer Migräne einzunehmen. Halten Sie sich in jedem Fall an die von Ihrem Arzt verordneten Anweisungen. Eine dauerhafte Einnahme von Migräne-Schmerzmitteln sollten Sie vermeiden. Ansonsten kann es zu medikamenteninduzierten Kopfschmerzen kommen. Das ist ein chronischer Kopfschmerz, der auftreten kann, wenn Sie Schmerzmittel regelmäßig, also an mehr als 10-15 Tagen pro Monat einnehmen.

Bei der Migräne haben sich Triptane bewährt. Triptane sind eine Gruppe von verschiedenen Wirkstoffen, die es neben Tabletten auch als Nasensprays oder selbst anwendbare Spritzen gibt. Wenn das erste verschriebene Mittel nicht wirkt, sollte man weitere versuchen - bis man das richtige für sich gefunden hat. Die verschiedenen Triptane und Verabreichungen unterscheiden sich auch darin, wie schnell und wie lange sie wirken. Schnell wirken zum Beispiel Eletriptan-Tabletten, Zomitriptan-Nasenspray oder Sumatriptan-Spritzen. Mittelschnell, dafür länger wirken Sumatriptan, Zolmitriptan und Almotriptan als Tabletten.

Menschen, die Gefäßerkrankungen wie Arterienverkalkung (Arteriosklerose) haben oder schon einmal einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten, dürfen Triptane nicht nehmen, da diese gefäßverengend wirken können. Alternativen sind die Medikamente Rimegepant und Lasmiditan.

Vorbeugende Behandlung

Wenn frei verkäufliche Schmerzmittel nicht ausreichend helfen, gibt es migränespezifische Medikamente. Hat man häufig Migräne und wird dadurch die Lebensqualität beeinträchtigt, kann die Kopfschmerzhäufigkeit mit vorbeugenden Medikamenten reduziert werden. Sie können bereits ab drei Migräne-Tagen im Monat sinnvoll sein. Es gibt zahlreiche Wirkstoffe und Zubereitungen für eine individuelle Migränetherapie.

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Die häufigsten Mittel sind Betablocker (Propranolol, Metoprolol), der Calciumblocker Flunarizin oder Substanzen, die auch zur Behandlung von Epilepsie oder Depressionen eingesetzt werden (Topiramat, Valproinsäure oder Amitriptylin). Valproinsäure wird bei Frauen nicht mehr angewandt.

Neben diesen bewährten Wirkstoffen haben sich zur Migräne-Vorbeugung die sogenannten CGRP-Antikörper bewährt. Sie hemmen bestimmte Botenstoffe zwischen Nervenzellen, die am Entstehen der Anfälle beteiligt sind. Man kann mit den Antikörpern hochpräzise die Therapie an die gewünschte Stelle im Körper lenken. In Europa sind bisher vier Migräne-Antikörper zugelassen worden. Während der erste Antikörper als Infusion über die Vene verabreicht werden muss, können die anderen drei vom Patienten mit einem Fertig-Pen selbst unter die Haut gespritzt werden. Im Schnitt verringern die Antikörper die Migränetage pro Monat bei episodischer Migräne um rund 3 bis 5 Tage. Die Antikörper werden einmal alle 4 Wochen gespritzt. Nach etwa 8 Wochen muss man prüfen, ob das Mittel individuell wirkt und verträglich ist.

Medikamente zur Vorbeugung im Detail

  • Antiepileptika / Antikonvulsiva: Werden eigentlich in der Therapie von Epilepsie eingesetzt, werden aber auch in der Migränebehandlung eingesetzt. Mögliche Nebenwirkungen sind z.B. Müdigkeit, Hautausschläge oder Missempfindungen wie Kribbeln der Haut und Schwindel.
  • Blutdrucksenker: Bestimmte Blutdrucksenker werden zur Vorbeugung von Migräneattacken angewendet. Sie beruhigen das Nervensystem, verlangsamen den Herzschlag und senken den Blutdruck. Es können sowohl Betablocker als auch ACE-Hemmer oder Sartane zum Einsatz kommen. Zu den Nebenwirkungen von Betablockern gehören z.B. Müdigkeit, Schwindel, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen und Magen-Darm-Beschwerden.
  • Calciumantagonisten: Der Kalziumkanal-Blocker Flunarizin wird vorwiegend zur Behandlung von Schwindel eingesetzt, diese zeigt auch Effekte in der Migräneprophylaxe. Die Wirkweise ist noch nicht gänzlich geklärt. Allerdings kommt es unter der Einnahme vermehrt zu Nebenwirkungen wie z.B. Depressionen und Gewichtzunahme.
  • Gegen CGRP und seinen Rezeptor gerichtete Wirkstoffe: Der Botenstoff CGRP (Calcitonin-Gene-Related-Peptide) wirkt gefäßerweiternd und wird eine wichtige Rolle in der Pathophysiologie der Migräne zugeschrieben. Es gibt so genannte monoklonale Antikörper, die unter die Haut gespritzt oder als Infusion gegeben werden. Als Nebenwirkungen können z.B. Rötungen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Verstopfung oder Schwindel auftreten. Es gibt auch Gepante, die oral gegeben werden. Als Nebenwirkungen können z.B. Übelkeit, Verstopfungen, Müdigkeit oder Schläfrigkeit, verminderter Appetit oder Gewichtsabnahme auftreten.
  • Neuromodulatoren: Die Zahl der Migräneanfälle kann durch Injektionen eines sogenannten Neuromodulators verringert werden. Der Wirkstoff kann hilfreich in der Medizin eingesetzt werden, indem er z. B. die Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcholin an der Verbindung von Nerven und Muskeln hemmt. Zudem wird vermutet, dass der Wirkstoff die an der Migräneentstehung beteiligte Neuropeptiden wie CGRP beeinflusst. Nebenwirkungen können z.B. muskelkaterähnliche Beschwerden, hängende Augenlider oder Schmerzen an der Injektionsstelle sein.
  • Trizyklische Antidepressiva: Unter den Antidepressiva, die normalerweise zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden, wird nur ein Medikament zur Vorbeugung einer Migräne empfohlen: der nicht selektive Monoamin-Rückaufnahme-Hemmer Amitriptylin. Möglich Nebenwirkungen sind z.B. Verstopfung oder Kreislaufschwäche.

Nicht-medikamentöse Behandlungen und Hausmittel

Neben der medikamentösen Behandlung gibt es eine Reihe von nicht-medikamentösen Ansätzen und Hausmitteln, die bei der Linderung von Migränebeschwerden helfen können.

Allgemeine Tipps

  • Rückzug: Treten die Migräneanfälle regelmäßig auf, können auch vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Gerade, weil sich Migräne nicht medikamentös heilen lässt, sind Mittel sinnvoll, die die Häufigkeit und Intensität der Symptome verringern. So können Sie Ihre Lebensqualität steigern.
  • Ruhe und Dunkelheit: Treten die Migräneanfälle regelmäßig auf, können auch vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Gerade, weil sich Migräne nicht medikamentös heilen lässt, sind Mittel sinnvoll, die die Häufigkeit und Intensität der Symptome verringern. So können Sie Ihre Lebensqualität steigern.
  • Kühlende Kompressen: Treten die Migräneanfälle regelmäßig auf, können auch vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Gerade, weil sich Migräne nicht medikamentös heilen lässt, sind Mittel sinnvoll, die die Häufigkeit und Intensität der Symptome verringern. So können Sie Ihre Lebensqualität steigern.
  • Sanfte Kopfmassage: Treten die Migräneanfälle regelmäßig auf, können auch vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Gerade, weil sich Migräne nicht medikamentös heilen lässt, sind Mittel sinnvoll, die die Häufigkeit und Intensität der Symptome verringern. So können Sie Ihre Lebensqualität steigern.

Entspannungstechniken

  • Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen: Hilft dir, durch gezieltes An- und Entspannen einzelner Muskelgruppen Stress abzubauen.
  • Autogenes Training: Kann deinen Körper und Geist in einen entspannten Zustand versetzen.
  • Meditation und Achtsamkeit: Sind bewährte Methoden, um Stress besser zu verarbeiten und bewusster mit deinen Triggern umzugehen.
  • Yoga und Atemübungen: Kombinieren Bewegung, Atemkontrolle und Entspannung - eine bewährte Methode zur Vorbeugung von Migräneattacken.

Bewegung und Sport

Regelmäßige Bewegung kann Migräne vorbeugen, besonders wenn du sie sanft in deinen Alltag integrierst. Ausdauersport wie Schwimmen, Radfahren oder Walking können dabei besonders hilfreich sein. Auch Spaziergänge können unterstützend wirken. Am wichtigsten ist aber, dass dir die Bewegung Spaß macht und du regelmäßig dranbleibst. Zudem leiden viele Migränepatientinnen und -patienten unter Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, die zu Migräneattacken beitragen können. Physiotherapie, Massagen und gezielte gymnastische Übungen können hier Abhilfe schaffen.

Ernährung

Migräne-Patienten sollten auf eine ausgewogene Ernährung achten, da eine gute Versorgung mit Nährstoffen sowohl der allgemeinen Gesundheit als auch der Migräne zuträglich ist. Viele Betroffene machen gute Erfahrungen damit, Auslöser für Anfälle auszuschalten. Das können Stress, Schlafstörungen/-mangel, Hormonveränderungen, auch extreme Sinneswahrnehmungen oder bestimmte Nahrungsmittel inklusive alkoholischer Getränke sein.

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Hausmittel im Detail

  • Tees:
    • Gewürznelke: Verfeiner eine Kanne grünen Tee mit zwei Gewürznelken, etwas Zimt und Zitronensaft. Das Öl der Gewürznelke hat einen schmerzstillenden Effekt, während Grüntee das Immunsystem stärkt und entgiftend wirkt.
    • Ingwer: Gib für einen Tee einen Teil kleingeschnittenen Ingwer und einen Teil Chrysantheme (aus der Apotheke) in eine Tasse (250 Milliliter) mit kochendem Wasser und lass den Tee 15 Minuten lang ziehen.
    • Kamillenblüten: Kamillentee ist ein altbewährtes Migräne-Hausmittel, zudem lindert er Magenbeschwerden, die als Begleitsymptome auftreten können.
    • Mutterkraut (auch Fieberkraut genannt): Schon vielen Menschen konnte Mutterkraut helfen, einer Migräne vorzubeugen.
    • Weidenrinde: Ein Tee aus Weidenrinde enthält unter anderem Salicylsäure, die schmerzlindernd wirkt. Damit eignet sie sich als Hausmittel gegen Kopfschmerzen.
    • Waldmeister: Neben seiner beruhigenden Wirkung zeigt Waldmeister auch einen schmerzlindernden Effekt.
    • Mädesüß: Mädesüß kann als Hausmittel gegen Migräne unterstützend zum Einsatz kommen.
    • Ginkgo: Die Blätter des Ginkgo-Baums enthalten gefäßerweiternde und durchblutungsfördernde Inhaltsstoffe und sind daher geeignet für einen Tee gegen Kopfschmerzen.
    • Weitere Tees, die gegen Migräne helfen sollen, sind Oregano, Zitronenmelisse, Lindenblüten und Rosmarin. Frage in deiner Apotheke nach deiner Wunschsorte.
  • Kaffee mit Zitrone: Koffein hat einen erweiternden Effekt auf die Blutgefäße.
  • Cayennepfeffer: Löse einen halben Teelöffel Cayennepfeffer in einem Glas Wasser auf. Zusätzlich kannst du etwas Zitrone oder Honig beigeben.
  • Basilikum: Basilikum enthält wertvolle ätherische Öle, die sich am besten beim Kauen der frischen Blätter entfalten.
  • Johanniskraut: Die Arzneipflanze ist vor allem für ihre antidepressive Wirkung bekannt, kann aber auch gegen Migräne genutzt werden. Bereite dir dafür einen Tee zu.
  • Vanille: Löse einen Teelöffel echte, geriebene Vanille in einem Glas Wasser auf.

Aromatherapie

Auch mit der Aromatherapie werden gute Erfolge erzielt. Zur sanften Behandlung von Migräne-Kopfschmerzen eignet sich beispielsweise zehnprozentiges Pfefferminzöl. Das ätherische Öl wird auf Stirn, Schläfen und Nacken aufgetragen und wirkt schmerzlindernd. Daneben gibt es weitere Essenzen, die du gegen Migräne nutzen kannst: Grüner Apfel, Lavendel, Eukalyptus, Rosmarin, Kamille, Majoran. Die ätherischen Öle tragen zu deinem Wohlbefinden bei und können Körper und Geist entspannen.

Kälte- und Wärmeanwendungen

  • Salz-Eis-Packungen: Fülle bei einer akuten Migräne-Attacke einen Stoffbeutel mit einem Teil Salz und vier Teilen Eiswürfeln. Drücke diesen auf die pochenden, schmerzenden Schläfen oder leg ihn auf die Stirn. Das Salz stabilisiert das Eis und die Kälte betäubt den Schmerz.
  • Ansteigendes Fußbad: Stelle deine Füße in eine kleine Wanne und bitte jemanden, diese mit etwa 32 Grad warmem Wasser aufzufüllen. Im Laufe der nächsten 20 Minuten sollte die Wanne schubweise mit heißem Wasser aufgefüllt werden, bis die Temperatur auf 42 Grad ansteigt.
  • Armgüsse: Lasse kühles Wasser über deine Unterarme laufen. Das kurbelt den Kreislauf an.
  • Wechselduschen: Der Wechsel zwischen warm und kalt wirkt ebenfalls belebend und kann Kopfschmerzen vertreiben.

Alternative Heilmethoden

Auch progressive Muskelentspannung, Homöopathie oder Akupunktur können eingesetzt werden, um die Beschwerden von Migräne sanft zu lindern.

Migräne-Tagebuch

Für Betroffene wie für Ärztinnen und Ärzte ist ein Überblick über die Kopfschmerzsituation wichtig. Das Führen eines Kopfschmerz-Tagebuch ist hier sehr hilfreich. Schreiben Sie sich regelmäßig in einer Art Tagebuch auf, was vor einer Kopfschmerz- oder Migräne-Attacke geschehen ist. Was haben Sie gegessen, getrunken oder unternommen? Haben Sie Medikamente eingenommen? Hatten Sie Stress? So lässt sich mit der Zeit rausfinden, ob es einen Zusammenhang gibt. Am besten notieren Sie auch, wie schwer und lang ein Anfall war. Ergänzend zu anderen Maßnahmen können Sie dann gezielt vermeiden, was bei Ihnen Schmerzen auslöst. Eine moderne Variante des Schmerz-Tagebuchs sind Handy-Apps, die Sie immer dabeihaben.

Besondere Situationen

Migräne in der Schwangerschaft

Schwangere Frauen, die an Migräne leiden, müssen diese anders behandeln als vor der Schwangerschaft, denn für die Behandlung von Kopfschmerzen oder Migräne während der Schwangerschaft sind nur bestimmte Schmerzmittel zugelassen. Tritt Ihre Migräne in der Frühschwangerschaft oder im letzten Drittel der Schwangerschaft auf, sind Schmerzmittel nicht anzuraten, da sie sich negativ auf das Ungeborene auswirken können.

Clusterkopfschmerz

Menschen mit Clusterkopfschmerz haben während einer Attacke sehr heftige Schmerzen in der Augen- und Schläfengegend einer Gesichtshälfte. Die Schmerzen werden von Betroffenen oft sehr plastisch beschrieben: „Wie ein glühender Nagel durch das Auge“, „Als würde das Auge platzen“. Die Schmerzen sind unerträglich und zwingen zum Herumwandern. Begleitende Symptome sind ein gerötetes und tränendes Auge, eine verstopfte Nase, ein geschwollenes Augenlid und vermehrtes Schwitzen der betroffenen Gesichtshälfte. Attacken dauern nur Minuten bis wenige Stunden, sind aber sehr schmerzhaft. Der Clusterkopfschmerz tritt meist gehäuft in Phasen auf mit nahezu täglichen, oft mehrfachen Attacken über Wochen bis Monate. Clusterkopfschmerz ist in vielen Fällen sehr gut durch eine spezielle Therapie in den Griff zu bekommen. Um Attacken zu behandeln, wird meist Sauerstoff eingesetzt, den man über eine Maske einatmet. Das beendet bei etwa 70 Prozent der Betroffenen den Anfall. Man kann den Sauerstoff auch selbst zuhause anwenden. Das muss nur ärztlich verordnet werden.

Medikamenteninduzierter Kopfschmerz

Wenn Sie freiverkäufliche Kopfschmerztabletten oder spezielle Migräne-Mittel regelmäßig über eine längere Zeit einnehmen, kann ihre Wirkung ins Gegenteil umschlagen. Die Attacken werden dabei immer länger und man muss immer mehr Medikamente nehmen. Um diesem Effekt vorzubeugen, liegt die Höchstgrenze von Kopfschmerz- und Migränemedikamenten bei 10 Tagen pro Monat und drei Tagen hintereinander.

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