Magen-Darm-Beschwerden wie Krämpfe und Verstopfung können sehr unangenehm sein und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Glücklicherweise gibt es verschiedene Ursachen, Symptome und Hausmittel, die helfen können, diese Beschwerden zu lindern.
Häufige Magen-Darm-Beschwerden
Gelegentlich können plötzlich Durchfall oder Verstopfung auftreten. Häufig werden diese Beschwerden von Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit oder Krämpfen begleitet. Durchfall ist dabei die häufigste Form von Darmbeschwerden. Die Beschwerden verschwinden meist nach wenigen Tagen und sind in der Regel ohne ärztliche Behandlung ausgestanden. Hausmittel können dabei helfen, Symptome von Magen- und Darmbeschwerden zu lindern.
Verstopfung: Ursachen und Symptome
Von Verstopfung spricht man bei weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang. Zu den auftretenden Beschwerden gehören harter und klumpiger Stuhl sowie das Gefühl, während des Toilettengangs stark pressen zu müssen. Weitere Symptome sind Schmerzen bei der Ausscheidung, auftretende Blähungen und Bauchschmerzen.
Die Ursachen für eine Verstopfung sind vielfältig. Häufig liegen sie in einer falschen Ernährung oder fehlender Bewegung begründet. Aber auch Stress, Hormonschwankungen, die Einnahme von Medikamenten oder die Reise in ein fremdes Land können eine Verstopfung fördern.
Weitere Ursachen für Verstopfung können sein:
- Ernährung: Kurzfristige Ernährungsumstellungen (z.B. auf Reisen oder im Rahmen einer Diät), langfristige ballaststoffarme Ernährung und zu geringe Flüssigkeitsaufnahme.
- Bewegungsmangel: Vorübergehende Bettlägerigkeit, z.B. nach einer Operation, anhaltender Bewegungsmangel.
- Stress: Unser Verdauungsapparat ist eng mit unserem Gehirn verbunden. Der Bauch nimmt auch psychische Belastungen und Stress wahr.
- Hormone: Hormonschwankungen während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren.
- Medikamente: Regelmäßige Einnahme von Medikamenten (z. B. Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Beruhigungsmittel, Eisenpräparate).
- Reisen: Zeitverschiebung, Stuhlunterdrückung, um den Gang auf fremde Toiletten zu vermeiden, Ernährungsumstellungen.
- Erkrankungen: Eine akute Verstopfung liegt z.B. bei einem Darmverschluss vor und ein Reizdarm oder Darmverengungen können die Ursache für eine chronische Verstopfung sein. Dabei muss die Erkrankung selbst nicht primär eine Darmerkrankung sein - auch Parkinson oder eine Schilddrüsenunterfunktion können Verstopfung zur Folge haben.
Symptome einer Verstopfung:
Bei Verstopfung können unterschiedliche Symptome auftreten. Dabei unterscheidet man Hauptsymptome und Begleitsymptome. Die Hauptsymptome sind charakterisierend für eine Obstipation, während die Begleitsymptome hingegen auftreten können, aber nicht müssen.
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Hauptsymptome:
- Den ersten Verdacht auf Verstopfung bekommen Betroffene, wenn ihr Stuhlgang härter und seltener als gewohnt ist.
- Der Toilettengang zeichnet sich durch ein kleineres Stuhlvolumen aus, meist in Form von Klumpen.
- Zudem muss der Betroffene durch starkes Pressen der Erleichterung nachhelfen.
- Nach dem Stuhlgang spürt man jedoch keine vollständige Entleerung, sondern nimmt Stuhlreste im Darm wahr.
Begleitsymptome:
- Verhärterter Stuhl kann die Darmwand beim Abwandern beschädigen und beim Ausscheiden Risse im Bereich des Afters verursachen.
- Durch das Pressen können sich Hämorrhoiden vergrößern und hinausstülpen.
- Auch sind stechende Schmerzen im Analbereich durch das Pressen möglich, da Risse in der Darmschleimhaut entstehen können.
- Bei einigen Betroffenen tritt außerdem Flatulenz auf. Während des Verdauungsprozesses entsteht Luft. Diese Luft kann aus zwei Gründen entstehen: zum einen durch Neutralisation der Magensäure und den Abbau von Fettsäuren. Bei diesem Vorgang entsteht Kohlendioxid (CO2). Zum anderen kann der Nahrungsbrei durch Bakterien im Dickdarm bearbeitet werden. Hierbei entstehen beispielsweise Stickstoff oder Methan. Bei einer Verstopfung wird der Weg der Gase nach außen blockiert. Der Betroffene nimmt die Blähung als Blähbauch (Meteorismus) war. Dieser kann Bauchschmerzen verursachen.
- Bei starken Blähungen können schlimmstenfalls sogar Atemnot, Schmerzen in der Brust und Schwindelgefühl entstehen.
- Außerdem sind Appetitlosigkeit oder - je nachdem wo sich die Verstopfung im Verdauungsprozess befindet - Sodbrennen und Übelkeit möglich.
Reizdarm und Verstopfung
Der Reizdarm (engl. IBS „Irritable Bowel Syndrome“) gehört zu den häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen. Allein in Deutschland sind rund 5 Millionen Menschen davon betroffen. Jeder fünfte Deutsche leidet über einen längeren Zeitraum unter den typischen Symptomen. Frauen sind doppelt so häufig von IBS betroffen wie Männer. Die Diagnose ist nicht immer einfach, da die Ärzte vor der Herausforderung stehen, dass zum Teil keine organischen Ursachen vorhanden sind. Die Schmerzen sind meist auf psychische Überbelastungen und Stress zurückzuführen.
Symptome von Reizdarm:
Zu den häufigsten Symptomen von Reizdarm gehören Durchfall und / oder Verstopfung, krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und ein Gefühl von unvollständiger Darmentleerung. Bei manchen Betroffenen tritt lediglich eines dieser Symptome auf, es können aber auch mehrere Symptome in Kombination oder im Wechsel auftreten. Reizdarm-Symptome können unangenehm sein, sind aber in der Regel ungefährlich. Im Falle eines Reizdarms sind die Nerven im Darm besonders empfindlich und reagieren schon auf kleinste Reize. Dadurch passiert der Nahrungsbrei den Verdauungstrakt entweder zu schnell oder zu langsam, so dass entweder akuter Durchfall oder eine akute Verstopfung entsteht. Durch die vermehrte Bildung von Gasen im Darm können zusätzlich Blähungen auftreten.
Behandlung eines Reizdarms:
So unterschiedlich, wie die Symptome eines Reizdarms ausfallen können, so unterschiedlich ist auch deren Behandlung. Stellt der Arzt bei Ihnen die Abschlussdiagnose Reizdarm, können Sie an verschiedenen Punkten ansetzen, um Ihre Beschwerden zu lindern.
- Umstellung des Lebensstils und der Ernährung:
- Vermeiden Sie Stress im Alltag.
- Treiben Sie Sport.
- Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung.
- Essen sie oft, aber dafür geringere Mengen.
- Medikamentöse Behandlung:
- MICROLAX® löst Verstopfung schnell und planbar: Es wirkt meist schon in 5 bis 20 Minuten. Zumdem erfolgt in der Regel mit nur einem Stuhlgang eine vollständige Entleerung des Enddarms.
Stress und Verdauung
Unser Magen-Darm-Trakt verfügt über ein Nervensystem, das größer ist als das des Rückenmarks. Über eine Vielzahl von Nervenbahnen ist unser Verdauungsapparat eng mit unserem Gehirn verbunden. Emotionale Informationen, sowohl positive als auch negative Empfindungen, gelangen von unserem Verdauungstrakt als Information direkt an unser Gehirn. Auf diese Weise nimmt unser Bauch auch psychische Belastungen und Stress wahr - Blähungen, Durchfall oder Verstopfung durch Stress können die Folge sein.
Was ist das Bauchhirn?
Die Psyche hat einen direkten Einfluss auf unser Verdauungssystem - man spricht auch von dem so genannten Bauchhirn. Hierbei findet zwischen Kopf und Bauch eine Kommunikation statt, indem Nervenzellen in der Darmwand die Verdauung selbständig steuern. Gehirn und Verdauungstrakt tauschen dabei über Botenstoffe und Immunzellen ununterbrochen in beide Richtungen Informationen entlang der Darm-Hirn-Achse aus.
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Wodurch kommt es zu Verstopfung und Entzündungen bei Stress?
Wenn wir unter Stress leiden, schüttet der menschliche Körper vermehrt Adrenalin aus. Die Ausschüttung von Adrenalin sorgt dafür, dass unsere Sinne geschärft werden. Jedoch werden durch das Adrenalin in der Stresssituation Prozesse wie z.B. die Verdauung vorübergehend inaktiviert, da die Körperenergie an anderer Stelle benötigt wird. Die glatte Muskulatur im Magen-Darm-Trakt erschlafft und die Muskeltätigkeit des Darms - unsere Peristaltik - wird gebremst. Der Nahrungsbrei wird dadurch verzögert verdaut und es kann zu Verstopfung kommen.
Leiden wir unter psychischem Druck, kann sich auch die Zusammensetzung unserer Mikroorganismen im Darm verändern - unsere Darmflora wird durch Stress beeinträchtigt. Schädliche Bakterien können sich verbreiten und die guten Darmbakterien verdrängen.
Durch die veränderte Darmflora können die guten Bakterien ihren wichtigen Aufgaben im Darm nicht mehr ausreichend nachkommen. Dadurch kann die Darmschleimhaut in Mitleidenschaft gezogen werden und Erreger können leichter in den Körper gelangen. Das belastet das Immunsystem und es folgen Entzündungen. Hinzu kommt, dass der Darm stressbedingt träge ist. Die Entleerung von hartem Stuhl kann für die Betroffenen schmerzhaft werden und zu Hämorrhoiden führen.
Wer dauerhaft unter Stress oder Überbelastung leidet, kann langfristig chronische Verdauungsprobleme bekommen. Chronische Verstopfung durch Stress, zum Beispiel in Form eines Reizdarm-Syndroms, ist nicht lebensbedrohlich, kann die Lebensqualität der Betroffenen allerdings erheblich einschränken.
Tipps zur Stressreduktion bei Verstopfung:
Was hilft, Verdauungsprobleme durch Stress zu reduzieren? Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps zur Stressreduktion:
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- Bewegung und Sport: Laufen Sie dem Stress davon! Eine regelmäßige Bewegung führt dazu, dass Ihr Immunsystem und die Darmtätigkeit angeregt werden. Sport sorgt für einen Abbau des Stresshormons Adrenalin, während gleichzeitig Endorphine und Serotonin gebildet werden. Auf diese Weise kommt die Darmtätigkeit wieder ins Gleichgewicht.
- Ausgewogene Ernährung: Eine gesunde und ballaststoffreiche Ernährung hilft dabei, die Darmflora intakt zu halten und Verstopfung vorzubeugen. Denn die gesunden Darmbakterien ernähren sich von löslichen Ballaststoffen aus unserer Nahrung. Daher werden fünf bis sechs Portionen Obst oder Gemüse am Tag empfohlen. Durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wird der Stuhl weicher. Einfache Hausmittel wie Flohsamen oder Weizenkleie helfen dabei, die Darmfunktion zu regulieren. Wer unter starken Krämpfen und Blähungen leidet, kann mit einer Artischocke zusätzlich die Produktion der Verdauungssäfte anregen.
- Ruhe und Entspannung: Wenn Ihr Bauch sich entspannt, normalisiert sich auch Ihr Verdauungssystem wieder. Hilfreiche Entspannungstechniken sind spezielle Atemübungen, autogenes Training, PMR (Progressive Muskelrelaxation) oder Mediationstechniken. Regelmäßig angewandt helfen sie dabei, Stress zu reduzieren und Verstopfung durch Stress vorzubeugen.
- Versuchen Sie, Stress in Ihrem Alltag zu minimieren. Dazu gehört auch der Stress auf dem stillen Örtchen: Nehmen Sie sich für jeden Toilettengang Zeit. Achten Sie zudem darauf, den Stuhlgang nicht zu unterdrücken.
- Sanfte Abführmittel: Bei akuten Beschwerden kann z.B. Rizinusöl als natürliches Abführmittel angewendet werden.
Hausmittel bei Verstopfung
Liegt keine ernsthafte Erkrankung vor, werden Darmbeschwerden oft durch Stress, Medikamente oder ballaststoffarme Ernährung ausgelöst. Flüssigkeitsmangel, durch zu wenig Trinken oder auch zu wenig Bewegung, können Ursachen unangenehmer Magen- und Darmbeschwerden sein. In den allermeisten Fällen sind nicht immer sofort Medikamente oder Abführmittel notwendig. Denn die Darmtätigkeit kann auch durch ausreichend Bewegung, viel Trinken oder mithilfe einfacher Hausmittel wieder angeregt werden.
Wirkungsweise verschiedener Hausmittel:
Einige Hausmittel und Tricks, die Ihnen im Alltag helfen können, stellen wir im Folgenden vor.
- Flohsamenschalen: Im aufgequollenen Zustand erhöht sich das Darmvolumen und damit der Druck auf die Darminnenwand. Die Darmbewegung wird aktiviert und die Stuhlentleerung beschleunigt. Die aufgequollenen Flohsamen helfen dabei, dass der harte Stuhl weicher und leichter ausscheidbar ist. Dazu werden die Flohsamen mit Wasser vermischt, sodass sie aufquellen und die Lösung getrunken werden kann.
- Apfelessig: Es wirkt antibakteriell und kann schädliche Darmbakterien abtöten. Die Wirkung zur Einnahme von Apfelessig konnte mittels Studien bisher nicht eindeutig gesichert werden. Gesundheitliche Schäden werden dadurch aber nicht vermutet.
- Heilerde: Heilerde ist ein spezieller, sehr fein geriebener Sand, der aus verschiedenen Mineralien und Spurenelementen besteht. Durch die feine Körnung entsteht eine große Oberfläche. Dadurch kann Heilerde viele Stoffe wie bakterielle Giftstoffe oder Arzneistoffe binden. Vor der Anwendung ist ein Beratungsgespräch in der Apotheke oder dem Arzt zu empfehlen. Stellen Sie selbst eine Lösung aus Heilerde her, beachten Sie, ob es für die innerliche Anwendung geeignet ist. Die Dosierungsanleitung laut Packungsbeilage sollte unbedingt befolgt werden. Generell wird Heilerde in Wasser eingerührt und getrunken. Eine Anwendung per Kapsel ist aber auch möglich.
- Tee: Beliebte Hausmittel sind Tees, die wärmend und entspannend wirken. Dazu zählt unter anderem Schwarztee. Denn die darin enthaltenden Gerbstoffe binden Flüssigkeit im Darm. Je länger der Tee zieht, desto mehr Gerbstoffe sind im Schwarztee enthalten. Vorsicht: Für kleine Kinder ist schwarzer Tee allerdings nicht geeignet. Kamillentee kann aufgrund seiner entzündungshemmenden und krampflösenden Wirkung Beschwerden lindern. Außerdem hilft Kamillentee bei Blähungen und regt die Magen-Darm-Tätigkeit an. Auch Tees aus Himbeeren oder getrockneten Heidelbeeren helfen dem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen. Tees aus getrockneten Heidelbeeren enthalten viele Vitamine und Gerbstoffe und reizen den Magen aufgrund der fehlenden Fruchtsäure nicht.
- Schonkost: Schonkost ist eine ausgewogene und vollwertige Kost.
- Ballaststoffe: Ballaststoffe sind nicht verwertbare Kohlenhydrate. Unlösliche Ballaststoffe binden Wasser im Dickdarm und haben den gleichen Effekt wie Flohsamenschalen. Denn im gequollenen Zustand wird das Darmvolumen erhöht und somit die Stuhlentleerung beschleunigt. Bei Verstopfung ist es hilfreich mindestens 30 Gramm pro Tag Ballaststoffe zu sich zu nehmen und dazu ausreichend, mindestens zwei Liter, zu trinken. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel sind unter anderem Vollkornprodukte wie Leinsamen, Obst und Gemüse. Dabei ist es wichtig, die Menge der Ballaststoffe langsam zu erhöhen, sodass sich der Körper und Darm daran gewöhnen können.
- Wärme: Bei Bauchkrämpfen kann Wärme mithilfe von Wärmkissen beruhigend wirken. Die angenehme Wärme fördert die Durchblutung und hilft, dass sich die Muskulatur entspannen kann.
- Leichte Bauchmassagen: Sanfte Bauchmassagen können die natürliche Darmbewegung anregen und Beschwerden lindern. Dabei wird im Uhrzeigersinn langsam und mit leichtem Druck um den Bauchnabel herum massiert. Die Massagen regen die Durchblutung sowie die Peristaltik an und entspannen die Muskulatur.
- Bewegung und Haltung beim Stuhlgang: Viel Bewegung beschleunigt die Verdauung. Betroffene sollten mindestens 10.000 Schritte pro Tag anstreben. Auch die richtige Haltung beim Stuhlgang ist für die Entleerung des Darms wichtig. In der natürlichen Hocksitzhaltung wird eine tiefe Hocke eingenommen, so dass sich der Winkel zwischen Oberschenkel und Oberkörper verkleinert. Der Beckenbodenmuskel entspannt sich und der Darm ist in einer geraden Position. Dazu kann eine kleine Fußerhöhung hilfreich sein.
Magenkrämpfe: Ursachen und Behandlung
Unter Bauchkrämpfen werden alle krampfartigen Schmerzen innerhalb des Verdauungstraktes verstanden, darunter auch Magenkrämpfe und Darmkrämpfe. Der Darm ist ein langer Muskelschlauch. Unter bestimmten Umständen zieht sich die glatte Muskulatur des Darms, die normalerweise den Nahrungsbrei mit rhythmischen Bewegungen weiter transportiert, oder die Muskulatur des Magens krampfartig zusammen und löst sich nicht mehr vollständig. Die Verdauung bzw. der Transport des Nahrungsbreis kommt dabei fast vollständig zum Erliegen. Die Folge: Die Krämpfe lösen starke Schmerzen im Bauch aus, wir krümmen uns und fühlen uns wie ausgeknockt.
Die Auslöser für krampfartige Schmerzen im Bauch sind vielfältig. Ernährung und Verdauung spielen vor allem bei plötzlich auftretenden Bauchkrämpfen eine entscheidende Rolle - nämlich dann, wenn unangenehmes Ziehen oder Stechen im Bauch zum Beispiel direkt nach dem Essen auftreten. Allerdings können auch Krankheiten für Magen-Darm-Schmerzen verantwortlich sein. Bei Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten treten die Beschwerden immer im zeitlichen Zusammenhang mit dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel auf. Chronische Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, beispielsweise Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Gallensteine oder ein entzündeter Blinddarm, können mit Bauchkrämpfen oder Koliken einhergehen.
Wo genau tut es weh?
Bauchkrämpfe sind vielseitig und können unterschiedlich stark ausfallen. Bei starken, anhaltenden oder ungewöhnlichen Schmerzen sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Bei Magen- und Bauchkrämpfen ist nicht nur der Darm verkrampft, auch der Magen spielt eventuell eine Rolle. Die Bauchdecke ist oft hart und gespannt. Die Schmerzen können sich unterschiedlich anfühlen, manchmal drückend, manchmal dumpf, stechend oder brennend sein und auch in den Rücken ausstrahlen. Mitunter können Bauchkrämpfe auch sehr stark und einschränkend sein. Die Schmerzen bei Bauchkrämpfen werden als dumpf und drückend wahrgenommen, manchmal bringt Gegendruck auf die betreffende Stelle Linderung. Wenn die Schmerzen in Wellen abwechselnd stärker und schwächer durch den Bauch laufen, so werden sie als Koliken bezeichnet. Der Darm ist umgeben von einem dichten Geflecht aus Nerven, das den Schmerz weiterleitet. Eine Magenkolik ist eine besonders heftige Form von Magenkrämpfen - sie äußert sich durch plötzlich auftretende, sehr starke, krampfartige Schmerzen im Oberbauch. Diese Schmerzen kommen oft in Wellen, das heißt: Sie steigen an, erreichen ihren Höhepunkt, lassen kurz nach - und kommen dann erneut.
Nicht zwangsläufig müssen Bauchkrämpfe mit Durchfall einhergehen, wie beispielsweise bei einer Magen-Darm-Infektion. Dabei klagen Betroffene lediglich über Krämpfe und Schmerzen in der Bauchregion, manchmal mit Blähungen, während aber Durchfall und auch Erbrechen ausbleiben. In den meisten Fällen sind die Symptome von relativ kurzer Dauer, d. h. einige Stunden bis maximal einige Tage (bei Magen-Darm-Infektionen).
Wann zum Arzt?
Wenn Ihre Beschwerden anhalten, sie besonders schmerzhaft sind oder insgesamt häufig auftreten, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Bei einem Verdacht auf Blinddarmentzündung mit den typischen Symptomen wie Appetitverlust und Bauchschmerzen, die oft um den Bauchnabel beginnen und sich in den rechten Unterbauch verlagern, ist rascher ärztlicher Rat gefragt. Auch ständige Magenschmerzen oder immer wiederkehrende Bauchkrämpfe sollten Sie in jedem Falle abklären lassen. Zudem ist es sinnvoll, ein Ernährungstagebuch zu führen.
Was hilft bei Bauchkrämpfen?
Meist gehen krampfhafte Bauchschmerzen nach kurzer Zeit von selbst vorbei. Manchmal bleiben die Schmerzen jedoch länger oder kehren immer wieder. Doch wie lassen sich Bauchkrämpfe lösen? Entspannung ist grundsätzlich empfehlenswert, da Ruhe dem Körper die Möglichkeit gibt, sich neu zu sortieren. Dadurch kann die Verdauung wieder in Gang kommen und die Krämpfe lassen nach. Achten Sie in der Folge auf leicht verdauliche Kost, zum Beispiel Suppen, um dem Magen-Darm-Trakt Erholung zu gönnen. Unterstützend kann, je nach Empfinden, eine Wärmflasche sein. Bei weniger starken Beschwerden hilft in manchen Fällen auch ein warmer Tee mit Pfefferminze, Fenchel oder Kümmel. Hochkonzentrierte Wirkstoffe aus Arzneipflanzen finden sich in pflanzlichen Arzneimitteln wieder. Carmenthin® enthält eine einzigartige Wirkstoffkombination aus Pfefferminzöl und Kümmelöl. Dabei sorgt insbesondere Pfefferminzöl mit seinen schmerzlindernden und entkrampfenden Eigenschaften für Linderung von leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich. Sind die Krämpfe durch eine zugrunde liegende Erkrankung bedingt, so wird die Therapie darauf abgestimmt.
Vorbeugung von Bauchkrämpfen:
Mit einer gesunden, wenig belastenden Ernährung kann der Entstehung von Krämpfen vorgebeugt werden. Das bedeutet, auf übermäßige und ungesunde Fette (Transfette) und blähende Speisen möglichst zu verzichten. Ein Übermaß an alkoholischen Getränken, kohlensäurehaltigen Getränken und Nikotin hingegen, belasten die Verdauungsorgane und sollte vermieden werden. In der heutigen, schnelllebigen Zeit lohnt es sich, auf ausreichende Ruhephasen neben dem stressigen Alltag zu achten. Denn übermäßig viel Stress wirkt sich auf die Verdauung aus.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Bei anhaltender Obstipation sollten Sie zur Sicherheit immer Ihren Arzt aufsuchen, um mögliche Erkrankungen auszuschließen.
In jedem Fall sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden, wenn sich die Stuhlgewohnheiten innerhalb eines kurzen Zeitraums maßgeblich verändern. Dies kann sich sowohl durch Probleme bei der Stuhlentleerung als auch in Form von Durchfall äußern. Grundsätzlich ist ein erschwerter Stuhlgang von Zeit zu Zeit normal und sollte kein Grund zur Sorge geben. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, stehen zunächst die Ernährungsgewohnheiten sowie der geführte Lebensstil im Fokus. Auch eine Blutuntersuchung kann Aufschluss über eine mögliche Stoffwechselerkrankung geben.
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