Die Sitcom "Männer ohne Nerven" (Originaltitel: Stark Raving Mad) ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die im Jahr 1999 von Steven Levitan kreiert wurde. Obwohl sie nur eine Staffel lang auf Sendung war, hat sie bei vielen Zuschauern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Serie zeichnet sich durch ihren grotesken Humor und das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller, Tony Shalhoub und Neil Patrick Harris, aus.
Handlung
Die Serie dreht sich um die ungewöhnliche Wohngemeinschaft von Henry McNeely (gespielt von Neil Patrick Harris) und Ian Stark (gespielt von Tony Shalhoub). Henry ist ein ängstlicher, ordnungsliebender Lektor in einem Verlag. Ian hingegen ist ein exzentrischer Horrorautor, der mit seinem ersten Buch einen Bestseller gelandet hat. Der Verlag stellt Henry Ian als Lektor zur Seite, um den Erfolg seines zweiten Buches zu garantieren. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, und so kommt es anfangs zu zahlreichen Konflikten und Missverständnissen.
Ians Lebensstil, der von Verspieltheit und frechen Streichen geprägt ist, bringt Henrys geordnetes Leben gehörig durcheinander. Auch Henrys biederer Freundin Tess fällt es schwer, sich an Ians exzentrische Art zu gewöhnen. Im Laufe der Serie entwickeln die beiden Männer jedoch eine Freundschaft, die auf gegenseitigem Respekt basiert. Sie lernen, das Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten und voneinander zu profitieren.
Charaktere
- Henry McNeely: Ein ängstlicher und ordnungsliebender Lektor, der bei einem Verlag arbeitet. Gespielt von Neil Patrick Harris.
- Ian Stark: Ein exzentrischer und erfolgreicher Horrorautor. Gespielt von Tony Shalhoub.
- Jake Donovan: Ians Assistent. Gespielt von Eddie McClintock.
- Audrey Radford: Henrys Chefin. Gespielt von Harriet Sansom Harris.
Besetzung und Produktion
"Männer ohne Nerven" wurde von Steven Levitan entwickelt, der auch für andere erfolgreiche Sitcoms wie "Modern Family" bekannt ist. Die Serie wurde von NBC produziert und in den USA erstmals am 23. September 1999 ausgestrahlt. In Deutschland lief die Serie ab dem 21. April 2001 auf VOX.
Die Hauptrollen wurden von Tony Shalhoub und Neil Patrick Harris übernommen. Shalhoub, der später durch seine Rolle als Adrian Monk in der Serie "Monk" große Bekanntheit erlangte, verkörpert den exzentrischen Horrorautor Ian Stark mit viel Witz und Charme. Neil Patrick Harris, der bereits als Kinderstar in der Serie "Doogie Howser, M.D." Erfolge feierte, spielt den ängstlichen Lektor Henry McNeely mit viel Sensibilität und komödiantischem Talent.
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Rezeption und Kritik
Obwohl "Männer ohne Nerven" von vielen Zuschauern positiv aufgenommen wurde, konnte sich die Serie nicht lange im Fernsehen halten. Nach nur einer Staffel wurde sie eingestellt. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Serie im Vorabendprogramm ausgestrahlt wurde, was möglicherweise nicht das ideale Umfeld für ihren grotesken Humor war.
Trotz der kurzen Laufzeit hat "Männer ohne Nerven" bei vielen Zuschauern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Serie wird für ihren originellen Humor, die skurrilen Charaktere und das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller gelobt. Einige Kritiker sehen in Tony Shalhoubs Rolle als Ian Stark sogar eine noch bessere Leistung als seine spätere Rolle als Adrian Monk.
Neil Patrick Harris: Vom Kinderstar zum gefeierten Schauspieler
Neil Patrick Harris, der in "Männer ohne Nerven" den ängstlichen Lektor Henry McNeely spielt, ist einer der bekanntesten und vielseitigsten Schauspieler seiner Generation. Geboren und aufgewachsen in New Mexico, entdeckte Harris schon früh seine Leidenschaft für die Schauspielerei. Bereits im Alter von 15 Jahren wurde er von dem Dramaturgen Mark Medoff entdeckt und für seinen Film "Claras Geheimnis" (1988) engagiert.
Nach seiner ersten Golden-Globe-Nominierung folgte die Hauptrolle in der SciFi-Komödie "Purple People Eater - Der kleine Lila Menschenfresser" (1988) und kurz darauf die Hauptrolle in der erfolgreichen ABC-Serie "Doogie Howser, M.D." (1989). Vier Jahre lang spielte Harris das Wunderkind Doogie Howser, das mit 14 Jahren seinen Doktor macht.
Nach dem Ende der Serie im Jahr 1993 wandte sich Harris der Theaterbühne zu und spielte in zahlreichen Musicals und Dramen am Broadway. Zu seinen Bühnenrollen zählen unter anderem "Sweeney Todd", "Proof", "Cabaret", "Assassins" und "RENT".
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Seinen großen Durchbruch im Fernsehen feierte Harris mit der Rolle des Barney Stinson in der Sitcom "How I Met Your Mother" (2005-2014). Für seine Darstellung des selbsternannten Frauenhelden wurde Harris mehrfach für den Golden Globe und den Emmy nominiert.
Neben seinen Rollen in Film und Fernsehen ist Harris auch als Synchronsprecher tätig. Er lieh seine Stimme zahlreichen Figuren in Animationsserien und -filmen, darunter "Capitol Critters", "Justice League", "Spider-Man", "Family Guy", "Robot Chicken" und "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen".
Harris ist auch ein gefragter Gastgeber bei Preisverleihungen. Er moderierte unter anderem die Tony Awards, die Emmy Awards und die Academy Awards.
Im Jahr 2010 outete sich Harris als homosexuell und gab bekannt, dass er seit 2004 mit seinem Schauspielkollegen David Burtka liiert ist. Im Oktober 2010 kamen ihre Zwillinge Gideon Scott und Harper Grace mit Hilfe einer Leihmutter zur Welt. Harris engagiert sich für die Rechte der Homosexuellen und ist Mitglied in Hollywoods "The Magic Castle", einem exklusiven Club für Zauberkünstler. Er ist bekannt für seinen hohen Red Bull Konsum und bekam vom Hersteller einen lebenslangen Vorrat und einen Mini-Kühlschrank geschenkt.
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