Marie Brinkmann: Schwerpunkte in der Neurologie und interdisziplinäre Ansätze

Die Neurologie ist ein vielschichtiges Feld, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Marie Brinkmann hat sich in diesem Bereich einen Namen gemacht, wobei ihre Schwerpunkte ein breites Spektrum neurologischer Erkrankungen und interdisziplinärer Therapieansätze umfassen. Dieser Artikel beleuchtet ihre Arbeit und die verschiedenen Aspekte der neurologischen Versorgung, die sie und ihr Team anbieten.

Ambulante Angebote für junge Erwachsene in Krisensituationen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Betreuung junger Erwachsener im Alter von 16 bis 25 Jahren. Diese Altersgruppe befindet sich oft in einer Phase großer Veränderungen und Herausforderungen, die zu Krisen oder seelischen Problemen führen können. Marie Brinkmann und ihr Team bieten hier eine spezielle Ambulanz an, in der junge Menschen sich beraten lassen können.

Anmeldung und Erreichbarkeit

Für eine Sprechstunde ist eine vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer +49 511 22064950 erforderlich. Die Ambulanz für Junge Erwachsene befindet sich in der Schmiedestr. Es gibt keine offiziellen Öffnungszeiten, aber Termine können nach Vereinbarung vereinbart werden.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Forschung

Marie Brinkmann engagiert sich aktiv in verschiedenen Forschungsprojekten und Arbeitsgruppen, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der Neurologie und verwandten Fachgebieten befassen. Ein wichtiger Aspekt ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und Forschungseinrichtungen, um innovative Therapieansätze zu entwickeln und die Versorgung der Patienten zu verbessern.

FOSA: Förderung von Forschung und Zusammenarbeit

Ein Beispiel für diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist die Beteiligung an den Fach- und Organspezifischen Arbeitsgemeinschaften (FOSA) im Rahmen des Nationalen Forschungsnetzes Universitätsmedizin (NUM). Diese Arbeitsgruppen bringen Experten aus verschiedenen Fachbereichen zusammen, um gemeinsam an wichtigen Forschungsfragen zu arbeiten.

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Beteiligung an NUM-Projekten

Die FOSA Epidemiologie und Public Health ist beispielsweise an verschiedenen NUM-Projekten beteiligt, darunter:

  • CODEX+ Erweiterung der Data Exchange Platform
  • CollPan
  • Immunebridge
  • MethodCOV
  • PREPARED
  • NAPKON - Projekte zu Datenqualität, Primärkodierung und Analysestrategien

Schwerpunkte der FOSA Epidemiologie und Public Health

Die FOSA Epidemiologie und Public Health konzentriert sich unter anderem auf die Verteilung von SARS-CoV-2-Infektionsrisiken und COVID-19-Erkrankungsrisiken in der Bevölkerung, die Identifizierung von Risiko- und Schutzfaktoren, Studiendesigns für COVID-19-Studien und die Konsequenzen der COVID-19-Pandemie für klinische Studien in anderen Erkrankungen.

Forschungsprojekte der FOSA Epidemiologie und Public Health

Zu den Forschungsprojekten der FOSA Epidemiologie und Public Health gehören:

  • Auswirkungen von COVID-19 auf die Funktionsfähigkeit (2021-1025Grill_FunkCovid)
  • Social inequalities in COVID-19: The role of pre-existing social characteristics and health care utilization in explaining elevated risk of severe disease progression (2021-04-29HovenHanno_SocialPredictors)
  • Erste Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte (2021-04-15GeislerRamsiaSUEPFirst_Results)

Publikationen der FOSA Epidemiologie und Public Health

Die FOSA Epidemiologie und Public Health hat auch eine Reihe von Publikationen veröffentlicht, darunter:

  • Anker SD, Butler J, Khan MS, Abraham W, Bauersachs J, Bocchi E, Bozkurt B, Braunwald E, Chopra VK, Cleland JG, Ezekowitz J, Filippatos G, Friede T, Hernandez A, Lam CS, Lindenfeld J, McMurray JJ, Mehra M, Metra M, O’Connor C, Packer M, Pieske B, Pocock S, Ponikowski P, Rosano GMC, Teerlink J, Tsutsui H, Van Veldhuisen DJ, Verma S, Voors AA, Wittes J, Zannad F, Zhang J, Seferovic P, Coats AJS (2020). Conducting Clinical Trials in Heart Failure During (and After) the COVID-19 Pandemic: An Expert Consensus Position Paper from the Heart Failure Association (HFA) of the European Society of Cardiology (ESC). European Heart Journal 41; 2109-2117.
  • Backhaus I, Hoven H, Conte A, di Tecco C, Sergio I, Dragano N (2022). Economic change and population health: Lessons learnt from an umbrella review on the Great Recession. BMJ Open e060710. doi:10.1136/bmjopen-2021-060710
  • Beermann S, Dörr M, Grill E, Karch A, Lange B, Zeeb H (2022). Coronapandemie: Die Rolle epidemiologischer Forschung in Gesundheitskrisen. Design aspects of COVID-19 treatment trials: Improving probability and time of favourable events. Biometrical Journal 64: 440-460.
  • Czypionka T, Iftekhar EN, Prainsack B, Priesemann V, Bauer S, Calero Valdez A, Cuschieri S, Glaab E, Grill E, Krutzinna J, Lionis C, Machado H, Martins C, Pavlakis GN, Perc M, Petelos E, Pickersgill M, Skupin A, Schernhammer E, Szczurek E, Tsiodras S, Willeit P, Wilmes P (2022). The benefits, costs and feasibility of a low incidence COVID-19 strategy. Lancet Reg Health Eur 13:100294. doi: 10.1016/j.lanepe.2021.100294.
  • Friedrich S, Friede T (2020). Causal inference methods for small non-randomized studies: Methods and an application in COVID-19. Contemporary Clinical Trials 99: 106213.
  • Hoven H, Dragano N, Angerer P, Apfelbacher C, Backhaus I, Hoffmann B, Icks A, Wilm S, Fangerau F, Söhner F (2022). Striving for health equality: The importance of social determinants of health and ethical considerations in pandemic preparedness planning. International Journal of Public Health. International Journal of Public Health 67:1604542. doi: 10.3389/ijph.2022.1604542
  • Iftekhar EN, Priesemann V, Balling R, Bauer S, Beutels P, Calero Valdez A, Cuschieri S, Czypionka T, Dumpis U, Glaab E, Grill E, Hanson C, Hotulainen P, Klimek P, Kretzschmar M, Krüger T, Krutzinna J, Low N, Machado H, Martins C, McKee M, Mohr SB, Nassehi A, Perc M, Petelos E, Pickersgill M, Prainsack B, Rocklöv J, Schernhammer E, Staines A, Szczurek E, Tsiodras S, Van Gucht S, Willeit P (2021). A look into the future of the COVID-19 pandemic in Europe: an expert consultation. Lancet Reg Health Eur 100185. doi: 10.1016/j.lanepe.2021.100185.
  • Kapsner LA, Kampf MO, Seuchter SA, Gruendner J, Gulden C, Mate S, Mang JM, Schüttler C, Deppenwiese N, Krause L, Zöller D, Balig J, Fuchs T, Fischer P, Haverkamp C, Holderried M, Mayer G, Stenzhorn H, Stolnicu A, Storck M, Storf H, Zohner J, Kohlbacher O, Strzelczyk A, Schüttler J, Acker T, Boeker M, Kaisers UX, Kestler HA and Prokosch H-U (2021) Reduced Rate of Inpatient Hospital Admissions in 18 German University Hospitals During the COVID-19 Lockdown. Front. Public Health 8:594117. doi: 10.3389/fpubh.2020.594117
  • Kunz CU, Silke Jörgens S, Bretz F, Stallard N, Van Lancker K, Xi D, Zohar S, Gerlinger C, Friede T (2020). Clinical trials impacted by the COVID-19 pandemic: Adaptive designs to the rescue? Statistics in Biopharmaceutical Research 12: 461-477.
  • Mütze T, Friede T (2020). Data monitoring committees for clinical trials evaluating treatments of COVID-19. Contemporary Clinical Trials 98: 106154.
  • Priesemann V, Balling R, Bauer S, Beutels P, Valdez AC, Cuschieri S, Czypionka T, Dumpis U, Glaab E, Grill E, Hotulainen P, Iftekhar EN, Krutzinna J, Lionis C, Machado H, Martins C, McKee M, Pavlakis GN, Perc M, Petelos E, Pickersgill M, Prainsack B, Rocklöv J, Schernhammer E, Szczurek E, Tsiodras S, Van Gucht S, Willeit P (2021). Towards a European strategy to address the COVID-19 pandemic. Lancet 398(10303):838-839. doi: 10.1016/S0140-6736(21)01808-0.
  • Stallard N, Hampson L, Benda N, Brannath W, Burnett T, Friede T, Kimani PK, Koenig F, Krisam J, Mozgunov P, Posch M, Wason J, Wassmer G, Whitehead J, Williamson SF, Zohar S, Jaki T (2020). Efficient adaptive designs for clinical trials of interventions for COVID-19.

COVID-19 und neurologische Folgen

Ein weiterer Schwerpunkt von Marie Brinkmann und ihrem Team ist die Behandlung von neurologischen Folgeerkrankungen nach einer COVID-19-Erkrankung. Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass das Virus nicht nur die Atemwege, sondern auch das Nervensystem beeinträchtigen kann.

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Schwerpunkte in der COVID-19-Forschung

  • COVID/Long-COVID und Perioperative Neurokognitive Defizite
  • COVID/Long-COVID als Risiko für perioperative Schmerzchronifizierung
  • Besonderheiten der perioperativen Versorgung nach COVID-Erkrankung

Riech- und Schmeckstörungen als Langzeitproblem

Ein spezifisches Problem, das im Zusammenhang mit COVID-19 auftritt, sind Riech- und Schmeckstörungen. Diese können nicht nur ein Frühsymptom einer SARS-CoV-2-Infektion sein, sondern auch als Langzeitschaden bestehen bleiben. Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass bei einem erheblichen Teil der Patienten, die initial eine Riech-/Schmeckstörung hatten, diese auch noch nach Monaten objektiv nachweisbar ist.

Einfluss auf die Lebensqualität

Riech-/Schmeckstörungen haben einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität, vergleichbar mit der von Patienten mit Tumorerkrankungen. Daher ist es wichtig, die Erkrankung besser zu verstehen und Therapieangebote für eine frühzeitige Intervention zu entwickeln.

Genetische Risikofaktoren

Es ist davon auszugehen, dass auch genetische Risikofaktoren zum Schweregrad bei COVID-19 beitragen. Die Mitglieder der FOSA Humangenetik weisen umfangreiche Expertise in verschiedenen Bereichen der Humangenetik auf und sind in nationalen und internationalen Konsortien aktiv, um die Wirtsgenetik bei COVID-19 aufzuklären.

Weitere Schwerpunkte und Fachgebiete

Neben den bereits genannten Schwerpunkten engagiert sich Marie Brinkmann auch in weiteren Fachgebieten der Neurologie.

Geriatrie

Die FOSA Geriatrie beschäftigt sich mit der Versorgung komplexer älterer Patienten und bietet allen an, die Erfahrung mit dem Umgang mit dieser Patientengruppe zu teilen bzw. zu vermitteln. Im Rahmen der Multimorbidität stehen degenerative Erkrankungen bzw. Syndrome wie z.B. die Sarkopenie, Adipositas, Herz-Kreislauferkrankungen und die Demenz im Vordergrund.

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Hämatologie/Onkologie

Die durch gewonnenen Daten aus NAPKON etc. helfen, im Rahmen der FOSA Hämatologie/Onkologie u.a. die folgenden Themen schwerpunktmäßig zu bearbeiten:

  • Epidemiologie von COVID-19 im onkologischen Kollektiv
  • Die wechselseitige Beeinflussung von COVID-19 und Immunsystem onkologischer Patient:innen
  • Identifizierung prognostischer/therapeutischer Marker einer COVID-19-Erkrankung

Kardiologie

Die kardiovaskulären Folgeschäden in verschiedenen Stadien der Erkrankung sollen besser verstanden werden. Herbei werden verschieden Expertisen von der Epidemiologie bis hin zur Klinik und Grundlagenforschung in kardiovaskulären Forschungsprojekte eingebracht.

Pädiatrie

Detaillierte und systematische Erhebung der COVID-Manifestationen in der Bildgebung bei Kindern und Jugendlichen.Identifikation von Bildgebungs-Prädiktoren für ein gutes bzw. schlechtes Outcome der Kinder und Jugendlichen mit COVID-19, z.B.

Die Neurologische Praxis Dr. Dr. med. Martin Brand

Dr. Dr. med. Martin Brand, Facharzt für Neurologie, leitet eine neurologische Praxis. Ein Schwerpunkt ist die Behandlung der Multiplen Sklerose. Durchgeführt werden in der Praxis für Neurologie in Düren die für die Diagnose und Verlaufsbeurteilung der o.g. Erkrankungen erforderlichen elektrophysiologischen Untersuchungen, EEG- und Ultraschalluntersuchungen (Doppler und Duplexsonographie) sowie neuropsychologische Testungen.

Ganzheitliche Patientenversorgung

Marie Brinkmann und ihr Team legen großen Wert auf eine ganzheitliche Patientenversorgung. Dies bedeutet, dass nicht nur die körperlichen Beschwerden behandelt werden, sondern auch die psychischen und sozialen Bedürfnisse der Patienten berücksichtigt werden.

Psychoonkologische Unterstützung

Viele Menschen erleben eine Krebsdiagnose als einen drastischen Einschnitt in ihrem Leben. In dieser Situation kann eine psychoonkologische Unterstützung für Patientinnen und Patietnen und auch für die Angehörigen sehr hilfreich sein. Diese Hilfe bieten die Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum mit einem Team aus Psychoonkologinnen und Psychoonkologen an.

Ernährungsmedizinische Beratung

Wenn man gesund ist, sind Essen und Trinken häufig Nebensache. Was kann ich tun, wenn es während der Therapie zu Problemen wie z. B. Welche Lebensmittel sind bei einer Hochdosischemotherapie bzw. nach einer Stammzelltherapie noch erlaubt? Das Team der Ernährungsmedizin betreut seit vielen Jahren zahlreiche Patientinnen und Patienten mit genau diesen Fragen und Problemen.

Seelsorgerische Betreuung

Hilfe und Heilung: Mit dieser Hoffnung kommen Patienten/-innen in die Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum. In dieser Situation stehen ihnen die Seelsorger der evangelischen und katholischen Kirche zur Seite. Auch ein Gebet oder der Besuch des Gottesdienstes können Hilfestellungen sein, um zur Ruhe zu kommen, durchzuatmen und neue Kraft zu schöpfen.

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