Ein Schlaganfall ist ein einschneidendes Ereignis, das das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen grundlegend verändern kann. Der Fall des Popschlagersängers Markus Nowak, der nach einem Schlaganfall eine beeindruckende Rückkehr auf die Bühne feierte, zeigt, dass ein Leben nach diesem Ereignis möglich ist. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen und Risikofaktoren eines Schlaganfalls und gibt Einblicke in präventive Maßnahmen.
Was ist ein Schlaganfall?
Ein Schlaganfall tritt auf, wenn die Blutversorgung des Gehirns unterbrochen wird. Dies kann entweder durch ein Blutgerinnsel (ischämischer Schlaganfall) oder durch eine Blutung im Gehirn (hämorrhagischer Schlaganfall) verursacht werden. In beiden Fällen werden die Gehirnzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was zu Schäden führen kann.
Ursachen und Risikofaktoren
Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko eines Schlaganfalls erhöhen können. Einige davon sind nicht beeinflussbar, während andere durch einen gesunden Lebensstil reduziert werden können.
Nicht beeinflussbare Risikofaktoren
- Alter: Das Schlaganfallrisiko steigt mit zunehmendem Alter.
- Geschlecht: Männer haben ein höheres Schlaganfallrisiko als Frauen, wobei sich dies im höheren Alter angleicht.
- Familiäre Vorbelastung: Wenn in der Familie bereits Schlaganfälle aufgetreten sind, ist das Risiko erhöht.
- Ethnische Zugehörigkeit: Bestimmte ethnische Gruppen haben ein höheres Schlaganfallrisiko.
Beeinflussbare Risikofaktoren
- Bluthochdruck (Hypertonie): Hoher Blutdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall. Regelmäßige Kontrollen und eine entsprechende Behandlung sind daher essenziell.
- Herzerkrankungen: Vorhofflimmern, eine häufige Herzrhythmusstörung, erhöht das Risiko eines Schlaganfalls erheblich. Auch andere Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Herzklappenfehler können das Risiko erhöhen.
- Diabetes mellitus: Diabetes schädigt die Blutgefäße und erhöht somit das Schlaganfallrisiko. Eine gute Blutzuckereinstellung ist daher wichtig.
- Hohe Cholesterinwerte: Hohe Cholesterinwerte können zu Ablagerungen in den Blutgefäßen führen (Arteriosklerose), was das Risiko eines Schlaganfalls erhöht.
- Übergewicht und Adipositas: Starkes Übergewicht, insbesondere das viszerale Bauchfett, das die inneren Organe umgibt, produziert entzündungsfördernde Botenstoffe, die krebsfördernd wirken.
- Rauchen: Rauchen schädigt die Blutgefäße und erhöht das Risiko von Blutgerinnseln.
- Alkoholkonsum: Übermäßiger Alkoholkonsum kann den Blutdruck erhöhen und das Schlaganfallrisiko steigern.
- Bewegungsmangel: Ein inaktiver Lebensstil erhöht das Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck und andere Risikofaktoren.
- Ungesunde Ernährung: Eine Ernährung mit viel gesättigten Fetten, Salz und Zucker kann zu Übergewicht, hohen Cholesterinwerten und Bluthochdruck führen.
Prävention
Viele Schlaganfälle könnten durch eine gesunde Lebensweise und die Kontrolle der beeinflussbaren Risikofaktoren verhindert werden.
- Regelmäßige Blutdruckkontrolle: Hoher Blutdruck sollte frühzeitig erkannt und behandelt werden.
- Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und wenig gesättigten Fetten hilft, das Gewicht zu kontrollieren und die Blutgefäße gesund zu halten.
- Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität hilft, das Gewicht zu kontrollieren, den Blutdruck zu senken und die Herzgesundheit zu verbessern.
- Nicht rauchen: Rauchen sollte vermieden werden.
- Moderater Alkoholkonsum: Alkohol sollte nur in Maßen konsumiert werden.
- Diabeteskontrolle: Menschen mit Diabetes sollten ihren Blutzucker gut einstellen und regelmäßig kontrollieren lassen.
- Cholesterinkontrolle: Hohe Cholesterinwerte sollten durch eine gesunde Ernährung und gegebenenfalls Medikamente gesenkt werden.
- Gewichtsreduktion: Übergewicht sollte reduziert werden, um das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und andere Risikofaktoren zu senken.
Rehabilitation und psychosoziale Unterstützung
Ein Schlaganfall kann erhebliche körperliche und psychische Folgen haben. Eine umfassende Rehabilitation ist daher wichtig, um dieFunktionsfähigkeit wiederherzustellen und die Lebensqualität zu verbessern. Die Rehaklinik Ob der Tauber ist eine Fachklinik für Innere Medizin, die ein umfassendes Leistungsangebot in der medizinischen Prävention, Rehabilitation und Nachsorge bietet.
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Psychosoziale Unterstützung
Neben der körperlichen Rehabilitation ist auch die psychosoziale Unterstützung ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Eine Krebserkrankung stellt für die Betroffenen nicht nur eine physische, sondern oft auch schwere psychische Belastung dar. Ziel ist die Steigerung der Lebensqualität der Patienten durch psychologische Betreuung und Unterstützung im Verlauf der Krebserkrankung sowie die Vermittlung von Unterstützungsmöglichkeiten für die Zeit nach der Entlassung.
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