Die medizinische Landschaft ist komplex und vielfältig, mit einer Vielzahl von Erkrankungen, die unterschiedliche Ursachen, Symptome und Behandlungen aufweisen. In diesem Artikel werden wir uns auf drei spezifische Erkrankungen konzentrieren: Meningeom, Fibromyalgie und Neurofibromatose. Obwohl diese Erkrankungen unterschiedliche Bereiche des Körpers betreffen und unterschiedliche Ursachen haben, gibt es auch einige Gemeinsamkeiten, die es wert sind, untersucht zu werden.
Neurofibromatose Typ II (NF II)
Die Neurofibromatose Typ II (NF II), auch bekannt als zentrale Neurofibromatose, ist eine erbliche Tumorerkrankung. Das Hauptmerkmal der NF II ist das Auftreten von gutartigen Hirntumoren, die sich symmetrisch im Bereich beider Hör- und Gleichgewichtsnerven entwickeln (vestibuläre Schwannome - VS). Diese Tumoren können zu Gleichgewichtsstörungen und schließlich zu völliger Taubheit führen.
Klinische Erscheinung von NF II
Betroffene Personen entwickeln unweigerlich Schwannome, die typischerweise beide Vestibularnerven betreffen und zu Hörverlust und Taubheit führen. Viele Patienten weisen einen Hörverlust auf, der zu Beginn in der Regel einseitig ist und mit Tinnitus einhergehen oder ihm vorausgehen kann. Vestibuläre Schwannome können als erstes Symptom auch Schwindel oder Unausgeglichenheit verursachen. Übelkeit, Erbrechen oder echter Schwindel sind seltene Symptome, außer im Spätstadium der Erkrankung.
Die anderen Haupttumoren sind Schwannome der anderen kranialen, spinalen und peripheren Nerven; Meningiome sowohl intrakranielle (einschliesslich Sehnervenmeningiome) als auch intraspinale und einige geringgradige Malignome des Zentralnervensystems (Ependymome). Ophthalmische Merkmale sind ebenfalls ausgeprägt und umfassen eine reduzierte Sehschärfe und Katarakt. Etwa 70% der NF2-Patienten haben Hauttumore (intrakutane plaqueähnliche Läsionen oder tiefer liegende subkutane knötchenförmige Tumore). Schwannome an anderen Nerven im Kopf und in der Wirbelsäule sowie an anderen Stellen des Körpers können zum Verlust von Muskelfunktionen und Empfindungen führen, so dass viele NF2-Betroffene schließlich im Rollstuhl sitzen. Der zweithäufigste Tumor bei NF2 ist ein nicht-krebsartiger Tumor an der Auskleidung von Gehirn und Rückenmark, ein so genanntes Meningeom. Auch er kann zu Funktionsstörungen wie Kopfschmerzen und Krampfanfällen führen. Ein Tumor im Rückenmark, ein so genanntes Ependymom, betrifft etwa 20-40 % der Betroffenen, ist aber in der Regel nicht progressiv. Die meisten Patienten mit dieser Erkrankung leiden auch an Veränderungen der Augen.
Diagnostische Kriterien für NF II
Als diagnostische Kriterien für eine Erkrankung bezeichnet man die Symptome, bei deren Vorliegen die klinische Diagnose gestellt werden darf. Für das Vorliegen einer definitiven NF II sind dies:
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- Der Nachweis von bilateralen Akustikusneurinomen mittels bildgebender Verfahren.
- Ein Verwandter ersten Grades mit einer NF II und der Nachweis von Neurofibromen, Meningeomen, Gliomen, Schwannomen.
- Ein Verwandter ersten Grades mit einer NF II und der Nachweis einer juvenilen posterioren subcapsulären Katarakt (Linsentrübung im jugendlichen Alter).
- Zwei oder mehr feingeweblich bestätigte Schwannome oder Meningeome und Genetik von mindestens zwei Tumoren, die einen Verlust der Heterozygotie (Verlust beider Allele) für das Chromosom 22 aufweisen und zwei unterschiedliche NF2-Mutationen im Tumormaterial haben. Wenn eine SMARCB1-Mutation vorliegt, definiert dies eine SMARCB1-assoziierte Schwannomatose.
- Ein neuropathologisch bestätigtes Schwannom oder Meningeom und eine in der Blutbahn nachgewiesene SMARCB1-Mutation.
Folgende Kriterien machen das Vorliegen einer NF II wahrscheinlich:
- Einseitiges Akustikusneurinom vor dem 30. Lebensjahr und ein Meningeom, Schwannom, Gliom oder Linsentrübung.
- Mehrere Meningeome und ein Gliom, Linsentrübung oder Schwannom vor dem 30 Lebensjahr.
Vermutetet ein Arzt für Allgemeinmedizin das Vorliegen einer NF2, sollte der Patient zur weiteren Diagnostik an einen Spezialisten überwiesen werden (meist Neurologe). Als wichtigste diagnostische Kriterien gelten:
- Vorliegen eines Akustikusneurinoms auf einem Ohr und gleichzeitiges Vorliegen zwei oder mehr typischen Symptome, wie Katarakt und Hirntumoren, und es gibt einen Verwandten ersten Grades mit NF2.
- Vorliegen von Akustikusneurinomen auf beiden Ohren
Ein CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie) Scan des Gehirns können das Vorliegen eines Akustikusneurinoms oder anderen Gehirn- oder Rückenmarkstumoren bestätigen. Eine Blutprobe wird entnommen und in ein Labor geschickt, das fehlerhafte Gen erkennen. Kann das fehlerhafte Gen identifiziert werden, gilt die Diagnose ebenfalls als einwandfrei bestätigt.
Eine regelmäßige Verlaufskontrolle der NF2 ist aufgrund der Tatsache, dass es eine kausale Therapie der NF nicht gibt, die wichtigste Möglichkeit zur Früherkennung neuer Symptome.
Genetische Ursachen der NF II
Ursache der NF II sind Mutationen eines Gens, das vermutlich Einfluss auf Form und Wanderungsverhalten bestimmter Zelltypen nimmt. NF2 ist eine vererbbare genetische Erkrankung, die durch einen Fehler in einer Kopie des NF2-Gens auf Chromosom 22 verursacht wird und einem autosomal dominanten Erbgang folgt. NF2 wird in etwa 40 % der Fälle von einem betroffenen Elternteil vererbt. In den übrigen Fällen beginnt die Veränderung des NF2-Gens bei dieser Person. Dies geschieht entweder in allen Zellen (65-70 %), was darauf hindeutet, dass die Veränderung bereits in der Ei- oder Samenzelle vorhanden war, aus der die erste Zelle bei der Empfängnis entstand, oder nur in einigen Zellen, was darauf hindeutet, dass der Gendefekt während der Entwicklung des Embryos auftrat (Mosaizismus genannt). Mosaik-NF2 ist milder, da nicht alle Zellen betroffen sind, und die Wahrscheinlichkeit, dass NF2 an Kinder weitergegeben wird, ist geringer als die üblichen 50 %.
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Obwohl trunkierende Keimbahn-Mutationen (Nonsense und Frameshift) das häufigste Ereignis darstellen und einen schweren Verlauf verursachen, sind auch einfache und multiple Exon-Deletionen häufig. Eine Strategie zum Nachweis der letzteren ist für eine empfindliche Analyse von entscheidender Bedeutung. Die Identifizierung des zugrundeliegenden Gendefekts ist besonders hilfreich bei der Beurteilung des potenziellen Schweregrads der Erkrankung, wobei man, wenn möglich, mit der Untersuchung des Tumors in isolierten Fällen statt des Bluts beginnt.
Merlin und seine Rolle bei NF II
Das krankheitsrelevante Gen kodiert für das Genprodukt Merlin, was ein Akronym für Moesin-Ezrin-Radixin like protein ist. Merlin ist in der Lage, auf verschiedene Signalwege der Zelle einen hemmenden Einfluss auszuüben und darüber die Proliferation und somit das Wachstum von Gewebe fein zu regulieren. Die Tumorsuppressor-Aktivität von Merlin wurde zunächst mit einer Rolle bei der durch das Transmembranprotein CD44 vermittelten Kontaktinhibierung der Zellproliferation verbunden (Abb.1). Aktives Merlin interagiert mit dem Transmembranprotein CD44, welches häufig mit verschiedenen Wachstumsfaktorrezeptoren assoziiert ist, und inhibiert seine Aktivität. Durch die Modulierung der subzellulären Lokalisation des kleinen GTPase Proteins Rac1 beeinflusst Merlin die durch PAK (p21-activated kinase) vermittelte Signalgebung und passt die Organisation des Aktin-Zytoskeletts in Abhängigkeit von der Zelldichte an. Merlin greift auch in den mTOR Signalweg ein, der an der Regulierung der Proteinsynthese, der Zellteilung, der Zellproliferation und der synaptische Plastizität von Zellen des Nervensystems und des Gehirns beteiligt ist. Der Verlust von Merlin führt zur Aktivierung des mTOR-Signalwegs und zur unkontrollierten Proliferation von Schwannzellen. Weiterhin interagiert Merlin mit dem Hippo-Signalweg, der die Organgröße bei Tieren durch Regulierung der Zellproliferation und Zelltod steuert. Dabei wird über eine Signalkaskade das YAP/TAZ Protein im Zytoplasma phosphoryliert, wodurch seine Rolle als Transkriptionsfaktor geblockt und das Protein abgebaut wird. Im Zellkern selbst kann Merlin an die E3 Ubiqitin Ligase CRL4 DCAF1 binden und deren Aktivität inhibieren. Eine Transkription der Zielgene, die die Zellproliferation, das Überleben, die DNA Reparatur und die Genomintegrität durch Ubiquitinylierung von kritischen Regulatoren beeinflussen, wird unterbunden.
Behandlung von NF II
Da die NF II genetisch bedingt ist, ist eine Heilung nicht möglich. Die Behandlung besteht in der Entfernung von Tumoren im Bereich des Gehirns und Rückenmarkes, sowie operativer Eingriffe im Bereich der Augen und der betroffenen Hirnnerven. Darüber hinaus zeigte sich, dass man mit einigen chemotherapeutischen Wirkstoffen (z.B. Bevacizumab, Lapatinib) das Tumorwachstum stoppen oder zumindest verlangsamen kann.
Vorsorge bei NF II
Für Betroffene oder gefährdete Personen werden folgende Vorsorgemaßnahmen empfohlen:
- Jährliche MRT-Untersuchung, beginnend im Alter von etwa zehn bis 12 Jahren und mindestens bis zum vierten Lebensjahrzehnt.
- Hörprüfung, einschließlich BAER-Test.
- Jährliche vollständige Augenuntersuchung.
Meningeom
Ein Meningeom ist ein meist gutartiger Tumor im Schädelinneren, der aus der Hirnhaut (den Meningen) entsteht. Als Meningen bezeichnet man die Häute, die das Gehirn umgeben. Sie stellen einen wichtigen Schutz gegen Beschädigung und gegen Infektionen dar. Meningeome wachsen in der Regel langsam und bilden keine Absiedlungen (Metastasen) aus. Etwa 30 Prozent der bei Erwachsenen auftretenden intrakraniellen Tumore sind Meningeome, was sie zu den häufigsten Tumoren in dieser Altersgruppe macht. Die Tumore werden nach WHO-Klassifikation in die Grade I bis III eingeteilt. Rund 80 bis 90 Prozent der Meningeome gelten als gutartig und damit als Grad I. Sie lassen sich operativ meist komplett entfernen und haben dann eine günstige Prognose - nach vollständiger Entfernung ist die Lebenserwartung i. d. R.
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Ursachen und Risikofaktoren für Meningeome
Ein Meningeom entsteht durch die Entartung von Deckzellen der Arachnoidea, einer Hirnhautschicht. Die genauen Ursachen für diese Überaktivierungen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen Faktoren und bestimmten Umweltbedingungen zur Entwicklung dieser Art von Hirntumor beitragen kann. Ionisierende Strahlung ist nach heutigem Wissensstand einer der größten Risikofaktoren für die Entstehung von Meningeomen. Eine Ursache für Meningeome könnte auch das Hormon Östrogen darstellen, was erklären würde, warum Frauen häufiger betroffen sind als Männer.
Symptome von Meningeomen
Die Symptome eines Meningeoms variieren stark und hängen hauptsächlich von der genauen Lage und Größe des Tumors ab. Symptome des Meningeoms können sein:
- Kopfschmerzen
- Schwäche und Taubheitsgefühl in den Armen oder Beinen
- Gedächtnisverlust oder Verwirrtheit
- Veränderungen der Persönlichkeit oder des Verhaltens
- Krampfanfälle / epileptische Anfälle
- Schwindel oder Gleichgewichtsprobleme
- Sehstörungen
- Hörverlust oder Tinnitus
Diese Anzeichen sind oft unspezifisch und können auch auf viele andere Erkrankungen hinweisen. Daher ist es wichtig, bei deutlichen Beschwerden sofort medizinischen Rat einzuholen.
Diagnose von Meningeomen
In der Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) zeigen sich Meningeome in der Regel als klar abgegrenzte Tumore. Sie sind meist außerhalb des Hirngewebes lokalisiert und sitzen großflächig der harten Hirnhaut (Dura mater) auf, wobei sie angrenzendes Hirngewebe verdrängen und nicht zerstören. Meningeome nehmen gleichmäßig Kontrastmittel auf. Auf CT-Aufnahmen können Verkalkungen und sekundäre Veränderungen an den Knochen besonders gut erkannt werden. In MRT-Scans werden oft nach außen verlaufende Verdickungen der harten Hirnhaut, das sogenannte „Dural Tail Sign“, sichtbar. Auch kann hier eine eventuelle Verwachsung (Invasion) des umgebenden Hirngewebes und die den Tumor umgebende Wassereinlagerung (Hirnödem) sehr gut dargestellt werden.
Behandlung von Meningeomen
Die Standardtherapie besteht zurzeit aus der maximalen Resektion der Meningeome, gefolgt von Bestrahlung der verbleibenden Krebszellen. Trotz verbesserter Operationsmethoden und Bestrahlungstherapien verbleibt dennoch eine Untergruppe aggressiv wachsender Meningeomen, die sich auf herkömmliche Weise nicht therapieren lassen. Hinzu kommt, dass nur sehr beschränkte alternative Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen.
Neurofibromatose (allgemein)
Neurofibromatose ist eine Erkrankung, die eng mit den Nerven im Körper zusammenhängt. Unsere Nerven leiten elektrische Impulse wie ein Stromkabel. Die Isolierung der Leitungsbahn bilden spezialisierte Zellen, sogenannte Schwann-Zellen. Bei der Neurofibromatose entstehen aus diesen Zellen Gewebeknoten an den Nervenenden unter der Haut oder es kommt zu gutartigen Gewebsneubildungen an Nerven. Neurofibromatose kann schon in den ersten Lebensjahren auftreten. Dann sprechen Ärzt:innen vom Typ 1, auch Morbus Recklinghausen genannt. Typ 1 wird hervorgerufen durch eine Veränderung am Chromosom 17 und wirkt sich hemmend auf die Zellteilung aus. Diese Krankheitsform tritt vor allem auf der Haut und am Nervensystem auf. Neurofibromatose Typ 2 tritt erst nach der Pubertät oder im Erwachsenenalter auf und kommt seltener vor als Typ 1.. Die Merkmale können vielfältig sein und werden durch gutartige Tumore an zentralen Nerven hervorgerufen, meist am Hör- und Gleichgewichtsnerv. Wie für andere seltene Erkrankungen auch, haben wir Expert:innen auf diesem Gebiet in unseren Kliniken . Dabei stehen modernste Methoden bei der Diagnostik und den Therapien zur Verfügung. Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen individuelle, interdisziplinäre Betreuung sowie Beratung und regelmäßige Untersuchungen.
Fibromyalgie
Im Gegensatz zu Meningeomen und Neurofibromatose ist Fibromyalgie keine Tumorerkrankung oder genetisch bedingte Erkrankung. Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung, die durch weit verbreitete Schmerzen in Muskeln und Knochen, Müdigkeit, Schlafstörungen und psychische Probleme gekennzeichnet ist. Die genauen Ursachen der Fibromyalgie sind unbekannt, aber es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen, umweltbedingten und psychologischen Faktoren eine Rolle spielt.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Obwohl Meningeom, Fibromyalgie und Neurofibromatose unterschiedliche Erkrankungen sind, gibt es einige Gemeinsamkeiten, die es wert sind, hervorgehoben zu werden:
- Chronische Erkrankungen: Alle drei Erkrankungen sind chronisch, was bedeutet, dass sie langfristig bestehen und nicht heilbar sind.
- Auswirkungen auf die Lebensqualität: Alle drei Erkrankungen können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen, indem sie Schmerzen, Müdigkeit, Funktionsstörungen und psychische Probleme verursachen.
- Diagnostische Herausforderungen: Die Diagnose von Meningeomen, Fibromyalgie und Neurofibromatose kann schwierig sein, da die Symptome oft unspezifisch sind und sich mit anderen Erkrankungen überschneiden können.
- Bedarf an multidisziplinärer Behandlung: Die Behandlung von Meningeomen, Fibromyalgie und Neurofibromatose erfordert oft einen multidisziplinären Ansatz, der Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Therapeuten und andere Gesundheitsdienstleister umfasst.
Die wichtigsten Unterschiede zwischen den Erkrankungen liegen in ihren Ursachen, den betroffenen Körperbereichen und den spezifischen Symptomen:
- Meningeome: Tumore der Hirnhaut, die Druck auf das Gehirn ausüben und neurologische Symptome verursachen können.
- Fibromyalgie: Chronische Schmerzerkrankung, die Muskeln, Knochen und das Nervensystem betrifft und zu weit verbreiteten Schmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen führt.
- Neurofibromatose: Genetische Erkrankung, die das Wachstum von Tumoren entlang der Nerven verursacht und verschiedene neurologische Symptome und körperliche Veränderungen hervorrufen kann.
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