Menodoron Tropfen sind ein anthroposophisches Arzneimittel, das traditionell zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden eingesetzt wird. Sie sollen auf sanfte Weise bei zu lange anhaltenden oder schmerzhaften Regelblutungen, Zyklusstörungen und Unregelmäßigkeiten im monatlichen Rhythmus helfen. Die Wirkstoffe sind natürlichen Ursprungs und zielen darauf ab, den weiblichen Organismus während des Menstruationszyklus zu unterstützen.
Zusammensetzung und Inhaltsstoffe
Die Menodoron Tropfen enthalten eine Kombination verschiedener natürlicher Wirkstoffe, die synergistisch wirken sollen. Zu den Hauptbestandteilen gehören:
- Brennnesselblüten Infus
- Capsella/Majorana comp.
- Eichenrinden Dekokt
- Hirtentäschelkraut Infus
- Majoran Dekokut
- Majoran Infus
- Schafgarbenblüten Infus
- Ethanol
- Saccharose
Der Alkoholgehalt beträgt 20%.
Anwendungsgebiete
Gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis werden Menodoron Tropfen bei verschiedenen Störungen des Menstruationszyklus eingesetzt, wie beispielsweise:
- Zu lang anhaltende Regelblutungen (Menorrhagie)
- Schmerzhafte Regelblutungen (Dysmenorrhö)
- Unregelmäßigkeiten im monatlichen Rhythmus (Regeltempoanomalien)
Wirkung und Anwendungsweise
Menodoron Tropfen sind ein anthroposophisches Arzneimittel. Anthroposophische Arzneimittel betrachten den Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist und versuchen, die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Die in Menodoron Tropfen enthaltenen natürlichen Inhaltsstoffe sollen harmonisierend auf den weiblichen Organismus wirken und so zur Linderung von Menstruationsbeschwerden beitragen.
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Die Tropfen werden in der Regel 2-3 mal täglich eingenommen. Dabei werden 15-30 Tropfen in etwas Wasser aufgelöst. Die Einnahme erfolgt idealerweise vor den Mahlzeiten, um eine optimale Aufnahme der Wirkstoffe zu gewährleisten.
Falls nicht anders verordnet, erfolgt die Therapie kurmäßig über 2 bis 3 Perioden hinweg. Die Einnahme wird während der Regelblutung unterbrochen.
Dosierung
Die empfohlene Dosierung von Menodoron Tropfen beträgt:
- Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 2-3 mal täglich 15-30 Tropfen
Die Tropfen sollten mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden, um die Aufnahme der Wirkstoffe zu verbessern.
Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen
Menodoron Tropfen dürfen nicht eingenommen werden bei:
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- Überempfindlichkeit gegen Schafgarbe, andere Korbblütler, Brennnesseln oder Buchengewächse
- Alkoholkrankheit
Patienten mit Lebererkrankungen sollten vor der Einnahme von Menodoron Tropfen ihren Arzt konsultieren, da das Arzneimittel Alkohol enthält.
Vor der Einnahme von Menodoron® sollte die Ursache der Beschwerden ärztlich abgeklärt werden.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Menodoron Tropfen vorsichtshalber nicht angewendet werden.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
Bisher sind keine Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Menodoron Tropfen bekannt.
Ebenso sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.
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Wichtige Hinweise
- Vor der Anwendung von Menodoron Tropfen sollte die Ursache der Menstruationsbeschwerden von einem Arzt abgeklärt werden.
- Patienten mit Lebererkrankungen sollten das Arzneimittel aufgrund des Alkoholgehaltes nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.
- Menodoron Tropfen enthalten Sucrose (Zucker). Diabetiker sollten dies bei der Einnahme berücksichtigen (1 g Menodoron® (ca. 25 Tropfen) entspr. 0,2 g Saccharose (Sucrose)).
- Bei einer Verschlimmerung der Beschwerden oder bei ausbleibender Besserung sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Alternative und ergänzende Behandlungsmethoden
Zur Linderung von Menstruationsbeschwerden können neben Menodoron Tropfen auch andere Präparate und Maßnahmen eingesetzt werden. Dazu gehören:
- Schmerzmittel: Bei Bedarf können Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Naproxen eingenommen werden, um Schmerzen und Krämpfe zu lindern.
- Krampflösende Mittel: Buscopan Plus Filmtabletten können bei Unterleibsschmerzen und Bauchkrämpfen helfen.
- Pflanzliche Mittel: Agnus castus (Mönchspfeffer) kann bei Zyklusstörungen und prämenstruellen Beschwerden eingesetzt werden. Auch andere Pflanzen wie Frauenmantel, Traubensilberkerze, Schafgarbe, Kamille, Brennnessel und Gänsefingerkraut werden traditionell bei Regelschmerzen eingesetzt.
- Wärmeanwendungen: Wärmflaschen, Kirschkernkissen oder warme Bäder können krampflösend wirken und die Durchblutung fördern.
- Entspannungsübungen: Yoga, progressive Muskelrelaxation oder andere Entspannungstechniken können helfen, Stress abzubauen und die Muskeln zu entspannen.
- Ernährung: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann sich positiv auf den Menstruationszyklus auswirken. Alkohol, kochsalzreiche Speisen, Schokolade und Coffein können eine Dysmenorrhö verstärken. Magnesium, Vitamin B1 und B12 eignen sich zur Prophylaxe von Menstruationsbeschwerden. Einen Versuch wert ist auch die Einnahme eines hochdosierten Omega-3-Fettsäuren-Präparates, denn Omega-3-Fettsäuren können die Synthese der an den Regelschmerzen beteiligten Prostaglandine günstig beeinflussen.
Anthroposophische Betrachtungsweise der Frauenheilkunde
Die anthroposophische Medizin betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit und berücksichtigt dabei sowohl körperliche als auch seelische und geistige Aspekte. In der Frauenheilkunde werden die verschiedenen Lebensphasen der Frau (Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter, Wechseljahre) als individuelle Entwicklungsprozesse betrachtet, die von unterschiedlichen Herausforderungen und Bedürfnissen geprägt sind.
Die anthroposophische Therapie zielt darauf ab, die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen und das Gleichgewicht zwischen Körper, Seele und Geist wiederherzustellen. Dabei werden verschiedene naturheilkundliche Verfahren eingesetzt, wie beispielsweise:
- Arzneimittel: Pflanzliche, mineralische und tierische Substanzen werden in potenzierter Form eingesetzt, um die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen.
- Äußere Anwendungen: Einreibungen, Wickel und Bäder mit natürlichen Substanzen können die Durchblutung fördern, die Muskeln entspannen und das Wohlbefinden steigern.
- Künstlerische Therapien: Malen, Plastizieren, Musiktherapie und Eurythmie können helfen, seelische Blockaden zu lösen und die Kreativität zu fördern.
- Gesprächstherapie: Individuelle Gespräche können helfen, die Ursachen der Beschwerden zu erkennen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Die Lebensphasen der Frau aus anthroposophischer Sicht
Die Anthroposophie beschreibt Lebensabschnitte von jeweils 7 Jahren zwischen Geburt und Tod, die bestimmten Entwicklungsschritten und auch Aufgaben zugeordnet sind. Die ganzheitliche Frauenheilkunde ergänzt diese Einteilung mit den 3 wichtigsten Lebensphasen.
Die junge Frau: Der jungen Frau ist die Farbe Weiß zugeordnet: Sie ist neugierig, unbekümmert, sich ausprobierend. Die Menarche, die erste Menstruation, markiert den Übergang zur roten Phase. Die junge Frau probiert sich heute in ihrem ganzen Werdegang - auch in der Partnerschaft - erst aus, bevor sie die Reife erlangt, Kinder und andere Werke hervorzubringen.
Die Frau in den mittleren Jahren: Sie wird zur Mutter, Hüterin des Herdfeuers, die sich (zumindest zeitweise) festlegt in Partnerschaft, Aufgaben und Lebensmittelpunkt. Mit den Wechseljahren, der Menopause, dem Versiegen der Menstruation wird der Übergang in die dritte, die schwarze Lebensphase markiert
Die älter werdende Frau: Frauen ziehen sich ein Stück zurück aus dem tätigen Leben zugunsten ihrer geistig-spirituellen Entwicklung. Sie befinden sich auf dem Weg zur „Weisen Frau“, die die Dinge mit Abstand, Gelassenheit und Lebenserfahrung betrachten kann: die ideale Ratgeberin.