Sarkome sind seltene, bösartige Tumoren, die im Binde- und Stützgewebe des Körpers entstehen können. Im Gegensatz zu Karzinomen, die in Deck- oder Drüsengewebe entstehen, entwickeln sich Sarkome im Weichteilgewebe, Knorpel oder Knochen. Obwohl Sarkome im ganzen Körper auftreten können, werden sie aufgrund ihrer oft unauffälligen Symptome häufig erst spät erkannt. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Sarkomen, insbesondere im Hinblick auf Metastasen im Nervengewebe des Fußes.
Was sind Sarkome?
Sarkome sind eine besondere Form von Tumoren, die ihren Ursprung im Binde- oder Stützgewebe des Körpers haben. Diese bösartigen Tumoren können im ganzen Körper auftreten und werden oft erst spät erkannt, da sie anfangs kaum Schmerzen verursachen und als harmlose Schwellungen abgetan werden. Es gibt verschiedene Arten von Sarkomen, wobei zwischen Weichteilsarkomen und Sarkomen des Skelettsystems unterschieden wird.
Der Begriff "Sarkom" stammt aus dem Griechischen, von "sarkos" (Fleisch) und "om" (Geschwulst). Allein von den Weichteilsarkomen gibt es über 100 verschiedene Unterarten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die meisten wachsen rasch und neigen zur Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasierung). Andere Sarkomarten wachsen nur lokal, ohne Metastasen zu bilden und werden als intermediäre Sarkome bezeichnet.
Sarkome sind selten und aufgrund ihrer unauffälligen Symptomatik oft schwer zu erkennen. Daher ist es bei einem Verdacht auf ein Sarkom besonders wichtig, kompetente Fachärztinnen und -Ärzte zu finden, die viel Erfahrung mit der Diagnose und Behandlung dieses speziellen Tumortyps haben.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Sarkomen sind noch nicht vollständig geklärt. Vererbung spielt eine eher geringe Rolle, kann aber im Rahmen von Syndromen auftreten. Wenn bereits enge Familienmitglieder an Krebs erkrankt sind, kann aber ein erhöhtes Erkrankungsrisiko bestehen.
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Eine Chemo- oder Strahlentherapie im Zusammenhang mit einer anderen Erkrankung kann in seltenen Fällen die Entstehung eines Sarkoms begünstigen. Auch Umweltgifte und Chemikalien wie Holzschutzmittel, Herbizide, Dioxin oder Arsen sowie chronische Entzündungen scheinen ebenfalls die Bildung von Weichteilsarkomen zu fördern. Für Vinylchlorid oder Asbest ist ein Zusammenhang zur Entstehung von Leberangiosarkomen (Tumor der Blut- oder Lymphgefäße in der Leber) nachgewiesen.
Um das Risiko für ein Sarkom zu minimieren, ist es ratsam, auf eine gesunde und ausgewogene Lebensführung zu achten. Bekannte Risikofaktoren wie Rauchen, bestimmte Umweltgifte oder übermäßigen Alkoholgenuss sollten vermieden werden. Bewegung stärkt das Immunsystem und ist ein wichtiger Baustein in der Krebsvorbeugung. Ebenso wichtig ist es, Beschwerden frühzeitig von einer Ärztin oder einem Arzt abklären zu lassen, denn je früher ein Sarkom entdeckt wird, desto besser kann es behandelt werden.
Symptome und Früherkennung
Weichteilsarkome bleiben meist lange unbemerkt, da es keine typischen Symptome gibt. Im Anfangsstadium verursachen sie oft keine Schmerzen. Wenn sie wachsen, schieben sie zunächst umliegendes Gewebe zur Seite. Diese Raumforderung kann als Knoten oder Schwellung wahrgenommen werden. Erst wenn Nerven beeinträchtigt sind, machen Sarkome sich durch Schmerzen bemerkbar.
Allgemeine Tumorsymptome können sein:
- Schmerzen
- Appetitlosigkeit oder vorzeitiges Sättigungsgefühl
- Gewichtsabnahme ohne erkennbaren Grund
- Schwäche, Leistungsknick
- Fieber
- Blutarmut
Bei Knoten, die größer als 2 cm sind, neu sind, schnell wachsen oder in tieferen Hautschichten liegen, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Dasselbe gilt für tiefe großflächige Blutergüsse. Knochensarkome verursachen eher belastungsunabhängige Schmerzen, selten Schwellungen oder eine Überwärmung der Haut. Auch sie werden meist erst spät bemerkt, zum Beispiel, wenn der Knochen durch den Tumor instabil geworden ist und ohne großen Anlass bricht (pathologische Fraktur).
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Sarkome können prinzipiell überall im Körper auftreten. Fast die Hälfte aller Sarkome treten in den Extremitäten (43 Prozent) auf. Andere Körperregionen wie innere Organe (19 Prozent), Bauchraum (15 Prozent), Rumpf (10 Prozent) oder Kopf-Hals-Region (9 Prozent) sind weniger betroffen.
Diagnose von Sarkomen
Um verdächtige Symptome abklären zu lassen, ist der erste Schritt eine gründliche körperliche Untersuchung sowie ein ausführliches Gespräch (Anamnese) über Vorerkrankungen und Lebensgewohnheiten. Danach folgen bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) und vermutlich eine Biopsie.
Mithilfe einer MRT oder einer CT wird versucht, mehr Informationen über das Weichteilsarkom zu erhalten, wie beispielsweise die Tumorart oder wie weit es bereits fortgeschritten ist. Zur Abklärung des Befunds gehört auch immer eine Biopsie. Nur sie kann Gewissheit geben, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt, welche Unterart eines Sarkoms vorliegt oder wie stark die jeweiligen Tumorzellen noch den normalen Gewebezellen ähneln. Bestätigt sich der Verdacht, wird untersucht, ob bereits Metastasen vorhanden sind. Das wird mittels einer CT des Bauchraums, eines Ultraschalls der Lymphknoten und der Leber, Röntgenaufnahmen sowie einer Skelettszintigrafie untersucht.
Bei Verdacht auf einen Knochentumor ist Röntgen die erste und wichtigste Untersuchung. Für Weichteilsarkome sind MRT und CT besser geeignet. Ergänzend zur Röntgenuntersuchung folgt eine MRT. Diese Untersuchungen geben Aufschluss darüber, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Eine endgültige Gewissheit bringt aber auch hier nur eine Biopsie: liegt ein gut- oder bösartiger Tumor vor und wenn ja, welcher? Besteht ein Verdacht auf Metastasen, werden entsprechende weitere Untersuchungen veranlasst: eine Knochenszintigraphie oder eine CT des Oberkörpers.
Bei einem Verdacht auf ein Sarkom sollte bereits die Biopsie in einem spezialisierten Tumorzentrum stattfinden. In seltenen Fällen kann es bei der Biopsie von Sarkomen zu einer Tumorverschleppung kommen. Beim Einstechen der Hohlnadel können einzelne Tumorzellen hängen bleiben und zu sogenannten Stichkanalmetastasen führen. Bei Weichteilsarkomen reicht in der Regel eine lokale Betäubung, um Gewebe entnehmen zu können. Bei Knochensarkomen ist eine Gewebeentnahme unter einer leichten Narkose üblich.
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Das gewonnene Tumorgewebe wird pathologisch und histologisch (feingeweblich) auf verschiedene Eigenschaften hin untersucht. So können genetische Eigenschaften der Tumorzellen spezielle Behandlungsstrategien eröffnen. Bis ein Ergebnis dieser aufwendigen Tests vorliegt, können einige Tage vergehen. Routinemäßig wird ein Blutbild erstellt, um den gesundheitlichen Allgemeinzustand auch anhand von Laborwerten einschätzen zu können. Spezielle Tumormarker für ein bösartiges (malignes) Weichteilsarkom gibt es nicht. Einige Blutwerte können jedoch indirekt auf ein Sarkom hinweisen.
Vor der Therapieplanung muss abgeklärt werden, wie differenziert der Tumor ist, wie weit er sich schon ausgedehnt hat und ob bereits Metastasen vorhanden sind. Ein wichtiges Werkzeug dabei ist die Biopsie.
Ärztinnen und Ärzte unterscheiden drei Grade der Differenzierung (Grading, G1 bis G3) bei Sarkomen. Normale, gesunde Zellen sind sehr ausdifferenziert, während Tumorzellen nicht differenziert sind. Je weniger differenziert eine Zelle ist, desto mehr unterscheidet sie sich vom normalen Gewebe und desto rascher teilt sie sich. Wenig differenzierte Tumorzellen (G3) streuen bereits frühzeitig, gut differenzierte Tumorzellen (G1) dagegen wachsen unter Umständen monatelang, ohne zu metastasieren.
Eine Einteilung in Stadien, wie bei anderen Krebsarten üblich, ist bei Sarkomen kompliziert, da so viele Unterformen existieren. Allgemein werden auch Sarkome nach der TNM-Klassifikation eingeteilt, je nach Tumorgröße, Lymphknotenbefall und Metastasierung. Auf Basis dieser Klassifikation unterscheiden Ärztinnen und Ärzte vier Tumorstadien.
Therapie von Sarkomen
Es gibt kein generelles Behandlungsschema für Sarkome, da sie so unterschiedliche Erscheinungsformen und Eigenschaften haben. Für einige Sarkom-Untergruppen gibt es gesonderte Therapiekonzepte, zum Beispiel für das Knochensarkom. Eine Therapie muss daher immer genau abgestimmt werden. Hierbei sind Spezialistinnen und Spezialisten aus verschiedenen Fachrichtungen beteiligt. Sie beraten in einer sogenannten Tumorkonferenz den ganz persönlichen Fall, berücksichtigen den individuellen Krankheitsverlauf und die Wünsche bezüglich der Therapie. Es ist wichtig, dass jeder Schritt der Therapie wirklich verstanden wird.
Die Therapie von Knochen- und Weichteilsarkomen ist hoch komplex und interdisziplinär, sie wird hauptsächlich mitbestimmt durch die Beschaffenheit des Tumors. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, sich bei einem Verdacht auf ein Sarkom in einem spezialisierten Sarkom-Zentrum behandeln zu lassen.
Therapieansätze bei Metastasen in den Knochen
Knochenmetastasen bei Brustkrebs sind häufig: Bei etwa drei Viertel der Brustkrebspatientinnen werden sie entdeckt, wenn die Erkrankung fortschreitet. Knochenschmerzen sind oft das erste Anzeichen dafür. Wie andere Metastasen auch, entstehen Knochenmetastasen dadurch, dass sich Brustkrebszellen aus dem Tumor lösen und sich über die Blut- oder Lymphgefäße im Körper verteilen. Da das Knochengewebe sehr gut durchblutet ist, können Tumorzellen sich recht einfach dort festsetzen und Metastasen bilden.
Setzt sich eine Metastase im Knochen fest, gibt sie verschiedene Signalstoffe ab, die entweder einen erhöhten Knochenabbau oder -aufbau bewirken. Bei der Zerstörung der Knochensubstanz werden wiederum Substanzen freigesetzt, die das Wachstum der Tumorzellen und damit die Neubildung von Metastasen stimulieren. Es ist daher wichtig, sich bei Schmerzen in den Knochen gleich mit den Ärztinnen oder Ärzten in Verbindung zu setzen.
Die Behandlung von Knochenmetastasen bei Brustkrebs zielt vor allem darauf ab, Schmerzen vorzubeugen oder zu lindern, Knochenbrüche zu vermeiden und ein weiteres Wachstum der Metastasen zu verhindern. Bisphosphonate werden in die Knochen eingelagert und greifen direkt in deren Stoffwechselprozesse ein. Sie verhindern so den weiteren Knochenabbau durch die Osteoklasten. Bisphosphonate werden in Form von Infusionen oder Tabletten verabreicht. Im Allgemeinen sind Bisphosphonate gut verträglich.
Dieser Wirkstoff ist ein Antikörper, der ebenfalls in den Knochenstoffwechsel eingreift. Er wirkt gegen einen als „RANKL“ bezeichneten Signalstoff, ein Eiweiß, das die Osteoklasten zum Abbau von Knochen anregt und verhindert auf diese Weise den durch Metastasen bedingten Knochenabbau.
Grundsätzlich ist es, unter bestimmten Voraussetzungen, sogar möglich, einzelne Metastasen operativ aus dem Knochen zu entfernen und die Stelle dann zu bestrahlen. In der Regel werden operative Eingriffe bei Knochenmetastasen jedoch eher vorgenommen, wenn z. B. ein Wirbelbruch droht oder bereits stattgefunden hat. Eine Bestrahlung gilt als wichtigste lokale Therapiemaßnahme gegen Metastasen. Dabei werden zwei Methoden unterschieden: die Bestrahlung von außen und die von innen.
Lokale und systemische Therapieoptionen
Besteht nur eine Knochenmetastase, so kann mittels Strahlentherapie oder einer Operation therapiert werden. Die Operation ist vor allem dann sinnvoll, wenn bereits ein Knochenbruch ohne äußere Gewalteinwirkung (pathologische Fraktur) eingetreten ist oder starke Schmerzen, beispielsweise durch Kompression von Nerven bestehen.
Bestehen mehrere Knochenmetastasen, welche nur durch viele belastende Operationen zu entfernen wären, kommen je nach Tumor spezielle Hormon- oder Chemotherapien als sinnvolle Alternativen zum Einsatz. Unabhängig von der gewählten systemischen Therapie sollten in diesem Tumorstadium Bisphosphonate (aus der Osteoporose-Therapie bekannte Medikamente) zum Einsatz kommen. Dadurch kann nachweislich eine Verbesserung der Schmerzproblematik und teils auch eine Lebenszeitverlängerung erzielt werden.
Weitere Therapieansätze
- Operationen: Die Entfernung des Weichteilsarkoms ist das primär wichtigste Therapieverfahren. Patienten mit einem T1 Tumor können oft durch alleinige Entfernung des Sarkoms geheilt werden. Die Voraussetzung für den Erfolg einer Operation hängt maßgeblich von der Größe und Lage des Tumors zu seinen Nachbarstrukturen ab. Das Ziel ist eine weite Resektion mit ausreichendem Sicherheitsabstand zum Gesunden (>= 1 cm nach allen Seiten).
- Strahlentherapie: Bei ungünstiger Lage oder zu großer Tumorausdehnung kann eine neoadjuvante Strahlentherapie (vor der Operation) den Tumor verkleinern, bis dieser mit ausreichendem Sicherheitsabstand entfernt werden kann. Bei schlecht- und undifferenzierten (G3/G4) Primärtumoren, die größer als 5 cm sind, wird meist eine Strahlentherapie nach der Operation angestrebt.
- Chemotherapie: Eine kurative (heilende) Wirksamkeit von Chemotherapien nach Operation ist bisher nicht ausreichend geklärt. Individuell muss die Chemotherapie in heilender Intension besprochen werden. Wenn sich die Tumorerkrankung im fortgeschrittenen Stadium befindet und bereits Metastasen an verschiedenen Stellen vorhanden sind, kann eine systemische Chemotherapie erfolgen. Die Chemotherapie hat das Ziel, die Tumormasse zu verkleinern oder zumindest am Wachstum zu hindern und kann eventuell tumorbedingte Beschwerden lindern.
- Regionale Therapien: Regionale Therapien wie Hyperthermie in Kombination mit Chemotherapie oder die isolierte Extremitätenperfusion (ILP = isolated limb perfusion) können bei sehr großen Extremitätentumoren in speziellen Zentren angeboten werden.
- Amputation: Wenn letztendlich keine operative Entfernung des Weichteilsarkoms unter Erhalt einer ausreichend funktionsfähigen Extremität erreicht werden kann, lässt sich in manchen Fällen die Amputation der betroffenen Extremität nicht vermeiden.
Metastase Nerv Fuß
Metastasen im Nervengewebe des Fußes sind eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation bei Krebserkrankungen. Sie können durch verschiedene Arten von Krebs verursacht werden, wobei Sarkome eine mögliche Ursache darstellen. Die Symptome einer solchen Metastase können vielfältig sein und hängen von der Lage und Größe der Metastase sowie von den betroffenen Nerven ab.
Symptome von Nervenmetastasen im Fuß
- Schmerzen: Lokale Schmerzen im Fuß, die sich bei Belastung oder Bewegung verschlimmern können. Die Schmerzen können auch in andere Bereiche des Beins ausstrahlen.
- Neuropathie: Nervenschädigungen, die sich durch Kribbeln, Taubheitsgefühle, Brennen oder Stechen in den Zehen oder im Fuß äußern können.
- Muskelschwäche: Schwäche oder Lähmung der Fußmuskulatur, die zu Schwierigkeiten beim Gehen oder Stehen führen kann.
- Sensibilitätsverlust: Verlust des Tast-, Temperatur- oder Schmerzempfindens im Fuß.
- Gleichgewichtsstörungen: Schwierigkeiten beim Halten des Gleichgewichts, insbesondere beim Gehen auf unebenem Untergrund.
- Schwellung: Schwellung des Fußes oder Knöchels.
Diagnose von Nervenmetastasen im Fuß
Die Diagnose von Nervenmetastasen im Fuß erfordert eine sorgfältige Untersuchung und den Einsatz verschiedener diagnostischer Verfahren. Dazu gehören:
- Körperliche Untersuchung: Der Arzt wird den Fuß auf Schwellungen, Druckempfindlichkeit, Sensibilitätsverlust und Muskelschwäche untersuchen.
- Neurologische Untersuchung: Der Arzt wird die Reflexe, die Muskelkraft und die Sensibilität im Fuß testen, um das Ausmaß der Nervenschädigung zu beurteilen.
- Bildgebende Verfahren: Röntgenaufnahmen, MRT oder CT können verwendet werden, um den Knochen und das Weichteilgewebe des Fußes darzustellen und Metastasen zu erkennen.
- Biopsie: Eine Biopsie des verdächtigen Gewebes kann durchgeführt werden, um die Diagnose zu bestätigen und die Art des Krebses zu bestimmen.
- Nervenleitgeschwindigkeitsstudien: Diese Studien können verwendet werden, um die Funktion der Nerven im Fuß zu beurteilen und Nervenschäden zu erkennen.
Behandlung von Nervenmetastasen im Fuß
Die Behandlung von Nervenmetastasen im Fuß zielt darauf ab, die Schmerzen zu lindern, die Nervenfunktion zu verbessern und das Fortschreiten der Krebserkrankung zu verlangsamen. Die Behandlungsoptionen können je nach Art des Krebses, der Größe und Lage der Metastase sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten variieren.
- Strahlentherapie: Die Strahlentherapie kann verwendet werden, um die Metastase zu verkleinern und die Schmerzen zu lindern.
- Chemotherapie: Die Chemotherapie kann verwendet werden, um das Wachstum der Krebszellen im ganzen Körper zu verlangsamen, einschließlich der Metastase im Fuß.
- Operation: In einigen Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um die Metastase zu entfernen oder den Druck auf die Nerven zu verringern.
- Schmerzmanagement: Schmerzmittel, wie z. B. Opioide oder Antineuropathika, können verwendet werden, um die Schmerzen zu lindern.
- Physiotherapie: Die Physiotherapie kann verwendet werden, um die Muskelkraft, die Beweglichkeit und das Gleichgewicht zu verbessern.
- Ergotherapie: Die Ergotherapie kann verwendet werden, um den Patienten zu helfen, ihre täglichen Aktivitäten trotz der Einschränkungen durch die Nervenmetastase auszuführen.
Neuropathie als Folge von Krebstherapien
Krebstherapien wie Chemotherapie oder Bestrahlung, aber auch Tumore, die auf die Nerven drücken oder in sie einwachsen, können diese schädigen. Ärztinnen und Ärzte sprechen von einer Neuropathie. Weil meist viele Nerven gleichzeitig betroffen sind, heißt das Krankheitsbild auch Polyneuropathie. Bemerkbar macht sich die Neuropathie oft durch Missempfindungen wie Kribbeln, ein pelziges Gefühl oder Taubheitsgefühle, die in der Regel an den Händen und Füßen auftreten. Auch Schmerzen, die sich wie ein Brennen oder Stechen anfühlen, können vorkommen.
Die Symptome der peripheren Neuropathie zeigen sich in der Regel zuerst an den Händen und Füßen, meist auf beiden Seiten gleich stark. Sie beginnen oft an der Fußsohle und den Fingerspitzen. Dann können sie sich an Knöcheln und Handgelenken und später auf den ganzen Fuß und Arm ausbreiten. Die Beschwerden können außerdem zu verschiedenen Zeitpunkten auftreten, zum Beispiel schon während einer Krebsbehandlung oder erst einige Zeit danach. Auch die Art der Symptome und ihre Intensität können individuell sehr verschieden sein.
Symptome einer Neuropathie
- Schmerzen, z.B. Brennen oder Stechen
- Missempfindungen wie Kribbeln
- Taubheitsgefühle
- Überempfindlichkeit gegenüber Berührungen und Reizen wie Wärme, Kälte oder Druck
- Kraftlosigkeit und Muskelschwäche
- Muskelkrämpfe, Muskelzuckungen und unwillkürliche Bewegungen
- Sehstörungen oder Hörstörungen
Behandlung von Neuropathie
Die Behandlung der Neuropathie hängt von der Ursache der Nervenschädigung, aber auch von der Art und Ausprägung der Symptome ab. Bei einer Neuropathie, die durch die Chemotherapie verursacht wird, gibt es verschiedene ärztliche Strategien, zum Beispiel:
- Die nächste Chemotherapie kurz aufschieben, bis sich die Neuropathie-Symptome gebessert haben.
- Kleinere Mengen an Zytostatika in kürzeren Abständen verabreichen.
- Das nervenschädigende Medikament durch ein anderes ersetzen.
- Die Chemotherapie vorzeitig beenden.
Bei Beschwerden wie Kribbeln, Taubheitsgefühlen, Muskelschwäche oder Koordinationsstörungen können zum Beispiel ein Bewegungstraining, die Physiotherapie und Ergotherapie unterstützend sein.
- Bewegungstherapie: Balanceübungen, sensomotorisches Training, Koordinationstraining, Vibrationstraining und Training der Feinmotorik
- Physiotherapie: Übungen, um wieder sicherer zu gehen und zu stehen, das Gleichgewicht besser zu halten und das Risiko für Stürze zu senken
- Elektrotherapie: Stimulation der Nerven und Muskeln an Händen und Armen
- Ergotherapie: Training der Alltagsfähigkeiten mit Hilfsmitteln und Übungen auf verschiedenen Untergründen
Es gibt keine speziellen Medikamente, mit denen Ärztinnen und Ärzte einer peripheren Neuropathie vorbeugen können. Empfohlen ist es, schon zu Beginn der Chemotherapie mit einem nervenschädigenden Zytostatikum ein regelmäßiges Funktions- und Bewegungstraining durchzuführen, vor allem der Finger und Zehen. Auch ein sensomotorisches Training oder Vibrationstraining kann sinnvoll sein.
Bösartige Erkrankungen am Fuß (Krebserkrankungen)
Bösartige Erkrankungen am Fuß (Krebserkrankungen) treten relativ selten auf. Eine Aufklärung über Entstehung, Symptome und Therapie ist dennoch von großer Wichtigkeit und Bedeutung.
In den allermeisten Fällen handelt es sich im Bereich des Fußes um gutartige und harmlose Geschwülste. Eine Verdickung, bzw. Schwellung an der Fußsohle wird meist durch eine gutartige (benigne) Weichteilveränderung der Fußsohlensehne verursacht. Ihr medizinischer Fachbegriff lautet Fibromatosis plantaris oder Morbus Ledderhose.
Das fortschreitende Wachstum des Sarkoms verursacht durch Volumenzunahme einen Druck auf das umliegende, gesunde Gewebe. Dies führt dann zu Schmerzen und Minderdurchblutung des Gewebes. Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Krebserkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose. Hierzu gehört vor allem das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs). Es ist die aggressivste der bösartigen Hauterkrankungen. Dies liegt an ihrer Neigung, sehr früh über Blut- und Lymphbahnen Metastasen zu streuen. Zu spät erkannt, endet sie meist tödlich.
Das Hauptsymptom des malignen Melanoms ist eine bräunlich- schwarze bis schwarze Hautveränderung. Gelegentlich kommt es in diesem Bereich auch zu vermehrtem Juckreiz und Einblutungen. Gerade die Tatsache, dass eine Malignom- Erkrankung in den Frühstadien sehr symptomarm ist, macht sie so tückisch. Auch hier ist die Therapie wieder abhängig vom Stadium der Erkrankung. Im Frühstadium kann der Tumor durch eine Operation entfernt und der Patient geheilt werden.
Leben nach der Behandlung
Der Weg von den ersten Symptomen bis hin zum Verdacht auf ein Sarkom, gefolgt von den diagnostischen Untersuchungen bis hin zur Behandlung und Nachsorge ist eine Zeit voller Höhen und Tiefen. Nach der Behandlung ist eine regelmäßige Nachsorge wichtig, um ein Wiederauftreten oder Fortschreiten des Sarkoms frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Krebspatient*innen kennen das unangenehme Gefühl, wenn Hände oder Füße kribbeln. Solche Erkrankungen des peripheren Nervensystems, auch Neuropathie genannt, können als Folge einer Behandlung mit Krebsmedikamenten oder einer Strahlentherapie auftreten. Aber auch der Tumor selbst kann eine Nervenschädigung hervorrufen.
Wichtig ist es, dem Behandlungsteam bei den ersten Anzeichen einer Neuropathie Bescheid zu geben, damit es schnell reagieren kann. Denn es gibt einige Behandlungen und Strategien, um einer Neuropathie entgegenzusteuern.