Migräne und Depression: Ein Teufelskreis der Symptome und Wege zur Besserung

Migräneattacken können das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen und sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken. Nicht selten führen Migräne zu seelischen Belastungen und sogar zu Depressionen. Es ist wichtig, die Zusammenhänge zwischen Migräne und Depression zu verstehen, um geeignete Maßnahmen zur Stärkung der mentalen Gesundheit ergreifen zu können.

Die seelische Belastung durch Migräne

Viele Menschen, die unter Migräne leiden, fühlen sich während einer Attacke deprimiert, antriebslos und niedergeschlagen. Auch zwischen den akuten Migränetagen kann es vorkommen, dass sich Betroffene nicht wohlfühlen, obwohl es eigentlich keinen offensichtlichen Grund dafür gibt. Dies ist nicht verwunderlich, da Migräne häufig zusammen mit Depressionen auftritt. Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Migräne ein höheres Risiko haben, an Depressionen zu erkranken als Menschen ohne Migräne. Es wird vermutet, dass Migräne und Depressionen ähnliche Ursachen und Auslöser haben, die unter anderem genetisch bedingt sein können.

Die Symptome einer Migräne, wie z. B. Geräuschempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen, stellen bereits eine erhebliche Belastung dar. Hinzu kommen die Schmerzen und der Stress, der durch Einschränkungen im Beruf, in der Familie und im Alltag entsteht. Diese Faktoren können in Kombination mit Depressionen zu einer großen Herausforderung werden. Die Unsicherheit, wann die nächste Attacke auftreten wird, verstärkt die seelische Belastung zusätzlich.

Migräne und Depression: Zahlen und Fakten

In Deutschland leben schätzungsweise 12 bis 15 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen. Davon entwickeln 30 bis 50 %, also etwa 4,5 bis 6,5 Millionen Menschen, im Laufe ihres Lebens depressive Verstimmungen oder eine Depression. Etwa zwei bis drei Millionen Menschen sind aufgrund ihrer chronischen Schmerzen und ihrer Depression sogar arbeitsunfähig. Bei vielen Betroffenen entstehen depressive Verstimmungen aus Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit, wenn keine Therapie gefunden werden kann, die dauerhaft hilft und Besserung verschafft.

In etwa 80 % der Fälle treten zuerst chronische Schmerzen auf, bevor sich eine Depression entwickelt. Allerdings entwickeln auch zwei von drei der etwa 4 bis 4,5 Millionen Menschen mit Depressionen in Deutschland im Laufe ihrer Erkrankung chronische Schmerzen.

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Eine Studie der Woman's Health in den USA verglich aktuelle und vergangene Migräne-Episoden mit depressiven Erkrankungen von über 36.000 Frauen, von denen 6.400 von Migräne betroffen waren. Innerhalb von 14 Jahren entwickelten 4.000 Frauen zusätzlich zu ihrer neurologischen Erkrankung eine Depression. Forschende der Universität Toronto fanden heraus, dass Migränepatienten unter 30 Jahren besonders häufig betroffen waren. Diese hatten sechsmal häufiger Depressionen als Migränepatienten ab 65 Jahren.

Der Zusammenhang zwischen Migräne und Depression

Beiden Erkrankungen liegen eine gemeinsame genetische Komponente und ein gestörter Serotoninhaushalt zugrunde. Serotonin, auch als Wohlfühl- und Glückshormon bekannt, ist ein Neurotransmitter, der eine wichtige Rolle in der zentralen Schmerzverarbeitung, Schmerzinduktion und auch in der Neurobiochemie der Depression spielt.

Sowohl bei chronischen Schmerzen als auch bei Depressionen besteht ein Ungleichgewicht von Serotonin und Noradrenalin, welche normalerweise auf Ebene des Rückenmarks die Schmerzweiterleitung ins Gehirn hemmen. Liegt jedoch ein Ungleichgewicht oder Mangel der beiden Botenstoffe vor, geht die natürliche Schmerzhemmung verloren, und jeder Reiz wird ungefiltert an das Gehirn weitergeleitet. Dies kann dazu führen, dass depressive Menschen bereits kleinste Signale als Schmerzen wahrnehmen.

Es erscheint plausibel, dass eine Subgruppe von Depressionen und eine Subgruppe von Migräne ein gemeinsames Cluster bilden können, dessen Erforschung eines Tages zu besseren Strategien und Behandlungsmöglichkeiten für das gemeinsame Auftreten von Migräne und Depression führen könnte.

Häufige Begleiterkrankungen bei Migräne

Migräne tritt häufig in Verbindung mit anderen Erkrankungen auf, den sogenannten Komorbiditäten. Zu den häufigsten Begleiterkrankungen gehören:

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  • Depressionen: Migränepatienten haben ein 2,5-fach höheres Risiko für Depressionen als die Gesamtbevölkerung.
  • Angststörungen: Das Risiko für eine Angsterkrankung ist bei Migräne bis zu zehnfach erhöht.
  • Schlafstörungen: Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und Migräne. Schlafstörungen können Kopfschmerzen auslösen, und häufige Kopfschmerzen können einen erholsamen Schlaf verhindern.
  • Chronische Schmerzen: Migräne kann zusammen mit anderen chronischen Schmerzsyndromen wie Fibromyalgie oder Rückenschmerzen auftreten.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Migräne, insbesondere mit Aura, kann mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein.
  • Magen-Darm-Erkrankungen: Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen leiden etwa 3,5-mal so oft an Migräne wie Menschen ohne diese Erkrankungen.

Migräne: So kannst du deine mentale Gesundheit stärken

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die dazu beitragen können, das Leben trotz Migräne positiv zu gestalten und die mentale Gesundheit zu stärken.

  • Professionelle Unterstützung suchen: Im ersten Schritt kann man sich an eine Patientenorganisation oder die Deutsche Schmerzgesellschaft wenden. Ein Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt sowie mit einer Neurologin oder einem Neurologen kann wertvolle Einblicke in die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten bieten. Psychologische Unterstützung kann helfen, mit den emotionalen Belastungen bei Migräne besser umzugehen.
  • Soziale Kontakte pflegen: Es ist wichtig, sich nicht zurückzuziehen und abzukapseln. Der Austausch mit Freunden, Familie oder in Selbsthilfegruppen kann helfen, sich verstanden zu fühlen und von den Erfahrungen anderer zu profitieren.
  • Entspannungstechniken anwenden: Meditation, Yoga oder progressive Muskelentspannung können helfen, Stress abzubauen und die innere Ruhe zu finden.
  • Sport und Bewegung: Regelmäßige Bewegung hat eine positive Wirkung auf das mentale Befinden und kann helfen, Stress zu reduzieren und die Stimmung zu heben.
  • Gesunder Lebensstil: Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und ein geregelter Tagesablauf können dazu beitragen, dass man sich wohler fühlt.
  • Ganzheitliche Therapie: Bei einer Mehrfacherkrankung sollte der Schwerpunkt der Therapie immer auf der ursprünglichen Erkrankung liegen und diese mit Blick auf die sekundäre Erkrankung multimodal behandelt werden. Medikamente sollten hierbei immer nur Teil der ganzheitlichen Therapie sein, denn Medikation allein löst weder das eigentliche Problem, noch verändert es die Ursache. Weitere Bestandteile einer ganzheitlichen Schmerztherapie können unter anderem Psycho- und Physiotherapie, sport- und bewegungstherapeutische Maßnahmen, wie Ausdauersport und Yoga, Entspannungstechniken und Atemübungen, aber auch Eigeninitiative hinsichtlich Ernährung und Schlafrhythmus sein. Und das hilft nicht nur, die Häufigkeit und Stärke von Migräne-Attacken zu reduzieren, sondern sorgt auch für eine bessere Stimmung und einen ausgeglicheneren Alltag.

Ernährung als wirksame Migräne- und Depressionsprophylaxe

Es gibt einige Studien, die den Einfluss von Ernährung auf Migräne und auf Depressionen zeigen konnten. Es wurde beispielsweise nachgewiesen, dass starke Blutzuckerschwankungen Migräneanfälle fördern und dass eine blutzuckerstabilisierende Ernährung eine wirksame Migräneprophylaxe sein kann. Die negativen Auswirkungen eines übermäßigen Zuckerkonsums auf die langfristige psychische Gesundheit wurde in einer anderen großen Studie nachgewiesen. Die Forscher:innen legen daher nahe, dass ein geringerer Zuckerkonsum mit einer besseren psychischen Gesundheit verbunden sein könnte. Ob diese Ergebnisse auch auf migräneassoziierte Depressionen übertragbar sind, ist nicht geklärt.

Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Therapie bei einer solchen Zweifacherkrankung sollte unter allen Umständen streng ärztlich kontrolliert und begleitet werden, um mögliche Risiken und Wechselwirkungen zu vermeiden.

Triptane sind gängige Akutmedikamente bei Migräne (mit oder ohne Aura). Ihr Wirkstoff ist eng mit Serotonin verwandt und verengt, ähnlich wie das Serotonin, die Blutgefäße. Man geht nämlich davon aus, dass die Kopfschmerzen von erweiterten Blutgefäßen ausgelöst werden. Die Einnahme von Triptanen und Antidepressiva sollte besonders sorgfältig ärztlich betreut und überwacht werden, denn Triptane (wie z.B. das Sumatriptan, Almotriptan, oder Zolmitriptan) sind Serotonin-Agonisten, also Substanzen, die die Serotoninrezeptoren aktivieren. Dagegen sorgen - häufig als Antidepressivum eingesetzte - Serotonin-(Noradrenalin)-Wiederaufnahmehemmer (SSRI oder SNRI) dafür, dass der Serotonintransport blockiert wird und sich die Konzentration von Serotonin und/oder Noradrenalin in der Gewebeflüssigkeit des Gehirns erhöht.

Professor Gunther Haag von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) sieht hier die Gefahr eines Serotonin-Syndroms, ein komplexes und schwer diagnostizierbares Krankheitsbild, welches durch die Anhäufung von Serotonin hervorgerufen werden kann und sich in Symptomen wie Unruhe, Übelkeit/Erbrechen, Puls- und Blutdruckanstieg, bis hin zu Krämpfen, Anfällen und Halluzinationen zeigt. Das Risiko an dem Syndrom zu erkranken scheint jedoch sehr gering zu sein, und ist abhängig von der Höhe der Dosierung sowie dem jeweiligen Medikament.

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Begleitend können dual wirksame Antidepressiva verordnet werden, die nachweislich sowohl bei Depressionen, als auch prophylaktisch bei speziellen chronischen Schmerzerkrankungen wie Migräne helfen können, indem sie den Serotonin- und den Noradrenalin-Haushalt regulieren und beide Botenstoffe wieder ins Gleichgewicht bringen.

Wirksam sind hier vor allem Substanzen, die sowohl adrenerge, noradrenerge, als auch serotonerge Wirkung zeigen und die natürliche Schmerzhemmung wiederaufbauen. Als bevorzugte Medikamente in der Migräneprophylaxe sind hier die trizyklischen Antidepressiva (TZA) zu nennen, welche die Wiederaufnahme von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin in die Nervenzellen des Gehirns hemmen. In Abhängigkeit von der individuellen Patient:innensituation kann man hier zwischen dem Amitriptylin-, Imipramin- und Desipramin-Typ von trizyklischen Antidepressiva wählen.

Vermeiden sollte man dagegen Betarezeptoren-Blocker und Flunarizin, wenn bei Patient:innen eine Migräneerkrankung und Depression vorliegt.

Wie eine individuelle Therapie aussehen kann, muss man also sehr gewissenhaft mit seinen behandelnden Ärzt:innen absprechen. Bei der Kombination Migräne & Depression sollten auch Psychotherapeut:innen hinzugezogen werden.

Migräne mit Aura: Eine besondere Form der Migräne

Bei der Migräne handelt es sich um mittelstarke bis starke, pulsierende oder pochende Kopfschmerzen, die sich auf einer oder beiden Kopfhälften lokalisieren lassen. Zur Migräne können sich zusätzlich Übelkeit und Erbrechen gesellen sowie eine Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Gerüchen. Eine Migräne mit Aura kündigt sich zusätzlich durch Vorboten in Form von Wahrnehmungsstörungen an. Zwischen 15 und 20 Prozent der Migränepatienten erleben ihre Migräne mit einer Aura.

Die Aura äußert sich durch neurologische Störungen, die zwischen 5 und 60 Minuten andauern können. Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um Sehstörungen, etwa Flimmern oder Lichtblitzen. Nach der Aura treten bei den meisten Menschen die migränetypischen Kopfschmerzen ein.

Symptome einer Migräne mit Aura

Typische und atypische Migräneanfälle mit Aura können sich äußern durch:

  • Neurologische Störungen wie Tinnitus und Schwindel
  • Visuelle Störungen wie Flimmern, Lichtblitze, Doppelbilder oder eine vorübergehende Erblindung
  • Motorische Störungen wie eine Muskelschwäche, Taubheitsgefühle bis zur halbseitigen Lähmung oder Sprachstörungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Einer Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Gerüchen und Licht
  • Mittelstarken bis starken, pochenden oder pulsierenden Schmerzen in einer oder beiden Kopfhälften

Phasen einer Migräne mit Aura

Eine Migräne verläuft in bis zu fünf Phasen, die nicht alle Patientinnen und Patienten bei einer Attacke durchlaufen muss:

  • Prodromalphase: Noch vor der Migräne mit Aura kündigt sich diese bei etwa 30 Prozent der Migränepatienten durch weitere Vorboten an. Hierzu gehören beispielsweise Heißhunger oder ein Appetitverlust, Übelkeit, Nackenschmerzen oder Stimmungsschwankungen. Dieses Prodrom dauert zwischen 4 Stunden und mehreren Tagen.
  • Auraphase: 15 bis 20 Prozent der Patientinnen und Patienten sind von einer Aura vor den eigentlichen migränetypischen Kopfschmerzen betroffen. Die Auraphase dauert, je nach Auratyp, zwischen 5 Minuten und 72 Stunden an. Die meisten Betroffenen erleben während dieser Zeit visuelle, neurologische oder motorische Störungen, die nach der Auraphase wieder verschwinden, bspw. Störungen im Gesichtsfeld.
  • Migränephase: In der Migränephase erleiden die Patientinnen und Patienten die für eine Migräne typischen einseitigen oder beidseitigen Kopfschmerzen, die mittelstark oder stark pochen und pulsieren. Zusätzlich können Übelkeit und Erbrechen sowie eine Überempfindlichkeit auftreten. Manche Menschen erleben nur eine Auraphase ohne Kopfschmerzen, andere nur leichte Kopfschmerzen. Doch in den meisten Fällen fallen diese derart stark aus, dass diese den Alltag der Betroffenen stark einschränkt oder diese ihrem Alltag gar nicht mehr nachgehen können.
  • Auflösungsphase: In dieser Phase lassen die Symptome zunehmend nach.
  • Erholungsphase: Die letzte Phase ähnelt der Prodromalphase. Die Betroffenen fühlen sich angeschlagen und benötigen Zeit, um sich vollständig von ihrer Migräne mit Aura zu erholen.

Ursachen und Auslöser einer Migräne mit Aura

Ob eine Migräne mit Aura auftritt, hängt insbesondere mit genetischen sowie neurologischen und biochemischen Faktoren zusammen. Zu den Auslösern einer Migräne mit Aura können etwa Schlafmangel, Hunger, Stress, Wetterveränderungen oder eine Überreizung der Sinne gehören.

  • Genetische Faktoren: Das Risiko von einer Migräne mit oder ohne Aura betroffen zu werden, erhöht sich, wenn Verwandte ebenfalls unter regelmäßigen Migräneattacken leiden.
  • Biochemische und neurologische Faktoren: Eine komplexe Wechselwirkung zwischen neurochemischen Gehirnprozessen, einer gesteigerten neuronalen Erregbarkeit und einer Dysregulation der Neurotransmitter könnten als Ursache für ein erhöhtes Risiko einer Migräne mit oder ohne Aura verantwortlich zeichnen. Auch Östrogen kann zu einer Migräneattacke führen. Mit diesem Hormon lässt sich auch die deutlich höhere Erkrankungsrate bei weiblichen Personen erklären.
  • Umweltbedingte Faktoren: Sinnesüberreizungen, bestimmte Lebensmittel wie Rotwein, Hunger, Stress oder Schlafmangel, Kopfverletzungen und Nackenschmerzen können ebenfalls zu einer Migräne mit oder ohne Aura führen.

Behandlung einer Migräne mit Aura

Eine Migräne mit Aura kann zwar nicht geheilt, aber mit einigen Maßnahmen gut behandelt werden:

  • Stress reduzieren: Entspannungstechniken wie Yoga, Qi Gong oder Meditationen können Stress reduzieren und das Risiko auf eine durch Stress ausgelöste Migräneepisode reduzieren.
  • Tagebuch führen: In einem Tagebuch können die Patientinnen und Patienten die Häufigkeit, Dauer, den Zeitpunkt und weitere Faktoren wie mögliche Auslöser und Behandlungsergebnisse protokollieren. Dies kann sie dabei unterstützen, ihre Migräneattacken langfristig besser zu kontrollieren und beispielsweise Auslöser für die Migräne zu vermeiden.
  • Technische Geräte: Inzwischen können auch Geräte, die am Handgelenk, der Stirn oder am Hinterkopf bestimmte Nerven stimulieren, Migräneanfälle lindern oder verhindern.
  • Medikamente: Verschiedene Medikamente können eine einsetzende Migräne unterdrücken (beispielsweise Triptane, Ditane und Geptane) oder das Verschlimmern bestehender Symptome aufhalten (unter anderem Dihydroergotamin und Antiemetika). Leiden die Betroffenen unter Übelkeit, Schwindel und starken Schmerzen, können diese ebenfalls medikamentös behandelt werden, etwa mit Schmerzmitteln oder Medikamenten gegen die Übelkeit und den Schwindel. Um einer Migräne mit Aura vorzubeugen, können ebenfalls Medikamente verschrieben werden, darunter Antiepileptika, Betablocker und trizyklische Antidepressiva.

Weitere Erkrankungen im Zusammenhang mit Migräne

Migräne kann mit verschiedenen anderen Erkrankungen in Verbindung stehen, darunter:

  • Epilepsie: Die Anfallserkrankung Epilepsie und Migräne können beide mit Empfindungsstörungen und Stimmungsschwankungen einhergehen.
  • Herzkrankheiten: Menschen mit Migräne haben ein höheres Risiko für Herzerkrankungen.
  • Asthma: Asthma und Migräne können zusammen auftreten, möglicherweise aufgrund von Entzündungen.
  • Fettleibigkeit: Übergewicht kann Migräne verschlimmern oder sogar auslösen.
  • Verdauungsprobleme: Es gibt eine komplizierte Beziehung zwischen dem Darm und dem Gehirn, die als Darm-Hirn-Achse bezeichnet wird.
  • Bellsche Lähmung: Menschen mit Migräne haben ein erhöhtes Risiko für die Bellsche Lähmung, eine vorübergehende Lähmung der Nerven im Gesicht.

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