Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch starke, oft pulsierende Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit gekennzeichnet ist. Diese Symptome können den Arbeitsalltag erheblich beeinträchtigen, insbesondere für Lehrer, die in einem anspruchsvollen und reizintensiven Umfeld arbeiten. Eine aktuelle Umfrage des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) unterstreicht die Notwendigkeit, das Thema Migräne am Arbeitsplatz Schule offener anzusprechen und Unterstützungsmöglichkeiten zu schaffen.
Einleitung
Der Lehrberuf ist bekannt für seine hohe Arbeitsbelastung und den ständigen Umgang mit Schülern, Eltern und Kollegen. Für Lehrer mit Migräne können diese Faktoren zu zusätzlichen Belastungen führen, die sich negativ auf ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit auswirken. Dieser Artikel beleuchtet die Herausforderungen, mit denen Lehrer mit Migräne im Arbeitsalltag konfrontiert sind, die Auswirkungen auf ihre Arbeit und die möglichen Lösungsansätze, um ihre Situation zu verbessern.
Die Belastung von Migräne im Arbeitsalltag
Die Belastungen der Wechseljahre sind vielseitig und machen sich auch im Arbeitsalltag bemerkbar. Im Herbst 2024 befragte der BLLV seine Mitglieder zum Thema „Wechseljahre am Arbeitsplatz Schule“. Dabei geht es um mehr als - durchaus wichtige - Befindlichkeiten von Arbeitnehmerinnen. Es geht auch um enormes wirtschaftliches und pädagogisches Potenzial, oder anders gesagt: um wertvolle erfahrene Mitarbeiterinnen, die wir dringend an den Schulen brauchen. Denn 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre Arbeitsstunden wegen der Menopause reduziert haben. Entsprechend wünschen sich 82 Prozent der Befragten eine offenere Kommunikation zum Thema am Arbeitsplatz. „Es gibt Redebedarf! Das hat die Umfrage bestätigt und das wurde in Gesprächen mit den Mitgliedern an mich herangetragen. Der Austausch unter den Kolleginnen war spannend und die Reaktionen auf die Umfrage ganz unterschiedlich. Besonders hat mich die Empathie und das Interesse vieler männlicher Kollegen berührt. Es hat mir auch gezeigt: Es gibt keinen Grund, etwas zu tabuisieren, was so viele Lehrerinnen und Fachkräfte an Schulen belastet. Lehrkräftegesundheit ist eine große Herausforderung, die sich direkt auf den Lehrkräftemangel auswirkt. Diese Umfrage ist ein erster Schritt auf dem Weg. Schon die Studie „MenoSupport” der „Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin” (HWR Berlin) hat gezeigt, dass viele Frauen wegen Wechseljahresbeschwerden ihre Arbeitszeit reduzieren oder früher in Rente gehen. Zumindest zum Teil ist dies die Folge unzureichenden Gesundheitsmanagements. Arbeitgeber, die Frauen in den Wechseljahren unterstützen, können andererseits von gut ausgebildeten, erfahrenen Mitarbeiterinnen profitieren. Um die Situation besonders im schulischen Umfeld genauer zu beleuchten, startete der BLLV im Oktober eine Umfrage unter weiblichen Mitgliedern zwischen 40 und 59 Jahren. Der BLLV wollte auch wissen: Wo informieren sich Frauen über Wechseljahresbeschwerden? Denn nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch in der Medizin werden Frauen in den Wechseljahren systematisch benachteiligt. So haben beispielsweise Krankenkassen keinen Abrechnungsschlüssel für Wechseljahresbeschwerden, weshalb sich eine gründliche systematische Behandlung für Frauenärzte weniger lohnt. Auch im medizinischen Studium wird das Thema äußerst “stiefmütterlich” behandelt, wie die Gynäkologin Claudia Sievers bestätigte, die im Zuge der BLLV-Umfrage interviewt wurde. Wo informieren sich also Betroffene? Die Umfrage bestätigt, dass mehr Austausch und Information zum Thema wichtig wären. Von allen Befragten gab nur eine Person an, dass sie sich mit ihrem Arbeitgeber über das Thema ausgetauscht hat. Durchaus bedenklich, wenn man berücksichtigt, dass der Frauenanteil im Lehrberuf an allgemeinbildenden Schulen in Bayern 2023 bei 74 Prozent lag. Rund 94 Prozent der Befragten gaben an, dass nie oder nur selten am Arbeitsplatz über das Thema "Wechseljahre" gesprochen wird. Erschöpfung (76 Prozent) und Reizbarkeit (51 Prozent) zählten zu den Symptomen, die die Befragten am meisten bei der Arbeit beeinträchtigen. Aber auch Hitzewallungen und Schwitzen (43 Prozent) sowie hormonbedingte Migräne und Kopfschmerzen (40 Prozent) machten den Teilnehmerinnen zu schaffen. Trotz Beschwerden ließen sich nur 14 Prozent der Befragten krankschreiben. Eine Krankmeldung sei oft nur mit „schlechtem Gewissen“ möglich.
Häufige Symptome und ihre Auswirkungen
Migräne-Attacken sind mehr als 'nur' Kopfschmerzen und beeinträchtigen in hohem Maße die Konzentration der Betroffenen. Eine Migräne-Attacke bedeutet sinkende Konzentration, eine erhöhte Fehlerquote und verlangsamte Arbeitsabläufe. Treten dazu noch neurologische Ausfälle wie Wahrnehmungsstörungen in Form einer Aura auf, birgt dies je nach Tätigkeit erhebliche Risiken. Wer während der Aura unter Sehstörungen, Taubheitsgefühlen oder Lähmungserscheinungen leidet, kann zum Beispiel seine Arbeit an einer Maschine oder im Straßenverkehr nicht weiter ausführen. Problematisch sind jedoch auch Konzentrationsschwierigkeiten oder Wortfindungsstörungen, wenn man bei der Arbeit mit anderen Menschen arbeitet oder Kundenkontakt pflegt.
Migräne kann jedoch die Leistungsfähigkeit einschränken und zu häufigen Kurzzeiterkrankungen führen. Flackernde Bildschirme, Stress, Lärm und starke Gerüche können am Arbeitsplatz Migräne auslösen. Tritt eine Schmerzattacke auf, ist es meist nicht möglich mit voller Leistung weiter zu arbeiten. Hinzu kommt, dass es im Vorfeld zu neurologischen Ausfällen wie Wahrnehmungsstörungen kommen kann. Dies birgt je nach Tätigkeit erhebliche Risiken. Problematisch ist, dass Betroffene Medikamente oft häufiger und in höheren Dosen einnehmen als sie eigentlich sollten, damit sie weiter arbeiten können. Arbeiten und Schmerzmitteleinnahme kann zu zusätzlichen Nebenwirkungen führen und es besteht die Gefahr, dass die Abstände zukünftiger Anfälle dadurch kürzer werden oder sogar Kopfschmerzen infolge der überhöhten Medikamenteneinnahme entstehen.
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Triggerfaktoren am Arbeitsplatz
Auch im Büro lauern unzählige Trigger und Reize, die am Arbeitsplatz auf uns niederprasseln. Sei es ein alter flackernder Bildschirm, grelles Neonlicht, stickige Luft in Großraumbüros, laute Gespräche unter Kolleg:innen, ein Telefon, das pausenlos schrill klingelt, Stress, oder ein beißendes Parfüm einer Kollegin. Eine häufige Ursache für Kopfschmerzen im Arbeitsalltag ist auch eine fehlerhafte Körperhaltung am Schreibtisch und damit verbundene Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich. In den meisten Fällen ist der eigene Arbeitsplatz ergonomisch nicht auf den Mitarbeiter:innen abgestimmt. Diese dauerhafte Anspannung aktiviert Schmerzrezeptoren, wodurch Kopfschmerzen ausgelöst werden können.
Fehlendes Verständnis und Stigmatisierung
Viele Patient:innen mit Migräne kämpfen täglich gegen Unverständnis, Vorurteile und Stigmatisierung. Insbesondere im Arbeitsumfeld können Kommentare wie „Der macht doch schon wieder blau“ oder „Sind doch nur Kopfschmerzen“ die Situation zusätzlich belasten. Solche Aussagen entstehen möglicherweise durch ein generelles Unwissen über die schwerwiegende neurologische Erkrankung Migräne und mangelnde Kommunikation am Arbeitsplatz.
Wirtschaftliche Auswirkungen von Migräne
Migräne hat massive Auswirkungen auf die Arbeitswelt und die Volkswirtschaft. Durch die Krankheit fallen in Deutschland jedes Jahr rund 547 Millionen Stunden bezahlter Arbeit aus - ein jährlicher volkswirtschaftlicher Verlust in Höhe von etwa 48,8 Milliarden Euro, das sind etwa 1,4 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung 2019. Zusätzlich gehen jährlich circa 675,8 Millionen Stunden an unbezahlter Arbeit durch Migräne verloren, was jährlich fast ein Prozent der insgesamt in Deutschland für unbezahlte Arbeit aufgewendeten Zeit bedeutet.
Migräne ist laut dem BARMER Arztreport unter den Top 20 der Gründe für Arbeitsunfähigkeit und Krankmeldungen. Jeden Tag leiden etwa 900.000 Menschen unter Migräne. Bei 220 Arbeitstagen pro Jahr sind das unglaublich viele verlorene Arbeitstage pro Jahr. Aufgrund von Migräne ergeben sich somit circa 143 Millionen Arbeitsausfälle jährlich. Die Kosten, die dabei entstehen, belaufen sich auf rund 15 Milliarden Euro pro Jahr. Rechnet man die medizinische und medikamentöse Behandlung und Versorgung dazu, kommt man insgesamt auf ungefähr 16 Milliarden Euro jährliche Kosten aufgrund von Migräne. Der Wertschöpfungsausfall durch Krankheit im Allgemeinen beläuft sich jährlich auf ungefähr 225 Milliarden Euro. Die 16 Milliarden Euro für Arbeitsausfälle durch Migräne machen demnach circa 7 Prozent der gesamten Kosten aus.
Lösungsansätze für den Arbeitsalltag
Um die Situation von Lehrern mit Migräne zu verbessern, sind verschiedene Maßnahmen erforderlich, die sowohl den individuellen Umgang mit der Erkrankung als auch die Gestaltung des Arbeitsplatzes und die Kommunikation am Arbeitsplatz betreffen.
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Individuelle Strategien
- Anfallskupierung: Im Akutfall können spezifische Migräne-Mittel wie Triptane eingenommen werden. Triptane blockieren die Freisetzung von Nervenbotenstoffen, die zur lokalen neurogenen Entzündung an den Blutgefäßen im Gehirn führen kann. Außerdem normalisieren Triptane die erhöhte Nervenaktivität in verschiedenen Gehirnzentren und verengen erweiterte Gefäße. Triptane haben gegenüber anderen Schmerzmitteln den Vorteil, dass sie gezielt und selektiv an den Schaltstellen im Gehirn wirken, die bei einer Migräneattacke beteiligt sind.
- Migräneprophylaxe: Ein geregelter Tagesablauf sowie eine gut eingestellte, individuelle Behandlung können einen akuten Anfall lindern oder Migräneattacken vorbeugen. Dabei spielen Strategien zur Stressreduktion eine besondere Rolle. Neben einer bewussteren und ausbalancierteren Alltagsgestaltung werden die regelmäßige Durchführung von Entspannungsverfahren (Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Atemtherapie, Autogenes Training) empfohlen. Diese bewirken, neben der Entspannung der Muskulatur, auch einen Abbau der Stresshormone und eine Regeneration der körpereigenen Schmerzabwehrsysteme. Zahlreiche Studien zeigen, dass die regelmäßige Anwendung solcher Entspannungstechniken langfristig die Anzahl der Attacken deutlich reduzieren kann. Zusätzlich werden Schulter- und Nackenverspannungen verbessert und Bluthochdruck gesenkt.
- Kopfschmerztagebuch: Um behandelnden Ärzt:innen eine genaue Auskunft über Häufigkeit, Schwere und Dauer der Migräne-Attacken geben zu können, sollten Betroffene ein Kopfschmerztagebuch führen. Das Führen eines solchen Migräne- oder Kopfschmerztagebuchs hilft dir nicht nur in deinem Alltag, sondern erleichtert auch deinen Ärzt:innen das Identifizieren von Auslösern, die Einordnung der Kopfschmerzart, der Schmerzdauer und -stärke sowie möglicher Begleitsymptome. Wenn du dich mit deinen Beschwerden an ärztliches Fachpersonal wendest, werden sie genau diese Faktoren zur Erstellung einer Diagnose abfragen.
Gestaltung des Arbeitsplatzes
- Ergonomischer Arbeitsplatz: Eine häufige Ursache für Kopfschmerzen im Arbeitsalltag ist auch eine fehlerhafte Körperhaltung am Schreibtisch und damit verbundene Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich. In den meisten Fällen ist der eigene Arbeitsplatz ergonomisch nicht auf den Mitarbeiter:innen abgestimmt. Diese dauerhafte Anspannung aktiviert Schmerzrezeptoren, wodurch Kopfschmerzen ausgelöst werden können. Wichtig ist jedoch, zwischen Spannungskopfschmerzen und Migräne zu unterscheiden. Spannungskopfschmerzen, die durch eine verspannte Nacken- und Schultermuskulatur ausgelöst werden, können durch das Dehnen und Lockern der verhärteten Muskulatur, Wärme- und Kälteanwendungen und einen individuell auf den Benutzer abgestimmten Arbeitsplatz verhindert werden. Ebenso kann es sehr hilfreich sein, die Fenster im Büro aufzureißen, frische Luft hereinzulassen und viel Wasser zu trinken.
- Reizreduktion: Bitte deinen Vorgesetzten zum Beispiel darum, Trennwände im Großraumbüro aufzustellen, um die Geräuschkulisse aus klingelnden Telefonen, Gesprächen und surrenden Kopierern und Druckern zu verringern. Um etwas Abstand zur langen Bildschirmarbeit zu gewinnen, kann es helfen, mit bestimmten Übungen den Augen und der Muskulatur eine kurze Ruhepause zu gönnen. Für Menschen mit Migräne bietet Homeoffice unter Umständen eine gute Möglichkeit, belastenden und auslösenden Faktoren am Arbeitsplatz auszuweichen.
- Ruheraum: Betroffene brauchen aufgrund ihrer Lärm-, Licht- und Geruchsempfindlichkeit einen ruhigen und dunklen Raum, in den sie sich zurückziehen können. Ideal ist es, wenn Betroffene am Arbeitsplatz die Möglichkeit haben, ihre Arbeit zu unterbrechen, um sich in einen Ruheraum zurückzuziehen.
Kommunikation und Offenheit
- Offene Gespräche: Man sollte von Anfang an seine Kolleg:innen und Arbeitgeber:innen darüber aufklären, dass man Migräne hat und einfach offen damit umgehen. Es sollte dann schnell klar werden, dass Migräne keine Ausrede darstellt, sondern eine Belastung für die betroffenen Personen darstellt. Da Migräne leider immer noch sehr häufig nicht ernst genommen wird und vielen Arbeitskolleg:innen und Arbeitgeber:innen das Verständnis fehlt, kann es helfen in einem offenen Gespräch wichtige Fragen bezüglich Leistungsschwankungen und Ausfällen zu klären, Vorurteile aus der Welt zu schaffen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
- Schulungen und Informationen: Kommunikation, Offenheit und mehr Informationen schaffen Klarheit und fördern Verständnis und Einfühlungsvermögen. Arbeitgeber können versuchen, durch betriebliche Veränderungen bekannten Migräneauslösern (Triggern) entgegenzuwirken. Betroffene müssen für sich selbst abwägen, ob die Vorteile der Offenheit überwiegen. Ein Verschweigen kann dazu führen, dass die Krankheit schlimmer wird. Manchmal verursacht erst der Versuch, die Migräne zu verstecken, dass ein Patient nicht mehr arbeiten kann.
Rechtliche Aspekte
- Kündigungsschutz: Gegen eine Kündigung wegen häufiger Ausfallzeiten aufgrund der Migräne kann eine Kündigungsschutzklage helfen. Die Sorge, wegen der Migräne den Arbeitsplatz zu verlieren, ist bei sehr häufigen Migräneattacken, nicht ganz unberechtigt. Die eigentlich günstige Offenheit kann sich in manchen Fällen dann doch ungünstig auswirken. Denn der Arbeitgeber muss sehr häufige Kurzzeiterkrankungen durch eine Migräne mit schlechter Krankheitsprognose nicht immer hinnehmen. Die Offenheit kann dazu führen, dass der Arbeitgeber es leichter hat, zu beweisen, dass der Arbeitnehmer auch in Zukunft häufig krank sein wird. Damit kann er unter Umständen eine Kündigung begründen. Eine Kündigung wegen häufiger Arbeitsausfälle ist allerdings an strenge Voraussetzungen geknüpft und oft ist es möglich, sich erfolgreich mit einer Kündigungsschutzklage dagegen zu wehren.
- Schwerbehinderung: Migräne kann jedoch die Leistungs- und Handlungsfähigkeit stark einschränken - und je nach Ausprägung sogar die berufliche Existenz gefährden, nämlich dann, wenn Betroffene unter einer chronischen Migräne leiden. Dies ist gegeben, wenn an mindestens drei aufeinanderfolgenden Monaten an jeweils 15 oder mehr Tagen Kopfschmerzen oder Migräne aufgetreten sind. Ist dies der Fall und man wird aufgrund der chronischen Erkrankung als berufsunfähig erklärt, kann unter gewissen Umständen beim Versorgungsamt eine Behinderung anerkannt und eine Erwerbsminderungsrente beantragt werden.
Hochsensibilität, Scannerpersönlichkeit und Hochbegabung bei Lehrern
Einige Lehrerinnen und Lehrer, die unter Migräne leiden, weisen möglicherweise auch die Persönlichkeitsmerkmale Hochsensibilität, Scannerpersönlichkeit oder Hochbegabung auf. Diese Merkmale können die berufliche Situation zusätzlich beeinflussen.
- Hochsensibilität: Hochsensible Menschen nehmen Reize intensiver wahr und verarbeiten sie tiefer. Dies kann im Schulalltag zu einer Reizüberflutung und Erschöpfung führen. Gleichzeitig sind hochsensible Lehrer oft sehr empathisch und können die Bedürfnisse ihrer Schüler gut erkennen.
- Scannerpersönlichkeit: Scannerpersönlichkeiten haben vielfältige Interessen und Leidenschaften. Sie arbeiten sich schnell in neue Themen ein, verlieren aber auch schnell das Interesse. Dies kann im Schulalltag zu Unzufriedenheit und dem Gefühl führen, nicht richtig am Platz zu sein.
- Hochbegabung: Hochbegabte Menschen haben eine hohe intellektuelle Kapazität. Im Schulalltag können sie sich unterfordert fühlen und sich nach neuen Herausforderungen sehnen.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Merkmale nicht zwangsläufig negativ sind. Sie können auch zu Stärken werden, wenn sie richtig eingesetzt werden. Hochsensible Lehrer können beispielsweise sehr gut auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Schüler eingehen. Scannerpersönlichkeiten können ihren Unterricht abwechslungsreich gestalten und neue Themen einbringen. Hochbegabte Lehrer können ihre Schüler intellektuell fördern und herausfordern.
Drei Verhaltensregeln für den Umgang mit Migräne-Betroffenen
Regel Nummer 1: Migräne-Anfälle sind keine starken Kopfschmerzen. Migräne ist Migräne, und wer selbst nicht davon betroffen ist, sollte keine Vergleiche anstellen. Sätze wie „Ach, das kenne ich - ich hab’ auch manchmal Kopfschmerzen. Nimm’ einfach eine Ibu!“ sollten unbedingt vermieden werden. Worauf man also während einer Attacke erst Recht verzichten kann, ist Unverständnis seitens der Mitmenschen sowie das daraus resultierende Gefühl, die starken Schmerzen rechtfertigen und den Unterschied zu normalen Kopfschmerzen erklären zu müssen.
Regel Nummer 2: Oft sieht man es Migräne-Betroffenen nicht an, dass sie unter einer Attacke leiden. Voreilige Schlüsse, der Kollege hätte keine Lust zu arbeiten, wolle lieber krank feiern, und nutze die Migräne als Ausrede, helfen niemanden und verstärken das schlechte Gewissen der Betroffenen, das sie ohnehin schon haben.
Regel Nummer 3: Keine Ratschläge geben: Mehr Trinken, mehr Sport, weniger Stress, gesündere Ernährung - wenn es um das angebliche Fehlverhalten anderer geht, kommen.
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