Migräne ist mehr als nur ein starker Kopfschmerz. Es handelt sich um eine komplexe neurologische Erkrankung, die durch anfallsartige, starke Kopfschmerzen gekennzeichnet ist, die Stunden bis Tage andauern können. Diese Kopfschmerzen treten oft in Verbindung mit anderen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit auf.
Was ist Migräne? Eine Definition
Migräne äußert sich anders als gewöhnliche Kopfschmerzen: Der Migräne-Schmerz tritt plötzlich auf, ist oft sehr ausgeprägt und konzentriert sich meist auf nur eine Kopfseite. Viele Migräne-Patientinnen und -Patienten berichten zudem von weiteren Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen.
Dr. med. definiert Migräne als einen anfallsartig auftretenden starken Kopfschmerz mit oder ohne Aura, der Stunden bis Tage andauert. Die Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit wiederkehrenden heftigen Kopfschmerz-Attacken, die von weiteren belastenden Symptomen begleitet werden. Die Dauer der einzelnen Anfälle beträgt drei bis 72 Stunden, also bis zu drei Tage. Körperliche Belastung verstärkt die Symptome. Betroffene müssen in der Regel Bettruhe einhalten, am besten in einem kühlen, abgedunkelten Raum.
Ursachen und Auslöser von Migräne
Die genauen Ursachen der Migräne sind noch nicht vollständig geklärt. Die Forschung geht jedoch davon aus, dass eine Veranlagung für Migräne auf unterschiedliche Auslöser (Trigger) der Migräne-Attacken trifft.
Theorien zu den Krankheitsmechanismen
Eine Theorie besagt, dass bei Migräne-Betroffenen grundsätzlich eine aktivere Reizverarbeitung im Gehirn stattfindet als bei Nichtbetroffenen. Wenn nun bestimmte Reize oder Einflussfaktoren (sogenannte Trigger) auf dieses empfindliche System „einprasseln“, kann es zu Veränderungen im Gehirn kommen, die letztlich zum Migräne-Anfall führen. Im Verlauf einer Attacke kommt es wahrscheinlich zu entzündlichen Vorgängen an den Blutgefäßen im Gehirn.
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Häufige Triggerfaktoren
Zu den häufigsten Triggern gehören:
- Stress und generell starke Emotionen (Freude oder Angst)
- Hormonelle Veränderungen (Menstruationszyklus, hormonelle Verhütungsmittel)
- Unregelmäßiges Essen und Auslassen von Mahlzeiten
- Bestimmte Lebensmittel (Käse, Rotwein)
- Wetterveränderungen (Föhn, Temperaturschwankungen)
- Unregelmäßiger Schlaf
- Äußere Reize (helles Licht, Lärm, Gerüche, Rauch)
- Bestimmte Medikamente
Ein Migräne-Tagebuch kann helfen, die persönlichen Trigger zu identifizieren.
Verlauf und Symptome der Migräne
Die Migräne erreicht ihre höchste Intensität und Häufigkeit meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Ab dem 55. Lebensjahr klingt sie oft langsam aus.
Hauptformen der Migräne
In der Medizin unterscheidet man zwischen zwei Hauptformen:
- Migräne ohne Aura (gewöhnliche Migräne)
- Migräne mit Aura (klassische Migräne)
Kennzeichnend für beide Formen sind Migräne-Attacken mit meist starken, oft einseitigen Kopfschmerzen, die als pulsierend und pochend wahrgenommen werden und sich bei körperlicher Betätigung verstärken.
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Seltenere Formen der Migräne
Neben den Hauptformen gibt es seltener auftretende Formen wie:
- Hemiplegische Migräne (Migräne mit motorischer Aura)
- Vestibuläre Migräne (Schwindel-Migräne)
- Basilaris-Migräne (Migräne mit Hirnstammaura)
- Retinale Migräne mit Einschränkungen des Sehens
Phasen einer Migräne-Attacke
Bei den beiden Hauptformen der Migräne lassen sich die Migräne-Attacken in ineinander übergehende Phasen einteilen:
- Migräne ohne Aura: Vorbotenphase (Prodromalstadium), Schmerzphase, Rückbildungsphase (Erholungsphase)
- Migräne mit Aura: Vorbotenphase, Aura, Schmerzphase, Rückbildungsphase
Vorbotenphase (Prodromalstadium)
Im Prodromalstadium treten unverkennbare Vorboten auf, die die Migräne-Attacke ankündigen. Diese Vorboten sind sehr individuell: Heißhunger, häufiges Gähnen, Gereiztheit oder Euphorie. Die Migräne-Attacke ist bereits im Gange, auch wenn noch keine Schmerzen auftreten.
Aura
Etwa 15 Prozent der Migräne-Betroffenen haben eine Migräne mit Aura. Unmittelbar vor der Schmerzphase bemerken diese Patientinnen und Patienten Symptome, die unter dem Begriff Aura zusammengefasst werden.
Zu den möglichen Kennzeichen einer Aura gehören:
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- Schwindel und Schwächegefühl
- Sehstörungen (Doppelbilder, Lichtblitze, Wellenlinien, blinde Flecken)
- Hörprobleme bis hin zu vorübergehender Taubheit
- Empfindungsstörungen (Parästhesien)
- Sprechstörungen
Eine Aura besteht in der Regel nicht länger als eine Stunde. Die Symptome der Aura bilden sich komplett zurück, bleiben also ohne dauerhafte Folgen.
Schmerzphase
Typisch sowohl für die Migräne mit Aura als auch für die Migräne ohne Aura sind stechende, pochende oder pulsierende Kopfschmerzen, die sich in der Regel einseitig bilden und auf Stirn, Schläfe und Augenbereich ausbreiten. Bei manchen Patientinnen und Patienten dehnen sich die zunächst einseitigen Kopfschmerzen bei Migräne auf beide Seiten aus, auch ein Wechsel der Schmerzseiten ist möglich. Die Schmerzphase hält in der Regel zwischen vier und 72 Stunden an.
Häufige Begleitsymptome der Migräne-Kopfschmerzen sind:
- Übelkeit und Erbrechen
- Licht- und Lärmempfindlichkeit
- Ein verstärktes Wahrnehmen von Gerüchen
- Eine erschwerte Nasenatmung und Naselaufen
- Leichtes Augentränen
Stress und körperliche Aktivitäten verstärken den migränebedingten Kopfschmerz.
Rückbildungsphase (Erholungsphase)
In der Rückbildungsphase der Migräne-Attacke entwickeln sich die pochenden oder pulsierenden Kopfschmerzen zu gleichbleibendem Schmerz, der allmählich abklingt. Häufig haben Betroffene ein erhöhtes Schlafbedürfnis, bis die Migräne-Attacke vollends beendet ist.
Diagnose von Migräne
Frauen sind bis zu dreimal häufiger von Migräne betroffen als Männer. Generell ist die Migräne eine der häufigsten Kopfschmerzformen. Zwischen zehn und 15 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind betroffen.
Wichtigstes diagnostisches Instrument ist neben der neurologischen Untersuchung das Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese). Aufgrund der beschriebenen und aufgeschriebenen Krankheitszeichen können Fachärztinnen und Fachärzte eine Migräne eindeutig erkennen und diagnostizieren. Falls dies nicht eindeutig möglich ist oder falls ein Verdacht auf eine andere Ursache für die Symptome besteht, können weitere Untersuchungen des Gehirns wie eine Bildgebung des Kopfes notwendig sein.
Zur Feststellung des Kopfschmerz-Typs ist stets die Einholung von fachkundigem, medizinischem Rat zu empfehlen.
Kopfschmerztagebuch
Damit bei Kopfschmerzen durch den Neurologen rasch eine zutreffende Diagnose gestellt und eine Erfolg versprechende Therapie eingeleitet werden kann, sollten Sie bereits vor dem Arztbesuch ein Kopfschmerztagebuch führen.
Behandlung von Migräne
Da die Migräne eine chronische Erkrankung ist, deren Ursachen noch nicht genau bekannt sind, ist bislang keine Heilung möglich. Jedoch stehen heute Arzneimittel zur Verfügung, die die Symptome rund um die Migräne-Attacke effektiv lindern und so im Vergleich zu früheren Therapiemöglichkeiten die Lebensqualität von Betroffenen deutlich verbessern können.
Akuttherapie
In der Akuttherapie der Migräne, also in der direkten Behandlung einer Migräne-Attacke, können Ärztinnen und Ärzte sowohl Medikamente zur Linderung der migränebedingten Kopfschmerzen als auch Medikamente zur Linderung der individuellen Begleitsymptome einsetzen. Hier sind insbesondere die Antiemetika zur Bekämpfung der Übelkeit zu nennen.
Medikamente bei leichter bis mittelschwerer Migräne: NSAR
Bei leichter bis mittelstarker Migräne können Medikamente aus der Gruppe der nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) angewendet werden. NSAR wie Acetylsalicylsäure (ASS) und Ibuprofen sind zwar rezeptfrei in Apotheken erhältlich, jedoch sollten Migräne-Betroffene auch hier die Einnahme mit ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem behandelnden Arzt besprechen. Falls bei einer Patientin oder einem Patienten etwas gegen die Einnahme von NSAR spricht, können als Alternativen Paracetamol und andere ärztlich verordnete Medikamente infrage kommen.
Medikamente bei mittelschwerer und schwerer Migräne: Triptane
Bei Migräne mittelschwerer und schwerer Ausprägung sind vor allem die Triptane zu nennen. Laut ärztlicher Behandlungsleitlinie sind sie die Substanzen mit der besten Wirksamkeit bei akuten Migräne-Attacken, jedoch muss immer auch das Nebenwirkungsprofil beachtet werden. Als Triptane wird eine Gruppe gleichartig wirkender Arzneistoffe bezeichnet, die nicht nur stärkere und starke migränebedingte Kopfschmerzen effektiv lindern können, sondern auch migränebedingte Begleitsymptome wie Übelkeit und Erbrechen. Wichtig ist der Zeitpunkt der Einnahme: Triptane sollen früh in der Kopfschmerzphase eingenommen werden, um bestmöglich zu wirken. Während der Aura, solange keine Kopfschmerzen bestehen, entfalten sie keine Wirkung. Abhängig von der Art des eingesetzten Triptans stehen leicht andere Wirkeigenschaften im Vordergrund: So verfügt Sumatriptan über den schnellsten Wirkeintritt, während Frovatriptan die längste Wirkdauer aufweist. Die Wahl des geeigneten Triptans richtet sich vor allem nach der Stärke der Schmerzen, der Dauer der Migräne-Attacke, der Verträglichkeit des Medikaments und den Wünschen der Patientin oder des Patienten.
Aufgrund der gefäßverengenden Wirkung dürfen Triptane nicht bei Menschen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt werden. Auch zur Daueranwendung - etwa bei chronischer Migräne - sind Triptane nicht geeignet, weil sie bei längerer Einnahme zu arzneimittelbedingten Kopfschmerzen führen können.
Vorbeugung der Migräne: Prophylaxe
Als Prophylaxe bezeichnet man generell Maßnahmen, um einer Erkrankung vorzubeugen. Speziell bei der Migräne-Vorbeugung geht es um die bestmögliche Minderung von Attacken in Bezug auf Häufigkeit, Dauer und Intensität. Die Migräne-Prophylaxe verfolgt außerdem das Ziel, dass Patientinnen und Patienten nicht zu viele Medikamente gegen Migräne-Attacken einnehmen müssen.
Wann im Erkrankungsverlauf Ärztinnen und Ärzte mit ihren Patientinnen beziehungsweise Patienten eine medikamentöse Migräne-Prophylaxe besprechen sollten, ist insbesondere vom persönlichen Leidensdruck der Betroffenen abhängig und davon, inwieweit die Lebensqualität durch die Migräne-Attacken eingeschränkt ist.
Zur Einordnung, ob eine Migräne-Prophylaxe die Lebensqualität verbessern kann, helfen laut ärztlicher Leitlinie unter anderem die folgenden Fragen:
- Bestehen drei oder mehr Migräne-Attacken pro Monat, die die Lebensqualität beeinträchtigen?
- Halten die Migräne-Attacken regelmäßig länger als 72 Stunden an?
- Gehen die Medikamente in der Akuttherapie mit zu sehr belastenden Nebenwirkungen einher?
- Werden zu häufig Medikamente zur Behandlung von Migräne-Attacken eingenommen (an mehr als zehn Tagen im Monat)?
Eine Migräne-Prophylaxe kann vielschichtig aufgebaut sein:
- Medikamente: In der medikamentösen Migräne-Prophylaxe stehen mehrere unterschiedliche Substanzen zur Verfügung, die - wie beispielsweise die Betablocker - ursprünglich für einen anderen Therapiezweck entwickelt wurden, die aber auch in der Migräne-Vorbeugung wirksam sein können. Die neueste Klasse der Migräne-Prophylaktika stellen speziell entwickelte Antikörper dar.
- Entspannungsverfahren und psychotherapeutische Verfahren: Hier erlernen Migräne-Betroffene insbesondere Übungen und Techniken, um besser mit Stress und herausfordernden Situationen umgehen zu können, die eine Migräne-Attacke triggern können.
- Ausdauersport: Sportarten wie Radfahren, Schwimmen und Laufen können laut Studien ähnlich migränevorbeugend wirken wie die medikamentöse Prophylaxe. Allerdings muss der Ausdauersport regelmäßig betrieben werden und darf nicht zu intensiv ausfallen - sonst kann er Migräne-Attacken sogar fördern.
- Persönliche Trigger erkennen und vermeiden: Patientinnen und Patienten, die wissen, dass sie beispielsweise nach dem Genuss von Rotwein mit einer Migräne-Attacke…
Alternative Behandlungsmethoden
- Akupunktur: Die Akupunktur ist eine traditionelle chinesische Behandlungsmethode, bei der feine Nadeln in bestimmte Punkte des Körpers gestochen werden, um den Energiefluss zu regulieren.
- Chiropraktik: Die Chiropraktik kombiniert Erkenntnisse aus Medizinwissenschaft, Heilkunde und Philosophie und stellt die Gesundheit durch Normalisierung der Funktionen des Nervensystems wieder her, ohne auf Medikamente oder chirurgische Eingriffe zurückzugreifen. Eine besonders sanfte Therapieform der Chiropraktik ist die sogenannte Sacro-Occipital-Technik.
- Botulinumtoxin A (Botox): Das Nervengift blockiert die Freisetzung von Acetylcholin (Nervenbotenstoff) und hemmt dadurch die Muskelkontraktion. Diese Eigenschaft wurde sich bislang vor allem in der ästhetischen Medizin zunutze gemacht, indem hierdurch aktive Falten gemindert werden (Botoxbehandlung gegen Falten).
Was hilft bei akuter Migräne?
- Ruhe und Dunkelheit: Migränebetroffene leiden während eines Anfalls oft unter Überempfindlichkeit. Vielen hilft es, sich dann in einen abgedunkelten, stillen Raum zurückzuziehen.
- Kühlung: Wie auch bei anderen Kopfschmerzarten ist ein feuchtes Tuch oder eine kühle Auflage häufig eine akute Hilfe bei Migräne.
- Stimulation des Nervus trigeminus: Mithilfe eines speziellen Geräts, das auf die Stirn geklebt wird, kann der für Schmerz verantwortliche Nerv des Gesichts stimuliert werden, was die Schmerzen lindert.
- Die schnellste Linderung von Migränekopfschmerzen ist allerdings durch die gezielte Einnahme von Schmerzmedikamenten zu erreichen. Die oben genannten Tipps können zusätzlich für Besserung sorgen.
Hausmittel gegen Migräne
- Beobachten Sie bei Ihren Migräneanfällen die auslösenden Faktoren und notieren Sie sich diese in ein Migräne-Tagebuch.
- Eine ausreichende Wasseraufnahme ist Pflicht, da durch Flüssigkeitsmangel das Blut dick wird. Dadurch fällt der Sauerstofftransport schwerer und der Kopf fängt an zu schmerzen.
- Besonders Nahrungsmittel, die Magnesium enthalten, sind für Migränepatienten zu empfehlen. Der Grund: Magnesium entspannt die Muskeln.
- Ein Espresso mit einem Schuss Zitrone kann wahre Wunder vollbringen, denn das enthaltene Koffein fördert die Durchblutung.
- Wenn Sie unter einem akuten Migräneanfall leiden, ist ein Spaziergang an der frischen Luft zu empfehlen, da Sie dort reichlich Sauerstoff tanken können.
- Versuchen Sie sich zu entspannen, falls eine erneute Kopfschmerzattacke anstehen sollte. Außerdem können Sie bestimmte Techniken, wie autogenes Training oder die Jacobsen-Methode lernen, welche Ihnen in den entsprechenden Situationen helfen können, den Stress abzubauen und die Kopfschmerzen zu bewältigen.
- Führen Sie für etwa fünf Minuten mit Ihren Zeige- und Mittelfingern mit leichtem Druck kleine, kreisförmige Bewegungen aus.
- Tragen Sie etwas Minzöl auf die Schläfen und den Nacken auf.
- Falls Sie unter einem Migräneanfall leiden, der nicht durch verspannte Muskeln verursacht wird, ist eine Kühlung der Stirn, der Schläfen und des Nackens sinnvoll. Kühlen Sie hierbei eine Minute die betroffenen Stellen und pausieren Sie anschließend drei Minuten.
Migräne im Alltag
Ein Migräne-Anfall kann große Auswirkungen auf den Alltag haben: Viele Menschen mit Migräne können in dieser Zeit ihren Beruf nicht oder nur sehr eingeschränkt ausüben. Generell ist die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit aufgrund der Schmerzen und weiterer Beschwerden stark eingeschränkt.
Das Auftreten von Migräne-Anfällen kann vorhersehbar sein, wenn diese vor allem zu bestimmten Zeiten auftreten. Bei Frauen sind das häufig die Tage vor der monatlichen Regelblutung. Oft treten Anfälle aber auch ohne erkennbares Muster auf. Dadurch können die Betroffenen Verabredungen, Termine oder Freizeitaktivitäten nur schwer in die Zukunft planen. Zu der Angst vor einem erneuten Anfall mit all seinen Einschränkungen kommt oft also noch die Sorge hinzu, wie sich der nächste Migräne-Anfall auf die Familie und den Beruf auswirken wird.
Eine kognitive Verhaltenstherapie kann dabei unterstützen, solche negativen Denkmuster zu erkennen und ungünstige Verhaltensweisen zu verändern. Auch bestimmte Entspannungsverfahren wie das autogene Training können dazu beitragen, besser mit der Situation umzugehen. Dabei lernt man, sich in einen tiefen Entspannungszustand zu versetzen.