Migräne durch Kissen: Ursachen, Symptome und Lösungsansätze

Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Leiden, das viele Menschen in ihrem Alltag beeinträchtigt. Die Ursachen für Kopfschmerzen können vielfältig sein, von Stress und Erkältungen bis hin zu Haltungsproblemen und Schlafstörungen. Auch die Wahl des richtigen Kissens spielt eine entscheidende Rolle für einen erholsamen Schlaf und das Vermeiden von Kopfschmerzen. Wenn Sie Kopfschmerzen im Liegen verspüren, ist es wichtig, achtsam zu sein und die möglichen Ursachen zu erkennen.

Was sind Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen. Sie können sich vielfältig zeigen, vom leichten Spannungsschmerz in der Stirn bis hin zu unerträglichen Schmerzen, die den Alltag erheblich einschränken. Aktuellen Studien zufolge gibt es über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Am verbreitetsten sind Spannungskopfschmerzen, gefolgt von Migräne, mit der rund eine Milliarde Menschen zu kämpfen haben.

Ursachen für Kopfschmerzen können ganz unterschiedlicher Natur sein. Stress, Erkältungen, Haltungsprobleme und Schlafstörungen sind nur einige Beispiele und können Beschwerden sogar verschlimmern. Auch Einflüsse wie Lichtverhältnisse und das Wetter sowie bestimmte Düfte können Migräne und Kopfschmerzen auslösen. Was viele Menschen unterschätzen: Kopfschmerzen können ein Symptom von Flüssigkeitsmangel sein. Daher ist es wichtig, über den Tag verteilt ausreichend Wasser oder ungesüßte Tees zu trinken.

Ursachen für Kopfschmerzen im Liegen

Kopfschmerzen im Liegen können verschiedene Ursachen haben. Es ist wichtig, die genauen Symptome und Begleitumstände zu beachten, um die Ursache zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Muskelverspannungen als Ursache für Kopfschmerzen im Liegen

Muskelverspannungen im Nackenbereich und der Halswirbelsäule, wie zum Beispiel im Rahmen des HWS-Syndroms, können ebenfalls Kopfschmerzen hervorrufen. Eine der Hauptursachen schlechthin sind Fehlhaltungen. Dabei schleicht sich unbemerkt eine falsche Körperhaltung ein. Wir gehen unbewusst in eine Schonhaltung über, wodurch schmerzhafte Verspannungen ausgelöst werden können. Menschen, die viel sitzen, etwa am Schreibtisch oder bei langen Autofahrten, sind oft betroffen. Auch eine durchgelegene Matratze und unpassende Kopfkissen können Verspannungen auslösen.

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Eine verspannte Nackenmuskulatur kann den Hinterkopf druck- und berührungsempfindlich machen. Wenn Sie in Rückenlage schlafen, kann der Druck des Kopfes auf das Kopfkissen unangenehm sein und es entstehen Kopfschmerzen im Liegen. Die Schmerzen liegen im Hinterkopf, fühlen sich dumpf drückend an, bestehen beidseitig und können über die Kopfseiten in die Stirn ziehen. Oft werden die Kopfschmerzen im Liegen schlimmer.

Wenn Sie Verspannungen bemerken, helfen Sport und viel Bewegung wie längere Spaziergänge. Leichte Dehnübungen sind auch hilfreich. Sie sollten versuchen, aus der Schonhaltung zu kommen und gegebenenfalls dagegen Schmerzmedikamente zu sich nehmen und sich wirklich ausreichend bewegen - am besten jeden Tag.

Das falsche Kissen als Auslöser:

Viele Betroffene merken gar nicht, dass ihr Kissen die Ursache ist. Stattdessen suchen sie Gründe bei Stress oder der Matratze. Ein Kissen, das nicht zu Ihnen passt, führt dazu, dass Muskeln über Nacht dauerhaft angespannt bleiben. Verspannte Nackenmuskeln können Kopfschmerzen oder Migräne verstärken. Wenn Sie nachts ständig nach einer bequemen Position suchen, fehlt es Ihrem Nacken an Unterstützung.

Ein Kissen hat keine unbegrenzte Lebensdauer. Selbst hochwertige Modelle verlieren nach einigen Jahren an Form und Stützkraft.

Kopfschmerzen nach Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule kann ebenfalls unangenehme Hinterkopfschmerzen auslösen, da der Bereich verspannt ist. Meistens sind die Beschwerden einseitig. Sie beginnen im Nacken und strahlen über die Schädeldecke in Richtung Augen und Stirn aus. Schnelle Kopfbewegungen oder Druck auf bestimmte Stellen am Hinterkopf oder an der Halswirbelsäule lösen dumpfe und langanhaltende Kopfschmerzen aus.

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Kopfschmerzen im Liegen bei Migräne

Migräne-Attacken beginnen oft aus dem Schlaf heraus und lösen häufig Kopfschmerzen im Liegen aus, die so stark sind, dass Betroffene davon wach werden. Nicht selten werden die Kopfschmerzen im Liegen nachts schlimmer. Die Attacken können auch am frühen Morgen auftreten. Nach vorübergehender Besserung nehmen die Schmerzen ab Nachmittag wieder zu. Warum das so ist, ist bis heute nicht vollständig geklärt.

Migräne schränkt betroffene Menschen im Alltag erheblich ein. Während Spannungskopfschmerzen meist am gesamten Kopf auftreten, beschränkt sich der Schmerz bei Migräne nicht selten auf eine Kopfhälfte und wird oft von Erbrechen und Übelkeit begleitet.

In jedem Fall sollten Sie bei Migräne-Attacken Ruhe bewahren. Legen Sie sich, wenn möglich, hin und versuchen Sie, sich auszuruhen. Da Migräne oftmals von Lichtempfindlichkeit begleitet wird, sollten Sie den Raum abdunkeln. Nehmen Sie am besten eine Schmerztablette. In jeder Apotheke gibt es freiverkäufliche Medikamente gegen Migränebeschwerden wie Ibuprofen oder Paracetamol. Daneben haben sich auch speziell entwickelte Migränemedikamente bewährt, die extra auf die Behandlung von Migräne abzielen - sie sind allerdings nur auf Rezept nach ärztlicher Diagnose erhältlich. Die Wirkstoffe von Triptanen zum Beispiel verengen die Hirngefäße und hemmen die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe, sodass Schmerzen schnell und effektiv gelindert werden. Bei Clusterkopfschmerzen reichen rezeptfreie Medikamente oder Triptane in Tablettenform nicht aus, da die Wirkung zu schwach ist und meist zu spät einsetzt.

Verschlimmernde Kopfschmerzen im Liegen - Warnzeichen bei Hirntumor

Haben Sie plötzlich auftretende, attackierende Kopfschmerzen im Liegen, die während der Nacht oder am Morgen aus dem Schlaf auftreten und sich im Liegen verschlimmern, kann dies auf einen Hirntumor hindeuten. Schmerztabletten bringen kaum Linderung. Typischerweise bessern sich die Kopfschmerzen tagsüber, ehe sie sich im Liegen erneut bemerkbar machen. Außerdem verschlimmern sich die Kopfschmerzen im Liegen nachts. Daneben werden die Schmerzen häufig von Übelkeit am Morgen und Müdigkeit begleitet. Eine schlechtere Auffassungsgabe und Sprach- und Geruchsstörungen, verschwommenes Sehen und Ausfälle im Sichtfeld sind weitere Warnzeichen. Viele Symptome der Erkrankung sind relativ uncharakteristisch, wie etwa Müdigkeit oder Übelkeit. Deshalb werden Hirntumore oder Geschwulste oft spät erkannt. Eine reguläre Vorsorgeuntersuchung wie bei anderen Krebsformen ist aus Kostengründen und daher nicht immer möglich.

Kopfschmerzen im Liegen - wann werden sie gefährlich?

Haben Sie Kopfschmerzen im Liegen, kommt es darauf an, an welcher Stelle es schmerzt und in welchem Ausmaß. Schon allein Erkältungen und Stress können Kopfschmerzen im Liegen auslösen. Verspüren Sie lediglich Kopfschmerzen im Liegen am Hinterkopf, deutet dies eher auf Verspannungen hin. Wenn Sie schlimme Kopfschmerzen im Liegen oder aus dem Schlaf heraus haben, die sich mit Schmerzmitteln kaum bessern und immer wiederkehren, kann das auf ernstzunehmende Krankheiten hindeuten.

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Warum bekomme ich im Liegen Kopfschmerzen?

Ursachen für Kopfschmerzen im Liegen sind vielfältig: Erkältungen, Stress und Verspannungen aufgrund von Fehlhaltungen und zu wenig Bewegung lösen die Schmerzen aus. Eine durchgelegene Matratze oder ein falsches Kopfkissen können die Schmerzen ebenfalls hervorrufen. Sollten sich die Kopfschmerzen nicht bessern und im Liegen gar schlimmer werden, kann das ein Zeichen für ernsthafte Erkrankungen sein.

Was tun gegen Kopfschmerzen im Liegen?

Bei Verspannungen sollten Sie darauf achten, sich viel zu bewegen - bereiten Ihnen die Kopfschmerzen im Liegen schlaflose Stunden während der Nacht, versuchen Sie aufzustehen und sich etwas zu bewegen. Leichte Dehnübungen oder ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft lockern die Muskulatur und können Kopfschmerzen im Liegen besser machen. Bei Migräne können entsprechende Schmerzmittel helfen. Nachts im Schlaf wird Migräne im Liegen oft schlimmer, da Migräne-Attacken häufig in der Nacht vorkommen und morgens mitunter am schlimmsten sein können.

Das richtige Kissen für einen gesunden Schlaf

Morgens aufzuwachen und direkt mit Nackenschmerzen in den Tag zu starten, ist frustrierend - und leider ein weit verbreitetes Problem. Häufig werden Stress, das Alter oder die Matratze verantwortlich gemacht. Das richtige Kissen entscheidet darüber, ob Dein Nacken in einer entspannten Position liegt oder ob die Wirbelsäule über Nacht unnatürlich belastet wird. Während wir schlafen, sollte sich unser Körper erholen und regenerieren.

Wie Sie das richtige Kopfkissen finden:

  • Schlafposition: Die bevorzugte Schlafposition spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahl des richtigen Kissens.
  • Körperliche Beschwerden: Achten Sie auf morgendliche Kopf-, Schulter- oder Nackenschmerzen.
  • Matratze: Die Einsinktiefe des Körpers in die Matratze ist entscheidend für die Kopf-Kissenhöhe.
  • Individuelle Bedürfnisse: Das Kissen muss individuell genau auf die Bedürfnisse des Schläfers ausgerichtet sein.

Tipps zur Auswahl des richtigen Kissens:

  • Materialwahl: Achten Sie darauf, dass das Kissen aus atmungsaktiven und feuchtigkeitsregulierenden Materialien besteht.
  • Stützkraft: Die richtige Unterstützung für den Nackenbereich ist entscheidend.
  • Höhenverstellbarkeit: Für Einsteiger ist es sehr wichtig, dass das neue Nackenkissen in seiner Höhe verstellbar ist.

Kissenarten im Überblick:

  • Nackenkissen: Sie unterstützen durch ihre speziell an den Körper und Kopf angepasste Form Nacken und Wirbelsäule.
  • Memory Foam Kissen: Sie passen sich der Kopf- und Nackenform an und entlasten die Druckpunkte.
  • Wasserkissen: Der Härtegrad und die Höhe des Kissens kann selber bestimmt werden, indem der Wasserbeutel mit weniger oder mehr Wasser befüllt wird.
  • Nacken-Gelkopfkissen: Es ist sehr anpassungsfähig, sodass es die Halswirbelsäule optimal unterstützt und sorgt für einen ausgeglichenen Druck auf die verschiedenen Vitalpunkte.
  • Schafwollkissen: Sie bieten eine natürliche Feuchtigkeitsregulierung und verhindern Verdunstungskälte.
  • Hirsekissen: Sie bieten eine hervorragende Anpassungsfähigkeit an die Form von Nacken und Kopf.

Weitere Ursachen für Kopfschmerzen

Neben den bereits genannten Ursachen gibt es noch weitere Faktoren, die Kopfschmerzen auslösen können:

  1. Lichtempfindlichkeit: Bestimmte Arten von Licht, insbesondere helles, flackerndes oder grelles Licht, können Kopfschmerzen auslösen.
  2. Zahn- und Kieferprobleme: Eine schlechte Zahn- oder Kieferausrichtung kann zu Spannungskopfschmerzen führen.
  3. Emotionale Faktoren: Stress, Angst und Depressionen können Kopfschmerzen auslösen.
  4. Wetteränderungen: Veränderungen in der Sauerstoffversorgung und Durchblutung des Gehirns durch Wetterbedingungen können Kopfschmerzen verursachen.
  5. Hormonelle Veränderungen: Hormonell bedingte Kopfschmerzen treten normalerweise vor der Periode auf und können in der Perimenopause stärker oder häufiger werden.
  6. Schlafstörungen: Unzureichender oder gestörter Schlaf kann die Schmerzverarbeitung des Gehirns beeinflussen und die Wahrscheinlichkeit von Kopfschmerzen erhöhen.
  7. Nebenhöhlenentzündungen: Verstopfte Nebenhöhlen und Sinusinfektionen können ebenfalls Kopfschmerzen verursachen.
  8. Schlechte Körperhaltung: Eine schlechte Körperhaltung und ergonomische Probleme können zu Nacken- und Rückenverspannungen führen, die Kopfschmerzen verursachen können.
  9. Umweltgifte: Die Exposition gegenüber bestimmten Umweltgiften kann Kopfschmerzen auslösen oder verschlimmern.

Migräne und Nackenverspannungen

Migräne ist mehr als nur ein gewöhnlicher Kopfschmerz. Die neurologische Erkrankung ist begleitet von Symptomen wie Übelkeit und Lichtempfindlichkeit und beeinträchtigt den Alltag vieler Migräne-Patienten. Migräne zählt zu den weit verbreiteten Kopfschmerz-Erkrankungen. In Deutschland sind etwa 15 % der Frauen und 6 % der Männer von Migräne betroffen. Insbesondere im Alter von 18 bis 39 Jahren treten Migräne-Attacken am häufigsten auf.

Symptome von Migräne:

  • Starke, pulsierende oder pochende Kopfschmerzen, oft nur auf einer Kopfseite.
  • Lichtempfindlichkeit.
  • Aura (vorübergehende visuelle Störungen, sensorische Symptome oder motorische Beeinträchtigungen).
  • Übelkeit und Erbrechen.
  • Stimmungsschwankungen.

Mögliche Migräne-Auslöser:

  • Bestimmte Lebensmittel und Getränke (Alkohol, Koffein, Schokolade, Käse, Konservierungsstoffe).
  • Stress.
  • Übermäßige körperliche Anstrengung.
  • Medikamente.
  • Nackenverspannungen.

Was tun bei Migräne?

  • Spezielle Migränemedikamente einnehmen (oftmals durch einen Arzt verschrieben).
  • Sich an einen ruhigen Ort legen und ausruhen.
  • Ausreichend Wasser trinken.
  • Nikotin und Alkohol vermeiden.

Nackenverspannungen als Trigger behandeln:

  • Mobilisation der Gelenke der oberen Halswirbelsäule.
  • Dehnung der Nackenmuskulatur.
  • Massage der Nackenmuskulatur.
  • Akupressur.

Schlafprobleme und Nackenverspannungen

Schlafprobleme sind weit verbreitet, und Nackenverspannungen sowie morgendliche Kopfschmerzen sind zwei häufige Beschwerden, die Menschen plagen. Diese Beschwerden können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und sind oft auf scheinbar kleine, aber entscheidende Faktoren wie das Kissen zurückzuführen. Die zwei häufigsten Gründe für Nackenverspannungen und Kopfschmerzen beim Schlafen sind:

  1. Zu feuchtes Kissen: Viele herkömmliche Kissen sind nicht darauf ausgelegt, große Mengen Feuchtigkeit aufzunehmen und effektiv abzuleiten. Das Resultat ist ein Kissen, das die angesammelte Feuchtigkeit nicht ausreichend verarbeiten kann.
  2. Zu weiches Kissen: Ein zu weiches Kissen bietet nicht ausreichend Unterstützung für den Kopf und den Nacken. Wenn der Kopf zu tief einsinkt, gerät die Halswirbelsäule in eine unnatürliche Position.

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