Migräne durch Zähneknirschen: Ursachen und Behandlung

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch starke, oft einseitige Kopfschmerzen auszeichnet und mit Symptomen wie Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen einhergehen kann. Kopfschmerzen können viele Ursachen haben. Eine davon: die craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD. Obwohl weit verbreitet, wird sie oft verkannt. Wie sich Kiefergelenkprobleme äußern und wie der Zahnarzt oder Kieferorthopäde helfen kann. Viele Menschen leiden unter diesen Symptomen, ohne die wahre Ursache zu kennen. Was viele nicht wissen: Oft sind chronische Kopfschmerzen oder Migräne eng mit Zähneknirschen und -pressen, auch bekannt als Bruxismus, verbunden. Als ganzheitlicher Zahnarzt betrachte ich den menschlichen Körper nicht als eine Ansammlung isolierter Teile, sondern als ein eng miteinander verbundenes System, in dem Störungen in einem Bereich Auswirkungen auf andere haben können.

Was ist Bruxismus?

Bruxismus bezeichnet das unbewusste, oft nächtliche Aufeinanderpressen oder Knirschen der Zähne. Viele Betroffene bemerken dies zunächst nicht, leiden jedoch unter typischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Kieferverspannungen oder Zahnschmerzen. Wir begegnen täglich Patienten, die unter Bruxismus leiden - ein häufig unterschätztes Problem, das ernsthafte Folgen haben kann. Hier erfahren Sie, was Zähneknirschen auslöst, welche gesundheitlichen Folgen auftreten können und wie wir Ihnen effektiv helfen können. Bruxismus bezeichnet das unbewusste Zusammenpressen der Zähne, das oft von seitlichen Kaubewegungen & hörbarem Zähneknirschen begleitet wird und sowohl im Schlaf als auch im Wachzustand auftreten kann. Kopfschmerzen sind ein häufiges Symptom von Bruxismus.

Ursachen für Zähneknirschen

Häufige Ursachen sind Stress, Angst oder andere psychosoziale Faktoren (bspw. Schlafstörungen) können Trigger von Bruxismus sein. psychische Belastungen. Aber auch Zahnfehlstellungen, schlecht sitzende Füllungen oder eine ungünstige Bisslage können Bruxismus fördern. Die Ursachen für das Zähneknirschen sind bis heute nicht vollständig erforscht. Allerdings weisen zahlreiche Studien darauf hin, dass es nicht nur eine einzelne auslösende Ursache gibt, sondern viele unterschiedliche. Die Ursachen für CMD sind vielfältig. Häufig stecken jedoch Zahnfüllungen oder Zahnersatz dahinter, die nicht exakt eingeschliffen wurden. Stimmt die Bisshöhe nicht mehr, sind die Zähne nicht mehr korrekt verzahnt. Das wirkt sich auf die Kiefergelenke aus. Weitere Ursachen können Verletzungen oder angeborene Fehlstellungen sein, die sich auf die Kieferstellung auswirken, oder auch eine kieferorthopädische Therapie, die fehlerhaft ist oder das korrekte Aufeinanderbeißen der Zähne nicht ausreichend oder sogar von vornherein gar nicht berücksichtigt, weil sie sich nur auf die Ästhetik der Frontzähne beschränkt. All diesen Ursachen gemeinsam ist, dass sie das Zusammenspiel von Zähnen, Kiefergelenk und Kaumuskulatur stören. Dies kann lange Zeit unbemerkt bleiben, weil der Kauapparat die Fehlbelastung kompensiert. Kommen weitere Faktoren wie etwa Stress oder Alters- und Abnutzungserscheinungen hinzu, kann die CMD jedoch Beschwerden verursachen.

Typische Folgen von Bruxismus

  • Abgenutzte, empfindliche oder beschädigte Zähne
  • Chronische Schmerzen im Kiefer und im Gesicht
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich

Die Verbindung zwischen Zähneknirschen und Migräne

Obwohl die genauen Ursachen der Migräne nicht vollständig verstanden werden, zeigen viele Patienten, dass zahnmedizinische Probleme oder Fehlfunktionen im Kieferbereich häufig eine Rolle spielen können. Die craniomandibuläre Dysfunktion ist eine Fehlfunktion des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur, die durch Stress, Fehlstellungen der Zähne oder Zähneknirschen (Bruxismus) ausgelöst werden kann. CMD führt oft zu Verspannungen in der Kiefermuskulatur, die sich auf die Nacken- und Kopfmuskulatur ausweiten können. Viele Menschen knirschen oder pressen ihre Zähne unbewusst, vor allem nachts. Diese Überbelastung der Kaumuskulatur kann Nerven in der Umgebung reizen und Triggerpunkte im Kieferbereich aktivieren. Ein unausgewogener Biss, bei dem Ober- und Unterkiefer nicht harmonisch zusammenarbeiten, kann zu einer ständigen Überbelastung bestimmter Muskeln führen. Entzündungen im Zahnbereich, wie Wurzelspitzenentzündungen oder Zahnfleischentzündungen, können durch die Freisetzung entzündungsfördernder Substanzen Migräne fördern.

Wie hängen Kiefergelenke und Kopfschmerzen zusammen?

Die Kiefergelenke haben eine enge örtliche Beziehung zu wichtigen Strukturen des Schädels. Ist das Zusammenspiel zwischen Zähnen, Kiefergelenk und Kaumuskeln aus dem Gleichgewicht, versucht die Muskulatur, der Fehlstellung durch eine erhöhte Spannung entgegenzuwirken. Dadurch können Kopfschmerzen entstehen. Da Kau- und Nackenmuskulatur eng miteinander verbunden sind, kommt es häufig auch zu schmerzhaften Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, die wiederum Kopfschmerzen auslösen können. Auch Zähneknirschen (Bruxismus) wird durch eine craniomandibuläre Dysfunktion begünstigt. Die Kräfte, die dabei auf die Zähne wirken, sind enorm: Messungen haben ergeben, dass beim Zähneknirschen Belastungen von mehreren hundert Kilogramm pro Quadratzentimeter im Spiel sein können - und das über Stunden hinweg. Zum Vergleich: Beim Kauen wirken gerade einmal 30 kg, und das über den Tag verteilt nur für insgesamt 15 Minuten. Man kann sich also gut vorstellen, warum Zähneknirschen in Zusammenhang mit CMD ein erhöhtes Kopfschmerzrisiko mit sich bringt. Da Zähneknirschen nicht nur als Folge, sondern auch als Ursache der CMD in Verdacht steht, handelt es sich hier möglicherweise um einen Teufelskreis.

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Verschiedene Formen von Kopfschmerzen

Die Suche nach den Ursachen häufiger oder anhaltender Kopfschmerzen bzw. Migränebeschwerden beginnt stets mit einer genauen Anamnese. Dabei werden die Symptome im Detail erfragt, insbesondere das zeitliche Auftreten der Kopfschmerzen sowie ihr Charakter, ihre Lokalisation (eher oberflächlich oder ‘tief’, ein- oder beidseitig, frontal oder am Hinterkopf) und ihr Ausstrahlen in Hals und Nacken. Ein wichtiges Hilfsmittel dabei ist das vom Patienten geführte Kopfschmerztagebuch. Nach der Internationalen Kopfschmerzdefinition unterscheidet man:

  • Migräne, mit oder ohne Aura - häufig mit einseitigen, pulsierenden Kopfschmerzen und weiteren Symptomen wie Übelkeit und/oder Erbrechen
  • Spannungskopfschmerz - meist dumpf-drückend, als sei ein Band um den Kopf gespannt
  • Trigeminoautonome Kopfschmerzerkrankungen - häufig oberflächlicher, stechender Schmerz
  • andere primäre Kopfschmerzerkrankungen

Bei der Frage nach den Ursachen von Kopfschmerzen verweisen mehrere wissenschaftliche Studien auf einen möglichen Zusammenhang mit Bruxismus: So wird insbesondere der Schlafbruxismus mit einem mehr als 3,1-fachen Risiko für Kopfschmerzen und einem 3,8-faches Risiko für chronische Migräne assoziiert. Spannungskopfschmerzen entstehen dabei vermutlich durch die bruxismus-bedingte Aktivierung von Triggerpunkten in der Kaumuskulatur sowie der Nacken & Schultermuskulatur ausgelöst, die Sensitivierungsprozesse auslöst und damit die Schmerzen “weiterleitet”. Auf ähnliche Weise vermutet man, dass die episodische als auch chronische Migräne auf die bruxismus-basierte Erregung freier Nervendigungen (Nozirezeptoren) im genannten Bereich zurückgeht, was zu einer Reduktion der Reduktion der Reizschwelle bestimmter Nerven (Nucleus spinalis nervi trigemini pars caudalis) oder gar zu einer zentralen Sensitivierung dieses Nervengebietes führt.

Weitere Symptome bei chronischem Zähnepressen

Sowohl Kopfschmerzen & Migräneattacken wie auch Muskelschmerzen & Verspannungen in Schultern und Nacken werden oft nicht auf Anhieb mit dem Zähneknirschen in Verbindung gebracht. Andere Beschwerden dagegen weisen recht eindeutig auf Bruxismus hin:

  • typische Abnutzungserscheinungen der Zahnoberflächen und der Zahnsubstanz
  • Kiefergelenksbeschwerden, insb. eingeschränkte Beweglichkeit, Schmerzen, Kieferknacken
  • unspezifische Beschwerden im Mundbereich, bspw. schmerzempfindliche Zähne, Zahnfleischrückgang, Lockerung von Zähnen

Auch für komplexe Krankheitsbilder wie die Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) und Tinnitus (Ohrgeräuschen) wird ein möglicher Zusammenhang mit Bruxismus diskutiert.

Diagnose von CMD

Genaue Zahlen sind zwar nicht bekannt. Man schätzt aber, dass bis zu 60 Prozent aller Menschen zumindest zeitweise unter CMD leiden. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Weil sowohl die Symptome als auch die Ursachen vielfältig sind - und auch weil das Krankheitsbild nicht sehr bekannt ist - denken die behandelnden Ärzte oft nicht an eine CMD. Die Patienten landen mit ihren Beschwerden eher beim Orthopäden, Physiotherapeuten, Osteopathen, HNO-Arzt oder Neurologen, obwohl die Ursachen im Bereich der Kiefergelenke und somit der Zahnheilkunde liegen. Oft haben die Patienten bereits eine lange Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich, wenn sie einem Zahnarzt oder Fachzahnarzt für Kieferorthopädie ihre Beschwerden schildern. Dabei kann dieser eine CMD relativ leicht feststellen und behandeln.

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Wie wird die Diagnose craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) gestellt?

Beim Verdacht auf eine craniomandibuläre Dysfunktion führt der Zahnarzt oder Fachzahnarzt für Kieferorthopädie zunächst eine sogenannte manuelle Funktionsanalyse durch - eine gründliche Untersuchung des Zahn-, Kiefer- und Kopfbereichs. Er überprüft, ob das Kiefergelenk in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist und ob die Kontakte der aufeinanderbeißenden Zähne stimmen. Durch Abtasten lässt sich ermitteln, ob die Muskeln, die am Kauvorgang beteiligt sind, verhärtet oder druckschmerzhaft sind. Neben der manuellen Untersuchung kommen auch instrumentelle Funktionsanalysen zum Einsatz. Das sind spezielle Messverfahren, mit deren Hilfe man die Lage und die Bewegungen der Kiefergelenke in bestimmten Belastungssituationen dreidimensional darstellen und analysieren kann. Dies erfolgt z. B. mit Hilfe von Gipsmodellen und einem Artikulator: einem Gerät, das die Gelenkbewegungen des Patienten simuliert. Aber auch hochpräzise computergestützte Verfahren, die Kieferbewegungen und Kaudruck digital darstellen, sind inzwischen verfügbar. Eine MRT-Diagnostik kann bei bestimmten Fragestellungen zusätzliche Hinweise geben.

Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten wichtig

Bei der Diagnostik geht es auch darum, mögliche Ursachen der CMD festzustellen. Deshalb sind z. B. auch Befunde vom Orthopäden oder von anderen Fachärzten wichtig, die etwa Rückschlüsse auf Wirbelsäulenprobleme geben. Der Zahnarzt oder Fachzahnarzt arbeitet wenn nötig eng mit den anderen beteiligten Fachrichtungen zusammen und nimmt ggf. eine koordinierende Funktion ein - z. B. wenn neben der zahnärztlichen oder fachzahnärztlichen Behandlung noch Physiotherapie oder Osteopathie angezeigt ist. Insbesondere, wenn Schmerzen chronisch geworden sind und sich verselbständigt haben oder wenn in großer Regelmäßigkeit Schmerzmittel eingenommen werden, ist es oft sinnvoll, einen Schmerzmediziner hinzuzuziehen. Die enge Zusammenarbeit mit Neurologen, Physiotherapeuten und anderen Fachärzten ist von entscheidender Bedeutung, um die richtige Behandlung zu finden.

Behandlungsmöglichkeiten

Gegen Zähneknirschen gibt es bislang keine ursächliche Behandlung. Verschiedene Maßnahmen können jedoch die Beschwerden lindern, die durch das Zähneknirschen entstehen und Folgeschäden vermeiden. Wichtig ist, dass Betroffene sich des Zähneknirschens bewusst werden und merken, wann und zu welchen Gelegenheiten sie dies tun.

Wie behandeln wir Bruxismus in unserer Praxis?

  • Diagnostik und Beratung: Ausführliche Anamnese und gründliche Untersuchung der Zähne und des Kiefers.
  • Individuelle Zahnschienen: Maßgefertigte Schienen schützen Ihre Zähne vor weiterer Abnutzung und reduzieren effektiv Beschwerden.
  • Entspannungstechniken und Stressmanagement: Ergänzende Methoden wie Physiotherapie oder Entspannungstrainings helfen Ihnen langfristig.

Schienentherapie

Eine Maßnahme, die sich bei CMD sehr bewährt hat, sind transparente, adjustierte Aufbissschienen aus Kunststoff, die hauptsächlich nachts getragen werden. Sie haben den Effekt, dass sie den Unterkiefer in die gewünschte Position bringen. Auch tagsüber lassen sich so eingefahrene Verhaltensmuster korrigieren, weil sich die Kiefer wieder an ihre natürliche Bisslage gewöhnen. Man kann sagen: So unterschiedlich die Fehlstellungen sein können, so unterschiedlich sind die empfohlenen Tragezeiten. Auch Zahnschmelzabrieb durch Zähneknirschen (Bruxismus) lässt sich durch Knirscherschienen verhindern. Oft wird dadurch schon eine deutliche Besserung der Beschwerden erreicht. Eine physiotherapeutische Behandlung ist als Ergänzung oft sehr sinnvoll. Die Schienentherapie: Eine effektive Lösung bei Kopfschmerzen durch Zähneknirschen. In unserer Zahnarztpraxis in Leipzig setzen wir auf eine bewährte Methode, um das Zähneknirschen und die damit verbundenen Beschwerden zu behandeln: die Schienentherapie. Diese Behandlung hat sich als sehr wirksam erwiesen, um die Symptome von Bruxismus zu lindern und die Kopfschmerzen zu reduzieren.

Wie funktioniert die Schienentherapie?

Eine Aufbissschiene - oft auch Knirschschiene genannt - ist eine maßgefertigte Kunststoffschiene, die über die Zähne gesetzt wird. Sie wird in der Regel nachts getragen und sorgt dafür, dass die Zähne nicht mehr direkt aufeinander reiben können. Die Schiene verteilt den Druck gleichmäßig und entlastet so die Kiefergelenke und die Muskulatur. Diese Entlastung der Muskulatur führt häufig bereits nach kurzer Zeit zu einer deutlichen Reduktion der Kopfschmerzen und Verspannungen. Auch das Risiko von Zahnschäden, wie beispielsweise Risse im Zahnschmelz oder Abnutzungserscheinungen, wird durch die Schiene erheblich verringert.

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Der Behandlungsablauf: Wie kommt man zur perfekten Schiene?

Der Weg zu einer individuell angepassten Schiene in unserer Zahnarztpraxis ist unkompliziert und schmerzfrei. Hier ist der typische Ablauf einer Schienentherapie bei uns:

  1. Erstuntersuchung: Zu Beginn steht ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung der Zähne und des Kiefers. Hierbei prüfen wir, ob Zähneknirschen oder Pressen vorliegt und ob bereits Symptome wie Verspannungen oder Kieferschmerzen bestehen.
  2. Abdrucknahme: Wenn der Verdacht auf Bruxismus besteht, nehmen wir einen Abdruck Ihrer Zähne. Diese Abdrücke werden anschließend ins Labor geschickt, wo eine individuell angepasste Schiene angefertigt wird, die perfekt auf Ihre Zahnreihen abgestimmt ist.
  3. Anpassung der Schiene: Sobald die Schiene fertiggestellt ist, wird sie in unserer Praxis angepasst. Wir prüfen, ob sie bequem sitzt und ob alle Kontaktpunkte stimmen. Sollte es nötig sein, nehmen wir kleine Anpassungen vor, um den bestmöglichen Tragekomfort zu gewährleisten.
  4. Tragegewohnheiten und Nachkontrollen: Sie erhalten genaue Anweisungen, wann und wie lange Sie die Schiene tragen sollten. In der Regel wird sie nachts getragen, kann aber auch tagsüber verwendet werden, wenn Sie zu Anspannung im Kiefer neigen. Regelmäßige Nachkontrollen helfen uns, den Erfolg der Therapie zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

bruXane-Schiene mit Biofeedback

Eine innovative, ursachenorientierte Methode zur Behandlung von Schlaf-Bruxismus bietet die bruXane Aufbissschiene mit integriertem Biofeedback:

  • Schutz der Zahnoberflächen: Die bruXane Zahnschiene wird wie eine herkömmliche Knirscherschiene im Mund getragen und verhindert den weiteren Abrieb von Zahnsubstanz beim Zusammenpressen und Aufeinanderreiben der Zähne.
  • Reduktion des Zähneknirschens um mehr als 70 %: Die bruXane-Aufbissschiene verfügt über einen integrierten Sensor, der jedes unbewusste Zusammenpressen der Kiefer registriert und eine hör- und spürbare Rückmeldung ausgelöst. Dadurch wird - im Schlaf! - ein Lernprozess angestoßen, der die Anzahl und Dauer der Knirsch-Episoden messbar verringern kann.

Weitere Behandlungsmethoden

Zusätzlich kann es hilfreich sein, die Zähne in Ausnahmefällen gezielt zu beschleifen oder abgenutzte Kauflächen durch Aufbauten (Bisserhöhung) wiederherzustellen. So werden die Kräfte, die beim Kauen wirken, wieder gleichmäßig über die Zähne und Kiefer verteilt. Das führt zu einer Entlastung der Kaumuskulatur und wirkt Verspannungen im Kopf-, Hals-, Nacken- und Schulterbereich entgegen und das Gebiss wird "knirschfähig" gemacht.

Entspannungstechniken und Stressmanagement

Andere Therapieansätze setzen auf stressreduzierende und entpannungsfördernden Verfahren. Vorrangig wird die Progressive Muskelentspannung zur Behandlung des Zähneknirschens empfohlen. Zudem gibt es Hinweise, dass Biofeedback positive Effekte auf Wach- und Schlafbruxismus haben kann. körperliche Entspannung eine psychische Ruhefindung angestrebt.

Was Sie selbst tun können!

Aber auch Sie als Patient können etwas tun: Zunächst gilt es, sich bewusst zu machen, in welchen Situationen Sie besonders dazu neigen, Ihre Zähne aufeinanderzubeißen, weil Sie gestresst oder angespannt sind. Im nächsten Schritt können Sie versuchen, zwischendurch immer wieder bewusst lockerzulassen. Weil man das im Alltag oft vergisst, können kleine Erinnerungsbotschaften hilfreich sein. Kleben Sie sich z. B. ein Post-it oder einen Klebepunkt als Reminder zum Lockerlassen an den Bildschirm oder ins Cockpit Ihres Autos.

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