Migräne, Koffein und Vomacur: Ein Überblick über Wechselwirkungen und Behandlungsansätze

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch heftige, oft einseitige und pulsierende Kopfschmerzen gekennzeichnet ist. Sie geht häufig mit Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit einher. Die Behandlung zielt darauf ab, akute Anfälle zu lindern und zukünftigen Attacken vorzubeugen. Dabei kommen sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Verfahren zum Einsatz.

Migräne: Eine komplexe neurologische Erkrankung

Migräne ist mehr als nur Kopfschmerz. Sie gilt als komplexe neurologische Erkrankung des Gehirns. Auslöser einer Migräne-Attacke sind nicht einfach Durchblutungsstörungen. Bestimmte Nervenfasern schütten spezielle Botenstoffe aus, die an den Blutgefäßen der Hirnhäute eine Entzündungsreaktion auslösen. Die Blutgefäße dehnen sich daraufhin aus und beginnen zu pulsieren. Genetische Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle, da Migräne familiär gehäuft auftritt. Menschen mit Migräne haben oft ein "Migräne-Gehirn", das besonders empfindlich auf äußere und innere Reize reagiert.

Symptome und Verlauf einer Migräneattacke

Eine Migräneattacke kann sich durch verschiedene Symptome äußern. Typisch sind pochende, oft halbseitige Kopfschmerzen, Übelkeit (80 %), Erbrechen (40-50 %), Lichtscheu, Lärmempfindlichkeit und gegebenenfalls eine Aura. Die Dauer einer Attacke beträgt in der Regel 4 bis 72 Stunden, wobei teils Nachwirkungen auftreten können. Bei vielen Menschen kündigt sich die Attacke bereits einige Stunden bis zwei Tage vorher durch Nackenschmerzen, Gereiztheit oder Heißhunger an.

Formen der Migräne

Es gibt verschiedene Formen der Migräne. Treten Migräneattacken nur gelegentlich auf, spricht man von einer episodischen Migräne. Bei häufigen Attacken, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, liegt eine chronische Migräne vor. Diese liegt vor, wenn jemand mindestens 15 oder mehr Kopfschmerztage pro Monat hat, und das schon länger als drei Monate. An mindestens 8 Tagen im Monat entwickeln sich typische Migräne-Symptome. Etwa 15-20 % der Patient:innen haben eine Migräne mit Aura, die sich meist durch Sehstörungen wie Flimmernde Zickzacklinien, Lichtblitze oder blinde Flecken äußert. Es gibt auch die Migräne ohne Aura, bei der keine neurologischen Vorboten auftreten und der Kopfschmerz plötzlich beginnt.

Auslöser und Triggerfaktoren

Viele Betroffene können bestimmte Auslösefaktoren für ihre Migräne benennen. Dazu gehören hormonelle Schwankungen, Stress, Schlafmangel und bestimmte Nahrungsmittel wie reifer Käse oder Salami. Triggerfaktoren sind jedoch nicht die Ursache der Migräne, sondern lösen lediglich eine Attacke aus. Um die individuellen Triggerfaktoren zu identifizieren, empfiehlt es sich, ein Kopfschmerz- oder Migräne-Tagebuch zu führen.

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Behandlung von Migräne

Die Behandlung der Migräne zielt darauf ab, akute Anfälle möglichst schnell zu lindern und künftigen Attacken zuverlässig und nachhaltig vorzubeugen. Dafür stehen sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Verfahren zur Verfügung.

Medikamentöse Therapie

Medikamente sollten bei einer Migräneattacke so früh wie möglich eingenommen werden. Zahlreiche Studien zeigen, dass die Wirksamkeit der Medikamente zur Therapie akuter Migräne-Attacken höher ist, wenn diese früh in der Kopfschmerzphase eingenommen werden. Medikamente sollten jedoch nicht zu häufig eingenommen werden, da ein Übergebrauch zusätzliche Kopfschmerzen verursachen kann. Schmerzmittel (Analgetika) und/oder Triptane sollten nicht häufiger als an 10 Tagen im Monat eingenommen werden.

Akuttherapie

  • Leichte bis mittelstarke Migräne-Attacken: Analgetika und nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen. Auch Kombi-Präparate (ASS + Paracetamol + Koffein) können eingesetzt werden.
  • Mittelschwere bis schwere Migräne-Attacken: Triptane wie Sumatriptan, Eletriptan, Rizatriptan, Zolmitriptan, Almotriptan, Naratriptan oder Frovatriptan. Bei Bedarf kann ein Triptan mit einem NSAR kombiniert werden.
  • Antiemetika: Bei Übelkeit und Erbrechen können Antiemetika wie Dimenhydrinat (z.B. in Vomex A), Metoclopramid (MCP) oder Domperidon eingesetzt werden. Sie beeinflussen spezielle Andockstellen für bestimmte Botenstoffe im Gehirn und können Übelkeit sowie Erbrechen deutlich reduzieren und die Wirkung von Schmerzmitteln verbessern.

Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen

Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen können Begleitsymptome von Migräneattacken sein. Sogenannte Antiemetika (Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen) sollen diese Funktionsstörungen bei Migräne beheben. Die eingeschränkte Magenaktivität während der Migräneattacke führt dazu, dass die Schmerzmittel kaum in den Darm weitertransportiert werden, wodurch die gewünschte Wirkung ausbleibt. Aus diesem Grunde sollten Sie 15 Minuten vor der Einnahme des Migränemittels ein Antiemetikum (Metoclopramid oder Domperidon) einnehmen. Ein vorsichtiger Einsatz sollte bei Nierenerkrankungen und bei Kindern unter 14 Jahren erfolgen. Selten treten Müdigkeit, Schwindel oder Durchfall auf. Sehr selten können kurz nach der Einnahme Bewegungsstörungen in Form von unwillkürlichen Mundbewegungen, Schlund- und Zungenkrämpfen, Kopfdrehungen, Schluckstörungen oder Augendrehungen auftreten. In diesem Fall liegt eine Überdosierung vor und Sie sollten einen Arzt rufen.

Wichtige Hinweise zur Einnahme von Schmerzmitteln

Unter den rezeptfreien Medikamenten besitzt die Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin, ASS) den stärksten schmerzlindernden Effekt bei Kopfschmerzen. Acetylsalicylsäure sollte möglichst als Brauselösung eingenommen werden, da dadurch eine besonders schnelle und sichere Aufnahme im Magen-Darmtrakt erfolgt. Ähnlich schnell ist auch die Aufnahme bei Verwendung einer Kautablette. Bei Jugendlichen beträgt die Dosierung von Acetylsalicylsäure 500 mg, bei Erwachsenen 1000 bis 1500 mg zur Erzielung ausreichender Wirksamkeit! Die Einnahme einer Tablette zu 500 mg bei Erwachsenen reicht bei Migräne definitiv nicht aus, vielmehr sind 2 Tabletten erforderlich. Acetylsalicylsäure sollte als Brauselösung in 250 ml Wasser gelöst eingenommen werden. Das Medikament wird erst im Dünndarm in den Körper aufgenommen. Durch die Brauselösung passiert es schnell den Magen und kann so am besten seine Wirksamkeit erlangen. Die Beifügung von Vitamin C in Brausetabletten dient zur Bildung der sprudelnden Kohlensäure und einer erhöhten Magenverträglichkeit; sie ist keine Beimengung einer Substanz im Sinne von Kombinationspräparaten, ist also nicht nachteilig. Vorteilhaft ist insbesondere auch die Einnahme einer so genannten gepufferten Zubereitung, die sich positiv auf Magensymtome der Migräne auswirkt (z.B. Selten treten Magenbeschwerden auf. Bei Kindern beträgt die Dosis 500 mg, bei Erwachsenen 1000 mg. Die Wirkung tritt in der Regel nach 30 bis 60 Minuten ein. Bei Leber- und Nierenerkrankungen muss vorsichtig dosiert werden (Arzt befragen). Mögliche unerwünschte Wirkungen: Paracetamol ist normalerweise gut verträglich. Paracetamol sollte in der Schwangerschaft nicht verwendet werden. In einigen Studien ist der Verdacht aufgekommen, dass die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft das Risiko für einen Hodenhochstand (Kryptorchismus) erhöhen kann. Ebenso gibt es Hinweise darauf, dass das Asthmarisiko in der Kindheit erhöht ist, wenn die Mutter in der Schwangerschaft Paracetamol eingenommen hat. Belege für die ursächlichen Zusammenhänge sind strittig. Besser untersuchte Alternativen zu Paracetamol und alternativ Ibuprofen gibt es nicht. Die Wirksamkeit von Ibuprofen in der Behandlung der Migräneattacke ist nicht so gut untersucht wie die der Acetylsalicylsäure. Die Substanz ist als Tablette, Brausegranulat, Zäpfchen und Kapsel erhältlich. Es wird angenommen, dass Ibuprofen der Acetylsalicylsäure und dem Paracetamol in seinem schmerzlindernden Effekt ähnlich ist. Die Einzeldosierung beträgt bei Kindern 200 mg, bei Erwachsenen bis 600 mg. In einer neueren Studie wurde bestätigt, dass das seit vielen Jahrzehnten eingesetzte Medikament Phenazon ebenfalls eine gute Wirkung in der Anfallsbehandlung der Migräne haben kann. Bei Kindern beträgt die Dosis 500 mg, bei Erwachsenen 1000 mg. Die Wirkung tritt in der Regel nach 30 bis 60 Minuten ein. Mögliche unerwünschte Wirkungen: Phenazon ist normalerweise gut verträglich.

Nicht-medikamentöse Therapie

Neben der medikamentösen Therapie gibt es auch verschiedene nicht-medikamentöse Verfahren, die bei Migräne helfen können. Dazu gehören:

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  • Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus: Ein stabiler Schlafrhythmus kann dazu beitragen, Migräneattacken vorzubeugen.
  • Stressmanagement: Stress ist ein häufiger Auslöser von Migräne. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder Yoga können helfen, Stress abzubauen.
  • Ausreichend trinken: Dehydration kann Migräne begünstigen. Es ist daher wichtig, ausreichend zu trinken.
  • Geregelte Mahlzeiten: Unregelmäßige Mahlzeiten können den Blutzuckerspiegel schwanken lassen und Migräne auslösen.
  • Migräne-Tagebuch führen: Ein Migräne-Tagebuch kann helfen, individuelle Triggerfaktoren zu identifizieren und zu vermeiden.
  • Ausdauersport: Regelmäßiger Ausdauersport kann die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken reduzieren.

Stationäre Behandlung

In der Neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel wird eine spezielle Therapie von Migräne mit und ohne Aura, Migräne-Komplikationen sowie allen Kopfschmerzen, wie z.B. chronische Spannungskopfschmerzen, Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch, Clusterkopfschmerz, Nervenschmerz (neuropathischer Schmerz), Rückenschmerz und andere Formen chronischer Schmerzerkrankungen angeboten.

Wechselwirkungen von Medikamenten bei Migräne

Wer regelmäßig mehr als ein Medikament einnimmt, sollte sich sorgfältig über mögliche Wechselwirkungen informieren. Medikamente beeinflussen sich im Körper gegenseitig - manchmal zum Nachteil des Patienten.

Vomacur

Vomacur enthält Dimenhydrinat, ein Antihistaminikum, das zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt wird. Es blockiert Rezeptoren für den Botenstoff Histamin und unterdrückt so die Gefäßerweiterung und vermehrte Durchblutung kleinster Haargefäße.

Dosierung von Vomacur Tabletten

  • Kinder von 6 bis 14 Jahren (über 30 kg Körpergewicht): Einzeldosis: ½-1 Tablette, Gesamtdosis: 1-3mal täglich (max. 3 Tabletten pro Tag) im Abstand von mindestens 6 Stunden, unabhängig von der Mahlzeit
  • Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene (über 56 kg Körpergewicht): Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-4mal täglich (max. 8 Tabletten pro Tag) im Abstand von mindestens 6 Stunden, unabhängig von der Mahlzeit

Zur Vorbeugung gegen Reisekrankheit sollte die erste Anwendung etwa ½-1 Stunde vor Reisebeginn erfolgen.

Gegenanzeigen von Vomacur Tabletten

Vomacur darf nicht eingenommen werden bei:

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  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Asthma bronchiale
  • Engwinkelglaukom
  • Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
  • Porphyrie (Stoffwechselkrankheit)
  • Prostatavergrößerung mit Restharnbildung
  • Epilepsie
  • Krampfanfälle während der Schwangerschaft (Eklampsie)
  • Herzrhythmusstörungen
  • WPW-Syndrom (seltene Störung im Reizleitungssystem des Herzens)

Unter Umständen sollte Vomacur nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker eingenommen werden bei:

  • Verengung im Verdauungstrakt, vor allem am Magen
  • Herzerkrankungen, wie:
    • Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
    • Abweichung im EKG (Verlängerung der QT-Dauer)
    • Pulserniedrigung
  • Eingeschränkte Leberfunktion
  • Kaliummangel
  • Magnesiummangel
  • Alkoholmissbrauch
  • Durchblutungsstörung der Hirngefäße, aktuell oder auch wenn sie schon länger zurückliegen

Kinder unter 6 Jahren und Kinder unter 30 kg Körpergewicht sollten Vomacur in der Regel nicht einnehmen.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Vomacur nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Wichtige Hinweise zu Vomacur Tabletten

  • Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein.
  • Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
  • Patienten mit Engwinkelglaukom haben ein erhöhtes Risiko - besonderes im akuten Anfall.
  • Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
  • Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden.
  • Bei längerer Anwendung kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.

Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Nebenwirkungen von Vomacur Tabletten

Mögliche Nebenwirkungen von Vomacur sind:

  • Magen-Darm-Beschwerden, wie:
    • Übelkeit
    • Erbrechen
    • Magenschmerzen
    • Durchfälle
    • Verstopfung
  • Mundtrockenheit
  • Schwindel
  • Schläfrigkeit
  • Benommenheit
  • Muskelschwäche
  • Stimmungsschwankungen
  • Sehstörungen
  • Pulsbeschleunigung
  • Erhöhung des Augeninnendrucks
  • Störungen beim Wasserlassen
  • Gefühl der "verstopften Nase"
  • Besonders bei Kindern:
    • Unruhe
    • Erregung
    • Schlaflosigkeit
    • Angstzustände
    • Zittern

Koffein

Koffein ist ein Stimulans, das in vielen Schmerzmitteln enthalten ist, da es die Wirkung von Schmerzmitteln wie Paracetamol und Acetylsalicylsäure verstärken kann. In verschiedenen Studien wurde bei der gleichzeitigen Gabe von 50 mg Coffein zu Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (bestimmte Schmerz- und Fiebermittel) eine um den Faktor 1,3 bis 1,7 verstärkte Wirkung des Schmerzmittels gefunden.

Wechselwirkungen von Koffein

  • Coffein wirkt antagonistisch (entgegengesetzt) gegenüber den beruhigenden Wirkungen zahlreicher Substanzen.
  • Coffein wirkt synergistisch (gleichsinnig/verstärkend) gegenüber den tachykarden Wirkungen.
  • Coffein erhöht das Abhängigkeitspotential von Substanzen vom Typ des Ephedrin (zentral wirkendes Sympathomimetikum).

Vorsicht bei bestimmten Patientengruppen

Patienten mit Herzrhythmusstörungen, Leberzirrhose, Schilddrüsenüberfunktion und Angstzuständen sollten Coffein nur in niedriger Dosierung bzw. gar nicht einnehmen. Während der Stillzeit kann das Befinden und Verhalten des Säuglings beeinträchtigt werden.

Wechselwirkungen zwischen Migränemitteln, Vomacur und Koffein

Die gleichzeitige Einnahme von Migränemitteln, Vomacur und Koffein kann zu Wechselwirkungen führen.

  • Vomacur und zentral wirkende Substanzen: Die gleichzeitige Anwendung von Vomacur mit Arzneimitteln, die auf das zentrale Nervensystem wirken (z. B. Psychopharmaka, Schlafmittel, Schmerzmittel), kann zu einer wechselseitigen Verstärkung der beruhigenden bzw. dämpfenden Wirkung führen.
  • Vomacur und Alkohol: Während der Behandlung mit Vomacur sollte kein Alkohol getrunken werden, da durch Alkohol die Wirkung von Vomacur in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden kann.
  • Koffein und beruhigende Substanzen: Coffein wirkt antagonistisch (entgegengesetzt) gegenüber den beruhigenden Wirkungen zahlreicher Substanzen, wie z. B. Vomacur.
  • Koffein und Sympathomimetika: Coffein wirkt synergistisch (gleichsinnig/verstärkend) gegenüber den tachykarden Wirkungen von z. B. Ephedrin.

Weitere wichtige Wechselwirkungen

  • Reisetabletten-ratiopharm® und Monoaminoxidase-Hemmer: Bei gleichzeitiger Gabe von Reisetabletten-ratiopharm® mit sogenannten Monoaminoxidase-Hemmern (Arzneimitteln, die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden) kann sich u. U. eine lebensbedrohliche Darmlähmung, Harnverhalt oder eine Erhöhung des Augeninnendruckes entwickeln. Außerdem kann es zum Abfall des Blutdruckes und zu einer verstärkten Funktionseinschränkung des Zentralnervensystems und der Atmung kommen.
  • Reisetabletten-ratiopharm® und Antibiotika (Aminoglykoside): Weiterhin ist zu beachten, dass durch Reisetabletten-ratiopharm® die während einer Behandlung mit bestimmten Antibiotika (Aminoglykosiden) eventuell auftretende Gehörschädigung u. U. ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern, z. B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika Klasse IA oder III), bestimmte Antibiotika (z. B. Erythromycin), Cisaprid, Malaria-Mittel, Mittel gegen Allergien bzw. zu einem Kaliummangel führen können (z. B.
  • Reisetabletten-ratiopharm® und trizyklische Antidepressiva, Monoaminoxidase-Hemmstoffen und Parasympathikolytika: Die gleichzeitige Gabe von Reisetabletten-ratiopharm® und trizyklischen Antidepressiva, Monoaminoxidase-Hemmstoffen (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) und Parasympathikolytika (andere Stoffe mit anticholinergen Wirkungen, z. B. Atropin, Biperiden) verstärken die anticholinergen Nebenwirkungen.
  • Reisetabletten-ratiopharm® und blutdrucksenkende Mittel: Die gleichzeitige Verabreichung von Reisetabletten-ratiopharm® und blutdrucksenkenden Mitteln führt zu einer verstärkten blutdrucksenkenden Wirkung.

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