Schlüsselbeinbruch: Ursachen, Symptome, Diagnose, Behandlung und mögliche Komplikationen

Ein Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur) ist eine häufige Verletzung, die in der Regel durch einen Sturz auf die Schulter oder den ausgestreckten Arm verursacht wird. Das Schlüsselbein, auch Klavikula genannt, ist ein S-förmiger Knochen, der das Schulterblatt (Akromion) mit dem Brustbein (Sternum) verbindet und einen wichtigen Teil des Schultergürtels bildet. Es dient als Stütze für den Arm und ermöglicht dessen Beweglichkeit. Außerdem schützt es wichtige Blutgefäße und Nerven, die unter ihm verlaufen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Ursachen, Symptome, Diagnose, Behandlungsmöglichkeiten und mögliche Komplikationen eines Schlüsselbeinbruchs.

Ursachen und Risikofaktoren

Die typische Ursache für einen Schlüsselbeinbruch ist ein Sturz auf die Schulter oder einen Knochenfortsatz an der Oberseite des Schulterblatts (Akromion). Dies kann bei Sportarten wie Radfahren, Reiten, Skaten oder Skifahren passieren, aber auch bei Verkehrsunfällen oder Stürzen im Alltag. Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn Sie Kontaktsport treiben. Das Schlüsselbein bricht am häufigsten durch einen Sturz.

Das Schlüsselbein bricht bei einem indirekten Trauma meist in der Mitte (90 Prozent) und bei einem direkten Trauma meist im äußeren Drittel des Knochens.

Gelegentlich kommt es während der Geburt zu einem Schlüsselbeinbruch beim Neugeborenen, nämlich dann, wenn der kindliche Schultergürtel beim Durchtritt durch das mütterliche Becken eingeengt wird. Diese Gefahr besteht vor allem bei großen Babys.

Symptome

Ein Schlüsselbeinbruch führt in der Regel zu akuten Schmerzen. Möglicherweise können Sie die Schulter nicht mehr vollständig bewegen, eventuell müssen Sie eine Schonhaltung einnehmen. Der Bereich um die Bruchstelle kann geschwollen und druckempfindlich sein. Manchmal knirschen die Bruchstücke hörbar aneinander (Krepitation). Das Bruchstück auf der Seite des Brustbeins kann nach oben (kopfwärts) verschoben sein.

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Die Claviculafraktur ist äußerst schmerzhaft, vor allem beim Versuch den Arm zu heben oder bei Druck auf die verletzte Schulter. Meist erkennt man den Knochenbruch bereits von außen anhand einer sichtbaren Stufenbildung des Schlüsselbeins. Entlang des Knochens treten Schwellung und Bluterguss auf.

Typische Symptome sind bewegungsabhängige Schmerzen. Jeder Versuch, den Arm auf der betreffenden Seite oder den Brustkorb zu bewegen, ist extrem schmerzhaft. Die Betroffenen nehmen daher oft eine Schonhaltung ein. Ein hörbares Reibegeräusch der Knochenbruchstücke beim Bewegen ist ebenfalls ein Anzeichen für eine Fraktur.

Direkt über dem gebrochenen Schlüsselbein findet sich meist ein Bluterguss und eine Schwellung. Ist der Bruch verschoben, lässt sich bei schlanken Menschen oft eine Stufe im Verlauf des Schlüsselbeins erkennen - besonders im Seitenvergleich. Bei fettleibigen (adipösen) Menschen oder solchen mit mehrfachen Verletzungen (polytraumatisierte Patienten) wird die Stufenbildung aber oft übersehen.

Bei einem Bruch im äußeren Drittel des Schlüsselbeins kann gegebenenfalls ein sogenanntes Klaviertastenphänomen auftreten. Dabei steht ein Bruchende nach oben und kann wie eine Klaviertaste nach unten gedrückt werden.

Ganz selten (bei ein bis zwei Prozent aller Patienten) ist die Schlüsselbeinfraktur offen, das heißt, Knochenbruchstücke ragen aus der Haut heraus.

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Ein Schlüsselbeinbruch kann auch bei der Geburt passieren. Bei den betroffenen Babys sind die oben genannten Symptome oft weniger stark ausgeprägt.

Diagnose

Bei Verdacht auf eine Klavikulafraktur erhalten Sie eine Überweisung an die Unfallchirurgie. Um die Diagnose zu stellen, werden Röntgenbilder erstellt. Bei Verdacht auf eine Gefäßverletzung können weitere Untersuchungen notwendig sein (Ultraschall und CT).

Zu Beginn der Diagnose erfolgt ein Arzt-Patienten-Gespräch, in dem der Orthopäde Ihnen Fragen über den Unfallhergang, Ihre Beschwerden und Ihre berufliche Situation stellt. Im nächsten Schritt untersucht der Arzt Ihre Schulter. Er tastet die betroffene Stelle ab und bewegt den Arm. Da das Schlüsselbein direkt unter der Haut verläuft, erkennt der Arzt einen Bruch meist schon auf einen Blick. Er achtet auf typische Symptome wie Stufenbildung, Schwellung, Hämatom und Reibegeräusche.

Um seine Verdachtsdiagnose zu bestätigen, wird der Orthopäde oder Unfallchirurg ein Röntgen veranlassen. Auf dem Röntgenbild ist in der Regel deutlich zu erkennen, an welcher Stelle und wie das Schlüsselbein gebrochen ist. Der Arzt ermittelt die Anzahl der Bruchstücke und ob diese sich gegeneinander verschoben (disloziert) haben. Dies ist wichtig für die Therapie, da gering verschobene Brüche tendenziell auch konservativ behandelt werden können. Stärker verschobene Brüche sollten eher operativ gerichtet und fixiert werden. In einigen Fällen ist zudem eine Untersuchung mittels CT notwendig.

Die Anfertigung eines Röntgenbildes ist für die Diagnosestellung eines Schlüsselbeinbruchs essentiell. Hier können die knöchernen Strukturen genau beurteilt und das Ausmaß der Verletzung eingeschätzt und klassifiziert werden. Die Röntgen-Untersuchung erfolgt stets in zwei Ebenen, damit nichts übersehen werden kann.

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Die Durchführung eines MRT ist für die Diagnose des Schlüsselbeinbruchs in aller Regel nicht notwendig. Diese Untersuchung dient vor allem der Darstellung genaueren Beurteilung von Verletzungen der Weichteilstrukturen, beispielsweise Bänder oder Muskelsehnen. Da es sich beim Schlüsselbeinbruch um eine knöcherne Verletzung handelt ist das kostspielige und zeitaufwendige MRT somit meist unnötig. Mögliche Gründe für den Einsatz einer MRT-Untersuchung sind aber beispielsweise die Abgrenzung der Verletzung von besagten Weichteilschäden oder beim Verdacht auf einen gleichzeitig vorliegenden Schaden.

Behandlung

Die Behandlung eines Schlüsselbeinbruchs hängt von der Art und dem Ausmaß des Bruchs sowie vom Zustand des Patienten ab. Es gibt sowohl konservative als auch operative Behandlungsmöglichkeiten.

Konservative Behandlung

Nicht immer ist eine Operation notwendig. Dies gilt in erster Linie für einfache Knochenbrüche, bei denen sich die Bruchstücke nicht verschoben haben. Gegen Schmerzen können Sie in der Regel vorübergehend ein Schmerzmittel einnehmen.

Zur Behandlung der Fraktur erhalten Sie eine Armschlinge, z. B. einen Rucksackverband oder einen Gilchrist-Verband. Die Armschlinge bzw. der Verband verringert Bewegungen des Arms und der Schulter (Ruhigstellung). Dadurch kann die Verletzung besser heilen. Eine Armschlinge sollten Sie tragen, bis ein Röntgenbild beweist, dass der Knochen ausreichend geheilt ist. Dies dauert im Mittel etwa 6 Wochen. Alltagsaktivitäten können Sie nach diesen 6 Wochen wieder aufnehmen. Sport mit Schulterbelastung ist nach ungefähr 12 Wochen wieder erlaubt.

Geschlossene Brüche im mittleren Bereich der Clavicula heilen in mehr als 90 % der Fälle mittels Ruhigstellung im Rucksackverband oder in der Armschlinge aus. Diese Verbände müssen etwa 3 bis 4 Wochen getragen werden. Sie ziehen die Schultern nach hinten, wodurch die Bruchstücke leicht fixiert werden und in dieser Position einheilen. Die Position der Bruchstücke muss dabei regelmäßig von einem Arzt kontrolliert werden.

Die meisten Schlüsselbeinbrüche können konservativ, also mittels nicht-operativer Maßnahmen, behandelt werden. Hierbei spielt die Ruhigstellung eine entscheidende Rolle. Sie dient der Entlastung des Schlüsselbeins und der Schmerzlinderung. Während der Phase der Ruhigstellung können die Knochenanteile wieder zusammenwachsen. Die Wahl ist dabei von der Lokalisation und Art des Schlüsselbeinbruchs abhängig. Die Dauer der Ruhigstellung beträgt in aller Regel etwa einen Monat. Daran schließt sich dann ein muskuläres Wiederaufbau-Training unter Anleitung an.

Zur Linderung der Beschwerden können kühlende Maßnahmen, wie beispielsweise ein Eisbeutel oder Coolpacks eingesetzt werden. Des Weiteren können vorübergehend Schmerzmittel, beispielsweise Ibuprofen, oder schmerzlindernde Salben, wie Voltaren, zur Anwendung kommen.

Der Rucksackverband zieht die Schultern nach hinten, um das Einheilen des Schlüsselbeins in der richtigen Position zu gewährleisten.

Operative Behandlung

Bei (stark) verschobenen Bruchstücken ist meist eine chirurgische Behandlung nötig. Weitere Gründe für eine Operation sind:

  • Drohende Haut-/Gefäß-/Nervenverletzung durch Knochenbruchstücke
  • Drohendes Absterben von Haut
  • Krankhafte Beweglichkeit der Bruchstelle (Pseudarthrose)
  • Starke Verkürzung des Schultergürtels
  • Offene Fraktur
  • Zusätzliche Fraktur des Schulterblatts (Skapula) mit instabiler Gelenkpfanne der Schulter („Floating Shoulder“)

Bei der Operation werden die Bruchstücke, falls nötig, wieder in ihre anatomische Lage gebracht (Reposition). Anschließend werden die Bruchstücke meist mit einer Platte verbunden (Plattenosteosynthese). Durch Löcher in der Platte werden Schrauben in den Knochen auf beiden Seiten der Bruchstelle geschraubt. Die Schrauben können so eingebracht werden, dass die Knochenstücke aneinander liegen.

Der Standard ist in der Regel die sogenannte Plattenosteosynthese. Dabei wird der Bruch zunächst gerichtet und dann mit einer stabilen Platte überbrückt. Die Operation erfolgt in der Regel in Vollnarkose. Nach durchschnittlich zwei Tagen in der Klinik dürfen die Patienten entlassen werden. Sie erhalten für einige Tage nach der Operation einen Gilchrist-Verband, der die Schulter ruhigstellt und so die Einheilung unterstützt. Nach etwa 3 Monaten ist die Heilung abgeschlossen und das Schultergelenk darf wieder uneingeschränkt bewegt werden. Etwa nach 18 Monaten wird die Platte in einer weiteren Operation wieder entfernt.

Bei einer notwendigen Operation im Rahmen eines Schlüsselbeinbruchs können verschiedene Techniken eingesetzt werden. Zu den häufigsten gehört das Einbringen eines oder mehrerer Schrauben und einer Platte. Es gibt hier wiederum verschiedene Platten wie 1/3 Rohrplatte oder Hakenplatte, die verwendet werden können. Dabei ist der notwendige Hautschnitt zum Einbringen entgegen der Erwartungen meist nicht so groß und das kosmetische Ergebnis in der Regel sehr gut. Meist wird eine Platte mit der Länge von 6 bis 10 Zentimetern eingebracht und mit Hilfe von kleinen Schrauben an den beiden Knochenstücken befestigt.

Wann braucht man eine OP? Eine OP wird nicht bei jedem Schlüsselbeinbruch gebraucht und kann dank gut ausgebauter konservativer, nicht-operativer, Maßnahmen heute oft vermieden werden.

Nachbehandlung

Sowohl bei der konservativen als auch bei der operativen Behandlung einer Claviculafraktur ist eine Nachbehandlung notwendig. Diese umfasst zum einen Physiotherapie und gezielte Übungen zur Kräftigung der umgebenden Muskulatur, um die Beweglichkeit und Stabilität des Schultergelenks wiederherzustellen. Zum anderen sind regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen erforderlich, um den Heilungsverlauf zu überwachen und eventuelle Therapieanpassungen vorzunehmen.

Unmittelbar nach der Operation werden Sie für kurze Zeit auf der Aufwachstation überwacht. Bereits am ersten Tag nach dem Eingriff beginnen erste angeleitete Bewegungsübungen, um die Mobilität zu fördern. In den ersten 6 Wochen sollte der Arm allerdings nur schonend belastet werden.

Nach dem Einsatz einer Platte im Rahmen eines operativen Verfahrens sollte diese mindestens für drei Monate verbleiben, um ein optimales Wiederannähern der beiden Knochenstücke des Schlüsselbeins zu gewährleisten. Das Entfernen der Platte ist in den meisten Fällen allerdings nicht notwendig, da hierdurch keine Nachteile für den Patienten entstehen. Eine Ausnahme bietet die sogenannte Hakenplatte, die als spezielle Form der operativ eingesetzten Platte nach drei Monaten meist wieder entfernt wird.

Heilungsdauer

In der Regel heilt die Fraktur bei Erwachsenen binnen etwa 6 Wochen. Bei Kindern heilt sie meist schneller. Die konservative Behandlung erzielt oft sehr gute Ergebnisse. Zur Kontrolle der Heilung werden meist Röntgenbilder erstellt.

Die erste Heilungsphase eines Schlüsselbeinbruchs dauert etwa 6 bis 8 Wochen. Danach kann zunehmend mehr belastet werden.

Die Heilungsdauer eines Schlüsselbeinbruchs kann je nach Schwere der Verletzung und individuellen Faktoren variieren. Bei einer konservativen Behandlung dauert es in der Regel etwa sechs bis acht Wochen, bis der Knochen ausreichend verheilt ist. Nach einer operativen Behandlung kann der Heilungsprozess etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, da der Knochen Zeit braucht, um mit den Implantaten zu verwachsen. Die vollständige Wiederherstellung der Funktionalität kann auch mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Wann kann ich, nach erfolgter Schlüsselbeinbruch-OP, wieder Sport machen? Die Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten nach einer Operation des Schlüsselbeins hängt von verschiedenen Faktoren wie der Art des Bruchs und dem individuellen Heilungsverlauf ab. In der Regel dauert es mehrere Wochen bis Monate, bis der Knochen stabil genug ist, um wieder belastet werden zu können.

Um nach einem Schlüsselbeinbruch wieder Auto fahren zu dürfen, muss die Heilung vollständig abgeschlossen und die Belastbarkeit beider Arme gewährleistet sein. Die Beweglichkeit der Arme darf nicht durch Schmerzen oder Verbände zur Ruhigstellung eingeschränkt sein. Nach einer konservativen Behandlung ist dies meist erst nach 6 Wochen der Fall. Wurde das gebrochene Schlüsselbein operativ versorgt, dürfen Patienten häufig früher wieder ans Steuer.

Komplikationen

Mögliche Komplikationen sind vor allem:

  • Akute Komplikationen
    • Nervenschäden
    • Gefäßschäden
    • Luft zwischen Lunge und Brustwand (Pneumothorax)
  • Übermäßiges Wachstum von Narbengewebe (Kallus) mit sichtbarer Auftreibung der Klavikula
  • Pseudarthrose
    • In einigen Fällen besteht bei der konservativen Behandlung ein erhöhtes Risiko einer Pseudarthrose. Dies betrifft vor allem Frauen, Personen, die rauchen, sowie ältere Personen.

Komplikationen nach der Schlüsselbeinbruch-OP sind selten. Mögliche Risiken sind Entzündungen, Wundheilungsstörungen, Infektionen, Verletzungen von Gefäßen und Nerven und Gefühlsstörungen. Darüber hinaus kann das Implantat brechen oder sich verschieben. Es kann auch sein, dass der Schlüsselbeinbruch trotz OP nicht gut ausheilt, weil das Schlüsselbein nicht so gut durchblutet ist wie andere Knochen im Körper. In diesem Fall können wir mit Knochenmaterial aus dem Beckenkamm des Patienten versuchen, den Bruch doch noch zu stabilisieren.

Bei dem Schlüsselbeinbruch handelt es sich in der Regel um eine sehr gut verheilende Verletzung, die nur selten mit Komplikationen oder Folgeschäden einhergeht. Dennoch ist es wichtig über diese Bescheid zu wissen, damit sie frühzeitig entdeckt und behandelt werden können. Im Rahmen des Regenerationsprozesses kann es gelegentlich zu Verzögerungen oder einer Störung der Knochenheilung kommen. Ein weiterer Aspekt hierbei ist die Ausbildung einer sogenannten Pseudarthrose, wobei die Knochenstücke des Schlüsselbeins nicht wieder zusammenwachsen, sondern eine Art falsches Gelenk ausbilden. Um dies zu vermeiden erfolgen regelmäßige Verlaufskontrollen mit der Anfertigung eines Röntgenbildes. Bei unzureichender Schienung kann es auch zu einem erneuten Verschieben der Knochenstücke zueinander kommen. Bei einer unzureichenden Knochenheilung schließt sich entsprechend eine gewisse Instabilität und eingeschränkte Beweglichkeit in der Schulter an. die Verletzung von umliegenden Nerven oder Gefäßen.

Tipps zur Heilungsförderung

Die Heilung eines gebrochenen Schlüsselbeins kann durch verschiedene Maßnahmen unterstützt werden. Der Einsatz einer Armschlinge oder eines Brustkorsetts zur Stabilisierung fördert die richtige Ausrichtung des Knochens. Eine frühzeitige physiotherapeutische Behandlung kann die Beweglichkeit verbessern und die Durchblutung fördern. Die ärztlich verordnete Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten kann Schwellungen reduzieren und den Heilungsprozess beschleunigen. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Kalzium und Eiweiß fördert die Knochenregeneration.

Die Heilung nach einem Schlüsselbeinbruch lässt sich leider nicht beschleunigen. Sie können Ihren Körper aber unterstützen, indem Sie sich schonen und die Ruhigstellung der betroffenen Schulter konsequent einhalten. Auf diese Weise vermeiden Sie Heilungsverzögerungen. Außerdem sollten Sie auf Rauchen verzichten, da Nikotin die Knochenheilung verschlechtert. Bereits ein Rauchstopp einen Monat vor der Operation wirkt sich positiv auf das Operationsergebnis aus.

Schlafen mit einem Schlüsselbeinbruch

Das Schlafen mit einem Schlüsselbeinbruch kann aufgrund der Schmerzen und der eingeschränkten Beweglichkeit des Arms eine Herausforderung darstellen. Es wird empfohlen, eine bequeme Schlafposition zu finden, die den gebrochenen Bereich entlastet. Dies kann das Schlafen auf der gegenüberliegenden Seite oder auf dem Rücken bedeuten. Die Verwendung von Kissen zur Unterstützung des Arms und des Oberkörpers kann ebenfalls dazu beitragen, den Druck auf das Schlüsselbein zu verringern und eine bequeme Schlafposition zu finden.

Für die meisten Betroffenen ist das Schlafen auf dem Rücken am besten, da das Liegen auf der betroffenen Seite stark schmerzhaft ist und das Liegen auf der anderen Seite dazu führt, dass die Schulter der betroffenen Seite häufig nach vorne kippt. Die Rückenposition kann durch eine leichte Erhöhung des Oberkörpers zusätzlich unterstützt und das betroffene Schlüsselbein durch das Ablegen des Arms auf einem Kissen entlastet werden. Am wichtigsten ist allerdings, dass in der genutzten Schlafposition keine Schulterschmerzen bestehen, was sich individuell stark unterscheiden kann. Des Weiteren besteht die Möglichkeit auch während der Nacht eine Schlinge oder einen Verband zur Ruhigstellung zu tragen.

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