Kopfschmerzen sind lästig und unerwünscht, besonders wenn man sich mit einer Shisha entspannen möchte. Es ist eine Tatsache, dass Shishas Kopfschmerzen verursachen können, wenn man es falsch angeht. Viele, die regelmäßig Wasserpfeife rauchen, kennen das Phänomen: Ein Brummschädel während oder nach dem Shisha-Rauchen. Es gibt verschiedene Ursachen hierfür, die in diesem Artikel beleuchtet werden, um ein angenehmeres Raucherlebnis zu ermöglichen.
Ursachen von Kopfschmerzen beim Shisha-Rauchen
Kohlenmonoxidvergiftung
Einer der häufigsten Gründe für Kopfschmerzen beim Shisha-Rauchen ist Kohlenmonoxid. Bei der Verbrennung von Kohle, insbesondere Naturkohle, entsteht Kohlenmonoxid. Dieses Gas bindet sich im Körper an Hämoglobin, den Farbstoff der roten Blutkörperchen, und blockiert dadurch die Sauerstoffaufnahme. Dies führt zu Sauerstoffmangel in den Organen und kann Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit verursachen.
Dehydration
Beim Shisha-Rauchen verliert der Körper Flüssigkeit. E-Liquids bestehen zu einem Großteil aus hygroskopischen Substanzen (PG/VG), das sind Stoffe, die Feuchtigkeit chemisch binden können. Daher kann der Konsum von E-Zigaretten zu einer Dehydrierung führen. Diese Dehydration kann ebenfalls Kopfschmerzen auslösen. Es ist daher wichtig, ausreichend Wasser zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Nikotin
Ein übermäßiger Nikotinkonsum kann ebenfalls Kopfschmerzen verursachen. Nikotin beeinflusst den Blutdruck, indem es die Blutgefäße verengt (Vasokonstriktion). Diese Verengung erhöht den Widerstand und somit den Blutdruck, was die Durchblutung des Gewebes verringert und Kopfschmerzen begünstigen kann. Die individuelle Nikotinstärke spielt ebenfalls eine Rolle, da sowohl ein zu hoher als auch ein zu niedriger Nikotingehalt im Liquid Kopfschmerzen verursachen kann.
Niedriger Blutzuckerspiegel
Ein niedriger Blutzuckerspiegel, beispielsweise wenn man vor dem Rauchen nichts gegessen hat, kann ebenfalls Kopfschmerzen verursachen. Es ist ratsam, vor dem Shisha-Rauchen eine Mahlzeit zu sich zu nehmen oder zwischendurch Datteln oder Traubenzucker zu konsumieren, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
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Aromastoffe und Zusatzstoffe
Auch die in Shisha-Mischungen enthaltenen Aromastoffe und Zusatzstoffe können Kopfschmerzen auslösen. Einige Aromastoffe können beim Erhitzen gesundheitsschädliche Substanzen freisetzen. Zudem können Kleinstpartikel durch das Verschwelen entstehen und eingeatmet werden, was ebenfalls zu Beschwerden führen kann.
Maßnahmen zur Vermeidung von Kopfschmerzen
Gute Belüftung
Es ist ratsam, die Shisha in einem gut belüfteten Raum zu rauchen, um die Kohlenmonoxidkonzentration zu reduzieren. Bei gutem Wetter empfiehlt es sich, die Shisha auf dem Balkon oder der Terrasse zu rauchen. Shisha-Bars verfügen in der Regel über gute Belüftungsanlagen, was das Risiko von Kopfschmerzen verringert.
Ausreichend Flüssigkeitszufuhr
Während des Shisha-Rauchens sollte man regelmäßig Wasser trinken, um einer Dehydration vorzubeugen. Dies hilft, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und Kopfschmerzen zu vermeiden.
Nikotinkontrolle
Achte darauf, wie viel Nikotin du konsumierst. Wenn du empfindlich auf Nikotin reagierst, wähle tabakfreie Alternativen oder reduziere die Menge.
Blutzuckerspiegel stabilisieren
Vor dem Rauchen essen: Achte darauf, dass du auf jeden Fall eine Mahlzeit zu dir nimmst. Gerne kannst du zwischendurch auch eine Dattel essen oder, für die, die es moderner mögen, etwas Traubenzucker zu dir nehmen. Das hilft, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und verhindert Kopfschmerzen.
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Angenehme Atmosphäre schaffen
Eine entspannende Umgebung kann dazu beitragen Kopfschmerzen zu vermeiden.
Was tun bei bereits aufgetretenen Kopfschmerzen?
Wenn bereits Kopfschmerzen aufgetreten sind, sollte man das Rauchen unterbrechen, die Kohle löschen und an die frische Luft gehen. Es kann auch helfen, den Raum oder die Wohnung gründlich zu lüften. In den meisten Fällen reichen diese Maßnahmen aus, um die Beschwerden zu lindern.
Die Gefahren von Shisha-Rauchen
Kohlenmonoxidvergiftung
Die Uni-Klinik Düsseldorf warnt vor der Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftungen durch Shisha-Rauchen. Die frühen Anzeichen einer Vergiftung sind Müdigkeit, Benommenheit, Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen. Da Kohlenmonoxid farb-, geruch- und geschmacklos ist, wird die Vergiftung oft nicht rechtzeitig erkannt und fälschlicherweise auf den Tabak zurückgeführt. Im schlimmsten Fall kann eine Kohlenmonoxidvergiftung zu Bewusstlosigkeit, Hirnschäden oder sogar zum Tod führen.
Gesundheitsschädliche Substanzen
Laut Recherchen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. sind in Shisha-Mischungen mindestens 82 schädliche Substanzen enthalten, darunter 27, die Krebs erzeugen oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Obwohl oft das Gerücht kursiert, dass der Shisha-Rauch durch das Wasser gefiltert werde, findet in Wahrheit keinerlei Filterung statt. Durch das Abkühlen der Rauchprodukte wird der Rauch tiefer eingeatmet, wodurch die Schadstoffe tiefer in die Lunge gelangen.
Suchtgefahr
Shisha-Rauchen kann, wie das Rauchen von Zigaretten, süchtig machen. Nikotin ist ein gefährlicher Suchtstoff mit einem ähnlich hohen Suchtcharakter wie Heroin. Der Konsum löst ein Wohlgefühl aus, das Belohnungszentrum im Gehirn wird stimuliert und es findet eine klassische Konditionierung statt. Je häufiger und je länger Shisha geraucht wird, desto stärker ist die Wahrscheinlichkeit, dass man abhängig wird.
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Über die Kapillaren in der Lunge gelangen winzige Schadstoffpartikel in den Körperkreislauf, wo sie langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen können. Das Shisha-Rauchen kann ebenso wie das Rauchen gewöhnlicher Zigaretten das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Raucherbein erhöhen.
Shisha ohne Tabak: Eine gesunde Alternative?
Es gibt tabakfreie Shisha-Mischungen, Shisha-Pasten und Shiazo-Steine, die als weniger ungesund gelten. Tabak ist zwar das gefährlichste am Shisha-Rauchen, jedoch ist auch der Konsum tabakfreier Produkte nicht risikofrei. Einige Aromastoffe können beim Erhitzen gesundheitsschädliche Substanzen freisetzen. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Gefahr einer Kohlenmonoxid-Vergiftung.
Rechtliche Aspekte und Aufklärung
Der Gesetzgeber in Deutschland hat bereits Maßnahmen ergriffen, um den Genuss aromatisierten Tabaks durch Jugendliche einzuschränken. Ab Mai 2024 sind weitere Einschränkungen der Werbemöglichkeiten durch aufklärende bzw. abschreckende Texte und Bilder vorgesehen. Es besteht jedoch weiterhin eine Regelungslücke im Jugendschutzgesetz, was die Abgabe kohlebetriebener Wasserpfeifen mit Kräutern oder aromatisierten nikotinfreien Shiazo-Dampfsteinen an und das Gestatten des Konsums derselben durch Kinder und Jugendliche betrifft.