Migräne kann den Alltag erheblich beeinträchtigen. Glücklicherweise gibt es zahlreiche natürliche Hausmittel und nicht-medikamentöse Maßnahmen, die helfen können, die Beschwerden zu lindern und die Häufigkeit von Anfällen zu reduzieren. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über bewährte Methoden, von einfachen Hausmitteln bis hin zu vorbeugenden Maßnahmen, um Migräne auf natürliche Weise zu behandeln.
Leichte Kopfschmerzen und ihre Ursachen
Leichte Kopfschmerzen können das Wohlbefinden und die Konzentration beeinträchtigen, auch wenn sie den Tagesablauf nicht stark einschränken. Sie sind oft ein Warnsignal des Körpers, das auf Stress, Dehydration oder einen unausgewogenen Koffeinkonsum hinweist. Plötzlich auftretende, starke Kopfschmerzen, die neuartig sind, sollten jedoch ärztlich abgeklärt werden.
Akute Migräne-Anfälle lindern
Wenn sich ein Migräne-Anfall ankündigt, ist es ratsam, sich an einen dunklen und ruhigen Ort zurückzuziehen. Hier sind einige Hausmittel, die bei akuten Anfällen Linderung verschaffen können:
Flüssigkeitszufuhr
Eines der einfachsten und effektivsten Hausmittel gegen Kopfschmerzen und Migräne ist ausreichendes Trinken. Studien haben gezeigt, dass Dehydration Migräneschmerzen verstärken kann. Es wird empfohlen, mindestens zwei Liter Wasser pro Tag zu trinken. Kräutertees wie Weidenrinde, Wacholder oder Ingwer können ebenfalls zur Linderung beitragen.
Koffein
Koffein, das in Kaffee und einigen Teesorten enthalten ist, kann bei manchen Menschen Kopfschmerzen lindern. Es regt die Freisetzung des schmerzlindernden Hormons Noradrenalin an. Ein Espresso mit dem Saft einer halben Zitrone kann ebenfalls helfen, da die Zitrone die Schmerzhemmung des Körpers fördert und Vitamin C liefert. Allerdings sollte man Koffein in Maßen genießen, da ein übermäßiger Konsum paradoxerweise Kopfschmerzen auslösen kann.
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Ätherische Öle
Ätherische Öle, insbesondere Pfefferminzöl und Lavendelöl, werden traditionell zur Linderung von Kopfschmerzen eingesetzt. Pfefferminzöl enthält Menthol und Menthon, die für einen kühlenden und erfrischenden Effekt sorgen. Eine zehnprozentige Lösung, auf Stirn und Schläfen aufgetragen, kann Spannungskopfschmerzen und Migräne lindern. Lavendelöl wirkt entspannend und kann helfen, Kopfschmerzen in der Anfangsphase zu bekämpfen. Ein Tropfen Lavendelöl auf die Oberlippe oder einige Tropfen im Badewasser können zur Entspannung beitragen.
Wärme- und Kälteanwendungen
Wärme- und Kälteanwendungen können je nach Art der Kopfschmerzen Linderung verschaffen. Bei Spannungskopfschmerzen helfen oft Wärmekissen, Wärmepflaster oder warme Bäder, da die Wärme die Durchblutung in den verspannten Muskeln fördert. Bei Migräneattacken, die oft mit einer Erweiterung der Blutgefäße in der Schläfenregion einhergehen, kann ein Kühlpack oder Pfefferminzöl für eine lokale Kühlung sorgen.
Tee gegen Migräne
Bestimmte Heilpflanzentees können bei Migräne unterstützend wirken:
- Schlüsselblumentee: In der Volksmedizin wird Schlüsselblumentee eine gute Wirkung bei Migräne zugesprochen.
- Ingwertee: Kann Übelkeit und Erbrechen lindern, die oft mit Migräne einhergehen.
- Weidenrindentee: Hilft bei Kopfschmerzen und Migräne aufgrund der enthaltenen Salicylate, die schmerzlindernd wirken.
Ernährung bei Migräne
Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung und Linderung von Migräne. Es ist wichtig, individuelle Triggerfaktoren zu identifizieren und zu meiden.
Migräne-Tagebuch
Ein Migräne-Tagebuch kann helfen, persönliche Triggerfaktoren wie bestimmte Nahrungsmittel, ausgelassene Mahlzeiten oder Stress zu identifizieren.
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Allgemeine Ernährungstipps
- Regelmäßige Mahlzeiten: Unregelmäßige Mahlzeiten können zu Blutzuckerschwankungen führen, die Migräne auslösen können.
- Ausreichend Flüssigkeit: Dehydration kann Kopfschmerzen verstärken.
- Vermeidung von Trigger-Nahrungsmitteln: Dazu können Alkohol, Koffein, gereifte Käsesorten, verarbeitete Lebensmittel und künstliche Süßstoffe gehören.
Magnesium
Eine ausreichende Magnesiumzufuhr kann bei Migräne hilfreich sein, insbesondere bei menstruationsbedingter Migräne. Magnesium spielt eine Rolle bei der Muskelkontraktion und kann helfen, die Blutgefäße zu entspannen. Frauen sollten täglich 300 mg und Männer 350 mg Magnesium zu sich nehmen.
Vorbeugende Maßnahmen
Neben der Behandlung akuter Anfälle gibt es verschiedene Maßnahmen, die helfen können, die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren.
Nicht-medikamentöse Verfahren
- Sport und Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität, insbesondere Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren, kann helfen, Migräne vorzubeugen.
- Entspannungstechniken: Entspannungsverfahren wie progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training oder Meditation können helfen, Stress abzubauen und Migräneattacken vorzubeugen.
- Verhaltenstherapie: Eine kognitive Verhaltenstherapie kann helfen, ungünstige Denkmuster und Verhaltensweisen zu ändern, die zu Stress und Migräne beitragen können.
- Biofeedback: Diese Methode hilft, Körperfunktionen wie Muskelspannung und Herzfrequenz bewusst wahrzunehmen und zu beeinflussen, um Stress abzubauen und Migräne vorzubeugen.
- Akupunktur: Einige Studien deuten darauf hin, dass Akupunktur bei der Vorbeugung von Migräne wirksam sein kann.
Medikamentöse Vorbeugung
Eine medikamentöse Migräneprophylaxe kann in Betracht gezogen werden, wenn die Migräne die Lebensqualität stark beeinträchtigt oder die Gefahr eines übermäßigen Medikamentengebrauchs besteht. Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die zur Vorbeugung eingesetzt werden können, darunter Betablocker, Kalziumkanalblocker, Antikonvulsiva und Antidepressiva. Injektionen mit Onabotulinumtoxin A (Botox) können bei chronischer Migräne vorbeugend wirken. Monoklonale Antikörper, die als "Anti-Migräne-Spritzen" verfügbar sind, sind eine weitere Option, wenn andere Medikamente nicht ausreichend helfen oder nicht vertragen werden.
Pflanzliche Präparate
Einige pflanzliche Präparate, wie Pestwurzextrakt und Mutterkrautextrakt, wurden auf ihre Wirksamkeit bei der Migräneprophylaxe untersucht. Allerdings ist die Studienlage nicht eindeutig, und einige Präparate können Nebenwirkungen haben.
Hausmittel gegen Kopfschmerzen und Migräne
Viele Menschen greifen bei Kopfschmerzen schnell zu Schmerztabletten. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Hausmitteln, die effektiv zur Linderung von Kopfschmerzen eingesetzt werden können, ohne die Risiken von Nebenwirkungen.
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Mit Wasser Kopfschmerzen lindern
Schon Pfarrer Kneipp wusste um die heilsame Wirkung des Wassers. Wasseranwendungen haben sich in der Naturheilkunde bei Kopfschmerzen schon lange bewährt. Je nach individueller Vorliebe und Ursache des Kopfschmerzes helfen warme Vollbäder, kalt-warme Teilbäder von Armen und Füßen oder auch ein kühler Guss in den Nacken.
Vollbad gegen stressbedingte Kopfschmerzen
Allein der Gedanke an eine Badewanne mit schaumgekröntem Wasser löst bei den meisten Menschen angenehme Gefühle aus. Gibt man noch entspannende Badezusätze wie Lavendel oder Melisse hinzu, lassen insbesondere stressbedingte Kopfschmerzen rasch nach. Auch Rosmarin im Badewasser kann helfen, die Schmerzen zu lindern. Das Küchenkraut fördert die Durchblutung und löst Muskelverspannungen. Das Badewasser sollte dabei etwa 38 Grad Celsius haben und die Badezeit etwa 15, maximal 20 Minuten, betragen.
Wechselwarme Teilbäder
Wechselwarme Teilbäder helfen unter anderem gut gegen Kopfschmerzen, die durch Verspannungen oder mangelnde Durchblutung verursacht sind. Für Teilbäder benötigen Sie zwei Gefäße, die groß genug für Arme oder Füße sind.
Füllen Sie ein Behältnis mit 38 Grad warmem und das andere mit 18 Grad kaltem Wasser. Für Fußbäder sollte das Wasser bis knapp unter die Kniescheibe reichen, für Armbäder bis kurz über die Ellenbogen.
Halten Sie zunächst die Arme oder Füße für 3 bis 5 Minuten in das Gefäß mit warmem Wasser, anschließend geht es für 5 bis 10 Sekunden ins kalte Nass. Wiederholen Sie das dreimal hintereinander.
Anschließend Hände und Füße nicht trockenrubbeln. Streifen Sie das Wasser leicht mit den Händen oder einem Tuch ab. Dann ab in warme Socken und einmal durch die Wohnung laufen - jetzt ist die Durchblutung optimal angeregt. Für die Hände eignen sich Wollhandschuhe.
Nackenguss gegen Kopfschmerzen im Hinterkopf
Ein kalter Guss in den Nacken erhöht die Durchblutung des Gehirns und lindert insbesondere Schmerzen im Hinterkopf. Zunächst einmal verengen sich die Blutgefäße durch den Kältereiz. Reflexartig stellt der Körper die Gefäße jedoch in Sekundenschnelle weit, um die Durchblutung des Gehirns zu erhöhen. Selbst kleinste Nerven in Gehirn und Rückenmark werden nun wieder mit ausreichend Blut und Sauerstoff versorgt. Häufig verschwinden dadurch Nacken- und Kopfschmerzen.
Wohlige Wärme im Nacken gegen Kopfschmerzen
Wärme im Nackenbereich wird bei Kopfschmerzen üblicherweise als angenehm empfunden. Geeignete Wärmespender sind Körner-, Heu- oder Kräuterkissen zum Erwärmen sowie warme bzw. heiße Kompressen aus der Apotheke. Auch ein Haartrockner kann helfen, Kopfschmerzen zu verringern. Durch die Nackenwärme weiten sich die gehirnversorgenden Blutgefäße und die Kopfdurchblutung verbessert sich, die Blutversorgung steigt und Kopfschmerzen lassen nach.
Kältereize gegen Migräne und Clusterkopfschmerzen
Bei einigen Kopfschmerzformen kann Wärme die Beschwerden jedoch verschlimmern. Da sind eher Kälteanwendungen von Nutzen.
Eistücher bei Migräne
Insbesondere bei Migräne und dem sogenannten Clusterkopfschmerz wird Kälte oftmals hilfreicher als Wärme empfunden. Legen Sie einfach eine spezielle Kältekompresse aus der Apotheke oder dem Sanitätshaus in den Nacken oder versuchen Sie es mit einem Eistuch. Das Eistuch präparieren Sie einfach selbst:
Setzen Sie zunächst eine Salzlösung aus 1 Liter kaltem Wasser, einem Schuss einfachen Haushalts-Essig (keine Essigessenz) und einem guten Esslöffel Kochsalz an.
Legen Sie zwei Tücher aus Baumwolle oder Frottee bereit.
Tauchen Sie nun ein Tuch in die Lösung und wringen Sie es anschließend aus. Danach legen Sie es für etwa 20 Minuten ins Gefrierfach. Kurz bevor die 20 Minuten um sind, wiederholen Sie den Vorgang mit dem 2. Tuch. Im Austausch mit dem kalten Tuch kommt das andere in die Kühlung.
Legen Sie das kalte Tuch in den Nacken. Sobald es Körperwärme annimmt (etwa nach 20 Minuten) nehmen Sie das 2. Tuch aus der Kühlung und legen sich dieses in den Nacken. Oft sind die Kopfschmerzen verschwunden, wenn beide Tücher einmal verwendet sind.
Trinken gegen Kopfschmerzen
Es klingt fast zu einfach: Manchmal helfen schon ein paar Schluck Flüssigkeit gegen Kopfschmerzen. Häufig entstehen Kopfschmerzen, wenn wir zu wenig getrunken haben. Das ist auch plausibel. Durch den Flüssigkeitsmangel verdickt das Blut und die Sauerstoff-Versorgung der kleinsten Hirnnerven gerät in Gefahr. Werden die Nerven nicht mehr ausreichend versorgt folgen Kopfschmerzen. Trinken Sie daher möglichst 2 Liter Flüssigkeit pro Tag. Geeignete Durstlöscher sind magnesiumreiches Mineralwasser und Kräutertee.
Kräutertees gegen Kopfschmerzen
Eine Tasse frisch gebrühter Tee mit ausgesuchten Kräutern kann bei beginnenden oder akuten Kopfschmerzen Linderung verschaffen. Zu Beginn von aufziehenden Kopfschmerzen eignen sich Wacholderbeeren, um den Schmerz gar nicht erst richtig durchbrechen zu lassen. Übergießen Sie 1 Teelöffel getrocknete Wacholderbeeren mit 150 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken.
Auch getrocknete Hibiskusblütenblätter können einen Anflug von Kopfschmerzen stoppen. Hierfür übergießen Sie die Blüten mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser. Anschließend 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und in kleinen Schlucken trinken.
Konnten Sie die Kopfschmerzen nicht rechtzeitig aufhalten, helfen Rosenblütenblätter, den Schmerz schneller abklingen zu lassen. Die ätherischen Öle wirken entspannend und entkrampfend. Übergießen Sie 1 Teelöffel getrocknete Rosenblüten oder 1 Handvoll frische (nicht gespritzte) Blütenblätter mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und Schluck für Schluck langsam genießen.
Weitere geeignete Heilkräuter für Teezubereitungen bei Kopfschmerzen sind Weidenrinde, Melisse, Mädesüß, Lindenblüten, Rosmarin, Petersilie, Kümmel, Pestwurz, Holunder, Lavendel, Waldmeister, Schafgarbe und Schlüsselblume.
Beachten Sie dabei, dass Wurzeln, Rinde und harte Stiele/Blätter mit kochendem Wasser überbrüht werden. Feine Blüten und Blätter gießen Sie bitte mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser, auf. So entfalten die ätherischen Öle und andere Inhaltsstoffe der Heilpflanzen ihre Wirkung am besten. Und das ist gar nicht so verwunderlich. Koffein ist ein beliebter Wirkstoff in Kopfschmerztabletten. Das hat folgenden Grund: Koffein hemmt die Bildung eines Enzyms, das für die Freisetzung der sogenannten Prostaglandine verantwortlich ist. Prostaglandine sind Botenstoffe und vermitteln unter anderem Schmerzen. Wird die Freisetzung von Prostaglandinen blockiert, nehmen wir Schmerz vermindert und weniger stark wahr. Der Zitronensaft regt die Durchblutung an und unterstützt so die körpereigene Schmerzminderung.
Gewürze gegen Kopfschmerzen: Ingwer, Vanille und Zimt
Ingwer findet sich heute in fast jeder Küche. Auch in der Medizin, insbesondere bei Übelkeit und in der Reisemedizin, hat sich die Wurzel fest etabliert. Weniger bekannt ist, dass die scharfe Knolle auch bei Kopfschmerzen hilft. Diese Wirkung verdankt der Ingwer entzündungshemmenden, entspannenden und schmerzstillenden Inhaltsstoffen.
Bei akutem Kopfweh können Sie einfach eine Scheibe geschälten Ingwers kauen.
Wenn Ihnen das zu scharf ist, helfen auch geriebener Ingwer mit Orangensaft oder Ingwertee mit Honig. Für den Tee zerkleinern Sie ein kleinfingerkuppen-großes Stück Ingwer grob und übergießen es mit 150 ml kochendem Wasser, 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und nach Belieben mit etwas Honig gesüßt trinken.
Ingwer können Sie auch als Ingwerpaste auf die Stirn auftragen. Das hilft insbesondere, wenn Kopfschmerzen bei einem Schnupfen oder einer Nasennebenhöhlenentzündung auftreten. Zur Herstellung der Ingwerpaste reiben Sie einen Teelöffel frischen Ingwer und vermischen ihn mit 1 bis 2 gemahlenen Nelken (oder einer Messerspitze Nelkenpulver). Diese Paste tragen Sie auf die Stirn auf und lassen sie etwa 15 Minuten einwirken. Mit lauwarmen Wasser abwaschen und anschließend noch einmal 10 bis 15 Minuten ruhen. Eine gerötete Stirn ist danach ganz normal und kein Grund zur Besorgnis. Vielmehr sehen Sie so das Ergebnis der gesteigerten Durchblutung, die den Kopfschmerz lindern sollte.
Vanille gegen Kopfschmerzen: Schon die alten Ägypter erkannten, dass Vanille Kopfschmerzen lindern kann - und zwar dreimal stärker als die üblicherweise verwendete Heilpflanze Kurkuma (Gelbwurz). Was damals nicht erklärt werden konnte, wissen wir heute. Natürliche Vanille enthält Eugenol, ein ätherisches Öl, dem tatsächlich eine schmerzlindernde und blutgefäßerweiternde Wirkung nachgesagt wird. Gegen Kopfschmerzen können Sie natürliches Vanilleöl ohne Zusatzstoffe in Duftlampen erwärmen und mit der Raumluft einatmen (nicht in der Nähe von Babys oder Kleinkindern). Oder aber Sie mischen 1 Teelöffel natürliches Vanilleextrakt mit einem Glas (200 ml) Wasser und trinken diese Mischung langsam und in kleinen Schlucken.
Zimt: Eine Zimtbrei-Auflage auf der Stirn wird von vielen Kopfschmerzpatienten als angenehm empfunden. Vermischen Sie dafür 1 Teelöffel naturreinen gemahlenen Zimt ohne Zusatzstoffe mit etwas Wasser so, dass eine breiige, weiche Masse entsteht. Diese streichen Sie im Liegen auf die Stirn. 15 Minuten einwirken lassen, danach abwaschen. Bei den meisten Menschen lassen die Kopfschmerzen durch die entspannende und kühlende Wirkung der Zimtbrei-Auflage deutlich nach.
Natürliches Pfefferminzöl
Natürliches Pfefferminzöl hilft vor allem bei Spannungskopfschmerzen. Massieren Sie dafür naturreines Öl über beide Schläfen und auf der Stirn in kreisenden Bewegungen etwa 2 bis 3 Minuten leicht ein (keinesfalls für Babys und Kleinkinder geeignet). So werden weniger Schmerzsignale in das Gehirn weitergeleitet. Und Kopfschmerzen weniger stark wahrgenommen.
Akupressur gegen Kopfschmerzen
Akupressur ist eine Art Druckmassage, die mit den Fingerspitzen ausgeführt wird. Über Akupunkturpunkte soll ein etwaiger negativer Energiefluss ausgeglichen werden. Bei Kopfschmerzen im Stirnbereich beispielsweise kann der Punkt Hsi-san helfen. Er liegt jeweils links und rechts der Schläfe etwa einen Fingerbreit neben der Augenbraue. Lassen Sie gleichzeitig Ihre Finger mit leichtem Druck um beide Punkte etwa 1 bis 3 Minuten kreisen. Die Augen bitte zuvor schließen. Weitere typische Akupressurpunkte gegen Kopfschmerzen befinden sich in der Mitte des Nasenrückens und am höchsten Punkt der rechten und linken Augenbraue.
Bei akuten Kopfschmerzen pressen Sie mit Ihrem Daumen und Zeigefinger für etwa 30 Sekunden die Mitte des Nasenrückens. Die beiden Schmerzpunkte über den Brauen massieren Sie bitte 1 bis 3 Minuten mit sanftem Druck in leicht kreisenden Bewegungen. Bei seitlichen und einseitigen Kopfschmerzen kann eine Ohrläppchen-Akupressur helfen, die Schmerzen zu vertreiben. Massieren Sie dafür ein oder beide Ohrläppchen (je nach einseitigem oder beidseitigem Kopfschmerz) mittelkräftig zwischen Daumen und Zeigefinger. Unterstützend können Sie auch leicht in die Vertiefung hinter dem Ohr drücken.
Entspannungsmethoden
Nicht selten haben Kopfschmerzen spannungsbedingte Ursachen. Dabei ist es egal, ob wir emotional angespannt sind oder sich die Muskulatur durch eine Körperfehlhaltung verspannt hat. Mit bewussten Entspannungsverfahren lösen sich Verspannungen und Kopfschmerzen verschwinden. Geeignete Methoden sind Autogenes Training, Biofeedback, Fantasiereisen, Pilates, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Qigong oder Yoga. Entsprechende Kurse werden unter anderem von Krankenkassen, Volkshochschulen oder Sportvereinen bzw. Fitnesscentern angeboten.
Gesichtsgymnastik - Grimassen gegen Kopfschmerzen
Diese Form der Selbsthilfe sollten Sie vielleicht eher anwenden, wenn Sie alleine sind. Im Büro beispielsweise könnte Grimassieren leicht befremdlich wirken. Ansonsten aber ist Gesichtsgymnastik eine wirksame Hilfe, wenn sich Kopfweh ankündigt. Dafür zerknautschen Sie Ihr Gesicht in jede mögliche Richtung: Falten provozieren, Augen zukneifen oder aufreißen, Stirnrollen, Lippen gegeneinander pressen - alle Bewegungen sind erlaubt. Je vielfältiger und kreativer Sie sind, umso effektiver begegnen Sie der Schmerz-Anflutung. Welche Grimassen auch immer Sie schneiden: jeweils eine Gesichtspartie für etwa 5 bis 8 Sekunden anspannen und anschließend 5 Sekunden lockerlassen - das jeweils zehnmal wiederholen. Beginnen Sie oben an der Stirn, machen Sie mit den Augen weiter, dann Wangen, Ohren, Nase, Mund und Kinn sowie Hals und Nacken. Abschließend ziehen Sie noch die Schultern fest nach oben und lassen diese wieder fallen. Oft können Sie mit dieser Gesichtsakrobatik bewirken, dass sich Kopfschmerzen gar nicht erst festsetzen.
Sport und Bewegung
Insbesondere Menschen, die häufig Kopfschmerzen haben oder an Migräne leiden, sollten den lästigen Schmerzen schon vorbeugend etwas entgegensetzen. Mit regelmäßiger Bewegung und sportlicher Betätigung, möglichst an der frischen Luft, können Sie Kopfschmerzattacken verringern. Dafür reicht es aus, wenn Sie sich dreimal pro Woche für mindestens 30 Minuten aufs Rad schwingen, walken, joggen oder schwimmen. Damit beugen Sie übrigens nicht nur Kopfschmerzen vor, vielmehr profitiert der gesamte Organismus, insbesondere das Herz-Kreislaufsystem, von regelmäßiger Körperaktivität. Gesunde Menschen können langsam mit dem Training beginnen und Zeit sowie zurückgelegte Strecke stetig steigern. Bei Vorerkrankungen wie beispielsweise Herzschwäche, Diabetes, Adipositas, Osteoporose oder Bluthochdruck sollte vor Trainingsbeginn ein Arzt befragt werden. Mitunter müssen Medikamente angepasst oder umgestellt werden. Ebenso können Sie besprechen, welche Sportart für Sie am geeignetsten ist.
Das Leben genießen
Zum Schluss sei noch gesagt, dass auch ein genussvolles Leben Kopfschmerzen verhindern kann. Nehmen Sie sich öfter mal Zeit und lehnen Sie sich ab und an zurück. Geben Sie auf Ihren Körper acht und lassen Sie sich ab und an verwöhnen. Stecken Sie die Erwartungen an sich selbst nicht zu hoch und lassen auch mal Fünfe grade sein. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft gibt noch weitere Tipps, damit Kopfschmerzen gar nicht erst entstehen: Sagen Sie nicht immer…
Wann ärztlicher Rat erforderlich ist
Hausmittel und natürliche Maßnahmen können bei der Behandlung von Migräne sehr hilfreich sein. Wenn die Beschwerden jedoch über einen längeren Zeitraum bestehen, sich verschlimmern oder mit anderen Symptomen wie Fieber, Nackensteifigkeit oder neurologischen Ausfällen einhergehen, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.