Neurologische und psychiatrische Erkrankungen sind vielfältig in ihren Ursachen, Verläufen und Behandlungsmöglichkeiten. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend für den Therapieerfolg. In Rosenheim und Umgebung steht Ihnen eine kompetente Fachärztin für Neurologie zur Seite, die ein breites Untersuchungsspektrum mit modernen Geräten in angenehmer Atmosphäre und eine individuell angepasste, leitliniengerechte Therapie bietet. Wert wird auf eine menschliche und vertrauensvolle Begleitung der Patienten gelegt, wobei sich ausreichend Zeit genommen wird. Termine sollten stets vorher vereinbart werden, um eine optimale medizinische Versorgung und die Berücksichtigung individueller Bedürfnisse zu gewährleisten.
Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen
Die Praxis bietet Diagnostik und Akuttherapie aller Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems einschließlich neuromuskulärer Erkrankungen. Dazu gehören:
- Anfallserkrankungen (Epilepsie): Umfassende Diagnostik und individuelle Therapieplanung zur Kontrolle der Anfälle und Verbesserung der Lebensqualität.
- Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems: Behandlung von Meningitis (durch Viren und Bakterien) sowie Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose. Ziel ist es, die Entzündung zu reduzieren, Symptome zu lindern und den Krankheitsverlauf zu verlangsamen.
- Erkrankungen der peripheren Nerven (Polyneuropathien): Abklärung der Ursachen und Therapie zur Linderung von Schmerzen, Taubheitsgefühlen und Muskelschwäche.
- Hirntumorerkrankungen: Betreuung von Patienten mit Hirntumoren, einschließlich Chemotherapie bei malignen Geschwülsten. Die Therapieplanung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen.
- Muskelerkrankungen: Diagnostik und Therapie von Muskelerkrankungen wie Polymyositis und erblichen Formen. Ziel ist es, die Muskelfunktion zu erhalten und die Lebensqualität zu verbessern.
- Degenerative Hirnerkrankungen: Betreuung von Patienten mit degenerativen Hirnerkrankungen wie Demenz. Im Vordergrund stehen die Linderung von Symptomen und die Unterstützung der Angehörigen.
- Schlafmedizinische neurologische Erkrankungen: Diagnostik von Schlafstörungen wie Narkolepsie in Zusammenarbeit mit dem Schlaflabor der Medizinischen Klinik III.
Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt liegt auf Hirngefäßerkrankungen, insbesondere dem Schlaganfall.
Schlaganfallversorgung in Rosenheim
Die Neurologische Klinik am RoMed Klinikum Rosenheim betreibt eine moderne Schlaganfalleinheit mit Überwachungsbetten. Dort kann eine medikamentöse Auflösung eines Gefäßverschlusses beim akuten Schlaganfall (Thrombolyse) innerhalb von 4,5 Stunden nach Beginn der Symptome durchgeführt werden. Die Klinik ist seit 2003 Gründungsmitglied des Bayerischen Schlaganfallnetzwerkes TEMPiS.
In Bayern kommt es pro Jahr zu fast 30.000 Schlaganfällen. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und die häufigste Ursache für eine lebenslange körperliche Behinderung bei älteren Menschen. Bei der Behandlung des Schlaganfalls zählt jede Minute. Der gesamte Prozess der Frühbehandlung von Patienten mit akutem Schlaganfall ist absolut zeitkritisch. Deshalb ist es wichtig, die Zeit bis zur Aufnahme in der Klinik nach Möglichkeit zu verkürzen. Die Zusammenarbeit zwischen den Rettungsdiensten und den Kliniken ist dabei entscheidend. Zur Akutversorgung dieser Patienten wurden gemeinsame Standards beschlossen. Ein wesentlicher Teil bildet der Schlaganfallbogen Rosenheim, in dem niedergelegt ist, welche Informationen vom Rettungsdienst erhoben und sofort an die Kliniken weitergeleitet werden sollen. In dem Schlaganfallbogen sind auch Befunde niedergelegt, die dem Rettungsdienst ermöglichen, am Einsatzort einen Schlaganfall besser zu erkennen. Er kann dann sofort mit der nächstgelegenen Stroke Unit Kontakt aufnehmen und die notwendigen Informationen übermitteln.
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Logopädische Therapie bei neurologischen Erkrankungen
In der Logopädie werden Störungen der Sprache, des Sprechens, des Schluckens, des mimischen Ausdrucks sowie Stimmstörungen, die als Folge von akuten oder chronischen neurologischen Erkrankungen auftreten können, diagnostiziert und therapiert.
Im Vordergrund der Behandlung steht zu Beginn eine fundierte Diagnostik. Am Anfang der Therapie werden meist adaptive Verfahren angewandt. Das heißt es erfolgt die richtige Kosteinstellung (z. B. passierte Kost), das Andicken von Flüssigkeiten, Einsatz von Trinkhilfen usw., um ein Verschlucken zu vermeiden. Sehr wichtig bei der Nahrungsaufnahme ist eine korrekte Haltung (Sitzen mit aufrechtem Oberkörper). Die Therapiemethoden bei der Behandlung von Schluckstörungen (Dysphagien) richten sich nach dem Allgemeinzustand von Patienten. Je nach Zustand und Fähigkeit zur Mitarbeit werden verschiedene Therapiekonzepte angewandt: z.B. funktionelle Schlucktherapie (restituierende Verfahren, d.h. neuromuskuläre Voraussetzungen für physiologisches Schlucken schaffen, oder kompensatorische Methoden, d.h. Schlucktechniken erlernen); Facio-Orale-Trakt-Therapie (FOTT); Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF) und andere.
Aphasien (Sprachstörungen), Dysarthrien (Störungen der Sprechmotorik, häufig kombiniert mit Problemen der Stimmgebung und Atmung) stellen eine erhebliche Beeinträchtigung der Kommunikationsfähigkeit dar. Bei der Behandlung von Dysarthrien und Sprechapraxien werden Methoden zur Verbesserung der Verständlichkeit angewendet. Stimmstörungen werden unter Einbeziehung von Haltung, Tonus, Atmung, Phonation und Artikulation therapiert. Insbesondere nach akuten neurologischen Erkrankungen wie dem Schlaganfall sollte so früh wie möglich eine angepasste logopädische Therapie begonnen werden.
Physiotherapie und Ergotherapie in der Neurologie
Durch die gezielte und unverzüglich angewendete Physiotherapie können Krankheitsverläufe entscheidend zum Positiven beeinflusst werden. Die Therapeuten arbeiten auf den Grundlagen verschiedenster neurophysiologischer Behandlungskonzepte. Ziel ist die Anbahnung und Stimulation verloren gegangener Bewegungsmuster, die Regulierung der Muskelspannung, die Verbesserung der Koordination und des Gleichgewichtes, die Schmerzreduzierung und die Verbesserung von Kraft und Ausdauer, um die Fähigkeiten zu erhalten die Aufgaben des täglichen Lebens zu bewältigen.
Durch die Ergotherapie in der Akutneurologie soll die fehlende Selbstständigkeit wieder erreicht und vorhandene Fähigkeiten erhalten werden. Die Ergotherapeuten haben auch die Zusatzausbildung für Bobath-Therapie. Die Frühmobilisation beginnt bereits auf der Stroke Unit. Wenn der Allgemeinzustand der Patienten stabil ist, kommt ADL (Activities of Daily Living - Alltagskompetenz Training) zum Einsatz. Wesentliche handmotorische Funktionen, wie Feinmotorik, Koordination werden innerhalb der Therapie angebahnt und trainiert.
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Neurologische Ultraschalldiagnostik
Die neurologische Ultraschalldiagnostik arbeitet im Wesentlichen mit dem Dopplerprinzip. Es beruht auf der Reflexion von Ultraschallwellen an roten Blutkörperchen und macht damit den Blutfluss in den Arterien, die das Gehirn versorgen, sichtbar. Mit modernen Ultraschallgeräten lassen sich sowohl die Schlagadern außerhalb als auch innerhalb des Schädels direkt untersuchen. So lassen sich sowohl Gefäßverkalkungen durch Arteriosklerose als auch Gefäßeinengungen durch andere Ursachen sicher erkennen. Beim frischen Schlaganfall kann somit sofort erkannt werden, ob er durch eine Gefäßengstelle verursacht wurde. So kann frühzeitig eine gezielte Therapie eingeleitet werden. Da die Ultraschalluntersuchung völlig schmerzlos und ungefährlich ist, kann sie auch gut zu Kontrollen z. B. nach operativer Erweiterung einer Halsschlagader eingesetzt werden. Bei der Behandlung von arteriosklerotischen Einengungen der Halsschlagadern wird eng mit der Klinik für Allgemein-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Hauses zusammengearbeitet.
Elektroenzephalographie (EEG)
Schon im letzten Jahrhundert erkannte der Psychiater Hans Berger, dass das Gehirn elektrische Aktivität zeigt und dass man diese aufzeichnen kann. Er ist der Erfinder des EEG (= Elektro-Encephalo-Gramms). Die Aufzeichnung der Hirnströme erfolgt über Elektroden, die mit einem leitfähigen Gel an bestimmten Punkten der Kopfhaut angebracht werden.
Krampfpotentiale: Das sind typische EEG-Veränderungen bei Neigung zu epileptischen Anfällen. Hierin liegt die Hauptbedeutung der EEG-Diagnostik. Allerdings ist das EEG häufig zwischen den Krampfanfällen normal. Daher muss es ggf. mehrfach und unter Bedingungen, welche die Krampfbereitschaft erhöhen, wie z. B. Schlafentzug, durchgeführt werden.
Herdbefunde: Das sind Veränderungen der Hirnstromwellen, die v. a. bei Entzündungen oder Tumoren auftreten können.
Im EEG-Labor der Neurologischen Klinik werden die EEG-Ableitungen für die Patienten der Neurologischen Klinik und der Kinderklinik des Klinikums durchgeführt.
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Hirntumoren: Diagnostik und Therapie
Hirntumoren sind Geschwülste, die durch überschießendes Wachstum einer Zellart innerhalb des Gehirns entstehen. Die Symptome sind vielfältig und hängen von der betroffenen Hirnregion ab. Am häufigsten sind Kopfschmerzen, epileptische Anfälle und Wesensveränderungen. Zur Diagnose stehen bildgebende Verfahren (CT und MRT) im Vordergrund.
Während man umgangssprachlich ganz allgemein von "Hirntumoren" spricht, unterscheidet der Arzt zwischen hirneigenen Tumoren und Metastasen. Metastasen sind Tochtergeschwülste von Tumoren, deren primärer Herd außerhalb des Gehirns entstanden ist. Unter dem Begriff hirneigener Tumor versteht man dagegen eine Geschwulst, die aus entarteten Zellen des Hirngewebes entsteht. Die unterschiedlichen Hirntumoren unterscheiden sich untereinander bezüglich verschiedener Merkmale. Auch die Prognose der Tumorerkrankungen des Gehirns ist sehr unterschiedlich. Die neuropathologische Begutachtung einer Probe des Tumorgewebes unter dem Mikroskop hat die wichtige Funktion, den Tumortyp zu bestimmen. Dadurch kann dann eine Aussage über den gut- bzw. bösartigen Charakter des Tumors gemacht werden. Die verbreitetste Hirntumoreinteilung wurde ursprünglich von der Weltgesundheitsorganisation (WHO-Klassifikation) vorgeschlagen.
Am Anfang der Diagnostik steht immer die Anamnese und sowohl die allgemeine körperliche als auch die neurologische Untersuchung. Ferner kommt den bildgebenden Schnittbildverfahren (CT, MRT) eine herausragende Bedeutung zu.
Neurologische Untersuchung:
- Elektroencephalogramm (EEG)
- Evozierte Potentiale (AEP, VEP, SEP)
- Computertomogramm (CT)
- Magnetresonanztomographie (MRT)
Die Therapieplanung zur Behandlung eines Hirntumors erfordert die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Neurochirurgen, Strahlentherapeuten, Radiologen, Neurologen und Onkologen. Die Therapie wird durch die Art und den Grad der Bösartigkeit bestimmt. Wie bei anderen Tumorerkrankungen auch, zeichnet es sich ab, dass sich die besten Resultate durch eine Kombination verschiedener Behandlungsverfahren erzielen lassen. Neben der kurativen Therapie, also der Absicht, den Patienten völlig und auf Dauer von seinem Tumor zu heilen, gibt es noch einen palliativen Therapieansatz. Ist demnach eine Heilung nach heutigen Kenntnissen nicht möglich, kann eine weniger radikale Behandlung dennoch sinnvoll sein. Sie beabsichtigt, dem Patienten die Erkrankung zu erleichtern und das rasche Fortschreiten der Erkrankung, soweit wie möglich, einzudämmen. Auch die palliative Therapie erfordert die Zusammenarbeit verschiedener ärztlicher Disziplinen.
Maligne Gliome sind schnellwachsende Tumoren, die vom Hirngewebe selbst ausgehen. Auch wenn sie operativ soweit entfernt werden konnten, dass sie mit den üblichen Methoden nicht mehr darstellbar sind, muss ohne Nachbehandlung ein rasches Wiederauftreten befürchtet werden. Neben der Strahlentherapie konnte in großen Studien gezeigt werden, dass eine zusätzliche, dem Zustand des Patienten angepasste Chemotherapie die Behandlungsergebnisse verbessert. Durch sorgfältige und langfristige Überprüfung der Behandlungsergebnisse, Wirkungen und Nebenwirkungen nach wissenschaftlich international anerkannten Methoden soll die Behandlung auch weiterhin optimiert werden. Die Chemotherapie beginnt möglichst parallel zur Bestrahlung und wird zunächst für ein halbes Jahr mit regelmäßigen Nachuntersuchungen durchgeführt. Dann wird abhängig von der Nachuntersuchung das weitere Vorgehen festgelegt.
Zytostatika sind zellwachstumshemmende Substanzen. Sie nutzen den Unterschied zwischen rasch wachsenden Tumorzellen und den nur langsam wachsenden, gesunden Körperzellen aus. Da sich Tumorzellen in ihrem Stoffwechsel nicht grundsätzlich von gesunden Zellen unterscheiden, können die für Tumorzellen giftigen Substanzen auch für die normalen Körperzellen schädlich sein. Da es noch keine Substanzen gibt, die ausschließlich Tumorzellen schädigen, muss man bei allen Zytostatika mit einer Verschlechterung des Blutbildes (d. h. einer Abnahme der Anzahl der Blutzellen) rechnen. Dies bedingt eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte und kann (selten) eine Blutungsneigung zur Folge haben. Haarausfall ist häufig, aber nicht zwangsläufig und kann sich stets zurückbilden. Viele der zytostatischen Substanzen reizen entweder direkt das Brechzentrum oder den Magen-Darmtrakt, so dass Übelkeit und evtl. Erbrechen an den Tagen der Anwendung der Substanzen auftreten können, aber durch die modernen Begleitmedikamente meist verhindert werden.
An der Neurologischen Klinik des RoMed Klinikums Rosenheim werden im stationären Rahmen Chemotherapien zur Behandlung maligner Erkrankungen durchgeführt. Seit neuestem besteht für Mitglieder bestimmter Krankenkassen auch die Möglichkeit einer ambulanten Behandlung über eine Institutsermächtigung des Klinikums. Vor kurzem wurde ein so genanntes neuroonkologisches Konsil etabliert. Dort wird in einer regelmäßigen gemeinsamen Konferenz von Neurologen, Strahlentherapeuten, Neurochirurgen und Onkologen individuell für jeden Patienten mit einem Hirntumor eine Therapieplanung nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen vorgenommen. Diese stützt sich auf Operation, Bestrahlung und Chemotherapie einzeln oder in Kombination.
Mikrochirurgie und Nervenchirurgie
Die mikrochirurgischen Operationstechniken, welche bei der Behandlung der komplexen Handverletzungen zur Anwendung kommen, werden auch in der Therapie von Verletzungen und chronischen Schädigungen des peripheren Nervensystems benötigt. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie ergänzt die operative Behandlung von Nervenverletzungen und Folgezuständen nach Nervendurchtrennung an der oberen und unteren Extremität das Angebot des Bereiches Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie der Abteilung für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie. Operationen des peripheren Nervensystems z. B. Nervennähte, Nervenrevisionen, Nervenbefreiungen ( Neurolysen ) inklusive der Operationen der peripheren Nervenkompressionsschäden ( sog. Karpaltunnelsyndrom u. ä. werden durchgeführt.
Homöopathie als ergänzende Behandlungsmethode
Die Homöopathie ist eine alternative Behandlungsmethode, bei der die Wirksubstanz des Arzneimittels verdünnt wird. Durch den schrittweisen Verdünnungsprozess (auch „Potenzierung“ genannt), bleibt offenbar die Information der Substanz erhalten. Dadurch wehrt sich der Körper gegen die Folgen der „Vergiftung“ ohne eigentlich „vergiftet“ zu werden. Sind die „Vergiftungssymptome“ ähnlich denen der zu behandelnden Erkrankung, wird der Zustand des Körpers oder die seelische Verfassung hin zum Gesunden korrigiert. Ein hoher Stellenwert kam bereits in den frühen Jahren der Homöopathie vor 200 Jahren den Geist- und Gemüts-Symptomen, wie es in dem alten Deutsch heißt, zu. Kurzfristige Effekte können erzielt werden. Bereits der Begründer der heutigen klassischen Homöopathie, Dr. Samuel Hahnemann, wusste, dass ein Symptom nur ein Ausdruck der tieferliegenden Krankheit ist. Dies ist der Grund, weshalb keine schnelle, an vordergründigen Symptomen orientierte Homöopathie betrieben werden sollte. Eine die längerfristigen Krankheits- bzw. Gesundheitsprozesse berücksichtigende Betrachtung ist zeitaufwändig.
Kopfschmerzen und Migräne: Diagnostik und Therapieansätze
Nahezu jeder Mensch leidet hin und wieder unter Kopfschmerzen und über 50 Prozent der Bevölkerung suchen irgendwann in ihrem Leben wegen Kopfschmerzen ärztliche Hilfe. Aber nicht hinter jeder Kopfschmerz-Attacke verbirgt sich auch eine ernste Erkrankung. Mit moderner Diagnostik kann unser erfahrenes neurologisches Personal eine eindeutige Diagnose Ihres Kopfschmerz-Typs stellen. Ständige oder starke Kopfschmerzen, wie etwa Migräne, teilweise auch begleitet von Übelkeit, beeinträchtigen Ihren Alltag extrem. Um den genauen Typ Ihres Kopfschmerzes bestimmen zu können, stehen die Experten in der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen nahe Rosenheim gerne für Sie bereit. Zunächst befragen wir Sie detailliert zu Ihrer Krankengeschichte und ermitteln zum Beispiel, ob Ihre Kopfschmerzen eher an Stirn oder Nacken beginnen. Mit modernster Diagnostik gehen wir anschließend Ihren Beschwerden genauestens auf den Grund.
Chinesische Medizin bei Kopfschmerzen und Migräne
Chronische Kopfschmerzen können in vielen Fällen erfolgreich mit Akupunktur und Chinesischer Medizin behandelt werden. Sowohl beim Spannungskopfschmerz als auch für Migräne gibt es eine klare wissenschaftliche Datenlage (Evidenz), welche die Wirksamkeit der Akupunktur durch zahlreiche hochwertige Studien, sog. Metaanalysen, belegt. Aus diesem Grund wird Akupunktur in den Leitlinien der deutschen Nervenärzte zur Vorbeugung gegen Migräne empfohlen. Darüberhinaus hat sich bei der Behandlung der Migräne die Verordnung pflanzlicher chinesischer Arzneimittel überaus bewährt. In unserer Praxis kombinieren wir in den meisten Fällen beide Behandlungsmethoden und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch bei sehr häufigen Anfällen sind substanzielle Verbesserungen oder sogar Beschweredefreiheit möglich. Zusätzlich geben wir Ihnen Empfehlungen, welche die Ernährung, den Schlaf oder körperliche Aktivitäten betreffen.
Psychosomatische Erkrankungen und Chinesische Medizin
Etwa zwei Drittel der Menschen, die einen Arzt aufsuchen, leiden unter Beschwerden die nicht auf einer organischen Erkrankung beruhen. Für Arzt und Patient ist dies oft unbefriedigend weil keine Diagnose gestellt werden kann. Der Patient ist zwar nicht krank, fühlt sich aber auch nicht gesund. Ganz typisch sind Symptome wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gereiztheit, innere Unruhe oder Schlafstörungen.
Eine große Stärke der Chinesischen Medizin besteht darin, solche funktionellen oder psychosomatischen Erkrankungen zu erkennen und das innere Gleichgewicht wieder herzustellen. Dabei hilft die energetische Betrachtungsweise der Chinesischen Medizin. Körperfunktionen können übermäßig angeregt sein, und dazu führen, daß ein Mensch zu Überreaktionen neigt oder sie können auffallend verlangsamt sein. In jedem Fall verfügt die chinesische Medizin über eine Vielzahl von Möglichkeiten um sinnvoll gegenzusteuern. Häufig spielen sich derartige Störungen weit im Vorfeld einer organischen Erkrankung ab. Durch eine frühzeitige Behandlung mit der chinesischen Medizin kann nicht selten die Einnahme von Psychopharmaka, der Gang zum Psychotherapeuten oder eine stationäre Behandlung vermieden werden.
Ein wichtiges Merkmal der Chinesischen Medizin besteht darin, sich zunächst Zeit zu nehmen, um den Menschen in seiner Vielschichtigkeit kennenzulernen. Der ganzheitliche Ansatz der Chinesischen Medizin, der Körper und Seele als untrennbare Einheit betrachtet, kann dabei helfen eine Verbindung von seelischen Belastungen und körperlichen Beschwerden (z. B. Kopf-, Rücken-, oder Bauchschmerzen) zu erkennen. Die Akupunktur hat für viele Patienten eine deutlich beruhigende Wirkung. Regelmäßige körperliche Bewegung auf der einen und Entspannungstechniken wie Qigong, autogenes Training oder Meditation auf der anderen Seite sind weitere zentrale Behandlungskonzepte. In die begleitenden Gespräche fließen neben alten asiatischen Weisheiten auch Elemente der positiven Psychologie oder Glücksforschung ein.
Mögliche Beschwerdebilder:
- Kopfschmerzen, Migräne
- Müdigkeit, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit
- Gereiztheit, innere Unruhe, Nervosität
- Konzentrationsstörungen, Vergeßlichkeit
- Schlafstörungen
- Chronische Schmerzen unklarer Herkunft
- Angststörungen, Panikattacken
- Libidostörungen
- Depressionen, burn-out-Syndrom
Chinesische Medizin bei Müdigkeit und Erschöpfung
Viele Patienten, die wegen Müdigkeit oder einer Erschöpfungssymptomatik zu mir kommen, waren vorher bei ihrem Hausarzt. Die Laborwerte oder andere Untersuchungen zeigen in den meisten Fällen keine auffälligen Befunde. Trotzdem fürchten viele Menschen, dass sie einen Mangel an Energie haben, weil ihnen zum Beispiel Vitamine oder Spurenelemente fehlen. Aus Sicht der Chinesischen Medizin ist das möglich. Es kann aber auch sein, dass sie genug Energie haben, diese aber blockiert ist und nicht da ankommt, wo sie benötigt wird. Mit Hilfe einer chinesischen Puls- und Zungendiagnose ist es leicht möglich, das eine vom anderen zu unterscheiden. Die Erfahrung zeigt im Übrigen, dass häufiger Blockaden vorliegen. Dies zeigt sich z.B. in einem kräftigen Puls und einer geröteten Zunge. Die Akupunktur eignet sich gut, um Blockaden zu lösen und die Energie wieder ins Fliessen zu bringen. Bei einem energetischen Mangel sind die chinesischen Heilpflanzen besonders hilfreich.
Chinesische Medizin bei Schlafstörungen
In der Chinesischen Medizin haben Schlafstörungen mit einem gestörten Gleichgewicht von YIN und YANG zu tun. Das YIN steht für die stabilisierenden, kühlenden und speichernden Kräfte, während das YANG die aktiven ,wärmenden und zerstreuenden Kräfte im Menschen bezeichnet. Wenn das YANG, die aktive Kraft, nachts in die stabilisierende Kraft, das YIN eintaucht, kann der Mensch schlafen. Ein symbolhaftes Bild der Chinesischen Medizin für das Einschlafen ist das Eintauchen der Sonne(YANG) bei Sonnenuntergang in das Meer(YIN). Ein häufig für die Behandlung von Schlafstörungen verwendeter Akupunkturpunkt (Niere 6) heisst “Das erleuchtete Meer”. Schlafstörungen sind immer ein Zeichen dafür, dass das YANG relativ zum YIN überwiegt. Das kann daran liegen, dass das YANG übermächtig ist, weil der Mensch durch Stress und Aufregung nicht zur Ruhe findet. Es kann aber auch sein, dass chronische Überlastung und Krankheiten das YIN schwächen. Mit Hilfe einer chinesischen Diagnose lassen sich diese Fragen leicht beantworten. Bei einem entfesselten YANG besteht die Aufgabe des Arztes darin das YANG zu beruhigen und zu besänftigen. Akute Schlafstörungen sprechen gut auf Akupunktur an.
Fazit
In Rosenheim und Umgebung steht Ihnen ein breites Spektrum an neurologischer und psychiatrischer Versorgung zur Verfügung. Von der Akutbehandlung des Schlaganfalls über die Diagnostik und Therapie von Hirntumoren bis hin zu komplementären Behandlungsmethoden wie der Chinesischen Medizin werden Sie umfassend betreut. Das Ziel ist es, Ihre Lebensqualität zu verbessern und Ihnen ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen.
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