Migräne: Symptome, Behandlung und Aurasin Akut

Migräne ist eine chronische neurologische Erkrankung, die viele Menschen betrifft, insbesondere Frauen im gebärfähigen Alter. Die Behandlung von Migräne erfordert einen individuellen Ansatz, der sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Strategien umfasst. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Migräne, ihre Symptome, Behandlungsoptionen und die spezifische Anwendung von Aurasin Akut.

Migräne: Eine Übersicht

Migräne ist eine chronische neurologische Erkrankung, die in Deutschland eine 1-Jahres-Prävalenz von 10,6 % aufweist. Frauen sind mit 15,6 % deutlich häufiger betroffen als Männer mit 5,3 %. Migräneattacken äußern sich oft durch einseitige Kopfschmerzen, begleitet von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit.

Migräne und Familienplanung

Frauen im gebärfähigen Alter haben die höchste Migräneprävalenz, was die Familienplanung zu einem wichtigen Aspekt macht. Patientinnen sollten ihren Neurologen frühzeitig über ihren Kinderwunsch informieren, um die Medikation gegebenenfalls anzupassen. Unkontrollierte Selbstmedikation ist zu vermeiden.

Zusätzlich zu diesen Überlegungen sollten Frauen mit Kinderwunsch idealerweise bereits sechs Monate vor der Konzeption mit der Einnahme von 400-800 µg Folsäure beginnen und diese im ersten Trimester fortsetzen (5).

Migräne während der Schwangerschaft

Bei den meisten Migränikerinnen bessert sich die Erkrankung im Laufe der Schwangerschaft, besonders ab dem 2. Trimester. Dies wird auf die stabilen Östrogen-, Gestagen- und körpereigenen Opioid-Spiegel zurückgeführt. Bei Migränikerinnen mit Aura ist die Besserung oft weniger ausgeprägt, und in einigen Fällen können sich die Symptome sogar verschlimmern.

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Migränikerinnen haben in der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Präeklampsie. Da die Unterscheidung zwischen Migräne und Präeklampsie schwierig sein kann, ist es wichtig, bei Verdacht den Blutdruck und Eiweiß im Urin zu kontrollieren. Migränikerinnen gebären häufiger per Kaiserschnitt und haben ein höheres Risiko für Frühgeburten und Neugeborene mit geringem Geburtsgewicht.

Nach der Geburt kehren die Migräneattacken oft innerhalb des ersten Monats zurück, möglicherweise aufgrund des raschen Östrogenabfalls, postpartaler Depression oder der neuen Situation als Mutter.

Medikamentöse Migräneprophylaxe in der Schwangerschaft

Die meisten Migräneprophylaktika sind nicht speziell für die Migränetherapie entwickelt worden. Valproinsäure wird beispielsweise generell off-label eingesetzt. Die vorhandenen Daten beziehen sich daher oft auf andere Indikationen. Viele Medikamente sind während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht zugelassen, und es fehlen ausreichende Studiendaten.

Die Entscheidung für oder gegen eine Migräneprophylaxe während der Familienplanung, Schwangerschaft oder Stillzeit muss individuell getroffen werden. Metoprolol, Propranolol und Amitriptylin gelten als Mittel der Wahl, während Topiramat und Valproinsäure aufgrund ihrer Teratogenität kontraindiziert sind. Valproinsäure sollte möglichst nicht bei Frauen im gebärfähigen Alter eingesetzt werden. Studien mit Betablockern zeigten keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko, aber es gibt Hinweise auf Mangelentwicklungen und Wachstumsverzögerungen in utero. Nach Exposition im 3. Trimester sollten Neugeborene auf Bradykardie, Hypotonie und Hypoglykämie überwacht werden.

Amitriptylin sollte laut Fachinformation, insbesondere im 1. und 3. Trimester, nur eingesetzt werden, wenn es klinisch notwendig ist. Tierstudien zeigten Reproduktionstoxizität bei hohen Dosen, aber humane Studien ergaben keine Hinweise auf Teratogenität. Eine engmaschige Überwachung zur frühzeitigen Erkennung von Entwicklungskomplikationen ist erforderlich. Bei Einnahme bis zur Geburt kann es beim Neugeborenen zu Anpassungsstörungen kommen.

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Für Flunarizin gibt es keine Sicherheitsdaten während der Schwangerschaft, daher sollte eine Anwendung vermieden werden. Tierstudien zeigten keine Hinweise auf schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, Geburt, fetale und postnatale Entwicklung.

Valproinsäure hat ein hohes teratogenes Potenzial, mit Fehlbildungen in 10-20 % der Fälle bei Exposition im 1. Trimester. Valproinsäure darf nur unter sehr zuverlässiger Verhütung verordnet werden. Patientinnen müssen seit dem Rote-Hand-Brief 2018 verpflichtend zur Empfängnisverhütung beraten werden. Wenn eine Patientin Valproinsäure in den ersten Wochen der Schwangerschaft verwendet hat, ist ein Schwangerschaftsabbruch nicht indiziert, sondern lediglich eine sorgfältige pränatale Ultraschalldiagnostik. Daten zur Topiramatexposition im 1. Trimester deuten auf ein erhöhtes Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und intrauterine Mangelentwicklungen hin.

Onaboltulinumtoxin A sollte in der Schwangerschaft zurückhaltend eingesetzt werden, da keine ausreichenden Informationen über die Anwendung beim Menschen vorliegen. Tierstudien deuten keine Reproduktionstoxizität an, und aufgrund seines hohen Molekulargewichts ist nicht zu erwarten, dass Onaboltulinumtoxin A die Plazentaschranke passiert. Registerdaten zeigen keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für schwere kongenitale Fehlbildungen.

Die monoklonalen Antikörper Erenumab, Galcanezumab, Fremanezumab und Eptinezumab richten sich gegen den CGRP-Rezeptor beziehungsweise das CGRP selbst und sind relativ neu zur Migräneprophylaxe zugelassen. Daher ist der Erfahrungsumfang zur Anwendung in der Schwangerschaft sehr gering. Laut Fachinformation sollen Antikörper während der Schwangerschaft möglichst nicht angewendet werden. Tierdaten zeigen keine Hinweise auf Reproduktions- oder Entwicklungstoxizität. Frauen, die einen dieser Antikörper während der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden, sollten im Rahmen der gesetzlichen Schwangerenvorsorge auf unerwünschte Wirkungen überwacht werden.

Die Bedeutung des CGRP in der Schwangerschaft ist nicht abschließend geklärt. Tierversuche zeigen, dass die körpereigenen CGRP-Level während der Schwangerschaft ansteigen und nach der Geburt sinken, was darauf hindeutet, dass das Peptid an der Regulierung des uteroplazentaren Blutflusses und Entspannung der Gebärmutter beteiligt ist. Studien deuten darauf hin, dass niedrige CGRP-Spiegel das Risiko für Präeklampsie und Eklampsie erhöhen können. Wie genau sich die Hemmung des CGRP durch die Verwendung monoklonaler Antikörper auf das Risiko einer Präeklampsie auswirkt, ist noch nicht bekannt.

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Akutmedikation in der Schwangerschaft

Für die Akutmedikation in der Schwangerschaft werden Ibuprofen und Acetylsalicylsäure in den ersten beiden Trimestern als Mittel der Wahl angesehen. Sumatriptan und Paracetamol können die gesamte Schwangerschaft hindurch angewendet werden, solange es sich nicht um eine Dauertherapie handelt.

NSAR sollten in der Schwangerschaft nur kurzfristig und niemals hoch dosiert angewendet werden. Sie überwinden die Plazentaschranke, und ein Risiko für Fehlgeburten und Fehlbildungen bei Anwendung in der Frühschwangerschaft konnte bisher nicht ausgeschlossen werden. Eine über längere Zeit andauernde Anwendung nach der 30. Schwangerschaftswoche kann zu einem vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus und zu Oligohydramnion führen. Eine niedrige ASS-Dosierung von 100 mg/d, etwa zur Präeklampsieprophylaxe, ist dagegen die ganze Schwangerschaft hindurch bis wenige Wochen vor der erwarteten Geburt gestattet.

Paracetamol ist bei Schmerzen in der Schwangerschaft das Analgetikum der ersten Wahl. Ein Zusammenhang zwischen der mehrwöchigen Paracetamol-Einnahme während der Schwangerschaft und ADHS-Symptomen beim Kind ist zwar rein statistisch nach einer aktuellen Metaanalyse mit skandinavischen Daten vorhanden, aber es bleibt unklar, ob es sich um einen kausalen Zusammenhang oder lediglich eine Koinzidenz handelt.

Triptane sind zur Akutmedikation von Migräneattacken entwickelt worden. Sie sind nicht für eine Anwendung in der Schwangerschaft zugelassen, doch liegen Erfahrungen mit über 4 000 Schwangerschaften mit Sumatriptan vor. Es wurde kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen oder Frühgeburten festgestellt. Die Anwendung während des 1. Trimesters scheint sicher zu sein, und auch später ist die Anwendung vermutlich möglich. Doch sind für eine genauere Beurteilung weitere Daten erforderlich.

Bei einem Status migraenosus wird dieser mit einer Einmalgabe von Prednison oder Dexamethason therapiert. Fluorierte Kortikoide wie Dexamethason passieren zwar die Plazentaschranke, eine Einmalgabe wird jedoch nicht mit einem erhöhten Risiko in Verbindung gebracht. Daher können beide Wirkstoffe als Einmalgaben genutzt werden.

Nichtmedikamentöse Anfallsprophylaxe in der Schwangerschaft und Stillzeit

Unabhängig von einer medikamentösen Prophylaxe kann ein regelmäßiger Tagesablauf mit geregelten Mahl- und Schlafzeiten und nichtmedikamentöse Maßnahmen mit moderater Bewegung und Entspannungsverfahren wie zum Beispiel progressive Muskelentspannung, Meditation oder Yoga, Akupunktur oder die nichtinvasive Neurostimulation einen positiven Effekt ausüben.

Da die i.v.-Gabe von hoch dosiertem Magnesiumsulfat über einen längeren Zeitraum möglicherweise Knochenschäden beim Feten auslösen kann, wird weder die Anwendung von Magnesium noch die der Kombination aus Magnesium, Coenzym Q10 und Riboflavin während der Schwangerschaft empfohlen. Die orale Magnesiumgabe von 400 mg Magnesiumoxid 1- bis 2-mal pro Tag wurde nicht mit einem erhöhten Risiko für Fehlbildungen assoziiert. Auch die Anwendung in der Stillzeit gilt als sicher.

Für die Einzelbestandteile der 3er-Kombination gibt es wenig Sicherheitsdaten. Eine Anwendung in der Schwangerschaft scheint mit keinem erhöhten Risiko einherzugehen.

Prophylaxe der Migräne in der Stillzeit

Es weist nichts darauf hin, dass das Stillen die Migräne negativ beeinflusst. Es gibt Hinweise dafür, dass das Stillen die Zeit bis zum Auftreten der ersten Migräneattacke nach der Geburt verlängert, durch Verhinderung des Eisprungs und Stabilisierung der niedrigen Östrogenspiegel. Sollte in der Stillzeit eine medikamentöse Migräneprophylaxe begonnen werden, stehen einige Wirkstoffe zur Verfügung, die nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden sollen.

Die Anwendung von Betablockern wie Metoprolol oder Propranolol gilt als sicher und Behandlung der Wahl, Amitriptylin ist eine weitere Option, ebenso die monoklonalen Antikörper. Betablocker gehen in begrenzten Mengen in die Muttermilch über. Die Exposition des Säuglings ist wahrscheinlich klinisch irrelevant; in den Fachinformationen wird aus Sicherheitsgründen die Anwendung nicht empfohlen.

Amitriptylin und seine Metaboliten gehen zwar nur in geringen Mengen in die Muttermilch über, geringe Konzentrationen wurden jedoch im Plasma und Urin gestillter Säuglinge gefunden. Es ist während der Stillzeit nicht zugelassen, wird jedoch teilweise als stillverträglich und Zweitlinienoption eingestuft. Es scheint keine negativen Auswirkungen auf das Kind zu haben, trotzdem können Schläfrigkeit, Mundtrockenheit oder Obstipation auftreten.

Flunarizin sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, da es in die Muttermilch übergeht und sich anreichern kann. Valproinsäure bindet stark an Plasmaproteine und geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Eine Anwendung gilt als mit dem Stillen vereinbar, obwohl der Wirkstoff während der Stillzeit nicht zugelassen ist und bei einigen gestillten Säuglingen niedrige Wirkstoffspiegel sowie vorübergehende hämatologische Störungen nachgewiesen wurden. Es gibt keine Indikation für routinemäßige Untersuchungen. Trotzdem sollten Säuglinge auf hämatologische oder hepatologische Anomalien überwacht und Valproinsäure während der Stillzeit nur mit Vorsicht angewendet werden. Topiramat geht erheblich in die Muttermilch über.

Aurasin Akut: Anwendung und Hinweise

Aurasin Akut enthält Zolmitriptan und gehört zur Gruppe der Triptane. Es wird nach der Erstdiagnose einer Migräne durch einen Arzt zur akuten Behandlung der Kopfschmerzphasen von Migräneanfällen mit oder ohne Aura angewendet.

Migränebeschwerden können durch eine vorübergehende Erweiterung der Blutgefäße im Kopf hervorgerufen werden. Zolmitriptan reduziert diese Erweiterung und trägt dazu bei, dass der Kopfschmerz und andere Beschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen und Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen vergehen. Zolmitriptan wirkt nur, wenn ein Migräneanfall bereits begonnen hat und kann keinen Migräneanfall verhindern.

Gegenanzeigen

Aurasin Akut darf NICHT eingenommen werden, wenn:

  • Sie allergisch gegen Zolmitriptan, Menthol oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
  • Sie hohen Blutdruck haben, der schwierig zu behandeln ist, oder Ihr Blutdruck schlecht eingestellt ist.
  • Sie jemals Herzprobleme hatten, einschließlich Herzinfarkt, Angina pectoris oder Prinzmetal-Angina.
  • Sie einen Schlaganfall erlitten haben oder an vorübergehenden Symptomen litten, die ähnlich einem Schlaganfall sind (transitorische ischämische Attacken).
  • Sie schwerwiegende Nierenprobleme haben.
  • Sie gleichzeitig andere Arzneimittel zur Behandlung oder Vorbeugung Ihrer Migräne einnehmen (z. B. Ergotamin oder Arzneimittel vom Ergotamintyp wie Dihydroergotamin und Methysergid) oder andere Migränemittel vom Triptantyp.

Aurasin Akut sollte nicht angewendet werden, wenn Sie jünger als 18 Jahre oder älter als 65 Jahre sind.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Die Wirkung von Aurasin Akut kann beeinflusst werden oder es können Nebenwirkungen auftreten, wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen.

Wenn Sie pflanzliche Präparate einnehmen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, können Nebenwirkungen von Aurasin Akut möglicherweise häufiger auftreten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Sicherheit einer Anwendung von Aurasin Akut in der Schwangerschaft ist nicht belegt. Sagen Sie Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten, bevor Sie Aurasin Akut einnehmen. Sie dürfen bis zu 24 Stunden nach der Einnahme von Aurasin Akut nicht stillen.

Anwendung

Nehmen Sie Aurasin Akut nur zur Behandlung eines tatsächlichen Migräneanfalls und nicht zur Vorbeugung von Migräneanfällen oder Kopfschmerzen ein. Sie können Aurasin Akut einnehmen, sobald die Migräneattacke beginnt. Aurasin Akut ist aber auch während des Anfalls noch wirksam. Die übliche Dosis ist 1 Tablette.

Falls die Migränebeschwerden innerhalb von 24 Stunden nach dem ersten Ansprechen auf das Arzneimittel wieder auftreten können Sie eine weitere Tablette einnehmen. Allerdings müssen zwischen Ihrer ersten und Ihrer zweiten Tablette mindestens 2 Stunden vergangen sein.

Nehmen Sie nicht mehr als zwei Dosen pro Tag. Wenn Sie 2,5 mg - Tabletten anwenden, ist die tägliche Maximaldosis 5 mg. Wenn Ihnen 5 mg - Tabletten verschrieben wurden, ist die tägliche Maximaldosis 10 mg.

Bei eingeschränkter Leberfunktion dürfen Sie nicht mehr als eine Tablette zu 2,5 mg innerhalb von 24 Stunden einnehmen.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Falls eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, beenden Sie sofort die Einnahme von Aurasin Akut und benachrichtigen Sie umgehend Ihren Arzt:

  • Allergien/Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Ausschlag mit Blasenbildung (Nesselsucht), Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge und Rachen.
  • Angina pectoris (Schmerzen in der Brust, oft ausgelöst durch körperliche Belastung), Herzinfarkt oder krampfartige Verengungen (Spasmen) der Herzkranzgefäße mit Symptomen wie Brustschmerzen oder Kurzatmigkeit.
  • Krampfartige Verengungen (Spasmen) der Blutgefäße des Darms, die den Darm schädigen können.

Zolmitriptan: Wirkmechanismus und Dosierung

Zolmitriptan ist ein Serotonin-Rezeptoragonist, der spezifisch auf die 5-HT1B- und 5-HT1D-Rezeptorsubtypen wirkt. Die Aktivierung von 5-HT1B-Rezeptoren führt zu einer Verengung der erweiterten Blutgefäße in der Hirnhaut. Die empfohlene Dosis beträgt 2,5 mg und sollte so früh wie möglich nach Beginn des Migränekopfschmerzes eingenommen werden. Bei Bedarf kann eine zweite Dosis nach frühestens 2 Stunden eingenommen werden. Die Dosis kann bei Folgeanfällen auf 5 mg gesteigert werden, wenn 2,5 mg keine ausreichende Linderung bringen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Da Zolmitriptan vasokonstriktorisch wirkt, kann es zu unerwünschten kardiovaskulären Wirkungen kommen. Bei Patienten, die auch mit Substraten bzw. Inhibitoren von CYP-Enzymen behandelt werden, ist Vorsicht geboten. Das Risiko des Auftretens eines Serotonin-Syndroms kann in Kombination mit anderen Arzneistoffen erhöht sein.

Allgemeine Maßnahmen zur Migränebehandlung

Neben medikamentösen Behandlungen gibt es eine Reihe von allgemeinen Maßnahmen, die zur Linderung von Migräne beitragen können:

  • Regelmäßiger Tagesablauf: Achten Sie auf regelmäßige Mahl- und Schlafzeiten.
  • Ausreichend Bewegung: Moderate Ausdauersportarten können helfen, Migräne vorzubeugen.
  • Entspannungsverfahren: Progressive Muskelentspannung, Meditation oder Yoga können Stress reduzieren und somit Migräneanfälle verhindern.
  • Vermeidung von Auslösern: Identifizieren Sie Ihre persönlichen Migräneauslöser (z. B. Stress, bestimmte Nahrungsmittel, Schlafmangel) und vermeiden Sie diese.
  • Kopfschmerztagebuch: Führen Sie ein Kopfschmerztagebuch, um Muster zu erkennen und Auslöser zu identifizieren.
  • Reizabschirmung: Bei einer akuten Migräneattacke sollten Sie sich in einen ruhigen, abgedunkelten Raum zurückziehen.

Die Rolle der Schmerzmittel bei Migräne

Schmerzmittel spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Migräne. Es ist jedoch wichtig, sich über ihre Wirkung und mögliche Nebenwirkungen zu informieren. Analgetika wirken, indem sie die Schmerzweiterleitung im Körper beeinflussen. NSAR hemmen die Herstellung von Prostaglandinen, wodurch das Schmerzempfinden reduziert wird.

Schmerzmittel sollten bei einer leichten bis mittelschweren Migräne-Attacke so früh wie möglich eingenommen werden. Es ist wichtig, die Packungsbeilage zu lesen und die angegebene Höchstdosis nicht zu überschreiten. Bei einer schweren Migräne eignen sich Triptane. Schmerzmittel sollten maximal an zehn Tagen im Monat eingenommen werden, um einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz zu vermeiden.

Migräne mit Aura: Spezifische Aspekte

Die Migräne mit Aura ist eine besondere Form der Migräne, bei der vor den Kopfschmerzen neurologische Symptome auftreten. Diese Symptome können visuelle Störungen (z. B. Flimmern, Lichtblitze, Gesichtsfeldausfälle), sensible Störungen (z. B. Kribbeln, Taubheit) oder Sprachstörungen sein.

Die Behandlung der Migräne mit Aura erfolgt in der Regel wie bei der Migräne ohne Aura. Zusätzlich können bestimmte Medikamente wie Lamotrigin, Flunarizin und Topiramat zur Vorbeugung eingesetzt werden.

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