Migräne Tabletten: Ein umfassender Überblick

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, starke Kopfschmerzen gekennzeichnet ist, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen und extremer Empfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm. Die Behandlung von Migräne umfasst sowohl akute als auch präventive Ansätze. Bei akuten Anfällen zielen Medikamente darauf ab, die Symptome schnell zu lindern und die normale Funktion wiederherzustellen. In diesem Artikel werden wir uns auf Migräne-Tabletten konzentrieren, insbesondere auf solche, die den Wirkstoff Sumatriptan enthalten, und einen umfassenden Überblick über ihre Anwendung, Wirkungsweise, Vorsichtsmaßnahmen und Alternativen geben.

Was ist Sumatriptan?

Sumatriptan gehört zur Gruppe der Triptane, auch bekannt als 5-HT1-Rezeptor-Agonisten. Diese Medikamente werden speziell zur Behandlung von Migränekopfschmerzen eingesetzt. Es wirkt, indem es die Blutgefäße im Gehirn verengt, die sich während eines Migräneanfalls erweitern. Diese Verengung hilft, die Kopfschmerzen zu lindern und andere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit zu reduzieren.

Wirkungsweise von Sumatriptan

Migränesymptome werden oft durch eine vorübergehende Erweiterung der Blutgefäße im Kopf verursacht. Sumatriptan wirkt, indem es diese Erweiterung vermindert. Es bindet an Serotoninrezeptoren (5-HT1B und 5-HT1D) in den Blutgefäßen und Nervenenden im Gehirn. Diese Bindung führt zur Verengung der Blutgefäße und zur Hemmung der Freisetzung von Entzündungsstoffen, was die Schmerzweiterleitung reduziert.

Anwendung von Sumatriptan

Sumatriptan ist ein Medikament zur Behandlung von akuten Migräneanfällen und nicht zur Vorbeugung geeignet. Es sollte eingenommen werden, sobald der Migränekopfschmerz beginnt, kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt während der Attacke eingenommen werden.

Dosierung und Einnahme

Die empfohlene Dosis für Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren beträgt in der Regel 50 mg Sumatriptan als Filmtablette. Einige Patienten benötigen möglicherweise eine höhere Dosis von 100 mg (entsprechend 2 Filmtabletten à 50 mg). Es ist wichtig, innerhalb von 24 Stunden nicht mehr als 300 mg Sumatriptan (entsprechend 6 Filmtabletten à 50 mg) einzunehmen. Die Filmtabletten sollten unzerkaut mit Wasser eingenommen werden.

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Was tun, wenn die erste Tablette nicht wirkt?

Wenn die erste Filmtablette keine Wirkung zeigt, sollte keine zweite Filmtablette oder eine andere Darreichungsform von Sumatriptan für dieselbe Migräneattacke eingenommen werden. In diesem Fall sollte ein Arzt oder Apotheker um Rat gefragt werden.

Wiederauftreten der Symptome

Wenn die Symptome nach dem Abklingen wieder auftreten, kann eine zweite Dosis eingenommen werden, vorausgesetzt, dass seit der Einnahme der ersten Dosis mindestens 2 Stunden vergangen sind. Es dürfen jedoch nicht mehr als 300 mg Sumatriptan innerhalb von 24 Stunden eingenommen werden.

Überdosierung

Die Einnahme von zu viel Sumatriptan kann zu Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und anderen unerwünschten Wirkungen führen. Wenn mehr als 6 Filmtabletten à 50 mg innerhalb von 24 Stunden eingenommen wurden, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden.

Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Sumatriptan darf nicht eingenommen werden, wenn bestimmte Vorerkrankungen oder Umstände vorliegen. Es ist wichtig, die folgenden Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

  • Allergie: Allergie gegen Sumatriptan oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.
  • Herzprobleme: Verengung der Herzkranzgefäße (ischämische Herzkrankheit), Brustschmerzen (Angina pectoris) oder Herzinfarkt in der Vorgeschichte.
  • Durchblutungsstörungen: Durchblutungsstörungen in den Beinen (periphere Gefäßerkrankung) oder Schlaganfall/vorübergehende ischämische Attacke.
  • Bluthochdruck: Unkontrollierter oder schwerer Bluthochdruck. Bei leicht erhöhtem und gut eingestelltem Blutdruck ist Vorsicht geboten.
  • Lebererkrankung: Schwere Lebererkrankung.
  • Gleichzeitige Medikamente: Einnahme von anderen Migränemedikamenten, die Ergotamin oder ähnliche Substanzen enthalten, oder anderen Triptanen/5-HT1-Rezeptor-Agonisten.
  • Antidepressiva: Einnahme von MAOI (Monoaminoxidase-Hemmern) innerhalb der letzten 2 Wochen.

Besondere Warnhinweise

Vor der Einnahme von Sumatriptan sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden, wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen:

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  • Rauchen: Starkes Rauchen oder Nikotinersatztherapie, insbesondere bei Männern über 40 oder Frauen nach den Wechseljahren.
  • Herzprobleme in der Vorgeschichte: Erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen.
  • Krampfanfälle: Krampfanfälle (epileptische Anfälle) in der Vergangenheit oder Risikofaktoren, die die Gefahr von Krampfanfällen erhöhen (z. B. Kopfverletzung, Alkoholabhängigkeit).
  • Leber- oder Nierenerkrankung: Regelmäßige Überwachung durch den Arzt erforderlich.
  • Sulfonamid-Allergie: Überempfindlichkeit gegen Sulfonamid-Antibiotika.
  • Depressionen: Einnahme von SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) oder SNRI (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer).
  • Häufige Einnahme: Zu häufige Einnahme von Sumatriptan kann Kopfschmerzen verschlimmern.
  • Brustschmerzen: Schmerzen oder Engegefühl im Brustkorb nach der Einnahme.

Verkehrstüchtigkeit und Maschinenbedienung

Sowohl der Migräneanfall als auch die Einnahme von Sumatriptan können Benommenheit verursachen. Betroffene sollten nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft sollte Sumatriptan nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. In der Stillzeit sollte der Säugling bis 12 Stunden nach der Einnahme nicht gestillt werden. Abgepumpte Milch sollte verworfen und nicht dem Säugling gegeben werden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Es ist wichtig, den Arzt oder Apotheker über alle eingenommenen Medikamente zu informieren, da es zu Wechselwirkungen kommen kann. Einige Arzneimittel dürfen nicht zusammen mit Sumatriptan eingenommen werden, während andere unerwünschte Wirkungen verursachen können.

Zu vermeidende Kombinationen

  • Ergotamin und ähnliche Medikamente: Sumatriptan sollte nicht gleichzeitig mit Ergotamin oder Methysergid eingenommen werden. Zwischen der Einnahme dieser Medikamente und Sumatriptan sollte ein Abstand von mindestens 24 Stunden liegen.
  • Andere Triptane/5-HT1-Rezeptor-Agonisten: Sumatriptan sollte nicht gleichzeitig mit anderen Triptanen eingenommen werden. Auch hier sollte ein Abstand von mindestens 24 Stunden eingehalten werden.
  • MAOI (Monoaminoxidase-Hemmer): Sumatriptan darf nicht eingenommen werden, wenn innerhalb der letzten zwei Wochen MAOI eingenommen wurden.

Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme

  • SSRI/SNRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer/Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer): Die gleichzeitige Einnahme von Sumatriptan mit diesen Antidepressiva kann ein Serotonin-Syndrom verursachen. Symptome können Unruhe, Verwirrtheit, Schwitzen, Halluzinationen, Muskelkrämpfe und Zittern sein.
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum): Bei gemeinsamer Einnahme von Sumatriptan und Johanniskraut können möglicherweise eher Nebenwirkungen auftreten.

Mögliche Nebenwirkungen

Wie alle Medikamente kann auch Sumatriptan Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen. Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl
  • Druckgefühl in der Brust oder im Hals

Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten, können aber auftreten. Dazu gehören:

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  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Schwere allergische Reaktionen
  • Krampfanfälle

Bei Auftreten von schweren Nebenwirkungen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Alternativen zu Sumatriptan

Es gibt verschiedene Alternativen zu Sumatriptan, sowohl verschreibungspflichtige als auch rezeptfreie Medikamente. Die Wahl des geeigneten Medikaments hängt von der Schwere der Migräne, den Begleitsymptomen und den individuellen Bedürfnissen des Patienten ab.

Rezeptfreie Schmerzmittel

  • Ibuprofen: Ein nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAR), das schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend wirkt. Es kann zur symptomatischen Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit oder ohne Aura eingesetzt werden. Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt 400 mg, maximal 1200 mg pro Tag.
  • Acetylsalicylsäure (ASS): Wirkt ebenfalls schmerzlindernd und entzündungshemmend.
  • Paracetamol: Ein schmerzlinderndes und fiebersenkendes Mittel.

Kombinationspräparate, die Acetylsalicylsäure, Koffein und Paracetamol enthalten, gelten als besonders effektiv gegen Migränekopfschmerzen und werden von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft zur Anwendung empfohlen.

Verschreibungspflichtige Medikamente

  • Andere Triptane: Neben Sumatriptan gibt es weitere Triptane wie Naratriptan, Rizatriptan und Zolmitriptan. Diese wirken ähnlich wie Sumatriptan, können aber unterschiedliche Nebenwirkungsprofile und Wirkungsdauern haben.
  • Ergotamine: Mutterkornalkaloide (Ergotamine) sind ebenfalls Migränemittel, werden aber aufgrund ihrer intensiven Nebenwirkungen nur bei lang anhaltenden Migräneanfällen oder wenn andere Arzneimittel keine Wirkung zeigen, eingesetzt.
  • CGRP-Antagonisten: Eine neuere Klasse von Medikamenten, die auf das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) abzielen, ein Protein, das bei Migräne eine Rolle spielt.

Pflanzliche Mittel

Einige pflanzliche Mittel können ebenfalls zur Linderung von Migränesymptomen beitragen. Pestwurz hat sich als wirksam bei der Reduzierung von Migränebeschwerden erwiesen, und Mutterkraut hat eine beruhigende Wirkung und lindert Übelkeit.

Zusätzliche Tipps und Informationen

  • Preisalarm: Viele Online-Apotheken bieten einen Preisalarm für Migräne-Tabletten an, um über Sonderangebote und Preisreduktionen informiert zu werden.
  • Sonderpreise: Einige Apotheken bieten spezielle Online-Preise an, die nur gültig sind, wenn man über eine Vergleichsseite wie Medizinfuchs zum jeweiligen Shop gelangt.
  • Produktbewertungen: Die Produktbewertungen anderer Nutzer können hilfreich sein, um sich ein Bild von der Wirksamkeit und Verträglichkeit eines Medikaments zu machen.
  • Mindestbestellwert: Einige Online-Apotheken haben einen Mindestbestellwert, der beachtet werden sollte.
  • Versandkosten: Bei Bestellungen über Marktplatzpartner können die Versandkosten höher sein, insbesondere wenn verschiedene Produkte von unterschiedlichen Anbietern geliefert werden.

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