Mike Tyson: Schlaganfallrisiko und die Schattenseiten des Boxsports

Der Name Mike Tyson ist untrennbar mit dem Boxsport verbunden. Seine beeindruckende Karriere, geprägt von spektakulären Siegen und kontroversen Momenten, hat ihn zu einer Ikone gemacht. Doch hinter dem Ruhm und dem Erfolg verbergen sich auch die Risiken und Schattenseiten des Profiboxens, insbesondere das erhöhte Risiko für gesundheitliche Probleme wie Schlaganfälle.

Boxen und das Risiko von Schlaganfällen: Eine gefährliche Kombination

Boxen ist eine Sportart, die extreme körperliche und geistige Anforderungen stellt. Die ständigen Schläge gegen den Kopf können zu schweren Hirnschäden führen, die sich in verschiedenen neurologischen Problemen äußern können, darunter auch Schlaganfälle.

Andreas Sidon: Ein Leben im Kampf und die Folgen für die Gesundheit

Die Geschichte von Andreas Sidon, einem deutschen Boxer, verdeutlicht auf tragische Weise die potenziellen gesundheitlichen Folgen des Boxens. Sidon musste in seinem Leben viele Schicksalsschläge hinnehmen, darunter den Verlust seiner Eltern und seiner Frau bei Autounfällen. Doch auch seine Karriere als Boxer forderte ihren Tribut.

Nach einem Knockout im Kampf gegen den kubanischen Olympiasieger Odlanier Solis wurde bei Sidon eine medizinische Untersuchung durchgeführt. Die Diagnose war alarmierend: Plaque-Ablagerungen an der Halsschlagader, die das Risiko für einen Schlaganfall erheblich erhöhten. Der Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) entzog ihm daraufhin die Profilizenz.

Sidon akzeptierte diese Entscheidung jedoch nicht und begann einen Rechtsstreit mit dem Boxverband. Er wollte sich seinen WM-Titel, der ihm von einem unbedeutenden Verband zugesprochen wurde, nicht nehmen lassen. Trotz seiner gesundheitlichen Probleme und seiner schwierigen finanziellen Situation kämpfte er weiter, sowohl im Ring als auch vor Gericht.

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Axel Schulz: Vom gefeierten Boxer zum Schlaganfallpatienten

Auch die Geschichte von Axel Schulz, einem weiteren bekannten deutschen Boxer, zeigt die gesundheitlichen Risiken des Boxsports. Schulz erlitt Mitte Februar 2007, nur eine Woche nach seinem Comeback-Kampf gegen Brian Minto, einen Schlaganfall. Als Ursache wurde eine fünffach erhöhte Konzentration von Thrombozyten festgestellt.

Schulz hatte sich drei Tage nach dem Kampf routinemäßig untersuchen lassen, wobei lediglich eine Hirnschwellung festgestellt wurde. Doch eine Woche später wurde ihm zu Hause übel, und er sah weiße Sterne. Die Diagnose lautete: Hirninfarkt, umgangssprachlich Schlaganfall genannt.

Schulz muss nun lebenslang Tabletten nehmen, um das Risiko weiterer Schlaganfälle zu minimieren. Er betonte jedoch, dass er sich vor dem Kampf fit gefühlt habe und mehrere Ärzte ihm grünes Licht gegeben hätten.

Mike Tyson und das Schlaganfallrisiko: Eine tickende Zeitbombe?

Mike Tyson, einer der bekanntesten Boxer der Welt, hat im Laufe seiner Karriere unzählige Schläge gegen den Kopf einstecken müssen. Dies erhöht sein Risiko für neurologische Probleme, einschließlich Schlaganfälle, erheblich.

Die Risiken für Cannabiskonsumenten

Es gibt auch eine Studie, die im Fachjournal „Heart“ veröffentlicht wurde. Dabei wurden die kardiovaskulären Nebenwirkungen von Cannabiskonsum von 2016 bis 2023 zusammenfasst. Ergebnis: Das Risiko, etwa durch Herzinfarkt oder Schlaganfall an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu versterben, liegt bei Cannabiskonsumenten doppelt so hoch wie bei abstinenten Personen.

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Präventive Maßnahmen und Früherkennung

Um das Risiko von Schlaganfällen bei Boxern zu minimieren, sind präventive Maßnahmen und Früherkennung von entscheidender Bedeutung. Dazu gehören regelmäßige medizinische Untersuchungen, insbesondere neurologische Tests und bildgebende Verfahren wie MRT oder CT-Scans.

Auch eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und dem Verzicht auf Nikotin und übermäßigen Alkoholkonsum kann dazu beitragen, das Schlaganfallrisiko zu senken.

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