Nervenaufreibende Apple-Erfahrungen: Vom Fan zum Frustrierten – Und Tipps, um das Chaos zu bändigen

Als langjähriger Apple-Nutzer seit 2002, der einst Windows wegen ständiger Probleme hasste und auf die Zuverlässigkeit eines funktionierenden Rechners angewiesen war, habe ich im Laufe der Jahre eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit Apple erlebt. Anfangs von der reibungslosen Funktionalität und dem ansprechenden Design begeistert, trübten später jedoch diverse Ärgernisse das Bild. Dieser Artikel beleuchtet einige dieser frustrierenden Erfahrungen und bietet gleichzeitig Lösungsansätze, um den Umgang mit bestimmten Apple-Eigenheiten zu erleichtern.

Die frühen Jahre: Eine Liebesgeschichte mit Apple

Der Umstieg auf Apple war damals eine bewusste Entscheidung, um in zuverlässige Hardware zu investieren, nachdem Windows 2000 wiederholt Probleme mit dem Benutzerprofil verursacht hatte. Die Geräte und Computer von Apple bereiteten mir viel Freude. Einige Jahre später betreute ich an der Hochschule Konstanz etwa 30 Macs.

Die ersten Anzeichen von Ernüchterung

Die ersten Anzeichen von Problemen begannen schleichend, vermutlich mit iTunes. Ständige Veränderungen des Interfaces, verschwundene und wieder auftauchende Musik, sowie Menübefehle, die ihren Platz und Namen änderten, trübten die anfängliche Begeisterung.

Das Vorstellungsgespräch: Einmarsch der Gladiatoren

Ein bizarres Vorstellungsgespräch im Jahr 2008 für einen Job im Bereich Schulung in einem neuen Apple Store in Zürich offenbarte eine ungewöhnliche Unternehmenskultur. Nach einer Massenveranstaltung mit ca. 30 Apple-Hipstern, endlosen Präsentationen über das Wachstum der Marke „Apple“ und einer seltsamen Gladiatoren-ähnlichen Begrüßung, folgte die Ernüchterung: Der Job wurde nicht angeboten, vermutlich aufgrund des Altersunterschieds zum Storemanager.

Das iPhone: Begeisterung und Ernüchterung

Der Kauf eines iPhones im Jahr 2008 löste zunächst Begeisterung aus, die jedoch durch Bedienungsfehler getrübt wurde.

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Defektes DVD-Laufwerk und Betriebssystem-Updates

Im Jahr 2010 stellte ich fest, dass bei meinem iMac (damals 1 Jahr alt) das DVD-Laufwerk defekt ist. Die kostenlosen Betriebssystem-Updates führten nach der Installation der neuesten Version von OS X dazu, dass bestimmte Software nicht mehr funktionierte.

Das Programm „Fotos“: Ein notwendiges Übel?

Das Programm „Fotos“, welches iPhoto ersetzen soll, nutze ich nun zwangsläufig, um meine iPhone-Bilder zu verwalten. Doch der Zugriff auf die eigentlichen Bilder gestaltet sich schwierig, da die Option „im Finder anzeigen“ fehlt.

Umständlicher Zugriff auf Fotos-Dateien

Um dennoch an die Originaldateien zu gelangen, muss man folgenden Weg einschlagen:

  1. Text markieren und kopieren.
  2. In den Bilder-Ordner des Profils im Finder gehen.
  3. Nach „Masters“ suchen. Dort liegen alle Dateien, die in Fotos abgelegt sind.
  4. Die Suchfunktion mit „cmd“ + „f“ aufrufen, da die chronologische Ordnung oft durcheinander ist.

Die iCloud: Nützlich, aber problematisch

Die iCloud ist grundsätzlich ein nützliches Werkzeug für die Datensicherung, insbesondere für Kontakte und Kalender. Die Verwaltung erfolgt einfach über die Systemeinstellungen -> iCloud.

Probleme mit der iCloud-Synchronisation

Tagelang lief mein Rechner unter Volllast, weil er ständig mit dem Upload der Dateien zu tun hatte. Der Dienst beanspruchte ca. 90% CPU! Die Recherche im Netz ergab, dass man die Daten nach und nach laden müsse, dann geht es. Ansonsten wäre der Dienst überfordert.

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Zugriffsprobleme auf iCloud-Dateien

Der Ordner für die iCloud liegt im Library des Benutzers, einem normalerweise ausgeblendeten Ordner. Das bedeutet, dass Programme nicht einfach darauf zugreifen können. Beispiel Lightroom: Dort legt man einen Katalog an und lässt dorthin Bilder importieren. Wenn aber die Bilder in der Cloud liegen, kommt man da nicht einfach ran.

Träge Reaktion des Finders

Der Finder reagiert oft träge, wenn man Dateien aus der Cloud öffnen will.

Fehlende Ordner in der Finder-Liste

Der Finder hat eine geniale Funktion, wenn man in einem Programm eine Datei öffnen will: Er listet automatisch die Ordner, die man zuletzt besucht/benutzt hat. Liegen die Dateien jedoch in der iCloud/Library, werden sie ignoriert und die Liste bleibt leer.

Löschen von Dateien in der iCloud: Eine Geduldsprobe

Das Downgraden des iCloud-Abos und das Löschen von Daten gestaltete sich als zeitaufwendig und mühsam.

Lösung für das Löschen vieler Dateien

Die englischsprachige Apple-Support-Forum-Seite brachte zu Tage, dass ich nicht der Einzige bin. Angeblich kann man nur 10 Dateien gleichzeitig löschen. Glücklicherweise gab es auch einen guten Tipp: Alles Löschen über das iOs/iPhone. Systemeinstellungen, iCloud, Speicher, Speicher verwalten. Dort dann oben bearbeiten klicken und entfernen. ALLES weg.

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Der Finder: Freund oder Feind?

Auch nach fünf Jahren als Mac OS Anwender komme ich mit dem Finder immer noch nicht zurecht.

Ansichten im Finder

  • Icon Ansicht: Erinnert an die Windows Zeit und erfordert für einfaches vor-zurück-Navigieren in der Ordnerstruktur immer wieder das Touchpad.
  • Listen-Ansicht: Super, bietet aber keine Vorschau der einzelnen Dateien an. Gerade bei Bildern und PDF Dateien schwer hilfreich.
  • Coverflow: Keine Option.
  • Spaltenansicht: Entspricht im großen und ganzen am ehesten meinen Erwartungen. Schnelle Navigation per Tasten, Voransicht etc.

Probleme mit der Fenstergröße und -position

Gefühlt jedes mal wenn ich den Finder öffne, ist er a) an einem anderen Platz auf dem Bildschirm oder b) in einer anderen Größe.

Kampf beim Kopieren und Verschieben von Dateien

  1. Finder öffnen, Größe anpassen, Datei finden, Fenster an den Bildschirmrand verschieben.
  2. Nächsten Finder öffnen, Größe und Position anpassen, Zielordner auswählen.
  3. Drag&Drop.

Die Favoriten-Leiste: Fluch und Segen

Die Favoriten-Leiste ist flexibel und es lassen sich div. Ordner auch temporär hineinziehen. Zugleich ist das aber auch Fluch und Segen da sich ständig in der Leiste was ändert.

Tipps und Tricks für den Finder

  • Vorschau der Dateien: Mit der Leertaste in jeder Ansicht möglich.
  • Fenstergröße: Neue Finder-Fenster mit Cmd+n öffnen, haben diese die Größe des letzten Finder Fensters.
  • Favoritenleiste: Einen Ordner in die Favoritenleiste legen, der selbst nur Aliase zu anderen Ordnern enthält. Vorteil, die kann man dann nach Belieben sortieren oder sortieren lassen.
  • Aktive Ecken: In den Systemeinstellungen unter "Spaces & Exposé" bzw. "Mission Control" einstellen.

Alternativen zum Finder

  • TotalFinder
  • Forklift
  • Pathfinder

Windows vs. Mac OS X: Ein Vergleich

Auch Windows hat seine Tücken. Bei beiden Systemen muss man sich durch die Hierarchie klicken - egal ob mit Explorer oder Fensterdarstellung.

Geschwindigkeit der Anzeige

Da ist Windows überlegen mit der Geschwindigkeit der Anzeige. Der Mac liest erst mal brav alle ACLs ein und zeigt dann erst den Inhalt (ist mit Linux auch langsamer). Keine Ahnung welche Magic da bei Windows hinter steckt.

SMB1

Der Mac kann auch nur SMB1.

Die Bedienung des Finders

Der Finder wird verkannt weil die Leute das Prinzip nicht verstehen. Der ist auf gemischt Maus-Tastatur Bedienung ausgelegt. Viele Funktionen gehen nur mit den sog. Modifier Keys (shift-alt-ctrl-cmd). Der Neuling schaut die Menüs durch und findet die Funktionen nicht. Er müsste aber nur die Tasten ausprobieren. Viele Funktionen sind auch "versteckt" wie das Proxyicon oder die Funktion der Titelleiste.

Ordnerstruktur

Bei großen Ordnerstrukturen bietet es sich an 01-99 dem Ordnernamen voran zu stellen. Dann kann man "telefonnummernartig" durch die Struktur navigieren. Springloaded Folders, Labels, Safed Searches sind richtig angewendet auch hilfreich.

Windows 7/8/10/11: Ordner in neuem Fenster öffnen - fünf Tipps

Normalerweise öffnen Sie Ordner per Doppelklick. Das erfolgt vorzugsweise im Windows Explorer. Nach den Mausklicks stellt der Dateimanager das gewünschte Verzeichnis dar, der zuvor geöffnete Ordner verschwindet. So vermeiden Sie das.

Tipps zum Öffnen von Ordnern in neuen Fenstern unter Windows

  1. Ordner in neuem Fenster per Tastenkürzel öffnen: Halten Sie die Strg-Taste gedrückt und klicken Sie doppelt auf das betreffende Element. Alternativ markieren Sie den Wunschordner mit der Maus und drücken [Strg]+[Eingabe-Taste].
  2. Ordner vom Desktop aufrufen: Öffnen Sie Ihre Ordner per Doppelklick auf das zugehörige Symbol auf dem Desktop. Da letzterer - wenn Sie ihn im Ansichtsmodus mit gezeigtem Hintergrundbild betrachten - selbst kein Ordner ist, erscheinen von hier angesteuerte Verzeichnisse stets in neuen Explorer-Umgebungen.
  3. Ordner per Kontextmenü in neuen Instanzen laden: Klicken Sie einen Ordner mit der rechten Maustaste an und wählen Sie "In neuem Fenster öffnen".
  4. Ordnerpfad per Ausführen-Dialog ansteuern: Kopieren Sie den Pfad, also den Speicherort, des favorisierten Verzeichnisses in die Zwischenablage. Danach fügen Sie ihn im Ausführen-Dialog von Windows ein.
  5. Ordner bei einem Doppelklick automatisch in neuen Fenstern aufrufen: Die Ordneroptionen von Windows erlauben es, einzustellen, dass Ordner bei einem Doppelklick stets in frischen Fenstern erscheinen.

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