Zusammenhang zwischen Eisenmangel und Multipler Sklerose: Ein umfassender Überblick

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), die Gehirn und Rückenmark betrifft. Sie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen bei jungen Erwachsenen und kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Eisenmangel hingegen ist der weltweit häufigste Mineralstoffmangel, von dem in Europa bis zu 33 % der erwachsenen Bevölkerung betroffen sind. Dieser Artikel beleuchtet den möglichen Zusammenhang zwischen Eisenmangel und MS, indem er die Ursachen und Symptome von Eisenmangel, die Komplexität von MS und die neuesten Forschungsergebnisse zu diesem Thema untersucht.

Eisenmangel: Ursachen, Symptome und Diagnose

Eisen ist ein essentielles Spurenelement, das für zahlreiche Körperfunktionen unerlässlich ist. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, der Sauerstoff in den roten Blutkörperchen transportiert. Darüber hinaus wird Eisen von vielen Enzymen benötigt, die an der Bildung und Erhaltung des Erbguts (DNA) oder an der Energiegewinnung in den Zellen beteiligt sind.

Ursachen von Eisenmangel

Ein Eisenmangel kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter:

  • Blutverlust: Dies ist eine häufige Ursache, insbesondere bei Frauen mit starken Menstruationsblutungen (Menorrhagie). Auch Magen-Darm-Blutungen, die durch Geschwüre, Hämorrhoiden, entzündliche Darmerkrankungen oder Krebserkrankungen verursacht werden können, sowie häufige Blutspenden können zu einem erheblichen Eisenverlust führen. Parasiteninfektionen, wie beispielsweise mit Hakenwürmern, können ebenfalls chronischen Blutverlust verursachen.
  • Unzureichende Eisenaufnahme: Eine unausgewogene Ernährung mit geringem Eisengehalt, insbesondere bei veganer oder vegetarischer Ernährung, kann zu einem Eisenmangel führen. Eisen kommt in zwei Formen vor: Häm-Eisen (in tierischen Produkten) und Nicht-Häm-Eisen (in pflanzlichen Lebensmitteln). Häm-Eisen wird vom Körper besser aufgenommen. Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts wie Zöliakie oder Morbus Crohn, bestimmte Medikamente (Antazida, Protonenpumpenhemmer) sowie der gleichzeitige Verzehr von calciumreichen Lebensmitteln können die Eisenaufnahme beeinträchtigen. Eine Infektion mit Helicobacter pylori kann ebenfalls die Eisenaufnahme erschweren.
  • Erhöhter Eisenbedarf: Bestimmte Lebensphasen wie Schwangerschaft, Stillzeit, Wachstumsphasen bei Kindern und Jugendlichen sowie intensives sportliches Training erhöhen den Eisenbedarf des Körpers.
  • Genetische Faktoren: In seltenen Fällen können genetische Erkrankungen die Ursache für einen Eisenmangel sein.

Symptome von Eisenmangel

Die Symptome eines Eisenmangels können je nach Schweregrad und Dauer variieren. Häufig entwickeln sie sich über einen längeren Zeitraum und sind oft unspezifisch, was die Diagnose erschwert. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Müdigkeit und Erschöpfung: Durch den Mangel an Eisen kann nicht mehr genug Hämoglobin hergestellt werden, wodurch die Sauerstoffversorgung der Zellen gestört ist.
  • Blasse Haut und schlecht durchblutete Schleimhäute: Diese Anzeichen sind besonders im Gesicht, an der Innenseite der Augenlider und an den Fingernägeln erkennbar.
  • Atemnot: Insbesondere bei körperlicher Anstrengung kann die Unterversorgung mit Sauerstoff zur Atemnot führen.
  • Herzrasen / Herzklopfen: Ein ausgeprägter Eisenmangel kann zu Herzrasen führen.
  • Haut-, Haar- und Nagelveränderungen: Eisen spielt eine wichtige Rolle beim Zellwachstum und der Zellreparatur, wodurch Haut, Haare und Nägel von einem Mangel betroffen sein können.
  • Restless-Legs-Syndrom (RLS): Eisenmangel wird oft mit der Entstehung des RLS in Verbindung gebracht, einer neurologischen Störung, die durch einen unkontrollierbaren Drang gekennzeichnet ist, die Beine zu bewegen.
  • Entzündete, geschwollene oder ungewöhnlich glatte Zunge (Glossitis): Dies kann ebenfalls ein Zeichen von Eisenmangel sein.
  • Erhöhte Kälteempfindlichkeit: Ein Eisenmangel kann zu einer erhöhten Kälteempfindlichkeit führen, da die Wärmeregulation des Körpers gestört wird.
  • Geschwächtes Immunsystem: Ein Mangel an Eisen kann das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen.

Diagnose von Eisenmangel

Die Diagnose eines Eisenmangels erfordert eine sorgfältige Untersuchung der Symptome sowie spezifische Laboruntersuchungen. Die wichtigsten Laborparameter sind:

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  • Serum-Ferritin: Spiegelt den Eisenspeicher im Körper wider.
  • Hämoglobin (Hb): Protein in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff transportiert.
  • MCH (Mittleres korpuskuläres Hämoglobin): Gibt die durchschnittliche Menge an Hämoglobin in einem einzelnen roten Blutkörperchen an.
  • MCV (Mittleres korpuskuläres Volumen): Misst das durchschnittliche Volumen eines roten Blutkörperchens.
  • Hämatokrit (Hkt): Gibt den prozentualen Anteil der roten Blutkörperchen am Gesamtblutvolumen an.
  • Transferrinsättigung (TSAT): Gibt an, wie viel Prozent des Transferrins (ein Transportprotein für Eisen) mit Eisen beladen sind.
  • Löslicher Transferrinrezeptor (sTfR): Spiegelt die Anzahl der Rezeptoren wider, die für den Eisen-Transport auf den Zellen verfügbar sind.
  • Retikulozyten-Hämoglobin: Gibt den Hämoglobingehalt der jungen, noch unreifen roten Blutkörperchen an.
  • Erythrozytenverteilungsbreite (RDW): Misst die Variabilität der Größe der roten Blutkörperchen.
  • Zinkprotoporphyrin: Entsteht, wenn bei Eisenmangel Zink anstelle von Eisen in das Hämoglobinmolekül eingebaut wird.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Referenzwerte vom Messverfahren abhängig sind und von den angegebenen Werten abweichen können. Die ärztliche Interpretation der verschiedenen Laborwerte ist entscheidend, um einen Eisenmangel zu diagnostizieren und eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Multiple Sklerose: Eine komplexe neurologische Erkrankung

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), bei der das Immunsystem fälschlicherweise die Myelinscheiden angreift, die die Nervenfasern im ZNS schützen. Myelin ist eine fettreiche Substanz, die für eine schnelle und effiziente Signalübertragung entlang der Nervenfasern sorgt. Die genauen Ursachen von MS sind noch nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren eine Rolle spielt.

Ursachen und Risikofaktoren von MS

  • Genetik: Es gibt eine gewisse genetische Prädisposition für MS, aber kein einzelnes Gen ist für die Erkrankung verantwortlich.
  • Umweltfaktoren: Ein Mangel an Vitamin D, das hauptsächlich durch Sonnenlicht produziert wird, wurde als Risikofaktor für MS identifiziert. Auch Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) werden als möglicher Auslöser diskutiert.
  • Geografische Lage: MS tritt häufiger in Regionen auf, die weiter vom Äquator entfernt liegen.

Symptome von MS

Die Symptome von MS können sehr unterschiedlich sein, da sie von der genauen Lokalisation der Entzündung und Narbenbildung im ZNS abhängen. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Müdigkeit (Fatigue): Dies ist eines der häufigsten und beeinträchtigendsten Symptome von MS.
  • Sehstörungen: Dazu gehören Doppeltsehen, verschwommenes Sehen, Entzündung des Sehnervs (Optikusneuritis) und unkontrollierbare Augenbewegungen (Nystagmus).
  • Gleichgewichtsstörungen und Schwindel: Diese Symptome können das Gehen und Stehen erschweren.
  • Muskelschwäche und Spastik: MS kann zu Muskelschwäche, Steifheit und unkontrollierten Muskelkrämpfen führen.
  • Taubheitsgefühle und Kribbeln: Diese Empfindungsstörungen treten häufig in den Armen, Beinen, Händen und Füßen auf.
  • Koordinationsprobleme: MS kann die Koordination von Bewegungen beeinträchtigen, was zu Ungeschicklichkeit und Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben führen kann.
  • Sprachstörungen (Dysarthrie): MS kann die Muskeln beeinträchtigen, die für das Sprechen benötigt werden, was zu undeutlicher oder verlangsamter Sprache führen kann.
  • Schluckstörungen (Dysphagie): Schwierigkeiten beim Schlucken können bei MS auftreten, was das Essen und Trinken erschweren kann.
  • Blasen- und Darmfunktionsstörungen: MS kann die Kontrolle über Blase und Darm beeinträchtigen, was zu häufigem Harndrang, Inkontinenz oder Verstopfung führen kann.
  • Kognitive Beeinträchtigungen: MS kann die kognitiven Funktionen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Konzentration und Problemlösungsfähigkeit beeinträchtigen.
  • Depressionen und Stimmungsschwankungen: Depressionen und andere psychische Gesundheitsprobleme sind bei Menschen mit MS häufig.

Diagnose von MS

Die Diagnose von MS kann eine Herausforderung sein, da es keine spezifischen Tests gibt, die die Erkrankung eindeutig bestätigen können. Stattdessen basiert die Diagnose auf einer Kombination aus:

  • Anamnese: Erhebung der Krankengeschichte und der aktuellen Symptome.
  • Klinische Untersuchung: Neurologische Untersuchung zur Beurteilung der Nervenfunktion.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Bildgebendes Verfahren, das Läsionen (Entzündungsherde) im Gehirn und Rückenmark sichtbar machen kann.
  • Liquoruntersuchung: Analyse der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit, um Entzündungsmarker und andere Auffälligkeiten festzustellen.
  • Evozierte Potentiale: Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns als Reaktion auf bestimmte Reize, um die Nervenleitgeschwindigkeit zu beurteilen.

Verlaufsformen von MS

Es gibt verschiedene Verlaufsformen von MS:

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  • Schubförmig-remittierende MS (RRMS): Dies ist die häufigste Form von MS, bei der sich Schübe (Phasen mit neuen oder sich verschlechternden Symptomen) mit Remissionen (Phasen der teilweisen oder vollständigen Erholung) abwechseln.
  • Sekundär-progrediente MS (SPMS): Bei dieser Form geht die RRMS in eine allmähliche Verschlechterung der Symptome über, unabhängig von Schüben.
  • Primär-progrediente MS (PPMS): Bei PPMS verschlechtert sich der Zustand der Betroffenen kontinuierlich von Beginn der Erkrankung an, ohne Schübe oder Remissionen.
  • Progressiv-schubförmige MS (PRMS): Diese seltene Form ist durch einen kontinuierlich fortschreitenden Verlauf mit gelegentlichen Schüben gekennzeichnet.

Behandlung von MS

Es gibt keine Heilung für MS, aber es gibt verschiedene Behandlungsoptionen, die darauf abzielen, Schübe zu reduzieren, Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Zu den wichtigsten Behandlungsansätzen gehören:

  • Medikamentöse Therapie:
    • Immunmodulatoren: Diese Medikamente (z. B. Interferon-Beta, Glatirameracetat) helfen, das Immunsystem zu regulieren und die Häufigkeit und Schwere von Schüben zu reduzieren.
    • Immunsuppressiva: Diese Medikamente (z. B. Natalizumab, Ocrelizumab) unterdrücken das Immunsystem, um die Entzündung im ZNS zu reduzieren.
    • Symptomatische Therapie: Medikamente zur Linderung spezifischer Symptome wie Müdigkeit, Spastik, Schmerzen und Blasenfunktionsstörungen.
  • Physiotherapie: Hilft, die Muskelkraft, Koordination und Beweglichkeit zu verbessern.
  • Ergotherapie: Hilft, alltägliche Aktivitäten zu erleichtern und die Selbstständigkeit zu fördern.
  • Logopädie: Hilft bei Sprach- und Schluckstörungen.
  • Psychotherapie: Kann helfen, mit den emotionalen und psychischen Belastungen der MS umzugehen.
  • Rehabilitation: Umfassende Programme zur Verbesserung derFunktion und Lebensqualität.
  • Stammzelltransplantation: In einigen Fällen kann eine autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation (AHSCT) in Betracht gezogen werden, um das Immunsystem neu zu starten.

Der Zusammenhang zwischen Eisenmangel und Multipler Sklerose

Der Zusammenhang zwischen Eisenmangel und Multipler Sklerose ist komplex und noch nicht vollständig verstanden. Es gibt Hinweise darauf, dass Eisen sowohl eine schützende als auch eine schädliche Rolle bei MS spielen kann.

Eisenablagerungen in MS-Läsionen

Forschungen haben gezeigt, dass sich in einigen MS-Läsionen Eisen ablagern kann. Diese Eisenablagerungen deuten auf oxidativen Stress hin, der zu Zellschäden und dem Untergang von Nervenzellen führen kann. In diesem Zusammenhang könnte Eisen also eine schädliche Rolle spielen. Dr. Simon Hametner hat in seinen Forschungen herausgefunden, dass manche MS-Läsionen einen Eisenring um sich herum tragen, was auf chronisch aktive Läsionen hindeutet. Dies könnte bei der Differenzialdiagnose zu Beginn der Erkrankung helfen und die Entscheidung für die richtige Therapie erleichtern.

Eisenmangel und Myelinregeneration

Eine Pilotstudie deutet darauf hin, dass Eisen und Vitamin B12 für die Myelinregeneration wichtig sein könnten. Myelin wird zwar ständig regeneriert, doch Bedingung für diesen Prozess seien Eisen und eine funktionelle Vitamin B12-Methylisierungsbahn, so die Forscher. In dieser Studie wurde bei MS-Patienten mit Eisenmangel eine Verbesserung des neurologischen Zustands durch die Gabe von Myelin unterstützenden Nahrungsergänzungsmitteln beobachtet.

Eisenmangel bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen

Ein aktueller Überblicksartikel aus Frankreich hat sich mit dem Thema Eisenmangel bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen beschäftigt und festgestellt, dass ein Eisenmangel bei dieser Patientengruppe häufig ist. Da MS eine entzündliche Erkrankung ist, könnte ein Eisenmangel auch bei MS-Patienten häufiger auftreten. Entzündliche Zytokine können die Hepcidinkonzentration erhöhen, was zu einem funktionellen Eisenmangel führen kann.

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Fallbeispiele und Expertenmeinungen

Ein Neurologe wies in einem Online-Forum darauf hin, dass MS und Eisen an sich nichts miteinander zu tun haben, und verwies darauf, dass Fragen zu niedrigen Eisenwerten eher von Internisten beantwortet werden sollten. Ein anderer Fallbericht deutet jedoch darauf hin, dass bei MS-Patienten mit niedrigem Eisenwert Vorsicht geboten ist und die Einnahme von Eisenpräparaten ohne Rücksprache mit dem Arzt vermieden werden sollte.

Mögliche Auswirkungen von Eisenmangel auf MS-Symptome

Es ist denkbar, dass ein Eisenmangel die Symptome von MS verstärken kann, insbesondere Müdigkeit (Fatigue), die ohnehin ein häufiges und beeinträchtigendes Symptom von MS ist. Ein Eisenmangel kann auch die kognitiven Funktionen beeinträchtigen, was sich negativ auf die Lebensqualität von MS-Patienten auswirken kann.

Behandlung von Eisenmangel bei MS-Patienten

Die Behandlung von Eisenmangel bei MS-Patienten sollte individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sein und in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Grundsätzlich sollte das Ziel jeder Behandlung sein, dass der Eisenbedarf über die normale Ernährung gedeckt werden kann.

Ernährungsumstellung

Eine ausgewogene Ernährung, die reich an eisenhaltigen Lebensmitteln ist, kann helfen, einen Eisenmangel vorzubeugen oder zu beheben. Zu den besten Eisenquellen gehören:

  • Tierische Produkte: Rotes Fleisch, Geflügel, Fisch, Leber und Schalentiere (Häm-Eisen).
  • Pflanzliche Produkte: Hülsenfrüchte, Weizenkleie, Tofu, Nüsse, Samen und Haferflocken (Nicht-Häm-Eisen).

Die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen aus pflanzlichen Quellen kann durch die Kombination mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Zitrusfrüchten, Paprika, Brokkoli und Erdbeeren verbessert werden.

Vermeidung von Hemmstoffen

Bestimmte Substanzen können die Eisenaufnahme im Körper hemmen. Dazu gehören:

  • Phytate: In Getreide und Hülsenfrüchten.
  • Polyphenole: In Tee und Kaffee.
  • Calcium und phosphathaltige Lebensmittel: Colagetränke und Schmelzkäse.
  • Oxalsäurereiche Nahrungsmittel: Rhabarber, Spinat und Rote Bete.

Diese Lebensmittel sollten nicht gleichzeitig mit eisenreichen Lebensmitteln verzehrt werden.

Eisenpräparate

Bei einem mäßig bis schweren Eisenmangel kann die Behandlung mit oralen Eisenpräparaten notwendig sein. Diese sollten idealerweise auf nüchternen Magen oder mit Vitamin-C-haltigen Getränken eingenommen werden, um die Aufnahme zu maximieren. Häufige Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden wie Verstopfung, Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen. Eine schrittweise Dosiserhöhung oder die Einnahme zu den Mahlzeiten kann diese Nebenwirkungen mindern.

In bestimmten Fällen kann eine intravenöse (IV) Eisenzufuhr notwendig sein, z.B. bei schwerer Eisenmangelanämie, Malabsorption oder Unverträglichkeit von oralen Präparaten.

Regelmäßige Kontrollen

Regelmäßige Bluttests zur Überwachung relevanter Parameter (wie z.B. Ferritin, Hämoglobin u.a.) sind wichtig, um den Eisenhaushalt zu beurteilen und die Behandlung anzupassen.

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