Multiple Sklerose: Die Phönix-Therapie – Ein ganzheitlicher Ansatz für mehr Lebensqualität

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die das Leben der Betroffenen tiefgreifend verändert. Die Erkrankung führt zu einer Vielzahl von Symptomen, die sich sowohl auf körperlicher als auch auf geistiger Ebene manifestieren können. Ermüdung, Muskelschwäche, Koordinationsprobleme und kognitive Beeinträchtigungen sind nur einige der Herausforderungen, mit denen Menschen mit MS täglich konfrontiert sind.

Die Suche nach wirksamen Behandlungsmethoden ist daher von großer Bedeutung. Neben den konventionellen Therapieansätzen rückt zunehmend auch die sogenannte Phönix-Therapie in den Fokus, ein ganzheitlicher Ansatz, der darauf abzielt, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Was ist die Phönix-Therapie?

Der Begriff "Phönix-Therapie" ist nicht einheitlich definiert und wird in verschiedenen Kontexten verwendet. Im Zusammenhang mit Multipler Sklerose bezieht er sich meist auf einen ganzheitlichen Behandlungsansatz, der verschiedene naturheilkundliche und komplementärmedizinische Verfahren kombiniert. Der Name leitet sich vom Phönix ab, einem Fabelwesen, das aus der Asche wiedergeboren wird und somit ein Symbol für Regeneration und Neuanfang darstellt.

Einige Anbieter bezeichnen ihre naturheilkundlichen Praxen direkt als Praxis Phoenix und bieten dort unterschiedliche Behandlungen für verschiedenste Krankheiten an. Einige Praxen bieten beispielsweise in Aschaffenburg ganzheitliche Naturheilkunde an. Dort wird Wert auf die Nachvollziehbarkeit der Behandlungen gelegt. Mit moderner Labordiagnostik können oft unbekannte Ursachen von Krankheiten festgestellt und der Therapieerfolg gemessen und verfolgt werden.

Die Säulen der Phönix-Therapie

Die Phönix-Therapie basiert auf mehreren Säulen, die individuell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten abgestimmt werden:

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  • Ernährung: Eine ausgewogene und entzündungshemmende Ernährung spielt eine zentrale Rolle. Dabei werden oft spezielle Diäten empfohlen, die reich an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und Ballaststoffen sind und gleichzeitig auf entzündungsfördernde Stoffe wie Zucker, Gluten und Milchprodukte verzichten.
  • Nährstoffversorgung: Durch Labordiagnostik können Nährstoffmängel identifiziert und gezielt ausgeglichen werden. Vitamine (A, B, C, D, E, K) und Mineralstoffe (Magnesium, Selen, Zink, Calcium…), Spurenelemente (Eisen, Kupfer..) werden untersucht und die neuesten Erkenntnisse der Medizin (z.B. oxidiertes LDL statt nur Cholesterin) werden beachtet.
  • Entgiftung: Die Entgiftung des Körpers von Schadstoffen und Umweltgiften ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Phönix-Therapie. Hierzu werden verschiedene Verfahren eingesetzt, wie beispielsweise die Chelat-Therapie zur Ausleitung von Schwermetallen. Umweltbelastungen treffen uns heutzutage von allen Seiten und verursachen chronisch schwelende, scheinbar unerklärbare Erkrankungen. Mit einem speziellen Provokationstest wird die Schwermetallbelastung des Körpers im Labor messbar und eine entsprechende Ausleitung darauf zugeschnitten. Auch eine Belastung mit Pestiziden und allen weiteren möglichen toxischen Substanzen wird im Labor sichtbar. Die Chelatoren können Metalle wie beispielsweiße Quecksilber, Blei, Kupfer, Palladium, Arsen uvm. binden und machen sie zur Ausscheidung über die Nieren bereit. Die Anzahl der Ausleitungen orientiert sich nach den Laborwerten, meist sind jedoch circa 10 Behandlungen notwendig, bis die Belastung vollständig ausgeschieden wurde.
  • Darmsanierung: Ein gesunder Darm ist essenziell für ein starkes Immunsystem und eine gute Nährstoffaufnahme. Die Phönix-Therapie beinhaltet daher oft eine Darmsanierung, um das Gleichgewicht der Darmflora wiederherzustellen. Es können chronische stille Entzündungen, bakterielle Fehlbesiedelungen, eine zu durchlässige Darmschleimhaut „Leaky Gut“ und der Zustand der Verdauungsorgane und Stoffwechselvorgänge diagnostiziert werden.
  • Stressmanagement: Stress kann die Symptome von MS verschlimmern. Daher ist es wichtig, Stress abzubauen und Entspannungstechniken zu erlernen.
  • Bewegung: Regelmäßige Bewegung und Sport können die körperliche Leistungsfähigkeit verbessern und die Symptome von MS lindern.
  • Geistige und emotionale Unterstützung: Die Auseinandersetzung mit der Erkrankung und die Stärkung der eigenen Resilienz sind wichtige Bestandteile der Phönix-Therapie. Hierbei können psychologische Beratung, Kunsttherapie oder andere kreative Therapieformen hilfreich sein.

Die Rolle der Ergotherapie

Ergotherapie spielt bei der Behandlung von MS eine zentrale Rolle. Sie geht weit über einfache Übungen hinaus und betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit. Das Ziel besteht darin, Betroffene dabei zu unterstützen, ihre alltäglichen Aufgaben trotz der Einschränkungen selbstständig zu bewältigen. Individuelle Therapiepläne werden entwickelt, um auf persönliche Bedürfnisse einzugehen und Fortschritte zu fördern. Durch gezielte Übungen und Aktivitäten wird die Geschicklichkeit der Hände verbessert. Techniken wie das Pacing helfen, Anstrengungen einzuteilen. Die Ergotherapie setzt eine Reihe von Methoden und Übungen ein, um die Handlungsfähigkeit zu stärken und die Lebensqualität zu verbessern. Hilfsmittel sind essenziell, um die Lebensqualität von MS-Patienten und -Patientinnen zu verbessern. Durch eine gezielte und individuell angepasste Therapie können Betroffene ihre Selbstständigkeit bewahren und aktiver am Leben teilnehmen. Die Unterstützung von Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen gewährleistet, dass Patienten und Patientinnen umfassende Hilfe erhalten, um die Herausforderungen von MS zu bewältigen.

Die Bedeutung der Arbeitstherapie

Die Arbeitstherapie ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Rehabilitation von MS-Patienten. Sie zielt darauf ab, die berufliche Leistungsfähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen.

Während der Arbeitstherapie wird die Arbeitsfähigkeit analysiert. Was musste ich wie oft, wie lange machen? War es eine körperlich oder geistig anstrengende Arbeit? Stressfaktoren? Arbeitsanfall? Überstunden? Kollegen und Vorgesetzte? Mobbing? Es wird einem beigebracht, „nein“ zu sagen, wenn auf den ohnehin schon übergroßen Stapel Arbeit noch etwas draufgelegt werden sollte. Man lernt, dass man sich nicht um Dinge kümmern muss, die nicht zur Gehaltsklasse gehören und dass mit dem Verlassen des Betriebsgeländes Feierabend ist.

Naturheilkundliche Unterstützung

Die Naturheilkunde bietet eine Vielzahl von Ansätzen, die im Rahmen der Phönix-Therapie eingesetzt werden können:

  • Pflanzenheilkunde: Bestimmte Pflanzen können entzündungshemmende, immunmodulierende oder nervenstärkende Eigenschaften haben.
  • Homöopathie: Homöopathische Arzneimittel können die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen und die Symptome von MS lindern. Phönix Thuja lachesis spag. Tropfen sind ein homöopathisches Arzneimittel und aktivieren die Ausscheidungsorgane Leber, Niere, Haut bzw. Schleimhaut und Lymphsystem für den Transport und die schonende Ausleitung von Schlacken- bzw. Schadstoffen.
  • Vitalfeldtherapie: Das Vitalfeld ist die elektromagnetische Ebene unseres Körpers. In der Biophysik wird es erforscht und es ist beispielsweise mit einerelektrophysikalische Diagnostikmethode als Ergänzung, um den Aufbau der Symptomatik genauer zu verstehen und versteckte globale Zusammenhänge im Körper ans Licht zu bringen. Durch unseren Körper fließt Energie wie Strom. Oersted entdeckte 1820, dass mit jedem Stromfluss ein elektromagnetisches Feld entsteht. Diese Erkenntnis kommt auch bei EKG-Messungen des Herzens oder bei EEG-Messungen der Gehirnströme zu trage. Das Vitalfeld steht in ständiger Wechselwirkung mit allen physiologischen Abläufen des Körpers und seiner Umgebung. Darüber lässt sich mit speziellen Geräten Auskunft geben.

Schulmedizinische Erkenntnisse

Neue Hoffnung für MS-Patienten verspricht nun ein Wirkstoff, der bislang nur in der Dermatologie eingesetzt wurde. Die sogenannte Fumarsäure. Fumarsäure ist das bis heute am meisten verwendete Medikament bei schwerer Schuppenflechte. Schuppenflechte ist eine Autoimmunkrankheit, bei der sich die Immunabwehr gegen körpereigene Zellen richtet. Die Fumarsäure beeinflusst das Immunsystem bei Schuppenflechte positiv. Fumarsäure beeinflusst das Immunsystem so, dass bei MS-Patienten über 70 Prozent weniger neue Entzündungsherde und etwa ein Drittel weniger Schübe auftraten.

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Roche hat erneut positive Daten zu Fenebrutinib vorgelegt, einem Mittel zur Bekämpfung von Multipler Sklerose (MS). Das Mittel habe die Krankheitsaktivität und Behinderungsprogression bei Studienteilnehmern bis zu 96 Wochen lang fast komplett unterdrückt, teilte der Pharmakonzern am Freitag mit. Im Oktober 2023 hatte Roche bereits positive Daten zu Fenebrutinib vorgelegt. Diese hätten gezeigt, dass der Wirkstoff in das Gehirn eindringe und Läsionen bei Patienten mit schubförmiger MS deutlich reduziere.

Die Bedeutung der Individualität

Es ist wichtig zu betonen, dass die Phönix-Therapie kein Patentrezept ist, sondern ein individueller Ansatz, der auf die spezifischen Bedürfnisse und Symptome des jeweiligen Patienten zugeschnitten werden muss. MS ist die Krankheit der 1000 Gesichter und du und dein Körper sind einzigartig. Hier bleibt dir nichts anderes übrig, als den Therapeuten zu vertrauen. Die sind top ausgebildet, haben oftmals Zusatzausbildungen für die unterschiedlichsten neurologischen Erkrankungen und stehen im engen Kontakt mit den Ärzten. Therapeuten und Ärzte entscheiden gemeinsam, welche Therapien für dich wichtig sind. Aber sie sind auch auf deine Mithilfe angewiesen und vor allem auf deine Kommunikation. Sag, was dir guttut, was dir hilft, was dir vielleicht Schmerzen bereitet, oder was dir ganz einfach nichts bringt.

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